Abfragen


L. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie für den Mittelschulunterricht. Sie behandeln zentrale Themen wie Zellen, Blut, DNA und Proteine, sowie die Struktur und Funktion von Organen wie dem Auge. Die Karteikarten eignen sich besonders für Schüler, die ihr Verständnis der biologischen Grundlagen vertiefen möchten, da sie sowohl theoretische Konzepte als auch praktische Anwendungen abdecken.
Karten
220
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
19.12.2021 / 04.02.2022

Cartes-fiches

Was bedeutet Biologie?

Biologie ist die Wissenschaft vom Leben.

Wie kommt man von der Beobachtung zur Theorie?

  • Beobachtung wirft Fragen auf
  • Untersuchungen, Messungen, ev: Experimente
  • Reproduzierbare und objektive Ergebnisse mit einer Hypothese nach dem WARUM
  • Wenn sich diese bestätigt, logisch ist und nicht im Widerspruch zu Fakten steht, wird sie zur Theorie

Struktur des Lebendigen von klein nach gross

  • Elementarteilchen
  • Atome
  • Moleküle
  • Zellorganellen
  • Zellen
  • Zellverbände/Gewebe
  • Organe
  • Organismus
  • Population
  • Biozönose

Welche Teilgebiete der Biologie gibt es?

Botanik, Zoologie, Humanbiologie

Zusammensetzung der Luft

Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Edelgase

Welche Funktionen hat Wasser?

  • Lebensraum
  • Trinkwasser
  • Teilnehmer an chemischen Reaktionen
  • Lösungsmittel

Welche zwei Arten von Molekülverbindungen gibt es?

hydrophob = fettliebend = wassermeidend = lipohil

hydrophil = wasserliebend = fettmeidend =lipophob

Welches sind die Stoffe des Lebens?

  • Lipide
  • Kohlenhydrate
  • Proteine
  • Nucleinsäuren

Wichtiges zu Kohlenhydraten

  • Zucker, => Mono-, Di-, Polysaccharide
  • bestehen aus Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff
  • Betriebs-, Reserve- und Baustoffe
  • Summenformel Monosaccharide Glucose, Fructose, Galactose ist C6H12O6
  • Rohrzucker (Fru + Glu), Lactose und Maltose sind Disachharide
  • Stärke/Glykogen sind Polysaccharide aus Glucose
    • Stärke/Glykogen verzweigt, Cellulose unverzweigt

Wichtiges zu Lipiden

  • Fette, drei Fettsäuren und ein Glycerin
  • bestehen aus Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff
  • hydrophob und lipophil
  • sind Betriebs-, Reserve- und Baustoffe
  • können in Kohlenhydrate und umgekehrt umgewandelt werden
  • liefern doppelt so viel Energie wie Zucker
  • Bei RT flüssige heissen Öle

Wichtiges zu Proteinen

  • Eiweisse, aus Verknüpfungen von 20 Aminosäuren
  • bestehen aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff (ggf. Schwefel)
  • essentiell, semi-essentiell und nichtessentiel
  • können bei Hitze, Druck, Gift denaturieren
  • Haben eine Primär-, Sekunder-, Tertiär- und Quartärtstruktur
  • Sind Enzyme, Baustoffe, Transportstoffe, Botenstoffe und Antikörper

Was sind Enzyme?

Enzyme sind spezifisch geformte Proteine und wirken als Katalysatoren, senken also die Aktivierungsenergie. Die Moleküle haben eine aktive Stelle, die das Molekül des Substrats bindet und verändert, z. B. werden bestehende Bindungen gelockert und es wird gespalten (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Nach der Reaktion löst sich das Substrat von Enzym, d. h. dieses wird nicht verbraucht. Enzyme sind substrat- und wirkungsspezifisch.

Die Aktivität des Enzyms wird in seiner Wechselzahl gemessen (bearbeitete Moleküle pro Sekunde).

Enzyme enden auf -ase

Wichtiges zu Nucleinsäuren

  • DNA und RNA
  • bestehen aus Nucleotiden
  • bestehen aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Phosphor
  • Sind Informationsspeicher und -übertrager

Fakten zur Zelle

Alle Lebewesen bestehen aus mindestens einer Zelle, sie ist die kleinste Einheit des Lebens.

Neue Zellen entstehen NUR durch bestehende Zellen.

--> Die Zelle ist die einfachste Struktur, die selbstständig leben kann.

Welche drei Zelltypen gibt es?

