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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 18.08.2021 / 26.11.2021
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Dünndarm

  • interstinum tenue, 2,8 m lang und 2,5 cm Durchmesser
  • Hauptaufgabe, zu Ende verdauen, vorverdünnten Speisebrei
  • Noch kleine Moleküle, werden über Epithelwand in Kreislauf aufgenommen und die 7 l Verdauungssäfte (Speichel, Magensaft, Galle, Bauchspeicheldrüse, Dünndarmsaft) in Blut rückresoerbiert
  • Resorption und Absorption benötigt eine riesige Fläche, Dünndarm am stärksten gefaltet

Abschnitte des Dünndarms

  • Duodenum, Jejunum (Leerdarm) und Ileum (Krummdarm)
  • Duodenum
    • 25cm lang, C-Förmig, aufsteigender Anfang noch beweglich (Bulbus duodeni), weiteren Abschnitte fest mit der hinteren Bauchdecke verwachsen, retroperitoneal
    • Umschliesst Kopf der Bauchspeicheldrüse, Bauchspeicheldrüsengang und Gallengang münden in die Mitte des absteigenden Teils
    • Am Ende löst es sich wieder von der Wand und geht mit scharfem Knick (Flexura duodenojejunalis) ins bewegliche Jejunum über
  • Jejunum und Ileum
    • Jejunum 2/5 und Ileum 3/5 von der läng, gehen ohne scharfe Abgrenzung ineinander über
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Lyphatisches Gewebe des Dünndarms

  • Am Ende nimmt die Oberflächengrösse immer mehr ab, doch die Zahl der Becherzellen nimmt zu
  • Im Ileum lymphatisches Gewebe, zahlreiche Lymphfollikel, knötchenförmige Lymphozyten
  • Aufgaben: Krankheitserreger und Antigene unschädlich zu machen 
  • Lymphfollikel = Peyer-Plaques
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Dünndarmbewegung

  • Mehrere Bewegungstypen
  • Vermischen Speisebrei und Verdauungssäfte, ist ca 6-10 min im Dünndarm
  • Sind durch äussere Innervation durch das Nervensystem unabhängig, Autonomie, Einflüsse von Sympathikus und Parasympathikus
  • Eigenbeweglichkeit der Zotten
    • Kontraktion der Eigenmuskelschicht der Schleimhaut, wird vom Plexus submucosus (Meissner-Plexus) der sumbukosa gesteuert
    • Verbessert Kontakt zwischen Epithel und Speisebrei
  • Mischbewegung
    • Durch Rhythmische Einschnürungen der Ringmuskulatur sowie Pendelbewegung, werden von der Längsmuskulatur bewirkt 
    • Ausgelöst durch Mischbewegungen durch lokale Dehnungen der Dünndarmwand, die über Rezeptoren der Schleimhaut registriert wird und Informationsverarbeitung im Plexus myenterica mit motorischen Impulsen an die Muskel beantworten
  • Peristaltische Wellen
    • Zur Fortbewegung des Darminhalts
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Pankreassaft

  • 1,5 l Sekret pro Tag
  • Saft ist nach dem Magen stark Sauer, muss im Dünndarm wieder neutralisiert werden 
  • Enzyme müssen trotz Säure Spaltfunktion beibehalten, dazu führt der bikarbonatreiche Pankreassaft mit den alkalischen Sekret der Leber und des Darmsaftes

Pankreasenzyme

  • Viele Enzyme zur endgültigen Spaltung von Eiweiss, Kohlenhydrate und Fette
  • Trypsin und Chymotrypsin spalten Eiweisse
    • Inaktive Vorstufe Pepsinogen im Magen als Typsinogen und Chymotrypsiongen abgesondert werden
    • So wird Selbstverdauung verhindert, erst im Dünndarm werden die inaktiven Stufen in die aktiven Umgewandelt
    • Trypsin kann sich selbst und Chymotrypsinogen aktivieren
  • Carboxypepdase
    • Spaltet einzelne Aminosäuren von Carboxylende der Peptide, sind dann Resorptionsfähig
  • Alphaamylase
    • Kohlenhydratverdauung, pflanzliche Stärke wird bis zum Zweifachzucker Maltose gespaltet
  • Lipase
    • Fettverdauung
    • Von Neutralfetten (TG) Fettsäuren abspalten
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Gallensaft

  • Von der Leber 0,5 l pro Tag gebildet, gelb braune Flüssigkeit
  • Über Gallengang ins Duodenum
  • Wird keine benötigt, so verschliesst der Schliessmuskel (M. sphincter Oddi), dadurch staut die Galle zurück und wird in der Gallenblase aufgehoben
  • In der Gallenblase wird Wasser rückresorbiert und eingedickt, so dass ca 50-80 ml zurückbleiben
  • Bei Gebrauch wird sie durch Muskelkontraktion ins Duodenum verschoben
  • Zusammensetzung:
    • Wasser, Elektrolyten, Bili, Gallensäure, Lezithin und andere körpereigene und fremde Stoffe (Hormone, Medis, iodhaltige Kontrastmittel)

