NDS Blockkurs 3

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K. D.
Diese Karteikarten behandeln medizinische Themen auf einem fortgeschrittenen Niveau und konzentrieren sich auf Schmerzmanagement, Fieber und Thermoregulation. Sie decken Aspekte wie Opioidwechsel, neuropathische Schmerzen, Fieberarten und -behandlung sowie die Regulation der Körpertemperatur ab. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die ihr Wissen in der Schmerztherapie und der Behandlung von Fieber vertiefen möchten.
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Allemand
Catégorie
Médecine
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Créé / Mis à jour
23.08.2021 / 29.10.2021

Flashcards

Erläuter den Begriff Metabolisierung ( Pharmakologie)

Biotransformation= Umwandlung des Arzneistoffes in Stoffwechselprodukte ( Metaboliten ) = hauptsächlich in der Leber= viele Medis erst durch Umbau der Leber wirksam oder werden schon abgebaut

 Was für Restiktiven Lungenerkrankungen gibt es und was sind ihre häufigsten Symptome?

Mukoviszidose

Rippenresektion

Skoliose

Thorax Deformation

Symptome:

  • Dyspnoe (Atemlosigkeit bei körperlicher Betätigung)
  • Orthopnoe (Atemlosigkeit bei flachem Liegen)
  • Peripheral Ödem (Bein- bzw. Fussgelenkschwellungen)
  • Wiederholte Brustkorbinfektionen
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schlechter Schlaf
  • Appetitlosigkeit

Lunge verliet die Flexibilität= verringerte Vitalkapazität

Obstiktiv = Bronchen Verängt= Expirationsproblem z.B. COPD

Was für Obstuktive Lungenerkrankungen gibt es ?

Obstruktive Lungenerkrankungen sind Lungenerkrankungen, bei denen die Verengung bzw. Verlegung der Atemwege (Obstruktion) im Vordergrund steht.

Zu den wichtigsten obstruktiven Lungenerkrankungen zählen:

Unterschied einer obstuktiven und restektiven Lungenerkrankung?

Grundsätzlich unterscheidet man obstruktive und restriktive Ventilationsstörungen. Dabei steht bei den obstruktiven Ventilationsstörungen der erhöhte Atemwegswiderstand im Vordergrund, die Atemarbeit ist vermehrt. Restriktive Ventilationsstörungen sind durch eine verminderte Compliance gekennzeichnet. 90% aller Ventilationsstörungen sind obstruktiv. Auch kombinierte Ventilationsstörungen kommen vor.

Was ist der PEEP?

positiver endexpiratorischer Druck

- bezeichnet den positiven Druck in der Lunge am Ende der Expiration ( Masseinheit in Millibar)

- Verhindert den Kollaps der Alveolen = beugt Atelektasen vor

- Unterstützt die Spontanatmung= Atemarbeit wird reduziert

- Gasaustauschfläche erhöht!

Nenne die NEbenwirkungen des PEEP!

- Erhöhung des intrathorakalen Drucks

- Verminderter venöser Rückstrom zum Herzen ( Vorlast senken)

- Abfall des HZV

-Abnahme der Organperfusion

- Anstieg intrakanieller Druck

Was ist eine permissive Hyperkapnie?

- toleriert den Anstieg des PaCO2 unter Berücksichtigung des pH ( meistens >7.22) mit dem Ziel beatmungsassoziierte Lungenschädigungen zu vermeiden

Was für Fehlmessungen gibt es bei der Pulsoxymetrie?

- Nagellack/ Acrylfingernägel

- Infrarotwärmelich/ SOnne, Lampe

- schlechte Hautdurchblutung

- Kohlenmonoxidvergiftung

- dunkes Hautbild

3 Yellow-Flags Chronifizierung

 

1. Einschränkung der Lebensqualität

2. Hilflosigkeit: keine Lösung finden

3. Aggressions und Erschöpfung auf beiden Seiten

Nenne die 5 Keynotes Definition von Schmerz

1. Unangehemes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist

2. Subjektives Empfinden, das von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen wird

3. für zielgerichtete und effektive Behandlung ist genaue Schmerzdifferenzierung von Anfang an entscheidend

4. akut : sinvolle Warn- und Schutzfunktion, macht uns auf Verletzungen, Entzündungen aufmerksam, ist vorübergehend, kann aber auch chronisch werden

5. chronisch: entwickeltselbstständiger Krankheitswert, länger als 6 Monate

Nenne die Definition vom chronischen Schmerz

- chronischer Schmerz hat keine Warn- und Schutzfunktion, entwickelt einen Selbstständigen Krankheitswert. Dauer über 6 Monate

- mit zunehmender Dauer wirken sich Schmerzen beeinträchtigend auf Psyche, Familie, Freundeskreis und Beruf aus.

