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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 25.07.2021 / 25.07.2021
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In dem letzten Drittel des letzten Jahrhunderts kam eine neue Strömung auf. Welche? Mit welchen Konsequenzen.

Verhaltensmedizin ● Konsequenz: Integration der für die Gesundheits- und Krankheitsprobleme relevanten Wissenschaft mit den Erkenntnissen und Techniken zur Prävention, Diagnose, Behandlung & Rehabilitation +Anwendung verhaltenstherapeutischer Methoden in der Medizin

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Nennen Sie ein Unterschiedsmerkmal zwischen Klinischer Psychologie und der Verhaltensmedizin.

Bei der klinischen Psychologie geht es verstärkt um die Behandlung der psychischen Störungen und Krankheiten, während in der Verhaltensmedizin die Neurowissenschaft und biologische Grundlagen eine wichtigere Rolle spielen und es dort viel um das Herbeiführen von Verhaltens- oder Einstellungsänderungen geht, um präventiv körperliche Krankheiten vorzubeugen oder mit diesen besser umzugehen. ● Psychotherapeutisches Repertoire in KlinPsy weiter gefasst (verschiedene Ansätze und Schulen) als in Verhaltensmedizin (nur KVT); KlinPsy bietet die Grundlage der Verhaltensmedizin ● Forschungsschwerpunkte in KlinPsy auf epidemiologischen Studien, der Entwicklung und dem Einsatz psychodiagnostischer Verfahren und psychotherapeutischer Interventionen bei psychischen Störungen wie Depression, Angststörungen, Suchtmittelabhängigkeiten oder Essstörungen

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Was für ein Paradigmenwechsel hat im Bereich der Verhaltensveränderung im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts stattgefunden und was brachte er mit sich?

Größere Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Alle psychische Prozesse liegen neuronale Vorgängen zugrunde, daher kann Psychotherapie auch dauerhaft neuronale Strukturen und Prozesse verändern. (Grawe)

● Industrialisierung und technischer Fortschritt → nahezu ausschließlichen Berücksichtigung körperlicher und einer Vernachlässigung psychischer Faktoren bei der Erklärung pathologischer Prozesse ● erst Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Renaissance der Annahmen über eine Zusammengehörigkeit von psychischen und somatischen Konstellationen bei unterschiedlichen Erkrankungen ● dieser Paradigmenwechsel beruht auf Erkenntnissen der Neurowissenschaften wie z.B. der Entdeckung der Signalübertragung als neuronale Grundlage des Lernens. ● → das bedeutet für die PT, dass allen psy. Prozessen neuronale Vorgänge im Gehirn zugrunde liegen und PT dauerhaft neuronale Strukturen und Prozesse verändern kann

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4. Stellen sie das SORCK Modell grafisch dar und zeichnen Sie den law of effect mit einem Pfeil ein. 

Stimulus, Organism, Reaction, Consequence, Kontingenz ● Law of Effect: R-C

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5. Wie werden wir uns innerer und äußerer Stimuli bewusst. 2 zentralnervöse Prozesse. Welche?

Über bottom-up (stimulus driven) und top-down (goal-driven) Prozesse

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Was sind verbindende Faktoren von Verhaltensmedizin und medizinischer Psychologie?

● Beide orientieren sich u.a. an den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen ● Umgang mit somatischen Erkrankungen; Kombination vom Medizinischen und Psychologischen ● Anwendungsbereiche: störungsunabhängig und -spezifisch à trifft auf beide zu ● Psychisch, sozial, körperlich? ● Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bei der Beurteilung und Behandlung von Krankheiten ● Ähnliche Nachbardisziplinen (Verhaltenswissenschaften („behavioral sciences“), Neurowissenschaften, der Biopsychologie, Klinische und Gesundheitspsychologie) ● Einbeziehung der Psychologie in die Medizin ● Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bei der Beurteilung und Behandlung von Krankheiten

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Was besagt die Hebb´sche Regel und welche Implikationen hat sie für die Psychotherapie?

Neurons that fire together, wire together” - Neue, positive Erfahrungen sollten mit der Therapie verknüpft werden, aber auch im Alltag

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 Was hat ein Krankheitsschema mit der bottom-up Verarbeitung zu tun?

● Das Krankheitsschema beeinflusst die Wahrnenhmung, Interpretation und Charakerstika der Krankheit und ihrer Anzeichen; die bottom-up Reizweiterleitung und -verarbeitung wird durch dieses Schema gebiast (mehr Aufmerksamkeit auf Kranheitsrelevante Stimuli etc.) (sonst wäre die bottom-up Wahrnhemung nur die Reizwahrnehmung ohne Einflüsse)

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Benennen Sie Faktoren, die Einfluss auf die Psychosoziale Anpassung auf eine Krankheit haben. 

● Krankheitsparameter, kognitive Bewertung, Ressourcen, Strukturierung

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 Definieren Sie Verhaltensmedizin und grenzen Sie sie von mindestens drei weiteren Bereichen ab.

