Verdauung Kleintiere
Medizin
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Wie wird die Magenentleerung beeinflusst?
- Entleehrungszeit: Flüssigkeit > verdaubare Festbestandteile > unverdauliche Bestandteile
- Beeinflusst durch:
- Temperatur (Körpertemperatur am schnellsten)
- Volumen (je mehr Flüssigkeit desto schneller)
- Zusammensetzung (KH>Proteine>Fett)
- Osmolarität (je grösser desto langsamer)
Welche Funktion hat die Salzsäure?
- Inaktive Enzymvorstufen (Pepsinogene) in aktive Enzyme (Pepsine)
- Optimaler pH für diese Enzyme
- Proteindenaturierung
- Abtöten von Pathogenen
Wie schützt sich der Magen vor der Magensäure und wie lautet der Oberbegriff für diese Mechanismen?
‚Gastric mucosal barrier‘
- Dichter Zellverband
- Rasche Zellerneuerung
- Bikarbonatreicher Schleim (dicke Schicht auf Magen-SH, der die Magensäure puffert)
- Blutversorgung
- Lokale Prostaglandinsynthese
- Reduktion der HCl Produktion
- Stimulation Produktion von Mukus und HCO-
- Stimulation von Blutfluss und Zellerneuerung
- CAVE: Hemmung durch bestimmte Medis
Welche Ursachen kann eine Magenerosion/-ulzeration haben?
Ursachen: Schädigung der ‚gastric mucosal barrier‘ durch
- Medikamente
- NSAID (Inhibition of «friendly prostaglandins» PGE2)
- Glukokortikoide
- Hyperazidität: Mastzelltumor oder Gastrinom
- Neoplasie (Leiomyom, Adenokarzinom, Lymphom)
- Gastritis
- Risikofaktoren
- Lokale Hypoperfusion, Schock, Sepsis
- Nieren- oder Leberinsuffizienz
- Addison (Hypoadrenokortizismus)
- Hypotension
- Stress, Spinal surgery, exercise (Schlittenhunde)
Therapie Magenulzeration
- Noxe absetzen
- Infusion, evt. Bluttransfusion
- Fasten 24h (kommt auf Patient darauf an)
- Medis
- Unterdrückung der Magensäurebildung
- Schleimhautschutz
- Evt. Prostaglandinanaloga
- Falls nötig: Antiemetika, Antibiotika, Analgesie (wenn Ulkus am durchbrechen ist)
Nenne die drei Typen von Medis, welche die Magenschleimhaut schützen und je ein Beispiel.
- Unterdrückung der Magensäurebildung: Ranitidin, Famotidin, Omeprazol (eigenes Kärtli)
- Schleimhautschutz: Sucralfat (bedeckt SH; CAVE: Absorption anderer Medis)
- Prostaglandinanaloga: Misoprostol (Indikation: NSAID induzierte Ulzerationen, Abortgefahr, Durchfall)
Symptome Magenerkrankungen
- Erbrechen
- Hämatemesis
- Magenblähung, Tympanie
- Abdominalschmerz, Gebetsstellung
- Melena
- Symptome von Primärerkrankungen
- Leber (Ikterus), Niere (PU/PD)
- Anorexie, Hypersalivation, Dehydratation
Akute Gastritis:
- Bedeutung
- Symptome
- Klinik
- Ursachen
- Diagnostik
- Therapie
- Akute Entzündung der Magenschleimhaut (sehr häufig)
- Symptome: meist Erbrechen (v.a nach Futter)
- Klinische Untersuchung meist unauffällig
- Häufigste Ursachen:
- Verdorbenes Futter, Intoleranz, Allergie
- Fremdkörper (Knochen, Spielzeug, Haarballen)
- Toxine (NSAID, Antibiotika, Pflanzen..)
- Systemische Krankheiten (Urämie, Lebererkrankung, Addison, Pankreatitis)
- Infection (bacterial, viral ?)
