APV

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Y. L.
Diese Karteikarten decken fortgeschrittene Themen der Veranstaltungstechnik ab und richten sich an Studierende. Sie konzentrieren sich auf Beschallungsanlagen, Lautsprechertechnik, Scheinwerfer und deren Einsatz, wobei besonders die Unterschiede zwischen aktiven, passiven und gemischten Systemen sowie Moving Heads und deren Varianten wie Spot, Wash und Beam hervorgehoben werden. Veranstaltungstechniker und Künstler profitieren von diesen Karteikarten, da sie detaillierte Einblicke in die technische Umsetzung von Veranstaltungen bieten und helfen, optimale Klangerlebnisse und Lichtgestaltung zu erreichen.
Karten
319
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.07.2021 / 14.07.2021

Lernkarten

Regisseur

  • Entwicklung von Showkonzept und passende Ablaufpläne (mit/für Veranstalter)
  • Künstlerisch-gestaltende Kraft
  • Erfordert Technikaffinität
  • Kann ggf sein Team um Regieassistenz und Aufnahmeleitung erweitern
  • Bei kleineren Produktionen übernimmt oft Bildtechniker die Regie -> Erfahrung und Gespür nötig

Tontechniker

  • Ähnlicher Aufgaben- und Arbeitsbereich wie Toningenieur
  • Hauptunterschied: Akademischer Grad
  • Arbeiten dem Toningenieur zu
  • Vorbereiten von Tonspuren
  • Zukünftig "Multimediatechniker"

Toningenieur

  • Aufgaben bei Veranstaltungen
    • Sound der Beschallungsanlage
    • Mischen/Abstimmen der einzelnen Kanäle
    • Wahl der richtigen Beschallungsanlage (PA), Mikrofone und Mischpulte
      • Gerade bei Live-Gigs Erfahrung enorm wichtig
    • Bei Festivals: Erstellen von Kanalbelegungsplänen und Ablaufplänen für Mischpult (zusammen mit Tontechnikern) // Vorbereiten von Presets, um Umbau- und Soundcheckzeiten zu verkürzen
  • Erfordert viel Grundwissen in Akustik, Schall, Lautsprecher, Mischpulte, Mikrofone, Lautsprechermanagementsysteme

Lichttechniker

  • Auch Beleuchter genannt
  • Aufgabe: Technische Umsetzung der Wünsche von Lichtdesigner, Regie, Autor, Künstler
  • Zuständig für Auf-/Abbau, Betreuung und Bedienung lichttechnischer Anlagen
  • Wartung/Pflege/Sicherung der Geräte vor Unfällen
  • Sauberkeit und Ordnung von höchster Priorität, um Fehler zu finden/vermeiden und Bühnenbild nicht zu stören ("unsichtbare" Kabel)
  • Außerdem für Stromverteilung zuständig -> Sorgen dafür, dass Strom nicht ausfällt

Lichtdesigner

  • Rückt alles ins rechte Licht
  • Aufgabe ist es, Emotion zu erzeugen und Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken
  • Hat unzählige Scheinwerfer, Farbfolien, Spezialeffekte oder Moving Heads zur Verfügung
    • Hilft, Archtitektur von Gebäuden strahlen zu lassen
  • Hauptaufgabe: Entwerfen spektakulärer Lichtmomente
  • Sitzt nicht selbst hinter dem Lichtpult
  • Wird nur bei größeren Produktionen gebucht

Nennen sie die verschiedenen Schweinwerfer-Positionierung und ihre Wirkung
 

  • Vorderlicht:  
    • Einfachste und häufigste Art der Beleuchtung
    • Farben und Einzelheiten gut erkennbar
    • Objekte wirken flach. 
  • Seitenlicht
    • Horizontal/schräg von oben
    • Erhöht räumlichen Eindruck von Personen und Gegenständen
    • betont Oberflächenstrukturen
  • Gegenlicht oder Flächenrücklicht
    • Hebt Personen und Gegenstände vom Hintergrund ab. Steigern die optische Dramatisierung. 
  • Hintergrundlicht: durch Abstufung von Farbe und Helligkeit gegenüber der restlichen Beleuchtung wird eine Tiefenwirkung erzeugt 
  • Effekt und Akzentlichter:  Betonen Strukturen und Umrisse und erzeugen Glanz und Reflexlichter. Durch den Einsatz von Farbfiltern lassen sich warme und kalte Lichtfarben erzeugen.

