APV
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Lernkarten
Vor-/Nachteile/Beispiele unsymmetrische Signalübertragung
- Einadrige Kabel ausreichend
- Kein hochwertiges Symmetrietrafo nötig
- Nachteilig: Kabelwege müssen möglichst kurz sein, verminderte Qualität wegen Brummen
- Unsym. Ausgänge: E-Gitarren, E-Bässe, Keyboards
- Unysm. Eingänge: Di-Box, Laptops, Instrumentenverstärker
Dynamisches Mikrofon
- Meist Tauchspulenmikrofone
- extrem robust gegenüber physischer & mechanischer Außeneinwirkung
- Gewöhnlich Niere/Hyperniere
- Membran fest mit Spule (elek. Leiter) verbunden und in Magnetfeld
- Schallwellen auf Membran setzen Spule in Bewegung
- Induzierte Spannung wird als NF-Signal abgegriffen
Bändchenmikrofon
- weniger verbreitet bei Veranstaltungen
- sehr empfindlich und weniger robust
- 8er-Charakteristik, weniger für Bühne geeignet
- Aluminiumbändchen mit Gold/Kupfer bedampft in Magnetfeld eines Dauermagneten
- Wenn Schallwellen auf Bändchen treffen, ensteht induzierte Spannung, wird als NF-Signal abgegriffen
Kondensatormikrofon
- Einfangen feinster klanglicher Details möglich
- sehr variable Richtcharakteristik
- Goldbeschichtete Membran mit Metallscheibe in minimalem Abstand als Gegenelektrode
- Schallwellen verändern Abstand der Membran -> Kapazitätsänderung
- Übersetzung und Umwandlung in Signalspannung mittels interner Elektronik
- Spannungsversorgung nötig, meist über Phantomspeisung aus Mischpult über XLR (Pin 2 und 3), aber auch Batterie möglich
Analoges Mischpult
- heutzutage weniger verbreitet
- Rack-/Powermixer (bis zu 10 Kanäle) mit eingebauten aktiven Verstärkungselementen
- Passive Lautsprecher direkt nutzbar -> nur bis bestimmten Leistungsgrad
- Möglichkeiten für Effekte und Zuspieler begrenzt
- Kleinmischpulte (bis zu 20) ohne eingebaute Effekte
- Einschleifen von Effekten und Equalizer für jeden Kanal nötig
- Alle Geräte in einzelnen 19" Racks neben Mischpult
Digitales Mischpult
- Effektgeräte nicht nötig, Regelung durch Signal-/Soundprozessoren
- Alle Kanalzüge motorisiert -> Mischen mit mehreren Ebenen möglich
- Fader können mehrere Funktionen erfüllen (Signalspur, Effektweg, Monitorweg)
- Gewicht geringer als bei analogen Mischpulten
- Presets können erstellt und per USB geladen werden -> nur typgleiche Mischpulte kompatibel
- Steuerung über Tablet mithilfe von eingebautem WLAN-Router möglich
- eher für Notfall gedacht
- Nachteil sind regelmäßige Updates, daher wichtig, vor Veranstatlung zu überprüfen, ob Software up to date
Effektgeräte
- Unterscheidung nach Einsatzgebiet
- direkt auf Bühne durch Musiker genutze Geräte
- von Tontechniker genutzte Geräte
- Einschleifung indirket über Auxweg (Mischpult) oder direkter Fluss in Signalkette -> Veränderung gesamter Klang
- Kanalerweiternde Effekte
- Kanaladditive Effekte (Delay, Chorus)
- Dynamikprozessoren (Gate, Kompressor, ...)
Gate (Effektgerät)
- Gehört zu Dynamikprozessoren
- Unterdrücken bestimmter Signalabschnitte
- Lässt Signalpegel erst ab einstellbarer Stärke durch
- Vermeidung von Übersprechen benachbarter Schallquellen
- Parameter zur Modellierung (Anstiegzeit "Attack" // Ausklingzeit "Release")
- Threshold beschreibt Schwellenwert, bei dem Gate greift
- Häufig bei Schlagzeugtrommeln eingesetzt
Kompressor (Effektgerät)
- Gehören zu Dynamikprozessoren
- Bearbeitung des Dynamikumfangs eines Signals
- Reduktion der Lautstärkeunterschiede von leisen und lauten Passagen
- Paramater der Hüllkurve
- "Threshold" (Schwellenwert)
- "Ratio" (Verhältnis unkomprimiertes Eingangs- vs. komprimiertes Ausgangssignal)
- "Release" (Ausschallzeit in Millisekunden)
- "Gain" (Aufholen reduzierter Pegel für gleichmäßige Pegelspitzen)
Chorus (Effekt)
- Signal wird so ausgeprägt, als würde zeitgleich ähnlicher zweiter Ton mitklingen
Delay (Effekt/Laufzeitverzögerung)
- Effekt
