Pharmakologie Rettungsdienst

Medikamente für den Rettungsdienst

Medikamente für den Rettungsdienst


L. M.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Pharmakologie im Rettungsdienst und richten sich an Fachpersonal. Sie behandeln Medikamente wie Aktivkohle, Flumanezil und Naloxon, deren Wirkungen, Dosierungen und Anwendungen bei Notfällen. Themen wie Rezeptorblockaden, Wirkungsdauern und Nebenwirkungen werden detailliert erklärt, um eine sichere und effektive Behandlung zu gewährleisten.
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Allemand
Catégorie
Médecine
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Autres
Créé / Mis à jour
02.06.2021 / 22.10.2021

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Fentanyl®

Funktion/Wirkung

Mü-Agonist welcher (ca. 200x stärker als Morphium), Opioid-Analgetikum, kann in der Neuroleptanalgesie eingesetzt werden, Besitzt keinen Ceiling-Effekt.

Indikation

Stärkste Schmerzen, Narkoseeinleitung und -erhaltung

Kontraindikation

Unverträglichkeit, Asthma (Tonusverlust der Bronchialmuskulatur), Alkoholintox, MAO-Hemmer-Therapie (Antiparkinson)

Ampullen

  • 2 ml/0.1 mg = 50 mcg/ml
  • 10 ml/0.5 mg = 50 mcg/ml

Dosierung

  • zur Anästhesie: 5 mcg/kg KG i.v
  • zur Analgesie: 1-2 mcg/kg KG i.v. 25-50 mcg weise

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: Nach ca. 1-2 Minuten/ Wirkungsdauer: Wirkung hält 30 Minuten an

Nebenwirkungen

Ausgeprägte Atemdepression, Nausea und Emesis, Hypotonie, Hypotension bei bestehender Hypovolämie, Bradykardie, Miosis

Besonderes

Orale Applikation möglich (Actiq Lutscher), Nasale Applikation möglich

 

 

 

 

 

 

S-Ketamin und Ketamin - Ketalar®

Funktion/Wirkung

Schmerzausschaltung und Sedierung (Schutzreflexe bleiben erhalten), Steigert den Muskeltonus, Leichte Herabsetzung der Hirndurchblutung, Anstieg der Herzfrequenz und des HMV. Erhöhter O2-bedarf, Anstieg des arteriellen Druckes

Rezeptor

NMDA-Rezeptor-Antagonist, Mü-Rezeptor-Agonist

Indikation

Als Kurznarkatikum für diagnostische und therapeuthische Eingriffe, Zur Analgesie bei der Rettung, therapieresistenter Status asthmaticus

Kontraindikation

akuter Myokardinfarkt, SHT, Apoplex, Hypertonie, Epilepsie, perforierende Augenverltzungen

Ampullen

  • 5 mg/ml in 5 ml Ampulle (25 mg)
  • 5 mg/ml in 20 ml Ampulle (100 mg)
  • 25 mg/ml in 2 ml Ampulle (50 mg),                            
  • 25 mg/ml in 10 ml Ampulle (250 mg),
  • 25 mg/ml, 1 ml in einer 2 ml Ampulle (25 mg)

Dosierung

  • Initialdosis: 0.5 mg/kg KG i.v. → wiederholung 0.25 mg/kg KG nach einigen Minuten,
  • Nasal: 1-2 mg/kg KG
  • RSI: 2 mg/kg KG

Wirkungseintritt und -dauer

  • i.v.: Wirkungseintritt: 30-60 Sekunden/ Wirkungdauer: 5-10 Minuten
  • i.m.: Wirkungseintritt: wenige Minuten/ Wirkungsdauer: 25 Minuten

Nebenwirkungen

Erhöhter myokardialer O2 verbrauch, Halluzinationen und Albträume, erhöhung von BD und HF, Prä-und Eklampsie, schwere psychische Störungen

 

Morphium - Moprhin®, MST®

Funktion/Wirkung

Analgesie,Sedierung, Senkung des Preloads durch Histaminausschüttung, Linderung von Dyspnoe, Steigerung Muskeltonus der glatten Muskulatur, Senkung des myokardialen O2-verbrauches, Anxiolyse

