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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 24.08.2021 / 29.08.2021
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Rückenmark

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  • Grosse Faserbahn, gut geschützt im Wirbelkanal, afferente und efferente Nervenimpulse
  • Hohe Geschwindigkeit von dem zentralen Gehirn und den peripheren Spinalnerven und zurück
  • Neben dieser weissen Substanz gibt es viele Kerngebiete als Schaltstationen = graue Substanz

Leistungsstrang und Schaltzentrum

  • Schaltzentren erhöhen Effizienz, indem sie schnell die motorische Reaktion durch Rückenmarksreflexe auslösen = Rückenmark funktioniert als Reflexzentrum
  • Ca 45cm lang, vom Foramen magnum über verlängerte Mark, durch den Wirbelkanal bis zur Höhe des zweiten LW, dann in zwei Nervenwurzeln bei 31 Paare, welche sich zT mit Spinalnerven vereinigen
  • Durch die Nervenwurzelabgänge werden sie in Rückenmarksegmente unterteilt, welche jeder ein Reflex- Verschaltungszentrum enthält
  • Unterschiedliche Segmente:
    • 8 Halssegmente C1-C8 Innervation der Atemmuskulatur und der oberen Extremitäten
    • 12 Brustsegmente Th1-12, versorgen den Grossteil des Rumpfwand
    • 4 Lendensegmente L1-L5 zusammen mit dem
    • 5 Kreuzbeinsegmenten S1-S5 die unteren Extremitäten, äussere Genital und Anus innervieren
    • 1-3 Steissbeinsegmente, versorgen Hautbereich des Steissbeins
  • Rückenmark nicht überall gleich dick, dickste Stelle im Hals und Lendenbereich, ein grösseres Mass an Neuronen und Nervenfasern zu den oberen und unteren Extremitäten fliessen

Innervation = funktionelle Versorgung eines Organs, eines Körperteils oder eines Gewebes mit Nervengewebe, d.h. Nervenzellen und Nervenfasern

 

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Spinalnerven

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  • Aus jedem Rückenmarksegment gehen bds eine vordere und eine hintere Nervenwurzel hervor, welche sich nach wenigen mm zu einem Spinalnerv zusammenschliessen
  • Spinalnerven sind Teil des peripheren Systems und verlassen den Wirbelkanal seitlich durch die Zwischenwirbellöcher
  • Nervenwurzeln aus den unteren Abschnitten des Rückenmarks verlaufen im Wirbelkanal schräg nach unten um zu den Zwischenwirbellöchern zu gelangen, erinnert an ein Haarbüschel = Pferdeschweif - Cauda equina
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Reflexe allgemein, Reflexbogen

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  • Vom Willen unabhängige Reaktionen auf Reize
  • erfolgen blitzschnell in Situationen, in welchen das bewusste Überlegen zu viel Zeit beanspruchen würde
    • zb beim Stolpern die Hände nach vorne zu nehmen
  • zweite Grundfunktion des Rückenmarks
  • regeln auch allgemein ständige Körperfunktionen, so dass keine bewusste Kontrolle erforderlich ist, Bewusstsein wird entlasten und frei für komplexe Aufgaben

Reflexbogen

  • Vermittlung eines Reflexes, wie ein Regelkreis, für Konstanthalten einer Regelgrösse zb Muskelspannung
    • Rezeptor nimmt einen Reiz auf, übersetzt ihn in neuronale Erregungen
    • Sensible Nervenfasern leiten den Impuls vom Rezeptor zu einem Reflexzentrum im ZNS zb Rückenmark, welches die Reflexantwort bildet
    • Motorische Nervenfasern übermitteln die Reflexantwort zum Effektor (aufführendes Organ)

 