- Erzeugen einer oder mehrerer verzögerter Signalkopien
- Entstehung akustisches Echo / Hall-Nachbildung
- Laufzeitverzögerung
- Dient zur Korrektur der Lautsprechersignale, die unterschiedlich weit vom Hörer entfernt sind -> homogenes Klangfeld
Lautsprecher-Management-System (Erklärung)
- Frequenzweiche, heutzutage digital mit Presetfunktionen für unterschiedliche Lautsprechersysteme
- Aufbau aus mehreren Bandpassfiltern
- Kombination aus Kondensatoren und Spulen
- Kondensatoren lassen höhere Frequenzen durch
- Spulen niedere Frequenzen
- -> Kombination ermöglicht Filterfunktionen
- Dient neben Filterung auch zur Linearisierung
- Teils möglich, Pegel der Lautsprecher anzupassen
- Schutzfunktionen wie Limiter (Schutz vor Überlast) oder Kaltleiter, die bei Erwärmung Leistung drosseln
PAR-Scheinwerfer
- Meist verbreiteter Scheinwerfer im Show-/Eventbereich
- Verschiedene Ausführungen (PAR64, PAR56, PAR36, PAR20, PAR16) in kurz und lang
- Lange PAR-Ausführung bündelt Lichtstrahl -> punktförmige Ausleuchtung
- Kurze PAR-Ausführung leuchtet Flächen aus
- Alle Ausführungen auch als Floorspot (auf dem Boden mit zwei Bügeln platzierbar)
- PAR36 strahlen äußerst gebündelt, werden genutzt für Diskokugeln oder in "Audience-Blindergehäusen" (Zwei bis acht Lampen direkt nebeneinander zur Ausleuchtung großer Flächen)
- Besonderheit bei PAR36: Leuchtmittel, die nur mit 110V / 28V arbeiten -> in Blindern oder ACL-Gruppen in Reihe geschaltet
Fluter
- Strahlen flächig
- Häufig eingesetzt in Theater, Fernsehen, großen Bühnen
- Meist auf Bühne oder im Bühnengraben und beleuchten Künstler von unten
- Können als Bühnenauf-/abbaulicht auch an Decken montiert werden
Profiler
- Essenziell auf Bühnen
- justierbare Lochöffnung zur Steuerung des Lichtkegels
- Feiner Rand bei Lichtkegel
- Oft an Traversen angebracht und leuchten zuvor festgelegte Künstler oder Positionen aus
- Auch als Verfolger auf Lichtstativen nutzbar -> flexibel beweglich und per Hand steuerbar, können einzelne Personen in Lichtkegel hervorheben
- Große Profiler auch mit Einschüben für Filter (Farbe, Effekte)
- Hohe Stromanforderungen (1000 bis 3000W)
Linsenscheinwerfer
- Auch Theaterscheinwerfer genannt
- Parabolscheinwerfer mit optischer Linse in Lichtaustrittsöffnung und Hohlspiegel vor Leuchtmittel
- Werden sehr vielseitig eingesetzt
- Einschubfächer für Farbfilter
- Dienen zum Aufhellen
- 300-3000W
- Fresnel-Scheinwerfer/Stufenlinse als Sonderform
- Leuchtmittel kann auf Schiene verschoben werden und somit stufenweise Breite des Lichtkegels ändern
- Torblenden zur Begrenzung der Lichtkegel
Moving Lights (Erklärung)
- auch Moving Heads genannt
- kopfbewegte Multifunktionsscheinwerfer (intelligentes Licht)
- Vertikal und horizontal schwenkbar
- Ansteuern mehrerer Farben und Gobos (Metall/Glasscheiben zur Projektion von Logos oder Schriften)
- Angesteuert per DMX-Signal, Stromversorgung über zweites Stromkabel
- Kategorien
- Scanner
- Moving Head Spot
- Moving Head Wash
- Moving Head Beam
- Sonstige Moving Heads
Scanner (Moving Lights)
- älteste Moving Lights -> kaum noch genutzt
- beweglicher Spiegel zur Projektion von darauf gebündeltem Licht
Spot (Moving Head)
- Projektion von Spotlight
- relativ enger Abstrahlwinkel
- Projektion von Gobos möglich
Wash (Moving Head)
- Keine Gobos
- strahlen relativ breit
- Kopf ähnelt Teller
- Gut zum Ausleuchten von Flächen
- oft mit Zoom zur exakten Einstellung der Abstrahlbreite
Beam (Moving Head)
- ähnlich zu Spot
- mit extrem großem Abstrahlwinkel
- Licht kann jedoch sehr eng gebündelt werden
- Stärke ist die Leuchtkraft
- Erzeugen starker und extrem heller Lichteffekte
Sonstige Moving Heads
- Effektlampen
- beispielsweise mit mehreren Moving Head Köpfen
Effektscheinwerfer
- Scheinwerfer, die einen Effekt erzeugen
- entsprechend mesit nur kurz eingesetzt
- Stroboskope, Schwarzlichtlampen, Spiegelkugeln,...