Rezeptor

Opioid-Rezeptor-Agonist, Mü-Affinität (tiefe CO2-Empfindlichkeit mit Atemdepression), cerebrale Vasodilatation und steigerung des ICP (Hirndruck)

Indikation

ACS, akutes Lungenödem, starke Schmerzen

Kontraindikation

Akutes Abdomen, Asthma (H1 Bronchospasmus), hoher ICP bei SHT, Vorischt bei C2-Intoxikation

Ampulle

10mg/1 ml → verdünnen mit 9 ml NaCl = 1 mg/ml

Dosierung

0,1 bis 0.2 mg/kg KG i.v. → 2 mg weise alle 3-5 min

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: nach 3-5 Minuten, Spitze nach 20 Minuten

Nebenwirkungen

Miosis, Mydriasis bei Hypoxie, Obstipation

 

Paracetamol - Ben-u-ron®, Dafalgan®, Panadol®

Funktion/Wirkung

Analgetisch, antipyretisch (Fiebersenkend), Hemmung des pyrogenen Hypothalamus und Temperaturregulation 

Rezeptor

Prostaglandinsynthesenhemmer → Hemmung des COX-Enzym 2

Indikation

Leichte bis mittlere Schmerzen, Fieber, Fieberkrampf, Kombianalgesie

Kontraindikation

Schwere Nierenfunktionsstörung, Leberzirrhose, Hepatitis, C2-Abusus

Ampulle

1 g in 100 ml (Infusionslösung) → über 15 min i.v. applizieren

Dosierung

  • Erwachsene: > 50 kg → 1 g maximale Tagesdosis 4 g/Tag
  • Kinder: 15 mg/kg KG → wenn < 16 kg 125 mg wenn > 16 kg 250 mg oral oder Rektal

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 5-10 min → Suppositorien wirken nach 20-30 min
  • Wirkungsdauer: 4-6 Stunden

Nebenwirkungen

selten! Anaphylaxie, Asthmaanfall, reversible Niereninsuffizenz

 

 

Novalgin® - Novaminsulfon, Metamizol

Funktion/Wirkung

Analgetisch, antipyretisch, spasmolytisch

Rezeptor

Prostaglandinsynthesehemmer → Hemmung des COX Enzym 2

Indikation

Mittelstarke Schmerzen, Fiber, Kolliken, Kombianalgesie

Kontraindikation

Agranulozytose, hepatische Porphyrie (Störung der Häm-Synthese), Hypotonie, Schwangerschaft

Ampulle

1 g/2 ml = 500 mg/ml

Dosierung

500 - 1000 mg in 100 ml NaCl lösen → über 15 min i.v. applizieren, max 5 g/Tag

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: nach 10 min/ Wirkungsdauer: 3-4 Stunden

Nebenwirkungen

BD-Abfall (bei schneller Applikation, Agranulozytose, Lyell-Syndrom, Anaphylaxie, rotfärbung des Urins, abnahme des Muskeltonus der glatten Muskulatur

 

Nalbuphin - Nubain®

Funktion/Wirkung

Analgetisch, Keine Histaminfreisetzung

Rezeptor

Partieller Mü-Antagonist (Keine Atemdepression), Kappa-Agonist (Analgesie)

Indikation

Mittelschwere bis starke Schmerzen → Aufhebung der Atemdepression bei Opiatintox

Kontraindikation

Unverträglichkeit, Bei Opiatabhängigen gefahr von Enzugssymptomatik

Ampulle

20 mg/2 ml → Verdünnen mit 18 ml NaCl = 1 mg/ml

Dosierung

0.1 mg bis 0.2 mg/kg KG → 2 mg weise i.v.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 2 bis max. 10 min
  • Wirkungsdauer: 3-6 Stunden

Nebenwirkungen

Sedierung, Nausea und Emesis, Schwindel, Bradykardie, Unruhe

Besonderes

Analgetische Potenz 1, nicht mit anderen Opiaten mischen → mögliche Entzugssymptomatik, Hat keinen Effekt auf die glatte Muskulatur des GI-Traktes

Clemastin - Tavegyl®

Funktion/Wirkung

Antiallergisch, verhindert die Bronchokonstriktion, sedierend, stillung des Juckreizes,

