ETH Basisjahr


R. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Chemie, speziell für Bauingenieure. Sie behandeln Themen wie Bindungen, Moleküle, Säuren und Basen, sowie Reaktionen und ihre Kinetik. Besonders relevant sind die Eigenschaften von Polymeren, Katalysatoren und Korrosionsprozesse, die für das Bauwesen von großer Bedeutung sind. Studierende der Bauingenieurwissenschaften profitieren von diesen Karteikarten, da sie ihnen helfen, die chemischen Grundlagen zu verstehen, die für die Materialwissenschaft und das Bauwesen essenziell sind.
Cartes-fiches
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Chimie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
09.07.2021 / 06.08.2021

Cartes-fiches

Standardpotential

  • nur möglich Potentialunterschiede einer Halbzelle zu messen
  • Referenzpotential ist Reduktionspotential von einem Proton zu Wasserstoff & ist = 0: 2H+ + 2e- = H2
  • Je positiver das Standardpotetial ist, desto eher läuft eine Reduktionsreaktion spontan ab.

Verknüpfung Redox mit Thermodynamik

\(We = q * \Delta E = -n_e * F * \Delta E\)

Kombination von elektronchemischen Potentialen

Potentiale kann man nur addieren im Fall von ausgeglichenen Redoxreaktionen

\(\Delta E = E_r + E_o\)

Elektrochemische Zelle

Galvanische Zelle

  • elektrische Stromquelle --> es entsteht Potential und Strom fliesst
  • in beide Halbreaktionen aufgeteilt --> Daniell-Element
  • Verbindungen: elektrisch --> Voltmeter --> Elektronleiter, elektronlytisch --> Salzbrücke --> Ionenleiter
  • Elektroden: Anode (Minuspol, Oxidation), Katode (Pluspol, Reduktion)
  • Zellspannung --> \(\Delta E^0= E^0_r-E^0_o= E^0_k- E^0_o\)

Elektrolyse

  • Redoxreaktionen mit \(\Delta G > 0\) sind nicht spontan, können aber mit Strom dennoch ablaufen --> Elektrische Chemie in chemische umgewandelt
  • Elektroden im selben Raum
  • Besitzt nur ein Elektrolyt
  • Potential, welches mind. so gross ist wie das der Zellreaktion, muss angelegt werden
  • Anwendung: Produktion Aluminium & Magnesium, um Metalle aus ihren Salzen zu gewinnen, Kupfer reinigen, Galvanotechnik: dünnne Schicht Metall auf Objekt --> Korrosionsschutz

Korrosion

  • Metalle werden durch andere Stoffe oxidiert
  • Bildung von Verbindungen auf der Oberfläche eines Materials, wenn es Wasser, Luft oder Elektrolyt wie Salzwasser ausgesetzt ist
  • Es entstehen Oxide oder Hydroxide 
  • Eisen rostet, alle anderen Metalle korrodieren

--> Korrosion ist abhängig von der Umgebung und NICHT vom Material

gleichmässige Korrosion

  • parallel zur Oberfläche
  • gleichmässig abgetragen
  • gut kontrollierbar

lokale Korrosion

  • ungleichmässig --> an gewissen Stellen deutlich höher
  • Spalt-, Lochfrass, Interkristalline Korrosion
  • schwerwiegende Schäden

Pourbaix-pH-Diagramme

Wenn gerade Linie unter Sauerstofflinie: O2Typ

wenn gerade linie unter Wasserstofflinie: H2 Typ

Purbaix-Diagramme

zeigt Stabilität der Phasen

drei Phasen:

  • Korrosion: stable Phasen ist Lösung aus Fe2+ oder Fe3+ Ionen
  • Schutz  /Immunität: stabile Phase ist Fe (Auflösung aus thermodynamischen Gründen nicht möglich, bei niedrigen Potentialen, unterhalb Kathode-Reaktion
  • Passivierung: Stabile Phase ist ein Oxid, welches das darunterliegende Metall von Korrosion schützen kann