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Eigenreflex

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  • Erregungsimpuls kommt im ZNS direkt auf eine Reflexantwortübermittelndes motorisches Neuron
  • Es ist somit nur eine Synapse zwischengeschaltet = monosynaptischer Reflex
  • Sie sind nur dann möglich, wenn Reizaufnahme und Reizantwort an demselben Muskel erfolgen = Muskeleigenreflexe
    • Zb Patellarsehnenreflex (PSR)
    • Schlaf auf Sehne des M. quadriceps femoris bewirkt Verkürzung des Muskels, Bein streckt sich schlagartig
    • Dies gibt es bei den Muskeln die Muskelspindeln besitzen
  • Muskelspindeln arbeiten als Dehnungsrezeptoren, werden durch Dehnung gereizt und aktiviert sie
  • Erregung wird über die afferenten Nervenfasern und Hinterwurzel dem Rückenmark übermittelt und dort auf die Vorderhornzellen umgeschaltet, die denselben Muskel innervieren
  • Über die efferenten Fasern kommt es zur Kontraktion des gedehnten Muskels
  • Aktivierung des Muskelspindel wird nicht durch die kurze Dehnungsreiz bewirkt, sondern läuft ständig ab
  • ZNS wird zu jeder Zeit zum Spannungszustand der Muskeln informiert
    • Über die Eigenreflexe werden die Muskeln in einem Tonus gehalten
  • Durch Reflexabläufe wird die Körperhaltung gesteuert
  • Damit keine überschiessenden Reaktionen auftreten, werden die Reflexe durch höhergelegene Hirnzentren begrenzt und beeinflusst

 

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Fremdreflex

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  • Komplizierte Reflexbögen liegen im ZNS mehrere Verbindungsneuronen zwischen sensiblen und motorischen Neuronen
  • Mehrere Synapsen sind beteiligt = polysynaptischen Reflexe
  • Rezeptor liegt an einem anderen Ort als der Effektor
    • Zb Stolperreflex, mit den Händen aufstützen beim Fallen
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Vegetative Reflexe

  • Auch innere Organe werden über Reflexe mitgesteuert, über vegetative Nervensystem
    • Zb Speichelreflex beim Geruch oder Anblick von Speisen, Wasser läuft im Mund zusammen
  • Reflexabläufe:
    • Viszeroviszeraler Reflex: nur VNS ist an Reflex beteiligt, Blasenreflex, durch Blasenfüllung werden die Dehnungsrezeptoren gereizt und aktivieren über den Reflexbogen den Parasympathikus, Blasenmuskulatur spannt, Schliessmuskeln erschlaffen und es kommt zur reflektorischen Blasenentleerung
    • Viszerosomatischen Muskelreflex: sensible afferente Erregungen eines inneren Organes reflektorisch auf Skelettmuskulatur wirken, zb reflektorische Anspannung der Bauchmuskulatur bei Appendizitis
    • Viszerokutane Reflex: Verknüpfungen zwischen Haut und inneren Organe ® Ganzheitsmedizin: Organlandkarte auf der Haut
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Organlandkarte auf der Haut (Dermatome)

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  • Haut und innere Organe beeinflussen sich gegenseitig
  • Erkrankungen der inneren Organe können zu bestimmten Hautgebieten führen
    • SZ im linken Arm können auf ein Koronarsyndrom hinweisen
  • Afferente Nervenbahnen auf den Hautgebieten und den inneren Organe, welche vom gleichen Rückenmarksegment versorgt werden, im Tactus sphinothalmicus in dieselben Neuronen zusammenlaufen, kann das Gehirn den SZ nicht mehr genau lokalisieren = übertragener Schmerz
  • Den inneren Organen zugeordnetes Hautgebiet = Head Zone
  • Durch die Reflexbögen kann es durch innere Organerkrankungen zu Hautrötung führen = viszerokutanter Reflex
  • Warme Brustwickel bei Erkältungen helfen nicht nur durch die Dämpfe, sondern verbessern auch die Durchblutung durch die vegetativen Reflexbögen = kutiviszeraler Reflex
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Vegetative Nervensystem

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  • Parasympathikus und Sympathikus
  • Automatische Steuerung lebenswichtiger Organfunktionen, ohne willentliche oder bewusste Beeinflussung
  • Lebenswichtige Funktionen werden durch Regelkreise gesteuert zb Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Verdauung, Wasserhaushalt, Sexualfunktion

Sympathikus und Parasympathikus

  • Sympathikus:
    • Vor allem nach aussen gerichteten Aktivitäten, zb körperliche Anstrengung oder Stressreaktionen
  • Parasympathikus:
    • Vor allem nach innen gerichteten Körperfunktionen zb Essen, Verdauen, Ausscheiden
  • Zusammenspiel gelangt optimale Anpassung der Bedürfnisse des Körpers
  • Organfunktionen brauchen ein Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus
    • Energieverbrauchende und energieliefernde Prozesse
    • Anspannung und Entspannung
  • Im peripheren Nervensystem haben vegetatives und willkürliches Nervensystem getrennte Leitungswege, im Hirnstamm und Grosshirn, sind sie anatomisch und funktionell eng miteinander verbunden