HS Volkswirtschaft
HS Volkswirtschaft 3. Auflage
HS Volkswirtschaft 3. Auflage
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Flashcards
Das Bruttoinlandprodukt misst den Geldwert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Land während eines Jahres produziert bzw. geleistet werden.
Was wird im BIP nicht gemessen wass trotzdem zur Lebensqualität der Bevölkerung beiträgt?
Im BIP nicht erfasst werden alle unentgeltich verrichteten Arbeiten wie z.B. die Erziehung der eigenen Kinder , die Pflege eigener Angehöriger und ehrenamtliche Tätigkeiten. Diese Tätigkeiten sind aber von grossem gesellschaftlichen Nutzen und tragen zum Wohlstand und zur Lebensqualität der Bevölkerung bei.
Zudem werden Schwarzarbeit und illegale Tätigkeiten (z.B. Drogenhandel) im BIP nicht erfasst.
Problematik der Messgrösse BIP
Daneben gibt es auch Tätigkeiten, die vom BIP gemessen werden, obwohl sie die Lebensqualität nicht steigern. Benennen Sie ein Beispiel.
Ein Unfallfahrzeug muss nach einem Unfall in einer Garage repariert werden. Die Leistung wird von Unternehmen erbracht und fliesst ins BIP ein.
Was verdeutlicht das Wachstum einer Volkswirtschaft?
Die Zunahme des BIP
Das BIP des Jahres 2015 von China ist im Vergleich zum VOrjahr um 5,3% gestiegen. Im gleichenzeitraum ist das schweizerische BIP um 0,5% gewachsen.
Die Zunahme des Bruttoinlandprodukts verdeutlicht das Wachstum einer Volkswirtschaft. Das BIP des Jahres 2015 von China ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,3% gestiegen. Im gleichenzeitraum ist das schweizerische BIP um 0,5% gewachsen.
Bei diesen Zahlen und Preisen ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Warum?
Wie zuverlässig ist die Aussage bezüglich des Wirtschaftswachstums eines Landes, wenn im betrachteten Zeitraum in erster Linie die Preise für Güter und Dienstleistungen gestiegen sind, aber kaum mehr produziert wurde?
Das Wirtschaftswachstum muss also differenzierter analysiert werden.
Wie zuverlässig ist die Aussage bezüglich des Wirtschaftswachstums eines Landes, wenn im betrachteten Zeitraum in erster Linie die Preise für Güter und Dienstleistungen gestiegen sind aber kaum mehr produziert wurde?
Das Wirtschaftswachstum muss also differenzierter analysiert werden. Mit welcher BIP berechnung wird dieser Umstand gerechnet?
Realen BIP
Wie wird das nominale Bruttoinlandprodukt gemessen?
Das nominale Bruttoinlandprodukt misst die Gesammtgrösse aller hergestellten Güter und Dienstleistungen zu aktuellen Preisen, d.h. den Marktpreisen, eines Jahres.
Halten Sie die Aufstellung des realen BIP vor augen. Benennen Sie ein beispiel dazu.
S59
Die nachfolgende Darstellung zeigt die Veränderung des BIP der Schweiz jeweils gegenüber dem Vorquartal von 1990 bis 1017. Wie zu erkennen ist, verändert sich das nominale BIP, manchmal stärker, manchmal schwächer als das reale BIP. Ist die nominale Veränderung grösser als die reale Veränderung, herrschte Inflation, d.h., die Preise sind in dieser Zeitspanne gestiegen. Ist die reale Veränderung grösser als die nominale Veränderung, herrschte Deflation, d.h. die Preise sind gefallen.
Halten Sie sich das Diagramm vor augen.
Erläutern Sie zusammengefasst den nominalen und realen BIP.
- Das nominale BIP ist der Wert aller hergestellten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in einem Jahr zu laufenden Preisen.
