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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 25.07.2021 / 25.07.2021
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COPD Patienten mit erhöhter Angstsymptomatik scheinen weniger Exazerbationen (der COPD) zu haben. Geben Sie eine mögliche Erklärung dazu.

Angstpatienten halten sich besser an die ärztlichen Vorgaben und suchen sich öfter und schneller professionelle Hilfe. Dadurch bessere Versorgung/Betreuung & weniger Exazerbationen. 

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 Bei COPD findet man häufig Depression und Angststörungen. Achtsamkeitsbasiertes Training gilt als Therapieansatz. Was spricht dafür, was spricht dagegen? (je einen Punkt nennen)

● Contra: Fokus liegt auf Atmung. Bei COPD nicht geeignet, Aufmerksamkeit auf die Atmungsprobleme zu lenken ● Pro: Akzeptanz von vorübergehenden Ereignissen, somit Einfluss des gefürchteten Stimulus verändern 

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OPD Patienten mit Atembeschwerden und mit Angststörungen, welche Besonderheiten liegen vor und welche psychologisch-diagnostische Methode sollten verwendet werden

● Gefahr der Inaktivitätsspirale (aufzeigen) ● Wenn komorbid mit Angststörung → Katastrophisierende Fehlinterpretation → negative Angst-Spirale: Katastrophisierende Fehlinterpretationen von Atembeschwerden --> Hyperventilation und Erregung --> Verstärkung der Atemnot und Angst --> Bei COPD Patienten mit Angststörung sollte daher eine Verhaltensanalyse durchgeführt werden (wann tritt Atemnot auf und wie reagiert Patient?) --> Ziel ist die korrekte Unterscheidung von angst-bedingten und COPD-bedingten Atembeschwerden ● Verdacht auf Angststörung dann, wenn ansonsten beschwerdefreie Situationen auftreten und wenn Atemnot nicht auf körperliche Anstrengung zurückzuführen ist. ---> : Angststörung als Risikofaktor für COPD? (shared underlying aetiology) ● Diagnostik: Patientenakte (medizinische Infos, Hinweise psy. Beschwerden?), Patienteninterview (Krankengeschichte & psy. Faktoren), Strukturierte Interviews (SKID, DIPS) & Fragebogen

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Wie ist COPD nach der WHO definiert? Was sind die Hauptsymptome?

● Überbegriff (keine einzelne Erkrankung); beschreibt alle chronischen Lungenerkrankungen, die eine Beeinträchtigung der Lungenleistung zur Folge haben ● Vermeidbar, dauerhaft, fortschreitend ● Nicht heilbar (progressiv, terminal) ● Symptome: Atemlosigkeit, exzessive Schleimproduktion und chronisches Husten

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 Funktion der Basalganglien

Funktion der Basalganglien a. ist die Auswahl von angemessenen Bewegungsmustern und die Kontrolle des Bewegungsausmaßes 2. Was ist der “psychologische Parki

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Was ist der “psychologische Parkinson-Effekt”?

Minimale soziale Stressoren haben starke Effekte auf die motorischen Symptome -->Bewegungsblockaden in kritischen Momenten (z.B. bei Ärger oder Stress)

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 Genusstraining bei Parkinson als Therapieansatz. Nennen sie 3 Schritte, die bei diesem Training in der Gruppe durchgeführt werden. 

1.Schritt: angenehme Aktivitäten, Dinge, Ereignisse,… beschreiben + wichtige Merkmale angenehmer Ereignisse aufschreiben 2.Schritt: ein „angenehmes“ Objekt mit allen Sinnen explorieren + berichten der hervorgerufenen Reaktion 3.Schritt: gelenkte Diskussion wie angenehme Aktivitäten verstärkt werden können

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Auf welchen Grundannahmen basiert das Genusstraining bei Morbus Parkinson?