Procyten, also Zellen von Bakterien (Einzeller)

Eucyten, also Zellen von anderen Lebewesen, eingeteilt in Tier- und Pflanzenzellen

Welche Organellen sieht man im Lichtmikroskop?

Zellwand, Zellkern, Mitochondrien, Grundplasma, Plastide und Vakuolen

Welche Zellen sieht man im Elektromiskroskop?

Ribosomen, Zellmembran, ER, Golgi-Apparat

Fakten zum Lichtmikroskop

  • Erfunden um 1600
  • Vergrösserung: 2 000 fach
  • Ausschliesslich lichtdurchlässige Objekte, auch Frischpräparate

 

Fakten zum Elektromikroskop

  • Erfunden um 1930
  • Arbeiten mit Elektronenstrahlen
  • kann 1 000 000 fach vergrössern

 

Mikroskoparten

Licht-, Elektro-, Transmissions-, und Rasterelektronenmikroskop

Organellen der Pflanzenzelle

Zellwand, Zellmembran, Plasma, Zellkern, Plastide, Mitochondrien, Vakuolen, ER, Ribosomen, Dictyosome (Golgi-Apparat)

Organellen der Tierzelle

Zellmembran, Plasma, Zellkern, Mitochondrien, ER, Ribosomen, Dictyosome (Golgi-Apparat), Lysosomen

Organellen der Prokaryoten

kein Zellkern sondern eine Kernregion. Zellwand, -membran, -plasma, Ribosomen und tw. Geisseln.

Membran

  • besteht aus Lipiden und Proteinen
  • Membranlipide haben einen hydrophilen Kopf und einen lipophilen Doppelschwanz, Membran besteht aus einer Doppellipidschicht, wobei die Schwänze in der Mitte sind
  • kann Stücke eingliedern und abschnüren
  • grenzt Zellen und Zellorganellen voneinander ab, ermöglicht jedoch Stoff- und Informationsaustausch (selektivpermeabel)

Zellmembran

  • grenzt Zellen voneinander ab
  • ist neben Informations- und Stoffaustausch auch für Reizbarkeit und Erkennung zuständig
    • Oberflächenvergrösserung für Stoffaustausch
  • hat Kohlenhydrat-Moleküle, die zur Erkennung und Informationsübermittlung dienen

Endoplasmatisches Retikulum

  • ein System von Kanälen und Hohlräumen und einer Membran
    • Die Membran ist mit der äusseren Membran des Zellkerns verbunden
  • Raues und glattes ER, raues hat Ribosomen
    • Die Ribosomen vom rauen verknüpfen Aminosäuren zu Proteinen, die im Innern des ER in Vesikel abgepackt werden
    • Das glatte ER baut Gifte ab und dessen Enzyme bauen Membranlipide, die sie zum Golgi-Apparat schicken und Lipide generell

Welche Organellen haben wie viele Membranen?

  • Eine Membran: raues ER, glattes ER, Dictyosom, Golgi-Apparat, Vesikel, Vakuolen ---> wässrige Lösung
  • Zwei Membranen: Zellkern, Mitochondrien, Plastide ---> Plasma und DNA
  • Keine Membran: Ribosomen, Mikrotubuli (Cytoskelett)

Golgi-Apparat

  • besteht aus den Dictyosomen (das sind scheibenförmige Hohlräume, die von den Golgi-Bläschen und einer Membran umgeben sind)
  • ist die Postzentrale der Zelle; es kommen laufen Vesikel an, die aufgenommen und weiterverarbeitet werden, bevor sie wieder verpackt und weitergeschickt werden
  • stellt Polysaccharide her

Vesikel und Vakuolen

Vakuolen sind grössere Vesikel

  • "Blasen", welche durch eine Membran abgegrenzt werden
  • werden zum Transport, der Speicherung und der Stoffaufnahme eingesetzt
  • Nahrungsvakuolen werden für die Endocytose und Exocytose gebraucht
  •  nimmt bei Pflanzenzellen fast 90% des Plasmas ein und hilft ihr so, schnell zu wachsen

Lysosomen

  • bilden sich durch Abschnürung vom Golgi-Apparat
  • enthalten Verdauungsenzyme, mit denen sie Makromoleküle in Einzelmoleküle zerlegen und sie ins Plasma geben
  • verdauen alte Zellbestandteile, aus deren Einzelbestandteilen neue Organellen entstehen
  • Wenn die Membran der Lysosomen undicht ist, lösen die Enzyme die Zelle beim programmierten Zelltod auf