- Das reale BIP ist der preisbeteinigte Wert aller hergestellten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in einem Jahr. "Preisbereinigt" bedeutet, dass die Teuerung herausgerechnet wurde.
Wirtschaftswachstum ist die prozentuale Zunahme des BIP im Vergleich zum Vorjahreswert, entweder zu laufenden Preisen (nominales Wachstum) oder zu bereinigten Preisen (reales Wachstum).
Einführungsfall:
Familie Meier sitzt beim gemeinsamen Frühstück im Esszimmer. Tim stochert mit dem Löffel im Müesli. Vor ihm steht eine Tasse mit Ovo. Dazu hört er Musik vom iPod. Seine Schwester Tanja wartet auf ihr Rührei mit Schinken. Unterdessen ist sie mit ihrem Smartphone beschäftigt und nimmt ab und zu einen Schluck vom Orangensaft. Der Vater tunkt ein Crossiant in den Kaffee und liest dazu die Zeitung. Die Mutter hantiert in der Küche. Sie summt zum Schlager, den sie im Radio hört. Woher kommen die Eier, der Orangensaft und das Crossiant? Wer hat den iPod und das Smartphone hergestellt? Woher kommt der Strom mit dem das Rührei und der Kaffe zubereitet werden? Von wem ist die Radiosendung, und wer hat die Zeitung gedruckt? Welche Rolle nimmt die Familie Meier hier ein? Und was hat diese Situation schliesslich mit der Wirtschatsleistung der Schweiz zu tun?
Alle Güter und Dienstleistungen, welche die Familie Meier heute konsumiert, sind von Unternehmen produziert worden. Familie Meier bildet einen Haushalt, der diese Güter und Dienstleistungen erworben und dafür einen Preis bezahlt hat. Die Beschriebenen Güter und Dienstleistungen sind im BIP erfasst worden.
Was ist das Ziel der Nachftager? Was möchten Sie?
Nachfrager möchten ihre Bedürfnisse befriedigen und sind daher auf der Suche nach einem bestimmten Sachgut oder einer bestimmten Dienstleistung.
Zu was sind die Nachfrager bereit, bei einem Produkt das ihnen gefällt?
Für den Nutzen, der ihnen mit dem Konsum dieses Sachguters oder Dienstleistung entstehen, sind sie bereit, einen Preis zu zahlen der ihren Möglichkeiten und Vorstellungen entspricht.
Welche Rolle spielt der anbieter nebst dem Nachfrager?
Anbieter verfügen über dieses Sachgut oder diese Dienstleistung und sind bereit, dieses zu verkaufen respektive diese anzubieten.
Was möchten die Anbieter durch den Verkauf erwirtschaften?
Sie möchten ihre Kosten decken und zusätzlich einen Gewinn erwirtschaften.
Der Ort, an dem sich Anbieter und Nachfrager zwecks Verkaufsverhandlungen treffen, wird wie bezeichnet?
Als Markt.
Wenn Anbieter und Nachfrager entscheiden können, welche Güter sie bei wem zu welchen Preisen kaufen können, spricht man von was?
Marktwirtschaft
Wenn Anbieter und Nachfrager absolut ungehindert und ohne jegliche Auflagen entscheiden können spricht man von?
Einer freien Marktwirtschaft
Da jeder Staat in irgendeiner Form in den Markt eingreift, handelt es sich bei dieser Wirtschaftsordnung um ein theoretisches Konstrukt.
Was wäre das Gegenstück zur freien Marktwirtschaft?
Eine Planwirtschaft
Erläutern Sie eine Planwirtschaft.
Hier plant eine zentrale Stelle, was produziert und konsumiert wird, es gibt also keine freien Anbieter und Nachfrager mehr.
Greift der Staat in die freie Marktwirtschaft ein?