Erleben explorieren, das durch angenehme Dinge hervorgerufen wird Reflektieren, wie angenehme Aktivitäten verstärkt werden können

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Nennen sie 3 Risikofaktoren für Schlaganfälle, die durch psychologische Intervention beeinflusst werden können.

● Rauchen ● übermäßiger Alkoholkonsum ● Übergewicht/Adipositas, Bewegungsmangel

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 Biofeedback-Studie von Mattia: Übereinstimmung von Gedächtnisverbesserung und höherer Konnektivität/Effizienz im Gehirn: immer Voraussetzung damit das ganze valide ist?

 Biofeedback-Studie von Mattia: Übereinstimmung von Gedächtnisverbesserung und höherer Konnektivität/Effizienz im Gehirn: immer Voraussetzung damit das ganze valide ist?

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Warum sollte eine Beratung bei ALS Patienten über lebenserhaltende Maßnahmen und PEG besser nicht von einem Neurologen gefällt werden, der gerade erst seinen Abschluss gemacht hat?

● Erfahrene Ärzte waren im Vergleich zu ihren jüngeren Kollegen, deutlich akkurater darin, die selbstberichtete Lebensqualität und Depressivität von ALS-Patienten einzuschätzen (Aho-Özhan). ● Unerfahrene Neurologen könnten die Lebensqualität von ALS Patienten unterschätzen (disability paradox) und deshalb fälschlicherweise schneller als indiziert zur Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen beraten ● Außerdem verbessert sich bei vielen Patienten die eingeschätzte LQ z.B. durch eine bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns und eine künstliche Beatmung à bessere Konzentrationsfähigkeit und kognitive Leistungsfähigkeit 

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4. Die Patientenverfügung gilt als Wille des Patienten. Was gibt es für Nachteile, was sollte eigentlich beachtet werden?

Entscheidungen wurden vor kritischer Situation gefällt -> grundsätzliche Verzerrung des Wohlbefindens / Lebensqualität von Wachkomapatienten -> daher vielleicht andere Bewertung in der Situation

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Gesundheitsförderung wichtig, weil… 2 Gründe

● Hohe Bedeutung chronischer Erkrankungen für die Mortalität, z.B. CHD ist Todesursache Nr.1 – dabei sind 80% der kardiovaskulären Krankheiten vermeidbar! ● Kostenexplosion im Gesundheitswesen

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Wie beeinflusst Kohärenzsinn Resilienz? Beide Begriffe erklären

 Ein hoher Kohärenzsinn fördert Resilienz. Kohärenzsinn bildet sich bis zum jungen Erwachsenenalter und bezieht sich auf die Position und Wirksamkeit einer Person in der Umgebung/Gesellschaft und beinhaltet: Sinnhaftigkeit, Handhabbarkeit, Verstehbarkeit. Resilienz ist die ressourcenabhängige Fähigkeit mit Stress umzugehen.

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 Welche zwei nicht übertragbaren Krankheiten erzeugen weltweit die größte Krankheitslast? Welche Kennziffer nimmt man hierfür und was bedeutet sie?

● DALY: disability adjusted life years = YLL years of life lost + YLD years lived with disability or disease ● Psychische Störungen + Kardiovaskuläre erkrankungen (direkt aus dem Buch genauso formuliert, stimmt also sicher)

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In dem letzten Drittel des letzten Jahrhunderts kam eine neue Strömung auf. Welche? Mit welchen Konsequenzen.

Verhaltensmedizin ● Konsequenz: Integration der für die Gesundheits- und Krankheitsprobleme relevanten Wissenschaft mit den Erkenntnissen und Techniken zur Prävention, Diagnose, Behandlung & Rehabilitation +Anwendung verhaltenstherapeutischer Methoden in der Medizin

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Nennen Sie ein Unterschiedsmerkmal zwischen Klinischer Psychologie und der Verhaltensmedizin.