Zellkern

  • enthält Kernplasma und Kernkörperchen und hat zwei Membranen
    • Kernkörperchen bilden die Bausteine für Ribosomen
    • Die äussere Membran ist mit dem ER verbunden
    • Im Kernplasma befinden sich die Chromatinfasern bestehend aus DNA und Proteinen
  • Die DNA im Zellkern besteht aus den Nucleotiden T,G,C,A

Ribosomen

  • bestehen aus Proteinen und RNA und haben keine Membran
  • kommen beim rauen ER und im Zellplasma vor
  • bauen sich selbst ohne Anleitung auf
  • stellen Proteine her

 

Plastide

  • haben zwei Membranen, enthalten DNA-Teile und Ribosomen
  • können sich vom einen ins andere umwandeln
  • Ihre Innenseiten sind mit Membranstapeln (=Grana) versehen, das Plasma dazwischen heisst Stroma
    • Leukoplasten sind Stärkespeicher und befinden sich in Wurzeln und Samen
    • Chromoplasten sind für die Farbgebung verantwortlich
    • Chloroplasten enthalten den grünen Farbstoff Chlorophyll und sind vor allem in Blättern und Stängeln. Sie ermöglichen die Fotosynthese

Mitochondrien

  • haben zwei Membranen, Teile der DNA und Ribosomen
  • entstehen durch Teilung
  • ihre Membran ist innen gefaltet und enthält Enzyme für die Zellatmung, bei der am Ende ATP frei wird
    •  stellen ATP her, indem sie eine dritte Phosphatgruppe ans Molekül ADP binden. Diese Bindung kann auch gespalten werden

Cytoskelett

  • Proteinfäden und -röhrchen, bestehend aus Mikrofilamenten und Mikrotubuli im Plasma
  • Zusammen mit den Motorproteinen ermöglicht es Bewegung
  • Bei Zellen ohne Zellwand bestimmt es die - veränderbare - Form

Zellwand

  • besteht aus einer elastischen Grundsubstanz, die in starrere Cellulosefasern eingegliedert ist
    • Neue Zellen bilden zuerst eine Primärwand, die dehnbar ist, im Laufe des Wachstums dehnt sie sich, mehr Material kommt und sie wird dicker. Zum Schluss wird sie final mit der Sekundärwand verdickt
  • hat Tüpfel, die den Stoff- und Informationsaustausch mit Nachbarzellen erlauben
  • Zwischen den Zellwänden zweier Zellen liegt die Mittellamelle, die sie zusammenklebt
  • Wenn es Hohlräume zwischen Zellen gibt, heissen die Interzellularen
  • Aufgaben: Stabilisierung und Schutz sowie Begrenzung der Wasseraufnahme
    • Die Druckstabilität kann durch die Einlagerung von Lignin erhöht werden

Zellplasma

Zäh und gelartig, besteht aus Wasser und Proteinen, enthält Glykogen.

Was beinhaltet der Zellstoffwechsel?

die Stoffaufnahme, den Stofftransport, den Stoffaufbau, die Bereitstellung von ATP und die Abgabe von Abfallstoffen

Stoffwechsel bei autotrophen Einzeller

Sie müssen nur anorganische Stoffe aufnehmen. Diese kommen in Wasser gelöst vor und werden durch die Zellmembran ins Zellplasma aufgenommen und zu körpereigenen organischen umgewandelt, z. B. Glucose, aus dem dann viele andere Stoffe hergestellt werden. Ein Teil der aufgebauten Stoffe wird als Betriebsstoff genutzt. Bei diesen Prozessen entstehen Abfallstoffe, die aus dem Plasma ausgeschieden werden.

Stoffwechsel bei heterotrophen Einzeller

Sie nehmen hauptsächlich Monosaccharide, Amino- und Fettsäuren auf, welche in Polysacchariden, Proteinen und Fetten gebunden sind, weil sie keine organischen Stoffe aufbauen können. Diese Makromoleküle werden durch Endocytose in eine Nahrungsvakuole aufgenommen und dort von Enzymen der Lysosomen in ihre Bauteile zerlegt. Die Bausteine werden dann ins Plasma aufgenommen und zur Herstellung von körpereigenen Stoffen verwendet. Ein Teil der aufgenommenen Stoffe wird zur Herstellung von ATP verwendet. Die unverdaubaren Stoffe gelangen in der Nahrungsvakuole zur Membran und aus der Zelle (=Exocytose).

Étudier