2.3 Molekulargenetik

EP 2.3Molekulargenetik

EP 2.3Molekulargenetik


L. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Molekulargenetik auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Gene, Allele, Phänotypen, Mutationen, Mikrosatelliten und Kopplungsanalysen ab. Besonders relevant sind die Anwendungen in der Medizin, etwa bei der Untersuchung von Erbkrankheiten und quantitativen Merkmalen wie Körpergröße. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Forscher, die sich mit genetischen Analysen und deren praktischen Anwendungen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
91
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.07.2021 / 27.03.2022

Cartes-fiches

Kopplungsanalyse mit...

Was bedeutet:

LOD > 3

LOD < -2

  • LOD > 3 -->Kopplung ist gesichert
  • LOD < -2 --> Kopplung kann ausgeschlossen werden

In der Nähe von 0 sind noch keine sicheren Aussagen möglich.

Was versteht man unter Heterogenität?

Heterogenität = Unterschiedliche genetische Varianten führen zum gleichen Phänotyp.

Was bedeutet eine Rekombinationsfrequenz

a) < 0,5

b) = 0,5

a) Rekombinationsfrequenz < 0,5 --> Kopplung

b) Rekombinationsfrequenz = 0,5 -->freie Rekombination

Unter Genkopplung versteht man in der Genetik das Phänomen, dass manche durch Gene codierte Merkmale gemeinsam vererbt werden.

 

Welche genetischen Marker benutzt man bei der Kopplungsanalyse?

Wie viel Crossing-over Ereignisse haben wir bei Säugetieren pro Chromosom?

Faustregel: Bei Säugetieren gibt es 1-2 Crossing-over Ereignisse pro Chromosom.

Wie funktioniert das Granddaughter-Design?

Beispiel mit Rindern --> Milchleistungsmerkmal:

Man braucht einen Besamungsstier, welcher sehr viele Nachkommen zeugt. Der Stier muss jedoch heterozygot für die verursachende Merkmalausprägung sein!

Wenn dieser Stier Söhne hat, bekommen diese 1 Chromosom vom Vater und 1 von der Mutter. Man kann aber hier nicht die Phänotypen herausfinden, da man weibliche Rinder braucht (Milchleistungsmerkmal).

Man untersucht dann die Töchter von diesen Söhnen, also die Enkelinnen des ursprünglichen Besamungsstiers. 

--> Man kann dann mit Merkmalsmarkern eine Kopplungsanalyse machen und schauen, ob der Marker mit dem Merkmal gekoppelt ist oder nicht.

 

Welche 2 Möglichkeiten für einen positionellen Ansatz gibt es?

Was sind jeweilige Eigenschaften?

1) Kopplungsanalysen in Familienmaterial:
Wenn man mit einer Familie arbeitet, hat man wenige Generationen und entsprechend wenige Rekombinationsereignisse die man innerhalb der Familie beobachtet. Das bedeutet man kann hier gut mit einer niedrigen Markerdichte arbeiten.
Dementsprechend ist diese Methode besonders geeignet wenn man grob kartieren möchte, z.B. herausfinden auf welchem Chromosom die Merkmal verursachende Variante liegt.

->Dieses Verfahren funktioniert auch bei allelischer Heterogenität (=unterschiedliche genetische Varianten sitzen im gleichen Gen).

 

2) Assoziationsstudien in case-control Gruppen mit unverwandten Tieren:
Hier kennt man die Verwandschaft nicht, aber die betroffenen Individuen gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Deshalb enthält es auch viel Rekombinationsmaterial. 
Assoziationsstudien funktionieren nur, wenn man eine hohe Dichte an Markern hat. Die Marker müssen sehr eng nebeneinander auf dem Chromosom liegen, damit man hoch auflösen kann.

 

Erkläre das Grundprinzip einer Kopplungsanalyse

 

Hier werden 2 Schweinerassen gekreuzt.

Die Merkmalsverursachenden Gene für die Körpergrösse und die Farbe sind innerhalb der Rasse fixiert.

 

Bei der Kreuzung von homozygoten Eltern kommen in der F1-Generation phänotypisch einheitliche Nachkommen hervor.
Die weisse Farbe (rosa) wird dominant vererbt und die Körpergrösse intermediär (mittelgross).

Wenn man die F1-Generation verpaart bekommt man in der F2-Generation eine phänotypische Aufspaltung.

Nun macht man die Kopplungsanalyse:

  • Alle Schweine haben 1 Chromosomenpaar, auf dem sich 1 Marker befindet. Die Large white Schweine haben rote Chromosomen &haben das Markerallel 1, die Meishanschweine haben blaue Chromosomen und das Markerallel 2.
  • Man kann nun überprüfen, ob die Markerallele mit dem Phänotyp korrelieren:
  • Das Schwarze Schwein ist homozygot für das 1er Allel und das andere schwarze Schwein homozygot für das 2er Allel. Dasselbe gilt bei den weissen Schweinen.
    -->man kann also sagen, das die Markerallele nichts mit der Farbe zu tun haben, es besteht keine Korrelation.

 

Beziehung zwischen Markerallel und Körpergrösse: Das mittelgrosse Schwein ist heterozygot, das grosse Schwein ist homozygot für 1 und das kleine Schwein ist homozygot für 2.

-->Je mehr 1er Allele die Schweine tragen, desto grösser sind sie und je mehr 2er Allele sie tragen, desto kleiner sind sie.

-->Hier erkennt man also eine Kopplung zwischen Markerallel und Phänotyp, es besteht eine Korrelation.

 

Es muss also ein Gen geben, welches die Körpergrösse beeinflusst und dieses Gen muss in der Nähe des Locus des Markerallels liegen. Mit dieser Information kann man Kandidatengene aufstellen.

 

Was ist ein autosomal semidominanter Erbgang?

+ ein Beispiel 

= intermediärer Erbgang. Mendelsche Uniformitätsregel gilt.

semidominant: Phänotyp-Mischform, 2 versch. Allele. Homozygote haben eine schwerere Ausprägung des Merkmals als heterozygote.

z.B. Canine Ektodermale Dysplasie: Homozygote sind embryonal letal. Heterozygote sind z.B. die bekannten Chinesischen Schopfhunde (gibt noch andere Rassen: Mexikanischer Nackthund, Peruanischer Nackthund)

Wie viele Tiere muss man einsetzen, damit man vernünftig kartieren kann?

a)monogen rezessives Merkmal

b)monogen dominantes Merkmal

c)komplexes Merkmal (z.B. Erbkrankheit)

a) rezessiv: 10 Fälle und 10 Kontrollen

b) dominant: 25 Fälle und 25 Kontrollen (das Signal ist nur halb so stark, da man nur 1 Allel hat und deshalb braucht man mehr Tiere)

c) Komplex: mehr als 100 Fälle und mehr als 100 Kontrollen

Étudier