Funktion der Galle bei Fettverdauung

  • Gallensäure
    • In der Leber aus Chol gebildet
    • Setzen Oberflächenspannung zwischen Fetten und Wasser herab
    • Verursachen so eine feine Verteilung der Fette im Dünndarm 
    • Die Emulgierung macht dass die Gallensäure zugleich lipo wie auch hydrophile Eigenschaften besitzen und sich so leicht mit Fetten und Wasser verbinden können
    • Bietet gute Angriffsmöglichkeit für Lipasen zur Spaltung
    • Sie stellen auch guten Kontrakt zur Darmschleimhaut her, um gelöste Fettbestandteile aufzunehmen
  • Lezthin
    • Wichtigstes Phospholipid
    • Hat hydro und lipophilen Eigenschaften, und somit eine lösungsvermittelnde Substanz und trägt zur Emulgierung der Fette bei
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Gallenwege

  • Aus der Leber kommen Ductus hepaticus dexter und sinister, vereinigen sich an der Leberpforte zu einem gemeinsamen Gang = Ductus hepaticus communis
  • Ductus cysricus winkelt sich ab zur Gallenblase
  • Nach dem Ductus cysricus entsteht der eigentliche Gallengang = Ductus choledochus, 6-8 cm langer Gang, durchquert Pankreaskopf und endet mit dem Ductus pancreaticus in die papilla duodeni major ins Duodenum
  • Der M. sphincter Oddi an der Papille sorgt dass die Galle nur dann ins Duodenum fliesst wenn es benötigt wird
  • Sonst wird die Galle zurückgestaut und in der Gallenblase aufgehoben und verdickt
    • Bei Schwellung des Pankreaskopfes (CA) kommt es zur Rückstau der Galle und somit zum Ikterus
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Gallenblase

  • = Vesica fellea, birnenförmig, Unterseite der Leber, mit der Kapsel verwachsen, 8-11 cm lang, 3-4 cm dick und Volumen von 30-60 ml
    • Gallenblasenhals, an dem der Ductus cysticus einmündet
    • Gallenblasenkörper, der den Hauptteil der Gallenblase ausmacht
    • Gallenblasengrund (Fundus)
  • Schleimhaut besteht aus hohen Zylinderepithel, haben kleine Ausstülpungen = Mikrovilli
  • Diese resorbieren Wasser aus der Galle, stark eingedickt, genauer resorbieren sie Elektrolyte durch osmotischen Druck Wasser gezogen wird 
  • Unter Zylinderepithel hat es dehnbare glatte Muskulatur, sie kontrahiert, um Galle ins Duodenum zu befördern
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Dickdarm und Rectum

  • Letzter Abschnitt, 1,5m lang und 7 cm Durchmesser
  • Verdauung und Resorption ist abgeschlossen, muss nur noch Wasser und Elektrolyte rückresorbieren, Verdickung des Stuhls 150-200 ml pro Tag, Speicherung des Rektums
  • Viele Bakterien für unverdaulichen Nahrungsreste durch Gährung und Fäulnis weiter abbauen
  • Verschiedene Abschnitte ohne klare Abgrenzung
    • Blinddarm (Caecum) mit dem Wurmfortsatz (Appendix vermiformis)
    • Kolon mit seinen vier Abschnitten:
      • Colon ascendens, Colon transversum, Colon descendens  und Colon sigmoideum
  • Dickdarmschleimhaut hat keine Zotten mehr, sondern tiefe Einstülpungen = Dickdarmkrypten
  • Einschichtiges Kryptenepithel hauptsächlich aus Becherzellen, Schleim macht zunehmend festen Stuhl gleitfähig
  • Auch resorbierende Epithelzellen, die zum Darmlumen ein Bürstensaum (Mikrovilli) besitzen = Rückresorption von Wasser und Elektrolyten

Rektum

  • 15-20 cm langen letzten Darmabschnitt, liegt im kleinen Becken ausserhalb der Bauchhöhle und nicht mehr vom Bauchfell überzogen
  • Längsmuskulatur bildet aussen geschlossenen Schicht
  • Verläuft in S-Form, nach hinten Höhe Steissbein, endet im Anus
  • Überer Teil = Ampulla recti = Sammelbehälter für Kot vor Ausscheidung, von Stunden bis zu 3 Tagen
  • Anus hat zwei Muskeln
    • Den inneren Schließmuskel (M. sphincter ani internus), der die abschließende Verstärkung der inneren Ringmuskelschicht des Darms darstellt und nicht willkürlich beeinflusst werden kann (glatte Muskulatur).
    • Den äußeren Schließmuskel (M. sphincter ani externus). Er gehört der quergestreiften Beckenbodenmuskulatur an und kann willkürlich kontrahiert werden
  • In der Hämorroidalzone liegt unterhalb der Schleimhaut, ein Venengeflächt, mit der oberen Mastdarmschlagader (A. rectalis superior) verbunden ist, trägt zum Verschluss des Afters bei