HS Volkswirtschaft
HS Volkswirtschaft 3. Auflage
HS Volkswirtschaft 3. Auflage
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Wir kennen das Angebot und die Nachfrage. Wann sinkt sie und wann steigt sie?
Das Wetter spielt dieses Jahr verrückt. Das Sturmtief Sabine fegte über die Schweiz und hat Schäden im Millionenbereich verursacht. Leider wurde das Erdbeerfeld der Famile Berry nicht verschont. Durch die Zerstörung von dem Sturmtief Sabine fällt die Ernte in diesem Jahr deutlich kleiner aus als üblich.
- Wie verhält sich das Angebot oder die Nachfrage?
- Nach wo verschiebt sich die Kurve im Diagramm ?
Angebot sinkt (kurve verschiebt sich nach links)
Bild folgt
Wir kennen das Angebot und die Nachfrage. Wann sinkt sie und wann steigt sie?
Im Health-Magazin wurde eine neue Studie veröffentlicht. Die Studie zeigt, dass Erdbeeren Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeuge und die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern. Alle Ärzte in der Schweiz raten ihren Patienten deshalb häufiger Erdbeeren zu konsumieren.
- Wie verhält sich das Angebot oder die Nachfrage?
- Nach wo verschiebt sich die Kurve im Diagramm ?
Nachfrage steigt (kurve verschiebt sich nach rechts)
bild folgt
Wir kennen das Angebot und die Nachfrage. Wann sinkt sie und wann steigt sie?
Der Schweizer Wirtschaft geht es nicht mehr so gut. Der Verzehr von Erdbeeren gilt als Luxusgut. Die Leute haben Angst um ihre Zukunft und sparen mehr als sie konsumieren.
- Wie verhält sich das Angebot oder die Nachfrage?
- Nach wo verschiebt sich die Kurve im Diagramm ?
Nachfrage Sinkt (kurve verschiebt sich nach links)
Bild folgt
Wir kennen das Angebot und die Nachfrage. Wann sinkt sie und wann steigt sie?
Die Nachbarn drei Nachbarfamilien der Familie Berry treten in den Markt für Erdbeeren am HaBe Märt ein. Die neuen Anbieter stehen in Konkurrenz zu den anderen Anbieter.
- Wie verhält sich das Angebot oder die Nachfrage?
- Nach wo verschiebt sich die Kurve im Diagramm ?
Angebot steigt (kurve verschiebt sich nach rechts)
Bild folgt
In welche richtung verschieben sich die Kurven wenn sie steigen?
Rechts
In welche richtung verschiebt sich eine Kurve wenn sie sinkt ?
Links
Energeie ist lebensnotwendig. Menschen benötigen sie für ihre alltäglichen Tätigkeiten(z.B. fürs Kochen, Kühlen und Waschen). Ohne Energie gäbe es keine Mobilität und die Unternehmen können weder Güter herstellen noch Dienstleistungen erbringen.
Der Mensch ist seit je von der Energie abhängig. Wenn in früheren Zeiten vielleicht eine Feuerstelle oder ein Herd genügte, kommt der Bereitstellung von Energie seit der industriellen Revolution eine Schlüsselfunktion zu. Die Nachfolgende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und realem BIP der letzten knapp 70 Jahre für die Schweiz. Der Energieverbrauch im Ausmass eines Landes wird mit Terajoules (TJ) gemessen.
Halten Sie sich die Grafik "Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung" vor augen.
Beim Thema Energie resp. Energieverbrauch muss jeweils genau definiert werden, was analysiert wird. Dazu werden verschiedene Begriffe verwendet:
Erläutern Sie Primärenergieträger.
Energieträger, wie er in der Natur vorhanden ist.
z.B. Erdöl, Wind, Uran, Sonneneinstrahlung, Wasser
Erläutern Sie Sekundärenergieträger.
Wird durch Umwandlung aus Primärenergieträger erzeugt.
Benzin aus Erdöl, Strom aus Windkraft
Erläutern Sie Endenergie.
