Interoffen
lol
lol
-
- 1 / 126
-
Lernkarten
Erklären Sie Homöostase, Allostase und Allostatic Load.
Homöostase: Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen; Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körpertemperatur, pH-Wert des Blutes u. a. b. Allostase: Prozess der Stabilitätserreichung, z.B. durch Variationen in den zwei Stressachsen (Hypothalamus‐Hypophysen‐Nebennierenrinden‐Achse [HPA],Sympathisch‐Adrenerg‐Medulläre Achse [SAM]) c. Allostatic load: Negative physiologische Konsequenzen durch die chronische Aussetzung fluktuierender oder erhöhter neuronaler oder neuroendokriner Reaktionen, hervorgerufen durch langfristige oder wiederholte chronische Stressoren.
Wie kann Stress physiologisch und psychologisch gemessen werden?
Physiologisch: basale Kortisolwerte b. Psychologisch: Trierer Inventar zum chronischen Stress (Fragebögen)
Welche Diagnosen gibt es in Bezug auf Stress? Wie unterscheiden sich diese?
Akute Belastungsreaktion: Dauer Stunden oder Tage, setzt unmittelbar ein b. PTBS: unbeschränkte Dauer, Störung trifft häufig zeitlich verzögert auf c. Anpassungsstörung: dauert Wochen, jedoch weniger als 6 Monate (Ereignis nicht katastrophal), beginnt innerhalb eines Monats
4. Beschreiben Sie einen Versuch zur gelernten Hilflosigkeit.
Tierexperimentell; klassischer Effekt der erlernten Hilflosigkeit: Tumor implantiert + über 24 Stunden danach unkontrollierbare Elektroschocks geringere Abstoßung des Tumorgewebes als Versuchstiere, die identische, aber kontrollierbare Elektroschock erhalten hatten
. Kann man Stress als Trait oder als State betrachten
State Akko/Assi
b. Trait (Monotoring und Blunting von Talor)
Erläutern Sie die „Stressimpfung“ nach Meichenbaum
a. Ziele i. Aufbau eines flexiblen Repertoires an funktionalem Coping mittels kognitiver Techniken, Entspannungstraining etc. ii. Erkennen von maladaptiven Copingreaktionen und Versuch, diesen Gegengewicht zu geben iii. Abgestufte Stresskonfrontation in sensu und in vivo iv. Verbesserung der Copingreaktionen in unerwarteten Situationen b. Inhalte i. Psychoedukative Information (Informationen über den transaktionalen Ansatz von Stress und Coping) ii. Diagnostik von dysfunktionalen, stressrelevanten Gedanken und Verhaltensweisen (mittels eines halbstrukturierten Interviews, Testverfahren, Rollenspielen oder mittels Selbstbeobachtung) iii. Aktives Training von Problemlösestrategien mittels eines 9-Stufen-Schemas iv. Übung verschiedener Copingstrategien (aktives Coping, Emotions- und Selbstkontrolle)
7. Sind Programme zur Stressbewältigung wirksam? Wenn ja, auf welche Faktoren wirken Sie?
Ja: negative Befindensaspekte (Ärger & Feindseligkeit) wurden reduziert b. Nein: subjektive Belastungswahrnehmung sowie somatische Parameter
Welche zentrale Wirkung hat eine hohe Glukokortikoidkonzentration im Hippocampus?
a. Neurodegeneration
Was versteht man im Rahmen von Coping unter Akkomodation und Assimilation?
Akkomodation: Veränderung der Umweltbedingungen b. Assimilation: Anpassung an den Stresso
. Wovon ist die Wirkung von Stressreizen abhängig?
Qualität (Eustress vs Distress), Intensität, Bewältigungsmöglichkeit, Vorerfahrung, Dauer und Häufigkeit, Konstitution, Ausgangszustand, soziale Unterstützung
Nach den Diathese-Stress-Modellen ist die Störungsentstehung eine Funktion von welchen drei Komponenten?
a. Allgemeine Anspannung b. Aktuelle Stressoren und ihre Kumulation c. Subjektive Toleranzschwelle
3. Welche vier Copingformen unterscheidet Schwarzer?
Reaktiv ii. Antizipatorisch iii. Präventiv iv. Proaktiv
Raucher die noch keinen Plan haben vom Aufhören. (à5 K´s benennen!)