Verhaltensmedizin ist die Integration psychologischer Erkenntnisse und Techniken in die Prävention, Intervention und Rehabilitation somatischer Erkrankungen. Außerdem Forschung zu Zshg. zw. Psy. Faktoren, somat. Krankheiten und Gesundheitsversorgung ● Psychosomatik: Basiert historisch auf einem medizinischen Krankheitsverständnis, ursprünglich weniger forschungsorientiert, mehr interventionsorientiert ● Klinische Psychologie: Hauptsächlich auf Interventionen beschränkt, meist schulenspezifische Methoden, weniger Integration epidemiologische Erkenntnisse ● Medizinische Psychologie: Anderer institutioneller Rahmen (in der medizinischen Fakultät angesiedelt), ansonsten sehr ähnlich ● Gesundheitspsychologie: Präventiver Fokus, ansonsten mehr ähnlich, reines Anwendungsfach 

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Erläutern Sie den Krankheitsbegriff der Verhaltensmedizin anhand eines Modells. 

Selbstregulationsmodell von Leventhal oder Transaktionales Stressmodell? Da dort die psychologische, psychosoziale und körperlichen Einflüsse deutlich werden? ● Evtl Biopsychosoziales Funktionsmodell von Gesundheit? → nimmt Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit an, betont psychologische, soziale und biologische Ebenen von Risikofaktoren, Ressourcen und Stressreaktionen, subklinischen Veränderungen und Krankheit

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Welche Rolle spielen die Begriffe „Krankheit“ und „Störung“?

Krankheit vs. Störung sind theoretisch dichotomisiert ● Krankheit-Störungs-Kontinuum = körperlich-psychische Verursachung und Aufrechterhaltung

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 Geben Sie drei Anwendungsbeispiele der Verhaltensmedizin. Nennen Sie ein störungsunabhängiges und je ein störungsabhängiges Behandlungsziel.

endungsbeispiele i. Prävention von Essstörungen ii. Aktivitätsaufbau bei COPD iii. Rückfallprävention von Alkis ● Störungsunabhängiges Ziel i. Compliance/Adhärenz ● Störungsabhängiges Ziel i. Abstinenz

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 Grenzen Sie die verschiedenen Phasen voneinander ab, in denen ein Verhaltensmediziner tätig sein kann. Nennen Sie jeweils primäre und sekundäre Ziele. ● Prävention: Vorkehrung zur Erhaltung von Gesundheit

Prävention: Vorkehrung zur Erhaltung von Gesundheit i. Primär: Vorbeugung ii. Sekundär: vorbeugende Maßnahmen, nachdem ein Risikofaktor aufgetreten ist ● Intervention: Behandlung i. Ziel: Heilung ● Rehabilitation: Behandlung chronischer Pathologien i. Besserer Umgang mit Krankheit / Störung; Reduktion der Beschwerde; Palliativtherapie

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Welche psychischen Prozesse spielen für Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlungserfolg eine wichtige Rolle?

Welche Beispiele gibt es für Einfluss durch Lernprozesse? i. Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Modelllernen, Habituation & Sensitivierung ● Welche Beispiele gibt es für Einfluss durch Verhalten? i. Krankheitsverhalten, Gesundheitsschädigendes Verhalten, Adhärenz und Motivation ● Welche Klassifikationen von Bewältigung-/Copingverhalten gibt es? i. Kognitiv Zuwendung (zb Neubewertung), behaviorale Zuwendung (Unterstützung und Hilfe suchen)), kognitive Vermeidung (Verleugnen), behaviorale Vermeidung (Flucht)

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Warum sollte man nur kurz Problemaktualisierung machen und dann eigentliche Therapie?

Schwerpunkt der Therapie sollte nicht zu lange auf der Problemaktualisierung liegen ● Nur insoweit produktiv, als es zur Vorbereitung der Intervention dient ● Es müssen NEUE neuronale Erregungsmuster entstehen – neue Gedanken, Verhaltensweisen, Emotionen ● Neue Bahnung erfordert eine längere Herstellung genau der neuen Verhaltensweisen ● Gezielte Lenkung durch Therapeuten ● Klare Zielvorstellungen notwendig

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Definiere Stress auf drei verschiedene Arten und nenne jeweils auch die dazugehörigen Autoren. 

Stress = Stressor (Reizorientiert, hier evtl. Cannon??) b. Stress = Stressreaktion (Reaktionsorientiert, Cannon Fight-Flight oder Selye?) c. Stress = Interaktion zwischen Stressor und Bewertungen des Stressors (Transaktional, Lazarus) i. Primär: negativ, positiv, irrelevant ii. Sekundär: Schädigend, Stressend/bedrohlich, herausfordernd

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Beschreiben sie das generelle Anpassungssyndrom nach Selye

 Organismen reagieren in einer stereotypen Weise auf jeglichen Stressor b. Bei chronischem Stress führt dieser Anpassungsmechanismus zu einer Reihe von pathophysiologischen Veränderungen, darunter Magengeschwüre, Vergrößerung der NNR, Verkleinerung von Immunorganen

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4 Copingstrategien von Lazarus

Emotionsorientiertes Coping: Managment der emotionalen Bewältigung, falls Stressor nicht bewältigbar b. Problemorientiertes Coping: Assertativ c. Beides führt zu “Cognitive Reappraisal”: Umbewertung des Stressors d. Wahrnehmungsorientiert??? e. Buch (sind das nicht die Mechanismen,die Schwarz nennt?) i. Reaktiv ii. Antizipatorisch iii. Präventiv iv. Proaktiv 

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Trier Stress Test: a) Welche zwei Aufgaben beinhaltet er, b) höchster Cortisolspiegel nach wie viele Minuten? c) Höchster ACTH nach wie viele Minuten?