In den meisten Staaten findet man heutzutage ine Form der sozialen Marktwirtschaft vor. In einer solchen entscheiden Anbieter und Nachftager grundsätzlich frei und profitieren so von den Vorteilen der freien Marktwirtschaft. Der Staat greift jedoch bei unerwünschten Auswirkungen von marktwirtschaftlichen Proszessen (z.B. ungerechte Verteilung, Dominanz von einzelenen Anbietern) in den Markt ein.
Warum kennen wir z.B. den Immobilienmarkt, den Lebensmittlemarkt, den Automobilmakrt, den Arbeitsmarkt, den Möbelmarkt oder auch den Büchermarkt?
Da die Nachfrager eine Fülle von Bedürfnissen haben und es meist viele Anbieter hat, gibt es auch eine grosse Anzahl von Märkten.
Wie ist das Verhalten der Nachfrager? Erklären Sie grob z.B bei hohen Preisen und niedrigen Preisen.
Nachfrager benötigen Güter, um ihre Bedürfnisse befriedigen zu können. Zum Kauf dieser Güter steht ihnen jedoch nur eine begrenzte Menge Geld (Einkommen) zur Verfügung. Die Nachfrager müssen also gut überlegen, wie sie ihr Einkommen verwenden, um möglichst viele Bedürfnisse befriedigen zu können. Sie müssen wirtschaftlich handeln.
Wenn ein Preis für ein Güt hoch ist, werden sich nur wenige Nachfrager den Erwerb dieses Gutes leisten können. Die meisten werden darauf verzichten, weil sie ihr einkommen für andere Güter, die notwendiger sind, verwenden wollen. Die auf dem Markt nachgefragte Menge ist also insgesamt sehr gering. Wenn der Preis für ein Gut niedrig ist, sind mehr Nachfrager bereit, dieses Gut zu konsumieren, weil der Kauf dieses Gutes das Einkommen jetzt nicht mehr so sehr schmälert. Insgesammt wird also bei tiefem Preis eine grössere Menge eines Gutes nachgefragt. Die nachgefragte Menge ist also - nebst anderen Aspekten - stark vom Preis abhängig.
Die Veränderung des Nachfrageverhlatens am Markt lässt sich in einem Koordinatensystem darstellen. Hierbei werden die nachgefragte Mengen auf der x-Achst und der Preis auf der y-Achse abgetragen(Preis-Menge-Diagramm).
Halten Sie sich das Diagramm einer Nachfragekurve vor augen.
Wo ist im Diagramm die x- und y-Achse und wo der Preis und Menge?
Preis = y-Achse vertikal
Menge = x-Achse Horizontal
Was verstehen wir unter einer elastischen Nachfrage?
Welche Güter sind eher elastisch?
- Die Nachfrage der Gütern, die nicht unbedingt zur Deckung existenzieller Bedürfnisse benötigt werden, verläuft in der Regel elastisch (Wahlbedürfnisse).
z.B. Sobald der Preis für eine Kreuzfahrt steigt, sind die Nachfrager schnell bereit, darauf zu verzichten. Sobald der Preis sinkt, können sich jedoch mehr Nachfrager eine Kreuzfahrt leisten. Die Nachfrage wird steigen.
- Zudem sind auch solche Güter nachfrageelastisch, die ohne Probleme durch andere Güter ersetzt werden können (Substitutionsmöglichkeiten)
z.B. Olivenöl zum Kochen kann für den Fall, dass dieser sehr teuer werden sollte, problemlos durch Rapsöl oder Butter ersetzt werden.
Merke: Die elastische Nachfrage ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die nachgefragte Menge bei Preisänderungen prozentzal stärker verändert (Distanz von M0 zu M1) als der Preis (Distanz von P0 zu P1). Die Nachfrage ist elastisch wenn es sich um Wahlbedürfnisse handelt und die Möglichkeit zur Substitution gegeben ist.
Was verstehet man unter einer unelastischen Nachfrage?
Halten Sie das Diagramm vor augen.
Wann sind Güter eher unelastisch und warum und welche Güter sind davon betroffen? Erläutern Sie.