- Je schwerer der Verlauf, je kränker das Tier, desto umfangreicher die Aufarbeitung
- Ausschluss Ileus (Röntgen)
- Akute Gastritis bleibt meist eine Verdachtsdiagnose
- Symptomatische Therapie
- Ursache/Medikamente absetzen
- Fasten 12-36h
- Anfüttern:
- kleine Mengen mehrmals täglich
- hochverdaulich, fettarm
- Hemmung der Magensäureproduktion
- Infusion, Antiemetika vermeiden
- Prognose: meist günstig, schnelle Erhohlung
Chronische Gastritis
- Bedeutung
- Klassifizierung, häufigste Form
- Ursachen
- Therapie
- Chronische Entzündung der Magenschleimhaut (>3 Wochen)
- Klassifizierung anhand des zellulären Infiltrats
- Häufigste Form: lymphoplasmazelluläre Gastritis mit lymphoider follikulärer Hyperplasie
- Ursachen
- Oft nicht identifizierbar
- Futtermittelintoleranz/-allergie
- Fremdkörper
- Toxine, Medikamente, Nephro- und Hepatopathie
- Parasitär:
- Physalloptera spp. (Hund/Katze)
- Ollulanus tricuspis (Katze)
- Bakteriell:
- Helicobacter? Kein klarer Zusammenhang zw. Helicobacter und chronischer Gastritis bei Hd und Ktz
- Wenn keine Ursache gefunden wird und eine Endoskopie und Biopsie durchgeführt
- Therapie
- je nach Ursache
- symptomatisch
- Entwurmung (Fenbendazol)
- Diät: leichtverdaulich (fettarm, hochwertige Proteine) bis hypoallergen
- Helicobacter:
- Therapie nur bei symptomatischen Tieren mit Biopsiebestätigung der Infektion und Gastritis
- 2 Wochen: Metronidazol & Amoxicillin-Clavulansäure & Omeprazol (oder Bismuth Subsalicylat)
- Idiopathisch: immun-modulatorische Therapie (Steroide
Wie kann eine verzögerte Magenentleerung zustande kommen?
Diagnostik und Therapie?
verzögerte Magenentleerung: Erbrechen von Futter 10-16 Stunden nach der Futteraufnahme, Futter verweilt lange im Magen
- Obstruktion des Magenausganges (intra- oder extramurale Kompression; mechanisch)
- Kongenitale Pylorusstenose
- Fremdkörper
- Pylorushypertrophie
- brachycephale Rassen: hypertrophe Pylorogastropathie
- Granulom, Polyp, Neoplasie
- Motilitätsstörung (funktionell)
- Gastritis, Peritonitis, Pankreatitis
- Metabolisch: ↓K, ↓Ca, Addison
- Trauma, Schmerz, Stress, Dysautonomie, Chirurgie
- Magenüberdehnung
- Medikamente: Anticholinergika (Metoclopromid), Opiate
- Bilious vomiting syndrome
- vermutete Motilitätsstörung charakterisiert durch duodenalen Reflux
- frühes morgendliches Erbrechen
- Tx: letzte Fütterung möglichst spät abends, +/- Metoclopramid
- Diagnose mit Ultraschall, Röntgen, (Bariumstudie), (Szintigraphie)
- Therapie
- Ursache beheben
- Diät
- Protein- und fettarm
- kleine Mengen, flüssig
- Nicht-obstruktive Motilitätsstörungen
- Prokinetika: Metoclopramid, Cisaprid, (Ranitidin, Erythromycin)
- Obstruktiv: Prokinetika kontraindiziert, evt. Chirurgie
Welche Neoplasien kommen im Magen vor?
- Benigne
- Leiomyom *
- Polypen (selten)
- Maligne
- Adenokarzinom (häufig beim Hund)
- Kleine Kurvatur oder Antrum/Pylorus
- Metastasiert häufig in reg. Lnn und Leber
- Lymphom
- Leiomyosarkom *
- Relativ gute Prognose wenn reserzierbar auch wenn Metastasen vorhanden, da langsam wachsend
- Adenokarzinom (häufig beim Hund)
- Chronisches Erbrechen, Inappetenz, Gewichtsverlust
- Diagnose mittels Histopathologie (Biopsie)
- Chirurgische Resektion (Ausnahme Lymphom)
* Paraneoplastisch: Hypoglykämie, ILGF erhöht
Was ist die Hauptfunktion der Belegzellen im Magen?
Welches der folgenden Medikamente sind Antiemetika?
Omeprazol: Hemmung Protonenpumpe; Sucralfat: Schleimhautschutz
Welches Antiemetikum kann man als Dauertropfinfusion verwenden?