Senkung der Kapillarpermebilität = Rückbildung von Ödemen, Abnahme der Vasodilatation

Rezeptor

H1-Rezeptor-Antagonist (H1-Blocker) → Kompetitiv: besetzt nur freie Rezeptoren

Indikation

Anaphylaxie

Kontraindikation

Kinder < 1 Jahr, Glaukom

Ampullen

2 mg/2 ml = 1 mg/ml (unverdünnt)

Dosierung

2 mg i.v. → langsam applizieren

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 2-5 Minuten
  • Wirkungsdauer: 10-12 Stunden

Nebenwirkungen

Sedation, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen

Besonderes

ZNS-Gängig v.a. 1 Generation

Noradrenalin

Funktion/Wirkung

Starke Vasokonstriktion mit Erhöhung des peripheren Wiederstandes → BD Steigerung, pos. inotrop (leichte Wirkung), gesteigerter O2-Verbrauch des Herzens

Rezeptor

Alpha-Symptaomimetika → potenter Alpha-Adrenozeptor-Agonist

Indikation

Massive Hypotension (Hypotonie), Schock, kardiogener Schock

Kontraindikation

Hyperthyerose, Hypertonie, KHK, Linksherzinsuffizienz

Ampullen

1 mg/1 ml oder 10 mg/10 ml → 1 ml verdünnt in 100 ml NaCl = 10 mcg/ml

Dosierung

5 mcg weise i.v. alle Minuten → Während der Applikation immer den BD messen!

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 30-60 Sekunden
  • Wirkungsdauer: ca. 10 minuten

Nebenwirkungen

Reflexbradykardie, Blässe, Kopfschmerzen, Angina Pectoris, Zittern, Arrhythmien

Besonderes

Vor der Anwendung immer Volumenstatusoptimieren (Eskalationskaskade)

Natriumchlorid - NaCl 0.9 %

Funktion/Wirkung

Isotone Infusionslösung, Steigerung des Preload, HZV und BD

Indikation

Hyperkaliämie, Trägerlösung für Medikamente

Kontraindikation

Hypernatriämie, Hyperchlorämie, Hypervolämie, NaCl ist nicht zum Volumenersatz empfohlen

Dosierung

20 ml/kg KG, 500-1000 ml

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: 20-30 Minuten

Nebenwirkungen

Hyperchlorämie, Metabolische Azidose → Verstätkt im Schock die Azidose, Hypochloräme Azidose

 

Ringerlösung - Ringeracetat®

Funktion/Wirkung

Hypotone Infusionslösung → Höhere Plasmahnlichkeit als NaCl, Steigerung von: Preload, Volumen, BD und HZV

Indikation

Hypovolämie, Hypotonie, offenhalten eines Gefässzuganges, Augen- und Wundspülung

Kontraindikation

Hypervolämie, Akutes Lungenödem, dekompensierte Linksherzinsuffizienz, Hirnödem, SHT

Dosierung

  • Erwachsene: 250 ml im Bolus anschliessend Reevaluation
  • Kinder: 20 ml/kg KG über 5-10 minuten anschliessend Reevaluation → bei kardiologischen Problemen: 5-10 ml/kg KG über 10-20 min.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: 20-30 Minuten → nach 30-40 Minuten verbleibt nur 1/3 intravasal

Nebenwirkungen

Hypervolämie

Besonderes

Ist nur vorübergehend als Volumenexpander geeignet → Verdünnt Blut (Gerinnungsstörung)

Tranexsamsäure - Cyklocapron®

Funktion/Wirkung

Antifibrinolytisch (Verhindert Hyperfibrinolyse) → Komplex Tranexsamsäure und Plasminogen werden gebildet, somit wird Plasmin verhindert, welches für die Fibrinolyse zuständig ist

Indikation

Starke innere und äussere Blutungen, hämorrhagischer Schock, SHT mit GCS < 8

Kontraindikation

Thrombosen, nicht-traumatische SAB

Ampullen

500 mg/5 ml → 2 Amp. in 100 ml NaCl mischen = 1 g in 100 ml NaCl

Dosierung

  • Erwachsene: > 50 kg = 1g, < 50 Kg 0.5 g über 10 min als Kurzinfusion
  • Kinder: 15 mg/kg KG