5 R = Raucher ohne Aufhörmotivation: i. Relevanz, Risiken, Rewards= Reize & Vorteile des Aufhörens betonen, ii. roadblocks = Hindernisse ansprechen iii. Repetition = immer wieder versuchen zu motivieren
enne zwei Therapieprinzipien des KISS-Programms!
. Operante Konditionierung b. Modell-Lernen
Nennen Sie 3 Therapiekomponenten des KISS-Programms für Kinder
Operante Konditionierung b. Modell-Lernen c. Entspannung, Trance, Hypnose
Welche Art von Gesprächsführung würde man bei Rauchern ohne Aufhörmotivation anwenden? Nenne auch die darin enthaltenen Komponenten!
Motivational Interviewing i. Express Empathy ii. Develop Discrepancy iii. Roll with Resistance iv. Support Self-Efficacy
Eine junge Frau geht in ihr Büro (Beratungsstelle), im Dezember mit Kurzarm T-Shirt mit gerötetem Kopf. Welche Diagnose könnte man stellen? Welcher Mechanismus ist beteiligt? Nennen Sie zwei weitere Mechanismen. Welchen Effekt kann man mit Attentional Modification Bias erzielen? Zusammenhang Definition von Resilienz Kohärenz
a. Der Kohärenzsinn besteht somit vor allem aus drei Komponenten: Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Bewältigbarkeit. Entgegen der früheren Annahme ist das Kohärenzgefühl keine angeborene Disposition, sondern entwickelt sich im Laufe von Kindheit und Jugend. Bei Belastungen versuchen Menschen mit einem hohen Kohärenzgefühl, den Belastungsfaktoren einen Sinn zu geben und Bewältigungsmechanismen zu aktivieren (s. Coping). Aus diesen Gründen hat das Konzept auch große Bedeutung für die Prävention. Eine Steigerung des Kohärenzgefühls mit Hilfe von Präventionsmaßnahmen kann dazu beitragen, dass Personen weniger krankheitsanfällig sind bzw. das Auftreten von Krankheiten besser bewältigen können. b. Das Konzept der Resilienz wird im weiteren Sinne definiert als seelische Widerstandskraft, durch die man trotz widriger Umstände ohne anhaltende psychische Beeinträchtigungen bleibt. Resilienz entwickelt sich in Anwesenheit von Risikofaktoren, Widrigkeiten oder Schicksalsschlägen und kann als Anpassung oder Bewältigung dieser angesehen werden
0. Wie kann man Sucht psychoanalytisch, triebpsychologisch, objektpsychologisch oder lerntheoretisch erklären
a. PA: In der oralen Phase hängengeblieben
Was sind die drei Säulen der Verhaltenstherapie bei Sucht?
Förderung der Therapiemotivation b. Behandlung der zugrundeliegenden Problembereiche und anderer komorbider Störungen c. Rückfallprävention
Welche weiteren Therapien außer KVT gibt es zur Suchtbehandlung?
Medikamentös-medizinisch (Substitutionstherapie, Entzug) b. Selbsthilfegruppen c. Drogenberatung
Können auch Medikamente als Suchtmittel missbraucht werden? Welche Entwicklung zeigt sich hier in den letzten Jahren?
Insb. Missbrauch von Psychopharmaka (Epedemieartig in den USA)
Definieren Sie süchtiges Verhalten nach DSM-5.
. Kontrollverlust b. Soziale Beeinträchtigung c. Riskanter Konsum d. Pharmakologische Kriterien: Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen
Nennen Sie vier Risikofaktoren für süchtiges Verhalten.
Komorbide Angst, Depression, ADHS b. Persönlichkeit: Sensation-Seeking, Impulsivität c. Traumatische Erlebnisse d. Verfügbarkeit
rklären Sie die Gegensatz-Prozess-Theorie.