 Rückwärtsrechnen, Bewerbungsgespräch b. 20 c. 1

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 Nennen Sie eine psychologische und eine physiologische Intervention zur Abschwächung der Cortisolreaktion beim TSST

Stressimpfungstraining b. Soziale Unterstützung c. Oxytozin

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Klassifizieren Sie Stress anhand von Intensität, zeitlicher Ausdehnung und Betroffenhei

mikro/makro

akut/chronisch

universell/persönlich

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7. Beschreiben Sie die Studie von Breedlove & Watson (2013) zu Hormonantworten auf Stress

Gewöhnung an Fallschirmsprung → wie verändert sich Hormonantwort im Laufe des Trainings? b. Messungen vor dem Training und jeweils vor und nach dem Sprung des jeweiligen Tags c. Erfassung von Cortisol, Testosteron, Adrenalin, Noradrenalin, Wachstumshormon d. Beobachtung: Cortisol, NA und Adrenalin Level ab 5. Sprung nicht mehr signifikant verschieden von Baseline → Interpretation: Gewöhnung an Stressor

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Welche beiden Stressachsen kennen Sie? Erklären Sie jeweils den Ablauf. 

SAM: Sympathikus-Nebennierenmark-Achse i. Wahrnehmung akut bedrohlicher Situation → Neocortex → limb. System → CRH → locus caeruleus → Aktivierung sympathisches Nervensystem → Ausschüttung von Adrenalin & Noradrenalin im Nebennierenmark → Funktionssteigerung des kardiovaskulären Systems b. HHNA: Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse i. Wird verzögert aktiv (Dauerstress) → Hypothalamus → CRH → Hypophyse: ACTH → Nebennierendrinde: Cortisol → Energiebereitstellung

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Erklären Sie Homöostase, Allostase und Allostatic Load.

 Homöostase: Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen; Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körpertemperatur, pH-Wert des Blutes u. a. b. Allostase: Prozess der Stabilitätserreichung, z.B. durch Variationen in den zwei Stressachsen (Hypothalamus‐Hypophysen‐Nebennierenrinden‐Achse [HPA],Sympathisch‐Adrenerg‐Medulläre Achse [SAM]) c. Allostatic load: Negative physiologische Konsequenzen durch die chronische Aussetzung fluktuierender oder erhöhter neuronaler oder neuroendokriner Reaktionen, hervorgerufen durch langfristige oder wiederholte chronische Stressoren. 

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Wie kann Stress physiologisch und psychologisch gemessen werden?

 Physiologisch: basale Kortisolwerte b. Psychologisch: Trierer Inventar zum chronischen Stress (Fragebögen)

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Welche Diagnosen gibt es in Bezug auf Stress? Wie unterscheiden sich diese?

Akute Belastungsreaktion: Dauer Stunden oder Tage, setzt unmittelbar ein b. PTBS: unbeschränkte Dauer, Störung trifft häufig zeitlich verzögert auf c. Anpassungsstörung: dauert Wochen, jedoch weniger als 6 Monate (Ereignis nicht katastrophal), beginnt innerhalb eines Monats

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4. Beschreiben Sie einen Versuch zur gelernten Hilflosigkeit.

Tierexperimentell; klassischer Effekt der erlernten Hilflosigkeit: Tumor implantiert + über 24 Stunden danach unkontrollierbare Elektroschocks geringere Abstoßung des Tumorgewebes als Versuchstiere, die identische, aber kontrollierbare Elektroschock erhalten hatten

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. Kann man Stress als Trait oder als State betrachten

 State Akko/Assi

b. Trait (Monotoring und Blunting von Talor)

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Erläutern Sie die „Stressimpfung“ nach Meichenbaum

a. Ziele i. Aufbau eines flexiblen Repertoires an funktionalem Coping mittels kognitiver Techniken, Entspannungstraining etc. ii. Erkennen von maladaptiven Copingreaktionen und Versuch, diesen Gegengewicht zu geben iii. Abgestufte Stresskonfrontation in sensu und in vivo iv. Verbesserung der Copingreaktionen in unerwarteten Situationen b. Inhalte i. Psychoedukative Information (Informationen über den transaktionalen Ansatz von Stress und Coping) ii. Diagnostik von dysfunktionalen, stressrelevanten Gedanken und Verhaltensweisen (mittels eines halbstrukturierten Interviews, Testverfahren, Rollenspielen oder mittels Selbstbeobachtung) iii. Aktives Training von Problemlösestrategien mittels eines 9-Stufen-Schemas iv. Übung verschiedener Copingstrategien (aktives Coping, Emotions- und Selbstkontrolle)