Energie, die nach allen Umwandlungen dem Verbraucher zur Verfügung steht. Kann als Primärenergieträger oder Sekundärenergieträger vorliegen.
z.B. Benzin von der Tankstelle, Strom aus der Steckdose, Gas für den Gasherd, Heizöl im Tank
Erläutern Sie Nutzenergie.
Endenergie wir vom Verbraucher häufig nochmals umgewandelt. Die Nutzenergie bezeichnet die effektiv, nach Umwandlung , genutzte Energie.
z.B. Ein Mixer verwandelt elektrische Energie in mechanische Energie. Ein Ofen verwandelt Heizöl in Wärme.
Zu beachten ist, dass bei jeder Umwandlung Verluste entstehen, d.h. ein Teil der Energie liegt in nicht mehr nutzbarer Form vor.
Was verstehen wir darunter?
Bei der Förderung von Erdöl kann nicht alles ÖL extrahiert werden oder durch Lecks geht ein Teil verloren. Bei der Raffinierung des Öls entstehen Abfallprodukte, welche nicht nutzbar sind. Eine Ölheizung kann das Heizöl wiederum nicht vollständig nutzen, sodass nochmals ein Teil der Endenergie verloren geht.
1 000 Joule enspricht 1 was?
1 Kilojoule
1 000 000 Joule entsprechen einem ... ?
Megajoule
1 000 000 000 Joule entsprechen einem ... ?
Gigajoule
1 000 000 000 000 Joule entsprechen einem ... ?
Terajoule
Keine Frage:
Energieverbrauch der Schweiz nach Energieträgern Das folgende Liniendiagramm zeigt die Bedeutung der einzelnen Energieträger am Endenergie verbrauch von 1910 bis 2017:
Diagramm folgt. S96
Interessant wird der Vergleich mit dem Bruttoenergieverbrauch. Hier wird dargestellt, wie viel Primärenergie nötig war, damit schlussendlich genut Endenergie zur Verfügung steht. Direkt ersichtlich sind die Umwandlungsverluste: Die Menge an Endenergie ist wesentlich kleiner als die Menge an Bruttoenergie
z.B. Im Jahr 2017 betrug die Menge an Bruttoenergie 1 080 270 TJ. Der Endenergieverbrauch im Jahr 2017 betrug jedoch nur 849 790 TJ, d.h., weniger als 80% der Primärenergie stehen den Nutzern schlussendlich zur Verfügung.
Keine Frage:
Wird die Herkunft der Primärenergie in den Fokus gerückt, ergibt sich das folgende Bild. Es zeigt, aus welchen Primärenergieträgern die in der Schweiz benötigten Energie Stammt.
Die Primärenergieträger werden in zwei unterteilt.
Welche?
Erneuerbare- und nicht erneheurbare Energie.
Wie unterscheidet sich Erneuerbarer und nicht erneuerbaren Energie?
Erneuerbare Energieträger zeichnen sich dadurch aus, dass sie wiederholt nutzbar sind, ohne sich zu verbrauchen. Nicht erneuerbare Energieträger können nur einmal genutzt werden.
Die nicht erneuerbaren Energieträger - sie werden auch nicht regenerierbare Energietträger genannt - sind heute die am meisten verwendeten Energieträger, aber auch die problematischsten.
Wir teilen nicht erneuerbare Energieträger in zwei. Welche?
Fossile Energieträger und Kernbrennstoffe.
Fossile Energieträger werden in drei unterteilt. Benennen Sie.
- Erdöl
- Erdgas
- Kohle
Welcher Energieträger kennen wir unter den Kernbrennstoffen?
Uran
Wie ist Erdöl und Erdgas entstanden?
Erdöl und Erdgas sind über Jahrmillionen aus tierischen und pflanzlichen Überresten entstanden.
Wie ist Kohle entstanden?
Kohle ist ein weiterer fossiler Energieträger, der sich hauptsächlich aus pflanzlichen Überresten gebildet hat.
Wie ist Uran entstanden?