Beschallungssyteme (Arten)
- aktiv
- passiv
- gemischt
Aktives Beschallungssystem
- Endstufe und aktive Frequenzweiche direkt in Lautsprecher verbaut (unabhängig von Lautsprecherart)
- Vorteil
- geringerer Materialaufwand (keine externen Amps nötig)
- Nachteil
- Stromversorgung für jeden Lautsprecher einzeln nötig
- Zweites Signalkabel nötig
- Hohes Eigengewicht
Passives Beschallungssystem
- Keine eingebauten Endstufen/Frequenzweichen
- Direkt über Amping mit einem Kabel angeschlossen
- Vorteil
- geringes Gewicht
- simple Verkabelung
- Nachteil
- Pro Lautsprecherkanal auch ein Endstufenkanal nötig -> hoher Materialaufwand wegen vieler Amping-Cases
- Externe Frequenzweiche für Frontbeschallung nötig
gemischtes Beschallungssystem
- eher kleine Beschallungsanlagen
- Subwoofer aktiv, Toptteile (Hoch- und Mitteltöner) passiv
- Endstufe in Subwoofer integriert -> trennt und verstärkt Summensignal
- Signale für Top-Teile kann direkt von Subwoofer abgegriffen werden
- Vorteil
- Nur ein Stromkabel und das Summensignalkabel zu Subwoofer nötig
- jeweils nur ein Lautsprecherkabel für einzelne Top-Teile nötig
- Topteile mit geringem Gewicht
- Können für kleinere Veranstaltungen und Feste eingesetzt werden
ELA-System
- elektrische Lautsprecheranlage
- dient hauptsächlicher sprachlicher Informationswiedergabe
- Optimiert auf Verständlichkeit und Reichweite
- Moderne Anlagen ähnlich in Klang wie PA-Anlagen
- Können auf PA aufgeschalten werden und Mischpult durch "Dringlichkeitsrelais" stumm schalten -> Nur noch Durchsagen der ELA auf PA zu hören
- Kann von Laien bedient werden und besitzen nur wenige Einstellmöglichkeiten
Beschallungsarten (Aufzählung)
- Auswahl abhängig von Größe, Örtlichkeit und Art der Veranstaltung
- Dreiwegesystem
- Koaxialsysteme
- Hornsysteme
Dreiwegesystem
- Aufteilung des Frequenzbereichs in Tief-, Mittel-, Hochton
- Je Frequenzbereich ein Lautsprecher
- Boxen mit allen drei Lautsprechern heutzutage eher im Heimbereich
- Alle Lautsprecher strahlen direkt ab (Direktstrahler)
- Bei Großbeschallungsanlagen Topteil (Hoch- und Mittelton) und Subwoofer (Tiefton) getrennte Boxen
- Einsatz nahezu ausschließlich auf Veranstaltungen
Koaxialsysteme
- sehr kompaktes Lautsprechersystem
- auf Veranstaltungen zu finden
- Wiedergabe des gesamten hörbaren Frequenzbereichs durch einen Lautsprecher
- Hochtöner im Zentrum des Tief- und Mitteltonlautsprechers
- Somit alle drei auf einer Achse -> axial
- Häufig in kompakten Gehäusen, um Platz zu sparen (bspw. Monitor)
Hornsysteme
- Hochtonlautsprecher ähnlich der Form eines Horns
- Schall mit einem oder mehreren Treiber über Horn an Umgebung abgegeben
- Horn nimmt in Breite stark zu
- Hörner sehr unterschiedlich und mit eigenen Vor-/Nachteilen
- i.d.R. Dreiwegesysteme
- Topteil mit Hochtöner (Horn) und Mitteltöner (normal)
- Tieftonlautsprecher in externen Boxen
- Schallabstrahlung in Form eines Horns -> Lautsprecher nach hinten gerichtet
Was sollte vor Shows mit digitalem Mischpult passieren?
Stetiges Überprüfen, ob die Software auf aktuellem Stand ist, um eventuelle Kompatibilitätsprobleme im Verlauf der Veranstaltung zu verhindern
Was ist nötig, um als Veranstalter am Veranstaltungsort weisungsbefugt zu sein?
Eine durch die Stadt oder Kommune beauftragte Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Diese ist nach der MVStättV mit entsprechender Weisungsbefugnis ausgestattet. Bei mehr als 200 m2/5000 Besucherplätzen sind zwei Verantwortliche nötig
Sie buchen eine Band/Künstler: Durch was stellen sie sicher, das alle technischen
Gegebenheiten vor Ort gegeben sind?
- Genaues Lesen des Technical Riders
- Schriftliche Kommunikation bei Unklarheiten
Warum ist es wichtig FoH mittig vor Bühne zu platzieren?
- Standort sehr wichtig, um technischen und reibungslosen Showablauf zu gewährleisten
- Ton- und Lichttechniker sehen Veranstaltung von dort aus genauso wie das Publikum
Wenn FOH nicht mittig, wo dann?
- Seitlich oder hinter dem Publikum
- Absprache mit Technikern erforderlich
- nicht immer möglich
Ziel einer Beschallung
- möglichst gleichmäßige Beschallung
- möglichst wenige Kammfiltereffekte
- Verstärkung/Auslöschung einzelner Frequenzbereiche bestmöglich vermeiden
- eleganter Kompromiss aller Faktoren
AES/EBU
- Kürzel für „Audio Engineering Society/European Broadcast Union Digital Interface“;
- digitale Schnittstelle für Audiodaten