- kann sich zu einem eigenen Krankheitsbild entwickeln

Was ist eine Hyperalgesie?

Schmerzüberempfindlichkeit, übermässige Schmerzempfindlichkeit auf schmerzhaften Reiz ( ein kleiner Reiz führt schon zu Schmerzen)

Was ist Allodynie?

Gesteigerte Schmerzempfindlichkeit, Schmerz wird bereits durch geringfügige Reize ausgelöst ( Reiz im Normalfall nicht schmerzhaft)

Welche Punkte sollten bei der Schmerzanamnese  beachtet/ abgefragt werden?

- Schmerzlokalisation

- Schmerzintensität ( Schmerzlindernde/- auslösende/-verstärkte Faktoren)

- Wann/ seit wann haben sie Schmerzen? ( Schmerzbeginn/- frequenz/- dauer)

- Psychische Befindlichkeit in der aktuellen Situation? ( Zuversicht , Vertrauen, Angst, Wut, Ärger, Traurigkeit)

- Erwartungen des Patienten bzgl. Schmerzverlauf

-Standardisierte Messungen und Dokumentationen der Schmerztherapie

Diskutiere die Thematik der Interaktionen und die Auswirkungen auf die Opioiddosis? Auf Welche Medikamente sollte man achten ?

- Grundsätzlich gibt es bei den meisten Opioiden keine Maximaldosis, d.h. je höher die Dosierung umso stärker die ANalgesie, dosislimitierend sind die unerwünschten NW

- Zentrale Wirkung der Opioide

- Analgetisch, sedativ, atemdepressiv, antitussiv, Nausea und Emesis, Abhängigkeit/ Toleranzentwicklung

- periphere Wirkung der Opioide

Verzögerung der Magenentleerung durch Pyloruskonstriktion

- Obstipation

- Harnretention: Tonus des Blasenschliessmuskels wird erhöht

- Orthostase: Tonus der Blutgefässe wird herabgesetzt

- Hautrötung, Juckreiz, Urtikaria

- Periphere Analgesie

- Mundtrokenheit

 

Interaktionen mit Antibiotika und Virostatika

- 

Welches Medikament kann in der Schmerzkrise verwendet werden ?

Mit Welcher Idee kann im weiteren Verlauf Methadon eingesetzt werden?

Benenne die wichtigsten Charakteristika vom Methadon ?

Langsamer Wirkungseintritt, lange Wirkdauer 8h bis mehrere Tage, gut bei Niereninsuffizienz, hohe Bioverfügbarkeit

Benenne und beschreibe die Faserarten der Nozizeption

A- delta- Fasern = myelinisiert, schnell leitend, für den gut lokalisierbaren Schmerz verantwortlich

C- Fasern= nicht myelinisiert, langsam leitend, dumpf, schlecht lokalisierbar

Beschreibe die Charakteristika des neuropatischen Schmerzes?

Schmerzursprung= PNS, ZNS

Schmerzlokalisation= in Peripherieprojeziert

Schmerzbeginn= Latenz von Tagen/ Wochen nach Läsion

Basisschmerz (konstant)= Schmerzattaken häufig und intensiv, plötzlich Auftretend, unberechenbar

Schmerzqualität = brennend, schneidend, elektrisierend, zerreissend, pulsierend, lancierend

Befunde= Dys/ Hyp/ Hyper-ästhesie, Hyperalgesie, Allodynie

Erkläre einen Mechanismus der Schmerzmodulation?

Modulation= Kontrolle und Veränderung ( meist Hemmung) der Transmission durch verschiedene Systeme

  • Segmentale (spinale) Hemmung
  • Endorphine und Enkephaline
  • Deszendierende ( (supraspinale ) Hemmung 
  • Afferente Hemmung ( A-beta-Fasern)

A-beta-Fasern (Sensibilität) können einen hemmenden Effekt haben

- werden überwiegend A-beta- Fasern erregt, wird das Tor Geschlossen ( Schmerzübertragung sinkt)

- diese sensiblen Reize hemmen über Interneurone die Zentrale Weiterleitung  des Schmerzes

Nenne die Normwerte von Compliance?