Uran ist ein Schwermetall, das als radioaktive Substanz während des Erdbildungsprozesses entstanden ist.
Welche Energieträger sind problematisch?
Alle vier nicht erneuerbaren Energien.
Die fossilen Energieträger setzen bei der Nutzung grosse Mengen an was frei?
CO2 frei, das in die Atmosphäre gelangt und als Haupttreiber für die Klimaerwärmung gilt.
Sind Kernbrennstoffe emissionsarm?
Ja
Wo liegt das Problem bei den Kernbrennstoffen?
Bei deren Nutzung entstehen radioaktive verseuchte Reststoffe. Dieser Atommüll ist sehr gefährlich und kann seine Umgebung noch während Tausenden von Jahren verstrahlen.
Keine Frage:
In der Schweiz ist die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) als technisches Kompetenzzentrum für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in geologischen Tiefenlagern zuständig. Aktuell werden hiefür zwei Standorte geprüft. Der Betrieb eines Teifenlagers ist in der Schweiz nicht vor 2050 zu erwarten. Zusätzlich stellen Atomkraftwerke ein schwer fassbares Resiko dar: Sie sind zwar äussers sicher falls aber ein schwerer Unfall passiert, sind die Konsewuenzen für Menschen und Umwelt sehr gravierend. Vorkommnisse wie Fukushima (2011), Tschernobyl (1986) und Three Mile Island (1979) zeigen diese auf tragische Weise auf.
Bei allen nicht erneuerbaren Energieträgern stellt sich das Problem, dass sie endlich sind: Eines Tages werden die Bestände aufgebraucht sein. Prognosen, wann dies der Fall sein wird, sind je doch sehr schwierig, da auch heute noch neue Vorkommen an Erdöl etc. gefunden werden.
Merke: Durch die negativen Auswirkungen der nicht erneuerbaren Energieträger und durch ihre Begrenztheit ist es wichtig, dass die verbeleibenden Vorräte inskünftig sparsamer und vorsichtiger als bisher eingesetzt werden.
Erneuerbare bzw. regenerierbare Energieträger:
Je umstrittener die vier nicht erneuerbaren Enrergieträger aufgrund ihrer Nachteile sind, desto interessanter werden die sieben erneuerbaren Energiearten, deren Potenzial fast unerschöpflich ist.
Benennen Sie diese sieben.
- Wasser
- Holz
- Umweltwärme
- Müll und Industrieabfälle
- Sonne
- Biogase
- Wind
Keine Frage:
In der Schweiz speilt die Wasserkraft seit beginn des 20. Jahrhunderts eine herausragende Rolle. Aber auch die neueren erneuerbaren Energieträger wie Biogas, Umweltwärme, Sonnen- und Windenergie haben einen stetig zunehmenden Anteil an der Energieversorgung. Im Jahr 2017 lag der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Endenergieverbrauch in der Schweiz bei 22,3%. Dieser relativ hohe Anteil ist jedoch insbesondere auf die Nutzung der Wasserkraft zurückzuführen. Wie die folgende Grafik zeigt, liegt der Anteil von Sonne, Wind, Biogas und Umweltwärme (v.a. Erdwärme) erst im tiefen einstelligen Prozentbereich. Dieser Wert ist zwar noch sehr bescheiden, wächst jedoch von Jahr zu Jahr.
Neben den erneuerbaren Energieträgern stellen Effizienzsteigerungen (z.B. mittels Geräten, Fahrzeugen oder Gebäuden, die für die gleiche Leistung weniger Energie benötigen) einen weiteren Ausweg aus den nicht erneuerbaren Energieträgern dar. Die sauberste Energie ist nämlich jene, die gar nicht erst gebraucht wird.
Benennen Sie ein Beispiel.
Eine alte 60-Watt-Glühbirne kann mit Solarstrom anstatt Atomstrom betrieben werden. Wird die Glühbirne jedoch durch ein effizienteres LED-Leuchtmittel ersetzt, liegt den Energieverbrauch nur noch bei 7-8 Watt.