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: Wirkung von 1 g hält über 8 Stunden

Nebenwirkungen

Starke Nausea und Emesis, Kopfschmerzen, Schwindel, Farbsehstörungen, Krampfanfälle → bei hohen Dosierungen wird die Krampfschwelle herabgesetzt

Methylprednisolon - Solu Medrol®, Solu Cortef®

Funktion/Wirkung

Senkung der Prostaglandinsynthese, antiallergisch, antientzündlich (in der Zelle), antiödematös, immunsuppresiv, bei schneller Applikation auch schleimlösend.

→ Membranstabilisierung in den Lungen- und Mastzellen, was die Histaminausschüttung verhindert

Rezeptor

Bindet sich an Glukokortikoidrezeptoren im Zellinnern

Indikation

Anaphylaxie, Asthmaanfall, COPD

Kontraindikation

Im Notfall keine, Immunthrombozytopenie (Kurz ITP, auch als Werlhof-/ Bluterkrankheit bekannt), Neugeborene

Ampullen

125 mg → Fertig Ampulle: Trockrnsubstanz und Aquadest in der Ampulle fertig zum mischen

Dosierung

Präklinisch: 125 mg i.v. (Langsam) → Weitere gaben erfolgen im Spital bis max. 250 mg

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach wenigen Minuten
  • Wirkungsdauer: 12-36 Stunden

Nebenwirkungen

Bei einmaliger Gabe tretten kaum Nebenwirkungen auf. Erst bei längerfristiger Therapie mit Solu medrol

 

Hydroxyethylstärke - Haes-Steril® 6 %, Voluven®, Tetraspan®

Funktion/Wirkung

Enthält Stärke (Glykogen) → Diffusion von H2O aus dem EZR nach intravasal = mehr Gefässvolumen                        (anstieg des kolloidosmotischen Druckes)

Indikation

Hypovolämie, hypovolämer Schock

Kontraindikation

Unverträglichkeit, akutes Lungenödem, Anurie, dekompensierte Herzinsuffizienz, Dialysepatienten, Nieren- und Leberfunktionsstörung, kardiogener Schock

Dosierung

Max. 20 ml/kg KG, 500-1000 ml

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: 3-6 Stunden

Nebenwirkungen

Hypervolämie, Gerinnungsstörungen, erhöhte Blutungszeit

Besonderes

Kristalloide immer zuerst verabreichen (HAES als 2. Wahl in der Volumentherapie), Muss mit Ringerlösung ausgeglichen werden, 

Glukose 20 %

Funktion/Wirkung

Erhöhung des BZ, Aufbau von Glykogen als Speicherform

Indikation

Hypoglykämie

Kontraindikation

Hyperglykämie, Hirnblutungen, SHT (Grosse Mengen Glukose führen zu einer steigerung des ICP)

Ampulle

20 g in 100 ml (Fertiglösung) → 20 % Glukose in 100 ml = 5 ml enthalten 1 g

Dosierung

Erwachsene: 0.5 g/kg KG → 1/2 der Infusion applizieren, anschl. BZ messen/ neu evaluieren, 10-20 g i.v. bis Patient wach

Kinder: CAVE → Kindersicher empfiehlt die applikation von Glukose 10 %, solange Kinder essen/trinken kann Glukose auch oral verabreicht werden (SG: Muttermilch, Kinder: Sirup)

0.5 g/kg KG → Kind mit 10 kg benötig 5 g Glukose = 25 ml → 25 ml Glukose 20 % & und 25 ml NaCl

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: sofort

Nebenwirkungen

Hirnödeme, Venenreizung, Bildung von Nekrosen bei paravasaler Applikation

Besonderes

In möglichst grosse Venen applizieren, Zusammen mit Grundinfusion laufen lassen (über Dreiwegehan), engmaschige BZ-überwachung

Butylscopolamin - Buscopan®

Funktion/Wirkung

Spasmolyse (beendigung eines Krampfes) im GI-Trakt

Rezeptor

Muskarinrezeptor-Antagonist, Parasympatholyse

Indikation

Kolliken, Bauchkrämpfe

Kontraindikation

Hypotonie, Tachykardie, Stenosen im GI-Trakt wie: Glaukome, Illeus oder Myasthenia gravis

Ampulle

20 mg/ml

Dosierung

20 mg langsam i.v.