Korrosionsgeschwindigkeit

  • tieferer pH: max Geschwindigkeit --> H2-Typ schnellere Reaktion, da O2 limitiert
  • mittlerer pH: Reduktion von O2
  • hoher pH: min. Geschw --> Schutz vor Korrosion --> Passivierung

--> Wenn H2 möglich dann immer schneller

--> Reduktionspotentiale immer unter Protonen-Reduktionslinie

Korrosion von Stahlbeton

  • Stahlbeton ist Verbundwerkstoff (Beton ist alkalisch)
  • Stahl in Beton erhöht Zugfestigkeit und Duktilität
  • korrosisch wenn Oxidschicht (Passivierung) des Stahls beschädigt

Karbonatisierung

  • Abnahme pH-Wert --> Wenn unter 10, Passivierungsschicht instabil
  • Schicht homogen, korrosioin homogen
  • optisch erkennbar, gleichmässig
  • Reaktion von CO2 mit Portlandit (Ca(OH)2) reduziert

chlorinduzierte Lochkorrosion

  • Konzentration der Chloride in Porenlösung des Betons zu hoch (--> diffundieren der Schicht durch Chlorid-Ionen)--> Lochfrass (Auflösung der Schutzschicht)
  • Ansäuerung des Lochelektrolyten führt zu Löslichkeit der Korrosionsprodukte --> hohe Geschwindigkeit der Korrosion
  • Kein Rost oder Betonabplatzungen treten auf --> keine visuelle Korrosion

Galvanisierung

  • Beschichten von Stahl oder Eisen mit Zinkschicht
  • Auch Schutz wenn Zink bereits geschädigt, da Zink weiter unten auf Potentialstabelle ist --> oxidiert
  • Funktioniert auch wenn Eisen exponiert

kathodischer Schutz

  • dasselbe Prinzip wie Galvan.
  • Elektronen werden zur Verfügung gestellt über Opferanode, Gleichstromquelle

chemische Kinetik

befasst sich mit den Einzelschritten und Geschwindigkeit einer Reaktioin

Reaktionsgeschwindigkeit

  • Masse wie schnell Edukte in Produkte
  • wie schnell nehmen Reaktanden ab oder wie schnell nehmen Produkte zu

Einflüsse:

  • Konzentration (höhere Konz. --> höhere Geschw.)
  • Druck (höherer Druck --> höhere Geschw.: NUR Gasphase)
  • Temperatur (höhere Temp. --> mehr Kollisionen --> höhere G.)
  • Oberfläche (vergrösserte Oberfläche --> höhere Geschw.)

Katalysatoren

  • beschleunigt Reaktion, wird bei Reaktion jedoch NICHT gebraucht
  • verursachen niedrige Aktivierungsenergie
  • mehr Kollisionen pro Zeit
  • Kreieren "Abkürzung"
  • homogener Katalysator: Katalysator in gleicher Phase wie Reaktand
  • heterogener Katalysator: andere Phase
  • Bsp. Stickoxide --> Abbau der Ozonschicht

 

Reaktionsfrequenz

Verhältnis Reaktionsgeschwindigkeit & stöchiometrischen Koeffizienten, negativ

1. Reaktionsordnung

Geschwindigkeit proportional zu Konzentration mit Proportionalitätskonstante/Geschwindigkeitskonstante K

\(v_A = -\frac {d[A]}{dt}=k[A], \int\limits_{[A]_0}^{[A]_t} \frac{d[A]}{[A]} = -k\int\limits_0^tdt, ln\frac {1}{[A]_t}- ln\frac {1}{[A]_0}=kt, [A]_t=[A]_0*exp(-kt)\)

2. Reaktionsordnung

Geschwindigkeit proportional zum Quadrat der Konzentration

\(v_A = -\frac {d[A]}{dt}=k[A]^2, \int\limits_{[A]_0}^{[A]_t} \frac{d[A]}{[A]^2} = -k\int\limits_0^tdt, \frac {1}{[A]_t}- \frac {1}{[A]_0}=kt, [A]_t=\frac{[A]_0}{1+kt[A]_0}\)

0. Reaktionsordnung

Geschwindigkeit ist unabhängig von Konzentration --> konstant

\(v_A = -\frac {d[A]}{dt}= k\)