Die Opponent-Process-Theorie von Solomon & Corbit (1978) besagt ganz allgemein, dass viele emotionale Reaktionen aus einer ersten Reaktion und einer späteren, gegensätzlichen Reaktion bestehen. o Reiz hat eine hedonische Qualität (ein gewisses Maß an Lust/Unlust, die er auslöst); jeder affektive Reiz löst verzögert hedonisch gegensätzliche Reaktion aus - Die wiederholte Präsentation desselben Stimulus stärkt den zweiten, sodass die erste Reaktion schwächer und die Nachreaktion stärker und länger wird - Basis dieser Theorie ist die Annahme, dass bei der Erfahrung einer Emotion die entgegengesetzte Emotion unterdrückt wird. Verschwindet der Auslöser der ersten Emotion, dann verschwindet auch die Emotion und wird gewissermaßen von der zweiten entgegengesetzten Emotion ersetzt
Der einen Affekt auslösende Input aktiviert den a-Prozess, der 2 Informationen weitergibt, eine an den Summator und eine an den Gegensatz-b-Prozess. Der b-Prozess gibt seine Information ebenfalls an den Summator weiter, der die Summe aus a–b bildet. Der resultierende Verstärkerwert ist rechts oben abgebildet. o Summator bestimmt Richtung und Stärke des Affekts, der Motivation oder des Verstärkerwerts Die aktuelle Empfindung entspricht der Summe, der beiden hedonisch gegensätzlichen Reaktionen - Bei der 1. Reizung, ist der a-Prozess proportional zur Dauer, Stärke und Qualität der Reizung; bei wiederholter Reizung wird a-Prozess immer kleiner; b-Prozess ist etwas zeitverzögert, nimmt an Qualität zu
Beschreiben Sie einen Versuch, der Sucht als kompensatorische klassische Konditionierung untersucht.
Typischer Versuchsplan zur Demonstration des kompensatorischen Erwartungseffekts und des Umgebungseinflusses auf Toleranz bei Heroineinnahme - Identische Dosis von Heroin und einer Plazebosubstanz in zwei unterschiedlichen Umgebungen über mehrere Tage hinweg; Aufbau von Toleranz; (der konditionierte Reiz (CS) war entweder der Käfig oder der Versuchsraum - Letzter Testtag: normalerweise tödliche Dosis von Heroin Kontrollgruppe: Mortalität von 96,4% Neue Umgebung: 64,3% Gleiche Umgebung: 32,4% - Kontrollgruppe: keinerlei Toleranz entwickelt - Nur die letzte Gruppe konnte kompensatorische pharmakologische »Erwartungsreaktionen« in der Testsituation entwickeln - Anwendung der Ergebnisse auf Heroin: Eine Analyse der Todesfälle zeigt, dass selten eine reale Überdosierung vorlag, sondern meist eine »normale« Dosis in einer ungewohnten Umgebung (z. B. Bahnhofstoilette) eingespritzt wurde; da für die Um- gebung noch keine konditionierte vorbereitende und kompensatorische Reaktion ausgebildet worden war, wirkte die »normale« Dosis als Überdosis, so als ob dieselbe Dosis das erste Mal eingenommen würde. Wichtigkeit des Umgebungswechsels nach erfolgreicher Therapie, sonst 80% rückfällig!
Skizzieren Sie die Rolle von Schemata und automatischen Gedanken bei Sucht
Störungsspezifische Grundannahmen, entstanden durch die Konsumerfahrungen im Laufe der Zeit, damit einhergehende automatische Gedanken sowie die erlaubniserteilenden Gedanken sind dem Konsumenten oft gar nicht bewusst, da sie automatisch und in Bruch- teilen von Sekunden ablaufen. o Sie sollen im Rahmen der kognitiven Therapie aufgedeckt und bearbeitet werden
. Kann Sucht auch operant konditioniert sein? Was spricht dagegen?
Verstärkungsmuster: Negative Verstärkung durch Beendigung negativer emotionaler und sozialer Situationen; Positive Verstärkung durch Entspannung und gehobene Stimmung; dadurch operante Konditionierung des Konsums und Ausbildung diskriminativer Stimuli o Körperliche Abhängigkeit: Stoffwechselmangel bei Fehlen der Droge -> Entzugserscheinungen -> diskriminative Stimuli für erneuten Drogenkonsum o Verschiebungen im Verhaltensrepertoire: Verhalten wird von Erwerb und Konsum der psychoaktiven Substanz kontrolliert -> Beseitigung der Entzugserscheinungen und Erwartung positiver Konsequenzen stehen im Mittelpunkt
. Wann wird ein Rückfall wahrscheinlicher?
o Rückfallwahrscheinlichkeit bestimmt durch allgemeine Lebenssituation, Konfrontation mit Risikosituationen, Selbstwirksamkeitserwartung, Positive Erwartungen an Konsum
Rückfall erst, wenn geringe Selbstwirksamkeit und wenig negative sowie hohe positive Erwartungen an fortgesetzt Substanzeinnahme bestehen; Abstinenzverletzungseffekt
Welche Faktoren enthält das Drei-Faktoren-Modell der Sucht?