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: nach 2-4 Minuten/ Wikrungsdauer: mehrere Stunden

Nebenwirkungen

Tachykardie, Mydriasis, Mundtrockenheit

 

Metoclopramid - Gastrosil®, Primperan®, Paspertin®

Funktion/Wirkung

Rezeptor

Indikation

Kontraindikation

Ampulle

Dosierung

Wirkungseintritt und -dauer

Nebenwirkungen

Besonderes

Ondansetron - Zofran®

Funktion/Wirkung

Antimiemetikum → wirkt in der Medulla oblongata, Hemmung der Rezeptoren in Magen, Darm und der zentralen Triggerzone

Rezeptor

Selektiver 5-HT3-Antagonist (Serotonin)

Indikation

Nausea, Emesis, Aspirationsschutz, Patientenkomfort, Druckreduzierung → bei SHT oder GI-Blutung

Kontraindikation

Long-QT-Syndrom → wird durch Ondansetron zusätzlich verlängert, Arrhythmien, SS 1. Trimester

Ampulle

4 mg/2ml oder 4 mg Tablette

Dosierung

4 mg langsam über 2-3 min oder als Kurzinfusion i.v., Tablette s.l

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 20 minuten
  • Wirkungsdauer: 3 Stunden

Nebenwirkungen

EKG-Veränderungen → Verlängerung des QT-Intervalls (OT-Zeit ist Frequenzabhängig), Kopfschmerzen

 

Salbutamol - Ventolin®

Funktion/Wirkung

Bewirkt eine schnelle und intensive Bronchospasmolyse durch selektive stimmulierung der b2-Rezeptoren. Dadurch wird die Exspiration verbessert und der Luftwiederstand reduziert, was die Be- und Entlüftung der Alveolen verbessert. (Partikel werden besser nach aussen befördert)

SABA (short-acting-beta-agonist), Bronchiolen Dilatation, Reduktion der Histaminausschüttung, Uterusrelaxierend

Rezeptor

b2-Sympatomimetikum → selektiver b2-Rezeptoren-Agonist (Bei hoher Dosierung auch b1)

Indikation

Asthmaanfall, Status asthmaticus, COPD, Tokolyse (Wehenhemmung),

→ CAVE: Kardiale Patienten können dekompensieren (ACS)

Kontraindikation

Hyperthyerose, Phäochromozytom, Plazenta previa

Ampulle

0.5 mg/ml, 1 Hub = 0.1 mg Salbutamol

Dosierung

2-5 Hübe oder 0.25 mg in Kurzinfusion verdünnt i.v.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt (inhalativ): nach 20-30 sek
  • Wirkungsdauer (Inhalativ): 4-6 Stunden

Nebenwirkungen

Paradoxe Bronchospasmen, Händetremor, Nervosität, Tachykardie, Arrhythmien, Erhöhung des BZ

Besonderes

Besitzt keine Antientzündlichen Effekte → Asthmaanfall (immer entzündlich) = benötigt Steroide

Ipratropium - Atrovent®

Funktion/Wirkung

Bronchodilatation → Hemmung N. vagus, reduzierte Speicheldrüsensekretion

Rezeptor

Kompetitiver Muskarin-Rezeptor-Antagonist → Hemmung des Parasympathikus (N. Vagus) = Bronchodilatation

Indikation

Asthma, Bronchitis, COPD

Kontraindikation

Glaukom, Sojabohnen- und Atropinallergie

Ampulle

  • ATROVENT Inhal. Lösung: 250 mcg/2 ml
  • ATROVENT Dosieraersol

Dosierung

Inhaltationslösung: > 6 J: 3-4x tägl. 1. Dosis/ < 6 J: 3-4x tägl. 1. Dosis unter ärztlicher Aufsicht

Dosieraerosol: COPD → > 18 J 3-4 tägl. 2 Hübe (bei schwerer Obstruktion 4 Hübe)/ Asthma  > 12 J: 3-4x tägl. 1-2 Hübe