Bei der klinischen Psychologie geht es verstärkt um die Behandlung der psychischen Störungen und Krankheiten, während in der Verhaltensmedizin die Neurowissenschaft und biologische Grundlagen eine wichtigere Rolle spielen und es dort viel um das Herbeiführen von Verhaltens- oder Einstellungsänderungen geht, um präventiv körperliche Krankheiten vorzubeugen oder mit diesen besser umzugehen. ● Psychotherapeutisches Repertoire in KlinPsy weiter gefasst (verschiedene Ansätze und Schulen) als in Verhaltensmedizin (nur KVT); KlinPsy bietet die Grundlage der Verhaltensmedizin ● Forschungsschwerpunkte in KlinPsy auf epidemiologischen Studien, der Entwicklung und dem Einsatz psychodiagnostischer Verfahren und psychotherapeutischer Interventionen bei psychischen Störungen wie Depression, Angststörungen, Suchtmittelabhängigkeiten oder Essstörungen

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Was für ein Paradigmenwechsel hat im Bereich der Verhaltensveränderung im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts stattgefunden und was brachte er mit sich?

Größere Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Alle psychische Prozesse liegen neuronale Vorgängen zugrunde, daher kann Psychotherapie auch dauerhaft neuronale Strukturen und Prozesse verändern. (Grawe)

● Industrialisierung und technischer Fortschritt → nahezu ausschließlichen Berücksichtigung körperlicher und einer Vernachlässigung psychischer Faktoren bei der Erklärung pathologischer Prozesse ● erst Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Renaissance der Annahmen über eine Zusammengehörigkeit von psychischen und somatischen Konstellationen bei unterschiedlichen Erkrankungen ● dieser Paradigmenwechsel beruht auf Erkenntnissen der Neurowissenschaften wie z.B. der Entdeckung der Signalübertragung als neuronale Grundlage des Lernens. ● → das bedeutet für die PT, dass allen psy. Prozessen neuronale Vorgänge im Gehirn zugrunde liegen und PT dauerhaft neuronale Strukturen und Prozesse verändern kann

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4. Stellen sie das SORCK Modell grafisch dar und zeichnen Sie den law of effect mit einem Pfeil ein. 

Stimulus, Organism, Reaction, Consequence, Kontingenz ● Law of Effect: R-C

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5. Wie werden wir uns innerer und äußerer Stimuli bewusst. 2 zentralnervöse Prozesse. Welche?

Über bottom-up (stimulus driven) und top-down (goal-driven) Prozesse

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Was sind verbindende Faktoren von Verhaltensmedizin und medizinischer Psychologie?

● Beide orientieren sich u.a. an den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen ● Umgang mit somatischen Erkrankungen; Kombination vom Medizinischen und Psychologischen ● Anwendungsbereiche: störungsunabhängig und -spezifisch à trifft auf beide zu ● Psychisch, sozial, körperlich? ● Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bei der Beurteilung und Behandlung von Krankheiten ● Ähnliche Nachbardisziplinen (Verhaltenswissenschaften („behavioral sciences“), Neurowissenschaften, der Biopsychologie, Klinische und Gesundheitspsychologie) ● Einbeziehung der Psychologie in die Medizin ● Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bei der Beurteilung und Behandlung von Krankheiten

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Was besagt die Hebb´sche Regel und welche Implikationen hat sie für die Psychotherapie?

Neurons that fire together, wire together” - Neue, positive Erfahrungen sollten mit der Therapie verknüpft werden, aber auch im Alltag

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 Was hat ein Krankheitsschema mit der bottom-up Verarbeitung zu tun?

● Das Krankheitsschema beeinflusst die Wahrnenhmung, Interpretation und Charakerstika der Krankheit und ihrer Anzeichen; die bottom-up Reizweiterleitung und -verarbeitung wird durch dieses Schema gebiast (mehr Aufmerksamkeit auf Kranheitsrelevante Stimuli etc.) (sonst wäre die bottom-up Wahrnhemung nur die Reizwahrnehmung ohne Einflüsse)

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Benennen Sie Faktoren, die Einfluss auf die Psychosoziale Anpassung auf eine Krankheit haben. 