Aufnahmeleiter (AL)

  • Eher in Film- und Fernsehproduktion angesiedelt, aber immer öfter auch auf Veranstaltungen gefragt
  • Aufgaben
    • Direkte Unterstützung des Projektleiters
    • Organisiert Proben
    • Bindeglied zwischen Regie, Künstler und Technikcrew
    • Sorgt dafür, dass die Abläufe nicht ins Stocken geraten
    • Gibt dem Regisseur das "Go", wenn alle Künstler an ihrem Platz stehen

Technischer Leiter (TL)

  • Bei größeren Projekten neben dem Projektleiter mind. 1 TL
  • Zuständig für technische Abläufe eines Bereichs (z.B. 1 Bühne bei Festival)
  • Aufgabengebiet
    • technische Planung
    • Überwachung
    • Durchführung bei Arbeiten an der Bühne
    • Erstellung von Bühnen-, Beleuchtungs-, Verkabelungsplänen, Lichtkonzepten
  • Direkter Ansprechpartner für alle technischen Fragen
  • Achtet auf alle sicherheits- und arbeitsrechtlich relevanten Aspekte und ist dafür auch Ansprechpartner
  • Bei kleineren Veranstaltungen sind PL und TL eine Person

Wie funktioniert  Intelligentes Licht und Effekte?

Licht und Effekte benötigen mehrere Dimmer-Kanäle (manche 15 und mehr, je nach Hersteller) für die einzelnen Parameter wie Dimmer, Pan oder Tilt. Die Reihenfolge der Effektkanäle ist vom Hersteller festgelegt lässt sich aber meist am Scheinwerfer einstellen.

Wie funktioniert ein dimmbarer Scheinwerfer?

Ein Dimmer belegt genau einen DMX-Kanal und steuert die Helligkeit von 0-100% mit den Werten 0 bis 255. Meistens werden Lichtendstufen (Dimmerpacks) in Studios und auf Bühnen eingesetzt, an denen die Scheinwerfer entweder einzeln oder über Multicore- Leitungen angeschlossen werden.

Projekt- oder Produktionsleiter (PL)

  • Wichtigste Person bei einer Veranstaltung
  • Zusammenlaufen aller technischen Abläufe und wirtschaftlichen Aspekte
  • Berufsbild: Leitung eines technischen Projekts (Veranstaltung)
    • In der Regel von Firma beauftragt
    • Ausarbeitung der technischen Planung der Veranstaltung
      • Zusammenstellen eines Teams -> Location besichtigen
      • Detailplanung + Ausarbeitung Konzept (Festlegung v. Zielen und Ressourcen)
      • Umsetzung nach Absprache mit Auftraggeber
  • Begleitet je nach Größe eine oder mehrere Veranstaltungen
  • Muss wie ein Geschäftsführer alles koordinieren und verwalten
  • Bei kleineren Teams ist ein Mitglied häufig auch Projektleiter

Was bedeutet DMX?

  • "Digital Multiplex"
  • Standardisiertes digitales Protokoll zur Steuerung von Lichttechnik (Dimmer, Scheinwerfer und Effektgeräte)
  • 512 Kanäle mit je 256 Werten (8 Bit)
  • Daten werden über 5 poligen XLR-Stecker seriell und symmetrisch übertragen
  • Lampen per DMX-Kabel in Reihe verbunden
  • Adressen zur Ansteuerung nötig
    • werden an Lampe selbst eingestellt
    • Anzahl der Adressen pro Lampe unterschiedlich

Symmetrische Signalübertragung

  • Dient dazu, Störquellen wie Signaleinstreuungen auf ein Minimum zu reduzieren
  • Benötigt zweiadriges, abgeschirmtes Kabel
  • Gegen elektromagnetischen Smog ist dessen Schirm mit Signalmasse verbunden
  • Kompletter Transport des Audiosignals läuft über die beiden inneren Adern (kein Massekontakt (GND))
  • Zwei Signale bzgl. Masse: eins gleich, eins gegenphasig 
    • An beiden Adern gleiche Info mit 180° Phasendrehung
    • Verarbeitung über Differenzverstärker am Mischpulteingang
  • Vorteil: Gelangen Störungen durch den Schirm auf beide Adern, so induzieren sich dort zwei in Pegel und Phase übereinstimmende Störspannungen, die der Mischpulteingang dann neutralisiert. So bleibt der weitere Signalweg von der Störung verschont. Dies ermöglicht eine Übertragung auch über sehr lange Wege (>100m).
    Zudem addiert ein symmetrischer Mischpulteingang die zueinander gegenphasigen Nutzsignale und man erhält einen doppelten Pegeleingang (+6dB)