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkt langsamer als Salbutamol (ca. 15 min bis Wirkungseintritt), jedoch hält die Wirkung länger an als bei Salbutamol

Nebenwirkungen

Tachykardie, Mundtrockenheit, paradoxe Bronchospasmen, Nausea

Dospir

Funktion/Wirkung

Kombiprodukt aus Salbutamol und Atrovent → gleicher Wirkmechanismus

Rezeptor

B2-Sympathomimetika und Muskarin-Rezeptor-Antagonist (Hemmung des Parasympathikus)

Indikation

Asthma, COPD, Bronchitis, Lungenemphysem

Kontraindikation

Kardiomyopathie, Tachyarrhythmien, CAVE: bei kardialen Patienten

Ampulle

1 Amp. mit 2.5 ml enthält → 2.5 mg Salbutamol und 0.5 mg Ipratropium

Dosierung

  • Erwachsene: 1-2 Amp inhalativ (6-8 L einstellen damit das Medikament gut vernebelt wird)
  • Kinder: 1 Amp. verdünnt mit 2-3 ml NaCl / Säuglinge: 1/2 Amp. verdünnt mit 2-3 ml NaCl

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt:  nach wenigen Sekunden
  • Wirkungsdauer: 4-5 Stunden

Nebenwirkungen

Mundtrockenheit, Tachykardie, Schwindel

 

Acetylsalicylsäure - Aspirin©, Aspégic®

Funktion/Wirkung

Prostaglandinsynthesehemmer mit analgetischer, antipyretischer (Fiebersenkend), antiphlogistischer (entzündungshemmend) und thrombozytenaggregationshemmender Wirkung

Prostaglandinsynthesenhemmung → In grossen Dosen (Cox Enzym 2)

Thrombozytenaggregatisonhemmung → In kleinen Dosen (Cox Enzym 1)

Indikation

Hemmung der Thrombozytenaggregation bei akutem Koronarsyndrom, zur Analgesie, als Thrombosenprophylaxe

Kontraindikation

Salicylsäure Unverträglichkeit, Magen-Darm-Ulcera, bei erhöter Blutungsneigung, bei Asthma bronchiale, bei Kinder unter 12 mit Fieber, Schwangere

M arcomar

A asthma

K inder

S chwangere

Ampulle

  • 1 Amp. mit 500 mg Trockensubstanz + 1 Amp. mit 5 ml Aqua = 100 mg/ml

Dosierung

  • bei akuten Koronarsyndrom 250 mg langsam i. v. 
  • als Analgetika 500 mg, bei starken SZ + 500 mg 
  • maximale Tagesdosis ist 5 g 

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: nach 2-3 Minuten / Wirkungsdauer: 3-4 Stunden

Nebenwirkungen

Magenbeschwerden, Blutungen im GI-Trakt, erhöhte Blutungsneigung, bei Überempfindlichkeit Bronchokonstriktion, Selten: Rey-Syndrom bei Kinder, Asthmaanfälle, Anaphylaxie

Besonderes

Kann auch als Kurzinfusion verabreicht werden

→ Thrombozyten werden ireversibel gehemmt (Lebensdauer 7-10 Tage), gerinnung reduziert

Adenosin - Krenosin®, Adrekar®

Funktion/Wirkung

Ein Antiarrhythmika welches negativ chronotrop, inotrop und dromotrop Wirkt → Blockiert den AV-Knoten für 5 sek.

Kurze Aktivierung der K+-Kanäle im Sinusknoten und AV-Knoten, Ca+-Kanäle im AV-Knoten werden blockiert, Die Katecholamin Effekte am AV-Knoten werden gehemmt.

Koronardialatation, Keine Wirkung auf die Ventrikel

Rezeptor

Wirken an den Purinrezeptoren (A1, A2 und A3 Rezeptoren. Wobei A1 elektrophysiologisch, und A2 koronardilatierend wirken.)