\(\int\limits_{[A]_0}^{[A]_t} d[A] = -k\int\limits_0^tdt\)

\([A]_t - [A]_0= -kt\)

Gesamtordnung

Geschwinidigkeiten für Hin- und Rückreaktion können unterschiedlich sein

Gesamtordnung = Addition der Teilreaktionsordnungen

Halbwertszeiten

  • Zeit nachdem Konzentration eines Stoffes auf Hälfte gesunken ist

1. Reaktionsordnung:

  • t1/2= ln(2)/k
  • abhängig von k

2. Reaktionsordnung:

  • t1/2 = 1/k[A]0
  • abhängig von k & [A]0

 

Reaktionsmechanismus

  • Beschreibt Schritte auf molekularer Ebene während Reaktion
  • Summe der Elementarreaktionen und ihrer Reihenfolge (Brechen, Bilden von Bindungen)
  • Anzahl Moleküle welche bei Elementarreaktion teilnehmen = Molekularität (1 Molekül = unimolekular, 2 Moleküle = bimolekular)
  • Jede Elementarreaktion hat eigene Geschwindigkeitskonstante (k) & eigene Aktivierungsenergie
  • Totale Reaktionsgeschwindigkeit darf nicht schneller als langsamster Elementarschritt (geschwindigkeitsbestimmender Schritt) sein

Zusammenhang Kinetik & Thermodynamik

kinetische Kollisionstheorie

besagt, dass Reaktionen nur dann stattfinden, wenn die Moleküle mit einer kinetischen Energie Emin (Aktivierungsenergie) aufeinander treffen.

Voraussetzungen:

  • genug grosse Energie
  • Richtige Orientierung

Bedeutung Aktivierungsenergie

Aktivierungsenergie ist eine Enthalpie, bezieht sich auf die Energetik des Brechens

Katalysatoren im Bauwesen

- Beschleuniger: z.B. um Erhärten von Zement zu beschleunigen

- Verzögerer: (negative Kataly.) z.B. Erhärten verlangsamen bei hohen Temp./Transport

- Korrosionsinhibitoren: (negative Kataly.) z.B. um Korrosion von Stahlbeton zu verzögern

- Haber-Bosch-Prozess

Organische Chemie

Verbindungen aus Kohlenstoff, welche immer vier kovalente Bindungen eingehen.

Alkane

  • nur kovalente Einfachbindungen zwischen H&C

--> CnH2n+2

  • unpolare Moleküle
  • je länger, desto grösser Siedepunkt/Viskosität/Schmelzpkt weil Londonkräfte zunehmen
  • Verzweigte Moleküle --> schwächere Zwischenmolekulare Kräfte
  • in Wasser unlöslich
  • reaktionsträge, gehen aber oxidationsreaktionen ein

Alkene

  • kovalente Doppelbindungen zwischen H&C

--> Methen geht nicht --> CnH2n

  • Eigenschaft der C C Doppelbindungen
  • Doppelbindungen schwächer als zwei C-C-Einfachbindungen

Elektronenstruktur des C-Atoms

Hybridisierung

Atomorbitale eines Atoms mischen sich bei Molekülen zu neuen Orbitalen --> Hybridorbitale

Moleküle beschreiben die Aufenthaltsbereiche der Elektronen im Molekül bei einem Zustand minimaler Energie

sp3-Hybridorbitale

Hybridisierung gebildet aus 1s- und 3p- Orbitalen Bindungen, die durch frontalüberlappende sp3-Orbitale gebildet heissen Sigma-Bindungen

sp2-Hybridorbitale

ermöglicht Bildung von Doppelbindungen

Hybridisierung gebildet aus 1s- und 2p-Orbitalen

\(\pi \) Bindungen

  • zwei Kohlenstoffatome überlappen sp2-Orbital frontal --> Sigma-Bindung
  • Seitwärtsüberlappung von nicht hybrisierten p-Orbitalen bilden pi-Bindung
  • Schwach --> an ihnen finden oft Reaktionen statt.

Einteilung Kohlenwasserstoffe

Étudier