Unsymmetrische Signalübertragung

  • Einadrige Audiokabel (Leiter und Masse)
  • Stecker brauchen nur zwei Kontakte (z.B. Monoklinkenstecker)
  • Innerer Leiter: Führt Audiosignal (Phase) von Quelle zu Verbraucher
  • Weil Adern der Phase sehr empfindlich auf äußere Störfelder:
       -> Umhüllendes Drahtgeflecht dient Abschirmung und elektrischer Rückführung des Audiosignals (Null) -> Geflecht dicht an Kabelkern und mit Signalmasse (GND) verbunden
  • Vorteil: Es sind nur einadrige Kabel erforderlich und hochwertige Symmetrietrafos werden nicht benötigt.
  • Nachteilig ist, dass diese Kabelverbindungen möglichst kurz gehalten werden sollten, da auf langen Kabelwegen das eigentliche Nutzsignal in minderer Qualität am Mischpult wegen sich addierender Einstreuungen (Brummen) ankommt

Projekt/Produktionsleiter

  • Wichtigste Person der Veranstaltung
  • Leitung der Veranstaltung
  • Detailplanung und Ausarbeitung Konzept
  • Durchführung Veranstaltung
  • bei kleineren Veranstaltung Teammitglied = Projektleiter

Technischer Leiter

  • Bei Großprojekten, sonst Projektleitung auch technische Leitung
  • Zuständig für technische Abläufe
  • Technische Planung, Überwachung, Durchführung
  • Pläne für Bühne, Beleuchtung, Verkabelung, Lichtkonzept
  • Direkter Ansprechpartner für Künstler und Techniker

Aufnahmeleiter

  • Eher Film/Fernsehen -> aber vermehrt Videowände/Kameras auf Veranstaltungen
  • Direkte Unterstützung des Projektleiters
  • Sorgt für flüssigen Veranstaltungsablauf
  • Direkte Kommunikation mit Künstlern, Regie und Technik

Lichtdesigner

  • künstlerische Konzeption des Lichts
  • Erzeugen spannender Lichtmomente
  • Einsatz Kostenfrage -> oft Lichttechniker mit Projektleitung/Technischer Leitung

Lichttechniker

  • auch Beleuchter genannt
  • Technische Umsetzung der Wünsche von Lichtdesigner, Künstler, Regie,...
  • Auf-/Abbau, Betreuung und Bedienung Lichttechnik
  • Verkabelung (möglichst unsichtbar) und Stromverteilung

Toningenieur

  • Zuständig für Klang der Beschallungsanlage
  • Mischen der Kanäle -> Einfluss auf Gesamtlautstärke und Mix
  • Auswahl Beschallungsanlage, Mikrofone, Mischpulte

Tontechniker

  • Ähnliche Aufgaben wie Toningenieur, jedoch anderer Ausbildungsgrad
  • Arbeiten zusätzlich dem Toningenieur zu

Regie

  • Im Voraus: Entwicklung Showkonzept und passende Ablaufpläne
  • Künstlerisch-gestaltende Kraft
  • Bei kleineren Veranstaltungen Bildtechniker oft Regisseur
  • Bei großen Veranstaltungen teils Regieassistenz dabei

Video-/Bildtechniker

  • unterstehen direkt Bildingenieur
  • Aufbau/Betreuung technisches Equipment (Kameras, Projektor, Videowall,...)
  • Zuständig für Kameraeinstellungen

Bildingenieur

  • Zuständig für elektronische Technik im Videobereich
  • Eher auf Großveranstaltungen mit viel Videotechnik
  • Erstellung bildtechnisches Konzept
  • Unterstützung beim Aufbau
  • Reibungsloser technischer Ablauf der Produktion

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

  • staatlich anerkannter Ausbildungsberuf
  • Schwerpunkt Aufbau, Abbau, Durchführung
  • Ausbildungsschwerpunkte u.a. Lichttechnik

Medientechniker

  • Ausbildung auf akademischem Weg (Uni, Hochschule)
  • Verbindung technisches, informationstechnisches und gestalterisches Verständnis
  • oft projektleitende Funktionen

Meister für Veranstaltungstechnik 

  • Weiterbildung von Fachkraft
  • Planung/Einrichten von Arbeitsstätten bei Veranstaltungen
  • Verantwortung für Sicherheit auf Veranstaltung
    • Arbeitsschutz
    • Brandschutz/Unfallverhütung
  • Einhaltung von Bestimmungen