70-100 ml/ mbar

intubiert 50-70 ml/ mbar

ARDS: 20-35 ml/mbar

 

Nenne die Normwerte von Resistance?

1-3 mbar/ L pro Sec.

intubiert 4-6 mbar/ L pro Sec.

pH- Was ist noch mit dem Lebenswert?

Der menschliche Körper ist nur mit einem pH zwichen 6,8 und 7,8 Lebensfähig

Nenne die Fieberstufen

• Fieberanstieg (Sollwert steigt über Istwert)

• Fieberhöhe (Körperkerntemperatur hat Sollwert erreicht)

• Fieberabfall (Sollwert sinkt unter Istwert) 

Nenne die Fieberarten

• Subfebril (37 °C - 38 °C)

• Mässiges Fieber ( bis 39 °C)

• Hohes Fieber ( > 39 °C)

Was ist Fieber ?

• Erhöhung der Körperkerntemperatur > 38 °C durch Infektiöse oder Nichtinfektiöse Ursachen

• Fieber ist keine Krankheit sondern ein Symptom

• Erhöhung der Temperatur durch Verschiebung des Sollwertes

• Fieber ist positiv: Entzündungs- und Abwehrvorgänge kommen schneller in Gang und Beschleunigen so die Heilung («Schutzreaktion des Körpers»)

Nenne  Positive und Negative Eigenschaften von Fieber ?

 Positiv:

  • Aktivierung des Immunsystems

• Pathogene Keime werden durch Fieber gehemmt

• Plasmakonzentrationen der für die Bakterienvermehrung wichtigen Stoffe sinken

Negativ:

• Stoffwechsel, Energieverbrauch, Kalorien- und Flüssigkeitsbedarf nehmen zu

• Sauerstoffbedarf und –verbrauch erhöht sich, Atemfrequenz, CO2-Produktionsrate, Herzfrequenz und Herzzeitvolumen steigen.

• Bei anhaltendem Fieber über 40,5 ºC kann das thermoregulatorische Zentrum geschädigt werden. Folge ist eine Hyperthermie.

• Bei Erkrankungen mit länger andauerndem Fieber 41 ºC muss mit lebensbedrohlichen Auswirkungen gerechnet werden (Proteindenaturierung).

• Begleiterscheinungen: Fieberdelir, Shivering, Abgeschlagenheit, Kopf- u. Gliederschmerzen, Fieberkrämpfe

Wann muss das Fieber gesenkt werden ?

• Über 40 °C ?

• Bei nicht infektiösen Ursachen

• Wesentliche kardiovaskuläre Vorerkrankungen

• ROSC

• Wesentliche pulmonale Vorerkrankungen

• Patienten mit SHT oder anderer Hirnschädigung

• Schwangere

• Kinder mit Fieberkrampfanamnese

 

• Ursache suchen & therapieren

Nenne Massnahmen zur Fiebersenkung

• Waschungen

• Oberflächenkühlung

• Wadenwickel

• Aufdecken

• Absenken der Raumtemperatur

• Apparative Kühlung

• Extrakorporal

• ggf. Analgosedation, Muskelrelaxation

• Flüssigkeitszufuhr und Ernährung

• Monitoring

• Befinden des Patienten beachten

• Fieberphasen beachten

• Antipyretika

Was ist eine Hyperthermie?

 Überforderung der thermoregulatorischen Mechanismen bei erhöhter Wärmebildung und / oder verminderter Wärmeabgabe (starke körperliche Anstrengung / heisse Umgebung)

• Körperkerntemperatur kann nicht mehr auf dem unveränderten Sollwert gehalten werden.

• Vasodilatation Extrazellulärvolumen ↓ (Blutversacken in den Beinen) HMV, BD & peripherer Wiederstand ↓ Hitzekollaps

• > 40°C droht ein Hitzschlag (Hirnödem, Schädigung des ZNS, Tod)

Maligne Hyperthermie:

• Komplikation in der Anästhesie

• Bei Inhalationsnarkose und Muskelrelaxation (Succinylcholin) und genetischem Defekt (CalciumTransport)

• Lebensbedrohliche Wärmebildung

• Dantrolen / Ryanodex ® i.v.

Was ist eine Hypothermie?