Was geschieht im Bezug auf die Physiologie im
- Dünndarm
- Dickdarm
- Dünndarm
- Digestion (Verdauungsenzyme, Gallensäuren)
- Absorption (einfache KH, AS, FS; Folat, Cobalamin)
- Glutamin (aus Futter) Energielieferant für Enterozyten
- Dickdarm
- Absorption von Wasser (90%) und Elektrolyten
- Schleimproduktion
- Kotspeicher
- Defäkation
- Butyrat von Kolonbakterien wichtiger Energielieferant
Definition Durchfall
- Definition: ↑ Flüssigkeitsgehalt (breiig, flüssig), ↑ Kotvolumen, ↑ Frequenz Kotabsatz
- Symptom, keine Diagnose! (häufig bei gastrointestinalen Problemen)
Wie klassifiziert man Durchfall?
- Akut vs Chronisch
- Anatomisch
- Intestinal (Dünndarm oder Dickdarm)
- Extraintestinal
- Aetiologisch
- Bakteriel, viral, parasitisch, fungal
- Futterbedingt
- Idiopathisch
- Pathophysiologisch
- Allergie
- Entzündung
- Neoplasie
- Biochemisch
- Mechanistisch
- Osmotisch
- Sekretorisch
- Exsudativ
- Störung der Motilität
Was sind die Folgen von Durchfall?
- Verlust von Wasser (→ Dehydratation) und Elektrolyten (v.a. K+)
- Störung des Säure-Basen-Haushalt
- Reduzierte Aufnahme von Nährstoffen (Malabsorption)
- Verlust von Proteinen (Albumin und Globulin) → Hypoalbuminämie
Ein Durchfall kann gastrointestinale und metabolische (=extraintestinal) Ursachen haben. Nenne jeweils einige Beispiele.
- Gastrointestinale Ursachen
- Diätetisch
- Infektiös
- Parasitär: Nematoden, Giardia, Coccidien (v.a. Welpen)
- Bakterien (Campylobacter, Salmonella, Clostridium, E. coli)
- Viren (Parvovirus, Coronavirus, FeLV/FIV)
- Intoxikationen
- Acutes haemorrhagisches Durchfall Syndrom (AHDS)
- Metabolisch (extraintestinal)
- Pankreatitis
- Leberprobleme
- Nierenprobleme
- Hypoadrenokortizismus
- Stress, Angst, Aufregung
- Medikamente
Beurteilung des Durchfallpatienten
Basiert auf Signalement, Anamnese und guter klinischen Untersuchung
- mild und selbstlimitierend (bis 7-14 Tage): Minimale Diagnostik, symptomatische Therapie
- lebensbedrohlich: Weiterführende Diagnostik und Therapie
- Wie therapiert man eine milde Durchfallerkrankung mit gutem AZ?
- Wann sind weitere Abklärungen angebracht?
- Was wäre die weiterführende Diagnostik?
- Entwurmung +/- Kotuntersuchung
- 3x je nativ und Zinksulfat (Giardia) ???
- Kein Futterentzug «Feed through diarrhoea»
- Temporärer Diätwechsel: leichtverdaulich, fettarm, mehrmals kleine Mengen (Reis, Hüttenkäse, Quark, Poulet gekocht)
- Weitere Abklärungen bei
- Fehlendes Ansprechen auf Therapie
- Reduzierter Allgemeinzustand
- Palpierbare Masse/Verdickung/Invagination
- Fieber
- Abdominalschmerzen
- Dehydratation (Hautfate, SH klebrig)
- Meläna, Hämatochezie, Hämatemesis
- Zusätzliches häufiges Erbrechen
- Systemische Probleme
- Chronischer Durchfall
- Weiterführende Diagnostik
- Blut (Status/Diff/Chemieprofil)
- Parasitologie Kot (nativ, Zinksulfat)
- ((Bakteriologie Kot))
- Parvovirose Schnelltest oder PCR vom Kot (Isolation)
- Urinanalyse
- Totales T4 (Schilddrüsenüberfunktion), FeLV/FIV (Katze)
- Evt. Gerinnungsstatus bei stark blutigem DF
- Ultraschall (sensitiver), Röntgen
Welche Therapie ist bei Durchfall angezeigt?
- Ursache beheben, falls bekannt
- Symptomatisch
- Flüssigkeitstherapie falls nötig (po, sc, iv)
- Berechnung separates Kärtli
- Futter
- Leichtverdaulich, fettarm
- Mehrmals kleine Mengen
- Danach graduell zurück zum Normalfutter
- Flüssigkeitstherapie falls nötig (po, sc, iv)
Wie berechnet man die Flüssigkeitstherapie bei einem Durchfallpateinten?
Defizit: Körpergewicht (kg) x Dehydratation (dezimal z.B. 0.05 für 5%) = Defizit in Liter
+ Erhaltung ca 2ml/kg/h
+ Weitere Verluste
Ist Antibiotika bei Durchfall sinnvoll oder nicht?