Kameramann

  • immer häufiger auf Veranstaltungen anzutreffen
  • Absprache mit Regie/Bildtechniker bzgl Ablauf
  • Sowohl Wünsche der Regie umsetzen als auch selbst kreativ werden
  • ständiger Kontakt mit Regie/Bildtechnik

Rigger

  • Fachkräfte für Traversensysteme
  • Zuständig für Auf-/Abbau
  • Weiterbildung in Form von Riggingschein

Bühnentechniker

  • Handwerker der Produktion
  • Schreiner, Maler, Schlosser, Schneider,...
  • Hauptsächlich Fernsehen und Theater
  • Alle Arbeiten rund um Auf-/Abbau von Kulissen, Requisiten, Stellwände

Stagehands

  • enorm wichtig für Veranstaltungen
  • Arbeiten den ausgebildeten Fachkräften zu
  • Aus-/Einladen, Auf-/Um-/Abbau, Kabelverlegung

Baustoffklasse Beschreibung

  • beschreibt Brandwiderstand eines Bauteils im Brandverhalten eines Stoffes
  • Bemessen an Dauer, die Bauteil im Brandfall Funktion behält
  • bekannteste Baustoffklasse ist B1

Baustoffklassen

  • A (nicht brennbare Stoffe)
  • A1 (ohne organische Bestandteile)
  • A2 (mit organischen Bestandteilen // Glaswolle, Spezialschaum)
  • B1 (schwerentflammbar // Hartholz, imprägnierte Vorhänge)
  • B2 (normalentflammbar // Silikon, Strohballen)
  • B3 (leichtentflammbar // Papier, Tapeten)

IP-Schutzklasse Bedeutung

  • Abkürzung für "International Protection"
  • beschreibt Schutzklasse elektrischer Geräte gegen Eindringen von
    • Schmutz
    • Staub
    • Bakterien
    • Feuchtigkeit
    • Wasser
  • Schutzklasse besteht aus zwei Ziffern
    • Kennziffer 1 für Berührungsschutz
    • Kennziffer 2 für Wasserschutz

Faktoren für akustische Verhältnisse Veranstaltungsort

  • Räumlichkeit (Größe, Höhe, Form, Art der Schallreflexionen)
  • Standort Bühne (freiflächig, Zelt mittig/seitlich, umgeben von Häusern)
  • Größe Beschallungsanlage (Ausreichend oder zusätzl. Equipment nötig)
  • Budget (Einfluss auf Beschallungsgröße)
  • Strom (ausreichend Strom für PA)

Nachhallzeit

  • Zeitdauer, in der Nachhall auf Tausendstel seines Ursprungspegels sinkt (exakt 60dB Pegelverlust)
  • Annäherungsweise Berechung durch
    • Raumvolumen V in m3
    • Wandfläche S in m2
    • Absorptionsgrad a (Alpha) der Wandflächen
    • Raumkonstante k (0,163s/m), wenn a kleiner 2

Hallradius

  • Räumlicher Abstand Schallquelle, bei der Direktschallpegel = Raumschallpegel (Diffusschallpegel)
  • Erleichtert bei Beschallung gute Sprachverständlichkeit an jedem Hörerplatz
  • Berechnet über Software

Symmetrische Signalübertragung

  • Dient der bestmöglichen Reduktion von Störquellen wie Signaleinstreuungen
  • Zweiadriges abgeschirmtes Kabel nötig
  • Gegen elektromag. Smog ist der Schirm mit Signalmasse verbunden
  • Zwei Signale, eines gleich, eines gegenphasig (180° phasendrehung)
  • Verarbeitung an Mischpult über Differenzverstärker

Vorteile/Beispiele Symmetrische Signalübertragung

  • Störspannungen in Pegel und Phase übereinstimmend, wird im Mischpulteingang neutralisiert -> keine Störung des weiteren Signalweges
  • Möglichkeit, über mehr als 100m zu übertragen
  • Zudem doppelter Pegeleingang durch Addition gegenphasiger Nutzsignale
  • Sym. Ausgänge bei DI-Boxen, Effektgeräten, E-Bass-Verstärker
  • Sym. Eingänge bei Mischpult XLR-Inputs, Audio-Interfaces

Unsymmetrische Signalübertragung

  • Einadrige Audiokabel (Leiter und Masse)
  • Stecker mit zwei Konakten ausreichend (z.B. Monoklinkenstecker)
  • hohe Empfindlichkeit der Phase auf Störeinfluss von außen
    • Umhüllendes Drahtgeflecht dient Abschirmung und elektrischer Rückführung des Audiosignals (Null)

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