• Erniedrigung der Körperkerntemperatur < 35 °C (36 °C)

• European Resuscitation Council:

• Milde oder Leichte Hypothermie (Erregungsstadium) 35 - 32 °C

• Mässige Hypothermie (Erschöpfungsstadium) 32 - 28 °C «Ein Abfall der Körpertemperatur unter 32°C gilt als medizinischer Notfall» (Larsen,2016)

• Schwere Hypothermie (Lähmungsstadium) ≤ 28°C

• Akzidentelle (zufällige) Hypothermie

• Exposition («Kaltes» Wasser, Lawine, Obdachlosigkeit,…)

• Alkohol

• Metabolische Störungen (Hypothyreose, Nebenniereninsuffizienz,…)

• Verbrennungen

• perioperative Hypothermie

• Therapeutische (induzierte) Hypothermie

Nenne die Formen der Wärmeabgaben des menschlichen Körpers?

• Konvektion (Strömung): Luftbewegungen kühlen den Körper ab.

• Konduktion (Leitung): Körperwärme wird durch Kontakt auf kühlere Gegenstände (z.B. Wasser) abgegeben.

• Radiation (Strahlung): Ähnlich wie ein Heizkörper gibt der menschliche Körper Wärme als Wärmestrahlung an die Umgebung ab.

• Evaporation (Verdunstung): Abgabe von Wärme durch Schwitzen, Über die Verdunstung von Schweiß kann der Körper eine beträchtliche Wärmemenge abgeben, wodurch Verdunstungskälte entsteht.

Was Bedeutet efferent und afferent?

afferent:

afferente Fasern (sensorische Fasern): Nervenfasern, die Erregungen von reizaufnehmenden Nervenzellen zum Zentralnervensystem leiten; a. F. leiten z. B. die Tastsinnesempfindungen von den Fingerspitzen über das Rückenmark bis zum Gehirn. 

efferent:

efferente Fasern sind Nervenfasern, die vom Zentralnervensystem wegführen. Sie übertragen dessen Befehle zu den peripheren Erfolgsorganen (Muskeln).

Definition Thermoregulation?

«Steuerung des Wärmehaushalts durch zentrale Wärmezentren zur Erhaltung einer konstanten Körpertemperatur (Isothermie).»

Wie wird das 12-Kanal-EKG geklebt ?

Behandlung von Ventilationsstörungen ?

  • Ursache beheben, wenn möglich
  • NIVen
  • Angepasste Lagerungà Sitzposition mit Freilagerung der Arme
  • Tachypnoe führt zu kleinen TV, deshalb: Angst nehmen, Schmerzen behandeln, Massnahmen zur Stressreduktion

  1. Alodenie und Hyperästhesie beschreiben

 

→ Alodynie

  • Ist ein Zustand, bei dem SZ durch Reize ausgelöst werden, die normalerweise keine SZ verursachen. (gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber SZ-Reizen)

→ Hyperästhesie

  • Bezieht sich auf eine gesteigerte Empfindlichkeit der Haut oder anderer Gewebe gegenüber Reizen. (normale Berührungen oder Stimuli wie Licht/Ton →Schmerzhaft oder übermässig Intensiv)

Definition Neuropathischer Schmerz und warum rasche Behandlung

  • Art von SZ, der durch Schädigung oder Funktionsstörungen der NS verursacht wird. →SZ-Signale werden fehlerhaft übertragen – führt zu anhaltenden, oft brennenden oder stechenden SZ
  • Rasche Behandl., da oft schwer zu kontrollieren und kann chronisch werden

(Vermeidung zentrale Sensibilisierung)

  1. Welche Medikamentenklassen kennt ihr bei neuropathischem Schmerz?

  • Antikonvulsiva
  • Antidepressiva
  • Lokalanästhetika
  • Opioid-Analgetika
  • (Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR))

  1. Was sind dosislimitierte Nebenwirkungen von Opioiden

  • Unerwünschte Effekte, die auftreten, wenn die verabreichte Dosis zu hoch ist.
    • Atemdepression
    • Bewusstseinsveränderungen
    • GI-Probleme
    • Abhängigkeit und Toleranz

  1. Schritte eines Opioidwechsels (4)

  • Bewertung und Indikation
  • (Bestimmung der neuen Opioid-Dosierung)
  • Ausschleichen des alten Opioids
  • Einführung des neuen Opioids
  • Überwachung und Anpassung

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