Kreislauf wirksame Medikamente

Kreislauf wirksame Medikamente

Kreislauf wirksame Medikamente


C. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über kreislaufwirksame Medikamente und deren Anwendung. Sie decken Themen wie die Wirkung von Beta- und Alpha-Rezeptoren, die Behandlung von Herzinsuffizienz, Tachycardie und Vorhofflimmern sowie die Nebenwirkungen und Indikationen verschiedener Medikamente ab. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Pharmakologie und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vertraut machen möchten.
Flashcards
92
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
03.07.2021 / 19.08.2022

Lernkarten

Katecholamine

Wirkung: vermehrte Aktivität des Herzmuskels und Anstieg der Herzfrequenz. Binden sich an Oberflächenrezeptoren der Alpha und Beta Rezeptoren.

Beta 1 Rezeptoren:

Zunahme der Herzfrequenz

Zunahme der Kontraktilität des Herzmuskels

Zunahme der Vasodilatation mit Blutdruckabfall (Gegenregulation bei erhöhtem Output)

Zunahme der Rhythmusstörungen

Anstieg des myokardialen Sauerstoffverbrauchs

Beta 2 Rezeptoren

Zunahme der Herzfrequenz

Zunahme der Kontraktilität des Herzens (pos inotrop, SV besser)

Zunahme der Vasodilatation mit Blutdruckabfall (v.a. Peripherie)

Zunahme der Herzrhythmusstörung (>Beta1)

Anstieg des Myokardialen Sauerstoffverbrauchs (>Beta1)

Alpha 1 Rezeptoren

Vasikonstriktion mit Blutdruck Anstieg
intestinale und renale Perfusionsabnahme

reduziert das Schlagvolumen (wegen Afterloadanstieg)

starke Anstieg des Myokardialen Sauerstoffverbrauchs

Wie wirkt sich die Dosis auf die Katecholamine aus

Je höher die Dosis, vor allem bei Adrenalin, umso weniger gross ist die Selektivität zu den einzelnen Rezeptoren

Adrenalin Wirkung

Stimuliert Beta 2 Rezeptoren, Vasodilatation der Muskelgefässe, Anstieg der Myokardialen Kontraktilität, Sauerstoff verbrauchen Proarrhythmie nimmt stark zu, Anstieg der Herzfrequenz

Indikation für Adrenalin

Kardio-pulmonale Reanimation

allerg. Schock

Asthma bronchiale

Dosierung Adrenalin 

Dosierung

i.v. Langsam und 1:10 verdünnt in NACL 

0,5 -1 mg bei Rea

0.05-0,2mg bei Anaphylaxie

1mg=10ml

Kontraindikationen Adrenalin

Engwinkelglaukom

Hyperthyreose

Phäochromozytom

Nebenwirkung Adrenalin 

Hyperglykämie

Unruhe Tremor
Tachykardie Arrhythmie

Schweissausbrüche, Angst

Antidot Adrenalin 

Trandate (a und B Blocker)

Noradrenalin Wirkung

Wirkung:

Vasokonstriktion Haut-/Muskelgefässe und Koronarien

Blutdruck Anstieg

Sauerstoffverbrauch erhöht, Proarrhythmie erhöht Verminderung der intestinalen und renalen Durchblutung

Indikation Noradrenalin 

Septischer Schock

Hypotonie durch vasodilatative Substanzen (Anästhesie)

Dosierung Noradrenalin 

Dosis: 0.1-2 microgram/kg/min. I.v.

Dobutamin Wirkung

Wirkung: Stimulation von Beta 1 Rezeptoren und weniger von Beta 2 (im therap. Bereich nicht angesprochen)

Erhöhung der Myokardialen Kontraktilität

Sauerstoffverbrauch und Proarrhythmie nehmen zu Verbesserungder intestinalen und Renalen Durchblutung

 Senkung des pulmonal kapillären Wedge Druck und des linksventrikulären enddiastolischen Druck

Dobutamin Indikation

Indikation: Kardiogener Schock

bei gleichzeitiger Hypotonie kombiniert mit Noradrenalin, gelegentlich bei septischem Schock (vor allem wenn bei genügender Füllung, gemischt-venöse Sättigung weniger 70 % bleibt. Vorher aber immer Volumengabe)

 

Dobutamin Dosieriung

Dosis: 5-10mikrogramm/kg/min i.v.

Dopamin

Wirkung: Dosis abhängig und im Einzelfall schlecht steuerbar.
tiefe Dosis weniger als 3 µg/kg/min Simulation von Dopaminrezeptoren

mittlere Dosis 3-10 µg/kg/min Stimulation von Dopaminrezeptoren und Beta1 Rezeptoren

hohe Dosis mehr als 10 µg/kg/min Stimulation von Dopaminrezeptoren und Alpha und Beta Rezeptoren Indikation: heute kaum noch gebraucht

Isoproterenol (Isuprel) Wirkung 

Wirkung: sympathomimetisches Amin

vor allem nicht selektiver Beta Rezeptor Agonist

Kardiopulmonale Wirkung durch Relaxation der Bronchialmuskulatur und pos. Inotrop, chronotrop, bathmotrop und dromotrop. Dilatation an Gefässen und Diastol. BD Senkung. Syst. BD leicht ansteigend. Tokolyse am Uterus. Hemmt Freisetzung von Mediatorsubstanz bei allerg. Reaktion (z.B. Histamin)