Indikation

paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie (regelmässig aber schnell, plötzlich auftreten), Reentry-Tachykardie, diagnostisch monomorphe VT (Schenkelblockierung)

→ Wirkt nnicht bei VHF oder Vorhofflattern

Kontraindikation

AV-Block 2 und 3 Grad, Sick-Sinus-Syndrom, obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), verlängertes QT-Interval, Vorhofflimmern oder Flattern

Ampulle

6 mg/ 2 ml = 3 mg/ ml

Dosierung

Initialdosis: 6 mg als Bolus. Nach 1-2 Min. wiederholen mit 12 mg. Falls keine Besserung weiter alle 1-2 Minuten mit 12 mg (Wiederholung mehrmals möglich!)

→ Gabe über 3-Wege-Han

Wirkungseintritt und -dauer

Nach 10 Sek. tritt die Wirkung bereits ein. Die halbwertszeit ist auch nur 10 Sek. 

Nebenwirkungen

steigerung der AF, Bronchokonstriktion bei Prädisposition, Flush, pektanginöse Beschwerden, Rhythmusstörungen

Besonderes

verhindert die Ausschüttung vom Botenstoff Noradrenalin. Bei anhaltenden Nebenwirkungen Theophyllin als Adenosinantagonist nutzen.

→ Gabe nur unter Reanimationsbereitschaft 

→ Bei instabilitätszeichen z. B. BD < 90 mmHg ► Kardioversion

Adrenalin, Epinephrin - Adrenalin®, Suprarenin®

Funktion/Wirkung

a1 (gr. Dosen) → Vasokonstriktion

b1 (kl. Dosen) → Pos. inotrop, chronotrop, bathmotrop und dromotrop

b2 (kl. Dosen) → Bronchodilatation

Hemmt die Histaminauschüttung, erhöt den BZ (Steigert den Stoffwechsel und die Glykogenolyse)

Rezeptor

a und b Sympathomimethika, a und b Adrenozeptor-Agonist

Indikation

Anaphylaktischer Schock, Herzkreislaufstillstand, therapieresistene Hypotonie sowie Bradykardie, Pseudokrupp, Epiglottitis, therapieresistente Lungenerkrankungen (COPD, Status Asthmaticus), Schwellung der oberen Atemwege

Kontraindikation

→ im Notfall keine

Hypertonie, Tachykardie, Hyperthyerose, Cor-Pulmonale (Rechtsherzhypertrophie durch pulmonale Hypertonie)

Ampulle

10 mg / 10 ml = 1 mg/ml

Dosierung

Kreislaufstillstand Erwachsene: 1 mg i. v./i. o. alle 3-5 min.

Kreislaufstillstand Kinder: 0.01 mg kg/KG (1:10000 verdünnt) → bsp. 33 kg = 0.33 mg = 3,3 ml

Anaphylaxie: > 12 Jahre 0.5 mg i.m / 6-12 Jahre 0.3 mg i.m / < 6 Jahre 0.15 mg i.m

Inhalativ: 3-5 mg unverdünnt

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: sofort / Wirkungsdauer: wenige Minuten

Nebenwirkungen

Tachykardie, Rhythmusstörungen

Besonderes

Cave: Adrenalin vernebeln ist ein off-label-use und kann auch zu einem Asthmaanfall führen

Amiodaron - Cordarone®

Funktion/Wirkung

Antiarrhythmika der Klasse 3 → blockiert die a und b-Rezeptoren

Verlängert die Refrektär- und Überleitungszeit (am AV-Knoten) durch verlangsamung des K+ Austromes.

QT-Intervall-Verlängerung, Pos. bathmotrop, neg. chronotrop und inotrop, periphäre Vasodilatation

Indikation

Reanimation mit Kammerflimmern nach der 3 defibrilation, pVT, 2. Wahl für Vorhofflimmern und -flattern, Therapieresistente SVT (Kein anpsrechen auf Vagusanöver oder Adenosin), Reentry-Tachykardie

Kontraindikation

Bradykardie, AV-Block I° und IIº, MAO-Hemmer, Lomg-QT-Syndrom (Amiodarone verlängert die QT-Zeit zusätzlich), Hypomagnesiämie, Jodallergie, Hyperthyerease, Hypotherease, Unverträglichkeit

Ampulle

150 mg/3 ml = 50 mg/ml

Dosierung

Reanimation Erwachsene: 300 mg i.v. Bolus (unverdünnt) wiederholen mit 150 mg nach 5 Minuten