- Zerstören normale Darmflora → Mehr schädlich als nützlich
- Antibiotika bei Durchfall nicht indiziert, ausser bei:
- Bestätigter bakterieller Infektion
- Verdacht auf Sepsis/bakterielle Translokation
- Fieber oder Hypothermie
- Leuko-/Neutropenie; Linksverschiebung
- Parvovirose (geschwächtes Immunsystem aufgrund Leukopenie)
Welche Möglichkeiten zur Therapie gibt es bei Durchfall (neben der symptomatischen) auch noch?
- Aktivkohle bei Intoxikation (Enterogelan)
- Styptika/Adsorbents
- Johannisbrotstärke, Kaolin, Pektin
- Mg-, Al-, Bariumhaltige Bindemittel
- Bismut: bindet Toxine, antibakteriell, verfärbt Kot schwarz, röntgendicht
- Schwierig zu sagen, ob Verlauf bessert. Kot ist aber weniger dünn
- Diätergänzungsfuttermittel
- Probiotika: lebende ‚protektive‘ Bakterien Enterococcus faecium
- Prebiotika: Substrate zur Förderung der protektiven Darmflora (Laktulose, Inulin, Lactoferrin, Fructooligosaccharid)
- Synbiotika: Kombination Probiotika & Prebiotika
- Opiate: Wirken hemmend auf Plexus myentericus (→ weniger DF, aber z.B. Bakt können sich mehr vermehren, Toxine bleiben länger drin)
- Loperamid (Imodium®) beim Hund
- Nicht als Langzeitlösung!
- Kontraindikation
- Collie-artige Hunde (MDR-1 Defizienz)
- Bakterieller Durchfall
- Endotoxin-induzierter Durchfall
- Stenose im GIT
Erkläre kurz inwiefern
- die Diät
- Medikamente
- Toxine (Bsp. Ca-Oxalat)
Durchfall auslösen können
- Diät (sehr häufig)
- Abrupter Futterwechsel
- Verdorbenes Futter
- Zu viel oder ungewohntes Futter
- Medikamente: NSAID, Antibiotika...
- Toxine: Insektizide, Dünger, Pflanzen... https://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/toxsyqry.htm
- Bsp: Ca-Oxalat haltige Pflanzen (‘Schweigohr‘ Dieffenbachia Blattfahne‘ Spathiphyllum floribundum)
- Sehr schleimhautreizend
- Speicheln, Erbrechen, Durchfall
- Schwellung der oralen Mucosa
- in grossen Mengen nephrotoxisch
- Bsp: Ca-Oxalat haltige Pflanzen (‘Schweigohr‘ Dieffenbachia Blattfahne‘ Spathiphyllum floribundum)
- Fast immer selbstlimitierend!
Was ist das AHDS?
Allgemeines? Histopathologie? Ursache? Therapie?
Akutes hämorrhagisches Diarrhösyndrom
- Perakut bis akute Hämatemesis und Hämatochezie
- Oft Hämokonzentration (Hkt ≥60%)
- TP kann erhöht oder normal sein (hgr Flüssigkeits- und Proteinverlust in den Darm)
- Hunde kleiner Rassen
- Histopathologie
- Oberflächliche hämorrhagische Nekrose der Darmschleimhaut (Dünndarm und Dickdarm), keine Entzündung
- Keine Läsionen im Magen
- Ursache unklar
- Clostridium perfringens overgrowth, Enterotoxin (cause or consequence?)
- Typ I Hypersensitivitätsreaktion?
- Therapie
- Aggressive Flüssigkeitstherapie
- Keine Antibiose ausser Sepsiskriterien erfüllt (starke Linksverschiebung, Leukozytose, sprechen nicht an auf Flüssigkeitstherapie, …)
- Symptomatische Therapie (Maropitant, Metoclopramid (=prokinetisch, antiemetisch))
- Magenschutz (Sucralfat, Omeprazol, Ranitidin)
- Prognose: gut bei adäquater Therapie
Canine Parvovirose.
- welches Virus? Virulenz?
- Ansteckung?
- Welche Tiere sind betroffen?
- Pathophysiologie?