Veranschaulicht am deutlichsten die Komplexität der Bedingungssfaktoren für eine Substanzstörung - Diathese-Stress: Vulnerabilitätsfaktoren müssen mit akuten Risikofaktoren in kritischen Zeitfenstern zusammenkommen, um Wahrscheinlichkeit für Substanzstörung zu erhöhen
3. Skizzieren Sie das transtheoretische Modell der Verhaltensänderung
theoretische Grundlagen zur Analyse d. Veränderungsbereitschaft von Abhängigen a. Stadium der Absichtslosigkeit: Substanzkonsumierende:r besitzt keinerlei Problembewusstsein b. Stadium der Absichtsbildung: erste Gedanken über mögliche Veränderung des eigenen Problemverhaltens c. Stadium der Vorbereitung: Wunsch nach Veränderung innerhalb der nächsten 30 Tage d. Stadium der Handlung: Abstinenz, aber nur weniger als 6 Monate e. Stadium der Aufrechterhaltung: Abstinenz von mehr als sechs Monaten f. Rückfall als ein weiteres Stadium → Abhängige durchlaufen Stadien mehrmals, bis andauernde Abstinenz erreichen wird → Kritikpunkt: hierarchischer Ablauf der Stadien
Welche Phasen hat eine Suchttherapie?
. Allgemein (Buch) i. Vorbereitung/Motivation, ii. Entzug soweit notwendig, iii. Entwöhnung/Rehabilitation und iv. Nachsorge b. PT (Kübler) i. Veränderungsmotivation aufbauen ii. Verhaltensanalysen, Sucht-Biografie iii. Therapieziele und Therapieplan 1. Expo-Übungen etc. iv. Rückfallprävention
Wie wirkt Dopamin allgemein?
a. Motorisch b. Motivierend c. Glücksgefühl, Erfolgserleben
Wann kommt kontrollierter Drogenkonsum in Frage?
Wenn Abstinenz nicht möglic
Welches sind die vier Bausteine motivierender Gesprächsführung?
1. Empathie ausdrücken: Akzeptanz vermitteln, Selbstabwertungen nicht zustimmen, reflektierendes Zuhören, Ambivalenz fördern 2. Diskrepanz entwickeln: Argumente für Veränderung kommen vom Pat. über d. Wahrnehmung von Diskrepanzen zw. Verhalten u. Zielen 3. Widerstand umlenken: Widerstand nicht direkt begegnen; zu neuen Sichtweisen einladen, nicht vorschreiben; wenn Widerstand besteht therapeutisches Vorgehen ändern 4. Selbstwirksamkeit unterstützen: Anknüpfen an alte Erfolge Glaube an Fähigkeit, Verhalten zu ändern wichtiger Motivator
0. Nenne die vier Schritte der Rückfallprävention
. Vorbereitung auf Alltag und Beruf b. Bilanzierung und Lebenszielanalyse c. Verhaltensexperimente zur Belastungserprobung d. Notfallkoffer
Adipositas und andere Essstörungen werden in der Prävention oft zusammen behandelt. Inwiefern ist das ein Widerspruch und wie kann man diesen auflösen?
t das ein Widerspruch und wie kann man diesen auflösen? a. · Gemeinsame Ziele: regelmäßige Mahlzeiten, Achten auf Körpersignale, Freude an Bewegung b. · ABER: Verhaltensweisen die bei der Gewichtsreduktion/ Adipositasprävention normal sind (Aufzeichnung von Mahlzeiten, Nahrungsmittelreduktion) gelten bei Esstörungen als pathologisch
Kann man Adipositas auch als Ess-Sucht bezeichnen?
Veränderung der Rezeptoren im Belohnungssystem wie bei sucht b. Adipöse scoren am höchsten auf food addiction scale c. ABER: Keine Essstörung, keine psychische Störung, food addiction eher assoziiert mit BN
Was besagt die Reward Contamination Theory bei Anorexie?
a. Der Anreizwert ursprünglich (natürlicherweise) appetitiver Reize kehrt sich um
Unterscheiden Sie die dopaminerge Dysfunktion bei AN, BN und BED.
Bei AN ist die dopaminerge Responsivität erhöht b. Bei BN verringert und abhängig von Situation c. Bei BED wieder erhöht
Bei welcher Essstörung treten die stärksten kognitiven Defizite auf?
AN