● Krankheitsparameter, kognitive Bewertung, Ressourcen, Strukturierung

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 Definieren Sie Verhaltensmedizin und grenzen Sie sie von mindestens drei weiteren Bereichen ab.

Verhaltensmedizin ist die Integration psychologischer Erkenntnisse und Techniken in die Prävention, Intervention und Rehabilitation somatischer Erkrankungen. Außerdem Forschung zu Zshg. zw. Psy. Faktoren, somat. Krankheiten und Gesundheitsversorgung ● Psychosomatik: Basiert historisch auf einem medizinischen Krankheitsverständnis, ursprünglich weniger forschungsorientiert, mehr interventionsorientiert ● Klinische Psychologie: Hauptsächlich auf Interventionen beschränkt, meist schulenspezifische Methoden, weniger Integration epidemiologische Erkenntnisse ● Medizinische Psychologie: Anderer institutioneller Rahmen (in der medizinischen Fakultät angesiedelt), ansonsten sehr ähnlich ● Gesundheitspsychologie: Präventiver Fokus, ansonsten mehr ähnlich, reines Anwendungsfach 

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Erläutern Sie den Krankheitsbegriff der Verhaltensmedizin anhand eines Modells. 

Selbstregulationsmodell von Leventhal oder Transaktionales Stressmodell? Da dort die psychologische, psychosoziale und körperlichen Einflüsse deutlich werden? ● Evtl Biopsychosoziales Funktionsmodell von Gesundheit? → nimmt Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit an, betont psychologische, soziale und biologische Ebenen von Risikofaktoren, Ressourcen und Stressreaktionen, subklinischen Veränderungen und Krankheit

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Welche Rolle spielen die Begriffe „Krankheit“ und „Störung“?

Krankheit vs. Störung sind theoretisch dichotomisiert ● Krankheit-Störungs-Kontinuum = körperlich-psychische Verursachung und Aufrechterhaltung

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 Geben Sie drei Anwendungsbeispiele der Verhaltensmedizin. Nennen Sie ein störungsunabhängiges und je ein störungsabhängiges Behandlungsziel.

endungsbeispiele i. Prävention von Essstörungen ii. Aktivitätsaufbau bei COPD iii. Rückfallprävention von Alkis ● Störungsunabhängiges Ziel i. Compliance/Adhärenz ● Störungsabhängiges Ziel i. Abstinenz

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 Grenzen Sie die verschiedenen Phasen voneinander ab, in denen ein Verhaltensmediziner tätig sein kann. Nennen Sie jeweils primäre und sekundäre Ziele. ● Prävention: Vorkehrung zur Erhaltung von Gesundheit

Prävention: Vorkehrung zur Erhaltung von Gesundheit i. Primär: Vorbeugung ii. Sekundär: vorbeugende Maßnahmen, nachdem ein Risikofaktor aufgetreten ist ● Intervention: Behandlung i. Ziel: Heilung ● Rehabilitation: Behandlung chronischer Pathologien i. Besserer Umgang mit Krankheit / Störung; Reduktion der Beschwerde; Palliativtherapie

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Welche psychischen Prozesse spielen für Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlungserfolg eine wichtige Rolle?

Welche Beispiele gibt es für Einfluss durch Lernprozesse? i. Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Modelllernen, Habituation & Sensitivierung ● Welche Beispiele gibt es für Einfluss durch Verhalten? i. Krankheitsverhalten, Gesundheitsschädigendes Verhalten, Adhärenz und Motivation ● Welche Klassifikationen von Bewältigung-/Copingverhalten gibt es? i. Kognitiv Zuwendung (zb Neubewertung), behaviorale Zuwendung (Unterstützung und Hilfe suchen)), kognitive Vermeidung (Verleugnen), behaviorale Vermeidung (Flucht)