- Canines Parvovirus Typ 2 (CPV-2) (kann auch bei Ktz vorkommen: feline Parvovirose)
- Hoch kontagiös (massive Ausscheidung im Kot bis 10d nach Krankheit), stabil und infektiös in Umwelt während Monaten
- Ansteckung faecal-oral
- Besonders anfällig: Welpen 6 Wo - 6 Mte
- maternale Ak ↓ (6. -14. Wo)
- eigene Ak ↓ (1. Impfung ab 8 Wo)
- Pathophysiologie
- Teilt sich in sich schnell teilenden Zellen:
- Kryptzellen im Darm → Kryptnekrose, zerstörte‘mucosal barrier‘
- Knochenmark → (Pan)-Neutropenie
- Lymphoide Gewebe → Depletion
- Infektion in utero oder unmittelbar nach Geburt: Myokarditis à Tod, oft auch ohne Diagnosestellung
- Ungeimpfte Mutterhündin
- Crowding
- Coinfektionen
- oft ‘‘Importwelpen‘‘
Canine Parvovirose
- Klinik
- Diagnose
- Klinik
- 4-7 Tage post Infektion
- Fieber, schlechter AZ
- Blutiger Durchfall, Vomitus
- Unbehandelt häufig fatal…
- Dehydratation, Elektrolytverschiebungen
- Hypoglykämie
- Immunossupprimiert
- DIC, endotoxischer Schock, Sepsis, Invagination
- Diagnose
- Signalement, Anamnese & Klinik
- Nachweis CPV-2 Virus Antigen im Kot (Snap-ELISA oder PCR)
- Höchste Sensitivität 10-12 Tage nach Infektion
- Falsch-positive Titer möglich kurz nach der Impfung
- Labor
- Panleukopenie (Neutropenie & Lymphopenie) (starkes Indiz für Parvovirose zus. mit Durchfall)
- K+↓, Glucose↓, Panhypoproteinämie
- prärenale Azotämie, erhöhte Leberenzyme
Canines Parvovirus
- Therapie
- Prognose/Prävention
- Therapie
- Absonderung! Intensivpatient!
- unterstützend und symptomatisch
- Kristalloide Infusion (K+ und Glucose substituiert)
- Evt. Kolloide, Plasma oder Bluttransfusion
- Antibiotika (Bakterientranslokation!)
- Kombination: Amoxicillin (gram+), Metronidazol (Anerobier), Gentamycin/Fluoroquinolon (gram-)
- Gestörte Darmbarriere, die Bakterien, die normalerweise vorhanden sind, können dann in die Blutbahn einwandern (bakterielle Translokation) und dann eine Sepsis zu verursachen à Darmflora möglichst niedrig halten
- Die Tiere sind lymphopenisch/neutropenisch und haben eine verringerte Immunantwort, wodurch sie anfälliger sind für bakterielle Komplikationen
- Antiemetika
- Ernährung
- evt. Glutamin po
- evt. nasogastrische Sonde bei Reflux
- Prognose und Prävention
- Bei intensiver Therapie überleben 80-90% der Welpen
- Achtung Ausscheidungszeit! Welpenschule x 2 Wo
- Adäquate Desinfektion: Natriumhypochlorit
- Impfung CPV-2
Coronavirus und Staupevirus beim Hund
- Coronavirus
- Mildere Klinik als Parvo
- Meistens sublinisch
- faecal-orale Uebertragung
- Tierheime, Laborhunde, Crowding
- Staupevirus
- Respiratorische und neurologische Symptome im Vordergrund
- Breiig-wässriger Durchfall
Welche Viruserkrankungen lösen bei der Katze Durchfall aus?
Erläutere jeweils die wichtigsten Punkte.
- Felines Parvovirus (= Panleukopenie)
- Hoch kontagiös
- Massiver Durchfall
- Mortalität bei Welpen 50-90%
- Panleukopenie
- In utero/ perinatal: cerebelläre Hypoplasie
- Parvo-Snap Test (ELISA) vom Hund geht
- Impfung wichtig! (Calicivirus, Rhinotracheitisvirus, Panleukopenie)
- FeLV
- Sehr vielfältige Krankheitsmanifestation
- GI: mögliche fatale perakute Enterocolitis und lymphozytäre Ileitis
- FIV
- 10-20% chronische granulomatöse Enteritiden
- 2° und opportunistische Infektionen FeLV/FIV Status überprüfen!
- Felines enterales Coronavirus (FECV)
- Ubiquitär in der Katzenpopulation
- Klinik v.a. bei Welpen: Durchfall +/- Gewichtsverlust
- Adulte Katze meist subklinisch, FECV-Ausscheider
- FECV können zu felinen infektiösen Peritonitis Viren (FIPV) mutieren. FIP selber macht selten GI-Symptome