MM8 - Kurs 3
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Lernkarten
Was st das Ziel der Kriminalpsychologischen IST-Stand Diagnose?
die längsschnittliche Veränderungsdiagnostik der kriminogenen Risiko- und Schutzfaktoren durch eine
aktuelle querschnittliche Diagnose zu ergänzen, um im Licht der „individuellen Entwicklungstheorie“ den Stand des
bislang Erreichten zu erkunden und verbleibende (Rest-)Risikopotenziale auszuloten. Es handelt sich dabei um eine
klassische psychodiagnostische Querschnittsdiagnostik
Welche Überlegunen sollte ein Gutachter bei der Projektion in die Zukunft bei einer idiographischen Kriminalprognose aufstellen?
im Einzelnen prüfen, ob und welche Restriktionen
angezeigt sind, ob und welche Kontrollen erforderlich sind und ob konkreter Hilfebedarf zur Unterstützung des
Probanden besteht
Was ist eine "positive" Prognoseentscheidung?
Es wird mit einem Rückfall gerechnet
Wie ist der Fachbegriff für folgenden Umstand:
im Einzelnen prüfen, ob und welche Restriktionen angezeigt sind, ob und welche Kontrollen erforderlich sind und ob konkreter Hilfebedarf zur Unterstützung des Probanden besteht
Postmurales Risikomanagement
Aus welchen SChritten ist das Prozessmodell der Urteilsbildung idiografischer Rückfall- und Gefährlichkeitsprognosen (Dahle) aufgebaut?
1. Rekonstruktion der Biographie und strafrechtlichen Vorgeschichte, Tathergangsanalysen
2. Analyse der relevanten Verhaltensmuster seit der letzten Tat
3. Aktuelle Querschnittsdiagnostik personaler Risiko- und Schutzfaktoren
4. ANalyse des Entlassungsumfeldes und der Perspektiven zukünftiger Lebensgestaltung
Wie werden idiographische Prognosen noch bezeichnet?
Klinische Prognosen
Empirische Evidenz sind gesicherten Erfahrungen, die man
bislang mit der Rückfälligkeit von Tätern und mit Tat- oder Tätermerkmalen, die die Rückfallwahrscheinlichkeit
systematisch beeinflussen, gesammelt hat
Was wird hier beschrieben? Wähle aus:
nomothetisches Wissenschaftsmodell
ideographisches Wissenschaftsmodell
klinische Prognose
Statistische Prognose
Statistische Prognose
nomothetisches Wissenschaftsmodell
Was ist die Basisrate im Kontext der Kriminalprognose?
Anteil der Merkmalsträger innerhalb einer Population z.B. Personen unter den Straffälligen, die
rückfällig werden, in dem bestimmten Zeitraum und Kontext
Was ist die Selektionsrate im Kontext der Kriminalprognose?
Anteil aus der interessierenden Population, die als positiv eingeschätzt wer-den (z.B.: Rückfall
wird erwartet: Straftäter:innen, bleiben im Vollzug). (RP/FP)/n
Was ist die Trefferrate im Kontext der Kriminalprognose?
Anteil insgesamt, mit der Prognosemethode korrekt eingeschätzte Fälle (Rp+RN)/n
Was ist die Sensitivität im Kontext der Kriminalprognose?
Anzahl der korrekt identifizierten Rückfälligen, anhand den tatsächlich Rückfälligen ((RP/(RP-FP))
Was ist die Spezifität im kontext der Kriminalprognose?
nteil der korrekt als nicht rückfällig eingeschätzten fälle, an den tatsächlich nicht rückfälligen
(RN/(RN+FP))
Was ist der positive Prädiktionswert im Kontext der Kriminalprognose?
Anteil der richtig tatsächlich rückfälligen, an allen positiv rückfällig eingeschätzten Fällen. Dieser Wert soll möglichst hoch sein. Antwort auf die Frage, wie wahrscheinlich es ist, rückfällig zu werden.
Was ist der Positive Likelihood Quotient im Kontext von Kriminalprognosen?
Bedingte Rückfallwahrscheinlichkeit in Bezug zur Basisrate oder
relatives Maß für Rückfallneigung in Relation zum allgemeinen Rückfallrisiko.
Welche Prinzipien gibt es beim Risk‐Needs‐Responsivity‐(RNR)‐Prinzip nach Andrews und Bonta?
- Risk Principle
- Need Principle
- Responsivity Principle
- Integrity
Was ist das Risk Principle?
Intensität der Behandlung nach ind. Rückfallrisiko
Was ist das Need Principle?
Schwerpunkt der Behandlung liegt auf der Veränderung kriminogener Risikofaktoren
Was ist das Responsivity Principle?
Auswahl verhaltensnaher, problemorientierter Behandlungsmethoden
Was ist das Integrity Principle?
Konzepttreue Umsetzung der Behandlung
Wasist eine integrative Kriminalprognose?
nutzt die idiographische und nomothetische Prognose und prüft, ob diese übereinstimmen
Welche Risikoprognoseinstrumente erlauben genauere Vorhersagen?
strukturiert-mechanische/aktuarische Risikoprognoseinstrumente erlauben genauere Vorhersagen von Gewaltdelikten
als intuitive klinische Einschätzungen
Wie ergibt sich die Einteilung in ein «erhöhtes», «geringeres» oder «durchschnittliches» Risiko, rückfällig zu werden?
Aktuarisch ermittelte Rückfallwahrscheinlichkeiten in Relation zur Basisrate (für diesen Deliktsbereich) setzen
Sind reine Prognosechecklisten eher idiographsich oder nomothetisch/aktuarisch?
gehören zur ideografischen Herangehensweise (trotz ihrer Ähnlichkeit zu aktuarischen
Prognoseinstrumenten) da diese nicht zu einem Prognoseinstrument weiterentwickelt wurden, beinhalten keine
Operationalisierung für die reliable Erfassung der Merkmale und liefern keinen „Prognosescore“ und/oder eine
Einschätzung der Rückfallrisiken.