Die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs verläuft unelastisch, sofern die Konsumenten nicht auf ein anderes, ähnliches Produkt ausweichen können. (Substitutionsmöglichkeit). Diese Güter müssen in ausreichender Menge gekauft werden, um grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn sich der Preis eines solchen Gutes verändert, hat dies kaum Auswirkungen auf die Nachfrage.
z.B. Strom ist ein typisches Beispiel für eine unelastische Nachfrage. Der Stromverbrauch kann sicherlich durch ein geändertes Konsumverhalten beeinflusst werden. Eine Mindestmenge wird jedoch benötigt, egal wie viel die einzelne Stromeinheit kostet, weil es kein Alternativprodukt dazu gibt.
Merke: Die unelastische Nachfrage ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nachgefragte Menge bei Preisänderungen prozentual weniger verändert (Distanz M0 zu M1) als der Preis (Distanz P0 zu P1). Die Nachfrage ist unelastisch, wenn es sich um existentiell wichtige Sachgüter und Dienstleistungen handelt und es kaum eine Substitutionsmöglichkeit gibt.
Elastische und unelastische Nachfrage und Kalkulation. Wie unterscheiden sich diese beiden voneinander?
Für das Unternehmen als Anbieter von Sachgütern und Dienstleistungen bedeutet eine unelastische Nachfrage, dass es sich dabei eher um eine Verkäufermarkt handelt. Die Kalkulation der Preise kann aufsteigend unter Berücksichtigung der gegebenen Kostenstrukruren und der eigenen Gewinnvorstellungen erfolgen: Die Preisfestsetzung richtet sich nach den Vorstellungen des Unternehmens. Im Falle einer elastischen Nachfrage ist dies genau umgekehrt: Die Preisfestsetzung richtet sich nach dem Käufer (Käufermarkt); es muss absteigend, von einem Höchstpreis ausgehend, kalkuliert werden.
Auch die Anbieter reagieren auf Veränderungen des Preises mit Mengenanpassungen. Allerdings in anderer Weise als die Nachfrager.
Wenn der Preis, der am Markt für ein Gut erzielt werden kann, niedrig ist, dann sind nur wenige Anbieter bereit, dieses Gut zu produzieren.
Woran liegt das?
Das liegt daran, dass die Anbieter bei niedrigen Preisen nur geringe Gewinne erwirtschaften können resp. je nach Kostenstruktur sogar Verluste erzielen würden.
Steigt allerdings der Preis für ein Gut, so drängen immer mehr Anbieter mit immer grösseren Mengen auf den Markt, da sie sich entsprechende Gewinne erhoffen. Die Anbieter reagieren also auch mit Mengenanpassungen auf Änderungen des Preises.
Fasst man das Angebotsverhalten aller Anbieter grafisch auf einer Kurve zusammen dann ergibt sich die Angebotskurve.
Halten Sie das Diagramm vor augen.
Wann kommt es im Zusammenhang mit dem Angebot und Nachfrage zu einem Kauf.
Die vorangehenden Ausführungen machen deutlich, dass in Abhängigkeit vom Preis unterschiedliche Mengen nachgefragt bzw. angeboten werden. Erst wenn die Preisvorstellung der Anbieter mit der Preisvorstellung der Nachfrager bezüglich eines Gutes übereinstimmt, kommt es zu einem Kauf bzw. Verkauf des betreffenden Gutes.
Der zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einem bestimmten Markt bestehenden Kaufpreis eines Gutes wird wie bezeichnet?
Marktpreis
Die Übereinstimmung der individuellen Preisvorstellung lässt sich auch grafisch darstellen. Wie?
indem man die Nachfragekurve und die Angebotskurve für das betreffene Gut in das gleiche Diagramm einzeichnet.
Der Punkt, an dem sich die Angebotskurve mit der Nachfragekurve schneidet, wird als was bezeichnet?
Marktgleichgewicht