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Flashcards 46 Flashcards
Students 7 Students
Language Deutsch
Level University
Created / Updated 07.06.2021 / 28.08.2021
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Risikomodelle dissozialen Verhaltens

- Kumulation bio-psycho-sozialer Risikofaktoren
- Modell des integrierten kognitiv-dissozialen Potentials
- Die praktische Leistungsfähigkeit ergibt sich aus der Vorhersagekraft (Prognose) und Aussagen über Prävention
und Intervention!

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Anomietheorie  "Anomie" nach Durkheim

Verbrechen sei eine normal Erscheinung, da durch das Überschreiten von Norm, diese erst
gewahr wird.
soziale Desorganisation im Zusammenhang mit der frühindustriellen Arbeitsteilung, Verbrechen als eine normale
Erscheinung

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Anomietheorie . Anomie nach Merton

 Anomie entsthet, wenn kulturelle Ziele und die (sozialstrukturell bestimmte) Verteilung legitimer Mittel zur

Zielerreichung auseinanderklaffen.

Kritik: Theorie rein deskriptiv und geringe Vorhersagekraft.

Anomie entsteht durch die Diskrepanz zwischen kulturellen Zielen und den sozialstrukturell greifbaren Ressourcen zur
Zielerreichung
Dieser Druck (Strain) führt bei Individuen zu einer Desorientierung und erfordert eine Anpassungsleistung

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Anomietheorie - Pro und Kontra

Kontra: rein deskriptiv, kaum Vorhersagen möglich, unklare Definitionen
Pro: Integration der Kriminalität in den Normbereich, Motivationale Erklärungsgrundlage für kriminelles Verhalten

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien

Techniken der Neutralisierung

Delinquenten erfahren nach dem Verbrechen negative Affekte (schlechtes Gewissen), die Norm muss demnach
internalisiert sein. Um das dV aufrechtzuerhalten, werden Techniken der Neutralisierung (Rationalisierung, Schutz vor
Selbstvorwürfen) eingesetzt.
Ablehnung d. Verantwortung
Verneinung des Unrechts
Abwertung d. Opfers
Verdammung der Verdammenden
Berufung auf höhere Instanzen
Verteidigung der Notwendigkeit
Metapher des Hauptbuches
Euphemistischer Sprachgebrauch

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien

Techniken der Neutralisierung - Kritik

Kritik:
Keine Angabe darüber, wie Umwelt beschaffen sein muss, um Neutralisierungen zu verinnerlichen; Zshng.
Soziostrukturell und psychologisch unklar, Empirische Trennung der Techniken nicht nachgewiesen; keine Aussage über
notwendige Stärke der Technik


Pro: zeigt häufige Argumentationsmuster dissozialer Personen und ist guter Ansatzpunkt für Prävention und
Intervention.

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien

Labeling Approach

dV ist das Ergebnis von Zuschreibungsprozessen der sozialen Umwelt. Diese generiert nämlich Normen und diese soziale
Reaktion auf einen Normbruch führt erst zu der Zuschreibung, dass Verhalten dissozial oder deviant ist. Die daraus
folgende Etikettierung als „Normabweichler“ und das Verhalten der Umwelt auf diesen Mensch im Sinne von
Stigmatisierung, führt zur Übernahme in das Selbstbild (Schläger, Krimineller) und zu weiteren Normabweichenden
Verhalten.

 

Primäre Devianz: erstes, willkürliches Verhalten (auf das dann Sanktionen folgen)
Sekundäre Devianz: Durch Sanktionen verstärktes deviantes Verhalten

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Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien

Labeling Approach - Kritik

Kritik:
Für Prävention nicht nutzbar, da theoretisch zwar denkbar, aber praktisch nicht realisierbar! Keine Aussage darüber was
man statt Definitionen oder Etikettierung anwenden sollte, empirisch inkonsistent, keine Aussage darüber, welche
situativen Bedingung Labeling beeinflussen.

Aber: Beziehung zwischen Labeling und Devianz wird über den Zugang- und Teilhabechancen vermittelt (Schule, Beruf)
und weite Verbreitung des Konzepts, dass Etikettierung zu Verfestigung führt.

Pro und Kontra der Labelin-Approach
Kontra: Unvollständige Erklärung der primären Devianz, unklare Definitionen von Stigma(tisierung)
Pro: Hinweise auf die gesellschaftliche Reaktivität, Machtungleichheit in dem Zuschreibungsprozess