Isoproterenol (Isuprel) Indikation 

Indikation 

Sinusbradycardie

SA Block

AV Block 

Bronchospasmus

Isoproterenol Dosierung 

i.v. 1:10 verdünnt mit NaCl

davon 1-3 ml = 0.02-0.06 mg

Isoproterenol Isoprenalin Kontraindikationen

Akuter Myokardinfarkt

Digitalis-Intoxikation

Engwinkelglaukom

Hyperthyreose

Phäochromozytom

Isoproterenol Isoprenalin Nebenwirkung 

NW: Hyperglykämie Kopfschmerzen Unruhe Tremor Tachykardien Arrhythmien Schweissausbrüche Angst

Milrinon Wirkung

Phosphodiesterasehemmer und führt zu einer Hemmung des cAMP Abbaus. Dadurch wirkt das Katecholamin an Rezeptor länger.
Somit unterstützt der PDEH die Steigerung der Myokardialen Kontraktilität, die Vasodilatation und ist ebenfalls Proarrhythmie förderlich

Die Wirkungen auf Herzkraft und Gefäße entsprechen etwa dem Dobutamin (Inotropie-Steigerung und Vasodilatation). Die Steigerung der Herzfrequenz ist im allgemeinen weniger ausgeprägt als bei Katecholaminen.  
Eine weitere wichtige Wirkung ist die Minderung einer Relaxationsstörung des Myokard

 

Milrinon Dosierung

Dosierung: 0.375 - 0.75 Mikrogramm/kg/min i.v.

Milrinon Indikation 

Indikation: gelegentlich bei sehr schwerer Herzinsuffizienz mit Schock

Nitrate Wirkung 

Wirkung:

Vasodilatation auf der venösen Seite mit Senkung des Preloads

Vasodilatation auf der arteriellen Seite bei den Koronarien

Cave: Nierenversagen oder Indifferenz, da Autoregulation ausser Kraft gesetzt wird durch Medi - nephrotoxische Wirkung)

Nitro Indikation 

Nitroglycerin, Nitroderm, Perlingant

Indikation:

Schwere Herzinsuffizienz

Lungenödem

akutes Koronarsyndrom

Angina pectoris

Nitroprussid Wirkung 

Wirkung 

Starke arterielle Vasodilatation via Freisetzung von Stickstoff somit der stärkste Blutdrucksenker

kurze Halbwertszeit und gut steuerbar

Nitroprussid Indikation 

Indikation 

Schwere Herzinsuffizienz nach hämodynamischer Stabilisierung

hypertensive Krise

Nitroprussid Nebenwirkung 

NW: Cyanidintoxikation mit Laktazidose bei längerdauernder Anwendung (mehr als 48-72 Stunden oder bei hoher Dosis mehr 3 g/kg/Minute)

Symptome: Übelkeit, Verwirrtheit, Krampfanfälle, psychotische Veränderung

Trandate (Labetolol) Wirkung

Wirkung: Alpha und Beta Rezeptoren ansprechend somit Vasodilatation und Reduktion der Inotropie und dadurch Abnahme der Wandspannung in der Aorta

Trandate Indikation 

Indikation: 

Blutdrucksenkung bei Aortendissektion Blutdrucksenkung bei der Eklampsie (keine Nebenwirkungen auf den Fötus)

ACE Hemmer/ATll Hemmer Wirkung

Wirkung

RAAS beeinflussend bei der Umwandlung von Angiotensin l zu Angiotensin ll.

ACE Hemmer Indikation 

Indikation 

Blutdrucksenkung

akute und chronische Herzinsuffizienz

schwere Mitralinsuffizienz

ACE Hemmer Medis

Catopril (Lopirin)

Enalapril (Reniten)

Quinapril (Accupro)

Ramipril (Vesdil)

lisinopril (Zestril)

Perindopril (Coversum)

Trandolapril (Gopten)

Antiarrhthmika Kl l

Kl l

Na-Kanalblocker

Verändern das Aktionspotenzial in dem es verbreitet, verkürzt oder unverändert bleibt. Schmale therapeutische Breite. Bis auf Flecainid bei Vorhofflimmern meist nicht mehr angewandt.

Antiarrhythmika Kl ll 

Betablocker

Sympathikolytisch, wirkt auf Schrittmacherzelle und setzt die Erregung herunter

Bisoprolol, Atenolol, Metoprolol

Antiarrhytmika Kl lll

K-Kanalblocker

Aktionspotential verlängert und Herzfrequenz heruntergeregelt 

Amiodarone, Ibutilid/Dofetilid

(Sotalol: zwischen Betablocker und Amiodaron, gefährlich)

Antiarrhythmika Kl lV

 

Kl lV

Ca-Kanalblocker blockieren die Ca Kanäle.

Der Spannungsabhängige Einstrom von Kalzium durch die Kalzium-Kanäle wird blockiert. Dies selektiv auf die kardiovaskulären, beziehungsweise glatte Muskulatur

die den Einstrom von Calcium-Ionen ins Innere der Muskelzelle verringern. Dadurch wird die Kontraktilität der glatten Gefäßmuskelzellen von peripheren Arterien und Koronararterien herabgesetzt, was die Blutgefäße erweitert, die calciumabhängige Energiebereitstellung für die Kontraktion des Herzmuskels verringert und die Automatie des Sinusknotens und der Erregungsleitung im AV-Knoten hemmt.[1]

Verapamil, Diltiazem

Study