Breitkomplextachykardie Erwachsene: 150 mg in 100 ml Glukose 5 % als Kurzinfusion über 10 min

Reanimation Kinder: 5 mg pro kg/KG i.v. Bolus (max 300 mg)

Breitkomplextachykardie Kinder: 5 mg pro kg/KG als Kurzinfusion über 20-60 min

Wirkungseintritt und -dauer

Wirkungseintritt: nach 1 bis max. 15 min / Wirkungsdauer: lagert sich im Körper ab für bis zu 100 Tage

Nebenwirkungen

Sinusbradykardie, AV Block 2 und 3 Grad, Hypotonie, schwere Ateminsuffizienz, Kardiomyopathie, Herzinsuffizienz, thyretoxische Krise

Besonderes

Nicht mit anderen Medikamenten mischen. Nur in Glukose 5% lösen

Atropin - Atropin (sulfat)®

Funktion/Wirkung

→ Beschleunigt die Schrittmacherzellen im Sinusknoten und verbessert die atrioventrikuläre Überleitung

→ Spasmolyse durch Hemmung der Erregungsübertrageung an die parasympathischen Synapsen und Rezeptorblockade

Steigerung der HF, Bronchodilatation, Antidot→ Hemmung der Speichel-, Magensäure- und Schweissproduktion,

Rezeptor

Kompetitiver Muskarinrezeptor, Vagolyse, Parasympathikolyse

Indikation

Symptomatische Bradykardie, Inroxikation mit Organphosphaten (E605 Intoxikation), Hemmung des Speichlflusses nach Gabe von Ketamin, Krämpfe und Kolliken

Kontraindikation

Tachykardie, AV-Block IIº Mobitz und IIIº, Herzinsuffizienz, Glaukom (Anstieg des Augeninnendruckes durch Mydriasis), Myasthenia gravis

Ampulle

0.5 mg/ml

Dosierung

  • Erwachsene: 0.5-1 mg, kann nach 5 min wiederholt werden bis max 3 mg
  • Kinder: 0.02 mg pro Kg/KG mind. 0.1 mg, max. 0.5 mg (kann 2x wiederhollt werden)

Anstelle von Adrenalin nur bei erhöterm Vagotonus, AV-Block IIº Mobitz und IIIº

→ Zu tiefe Dosis führt zu paradoxer Wirkung

→ Bei Intoxikation: Hohe Dosierung, Rücksprache mit Tox-Zentrum 145

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 1-3 Min.
  • Wirkungsdauer: Für 4 Stunden

Nebenwirkungen

Tachykardie, Mydriasis, Akkomodationsstörung (unscharfes Sehen), Mundtrockenheit

Besonderes

Atembehinderung und Lähmung der Thoraxmuskulatur werden nicht Aufgehoben

Ephedrin - Ephedrin®

Funktion/Wirkung

Steigerung von HF und BD → durch Vasokonstriktion, Bronchodilatation

Indierektes Sympathomimetika = Freisetzung von Noradrenalin aus den Speichervesikeln

Dierektes Sympathomimetika = Stimulation von a und b-Rezeptoren

Rezeptor

Sympathomimetika → a und b-Adrenozeptor-Agonist

Indikation

Hypotonie, Bradykardie, Bronchospasmus

Kontraindikation

Glaukom (Mydriasis), Hyperthyerose, Kardiale Erkrankungen wie KHK, ACS, Hypovolämie, Rhythmusstörungen,

Ampulle

50 mg/ 5 ml = 10 mg/ml

Dosierung

5 - 10 mg weise i. v. bis BD Normal. Maximaldosis: 50 mg

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach wenigen minuten
  • Wirkungdauer: Für 1 Stunde

Nebenwirkungen

Tachykardie, Hypertonie, Extrasystolen, Kammerflimmern, Mydriasys, Steigerung des myokardialen Sauerstoffverbrauchs, Auslösung von AP-Beschwerden bei KHK, Kopfschmerzen

Nitroglycerin - Nitrate, Isoket

Funktion/Wirkung

Senkung von Pre- und Afterload durch Vasodilatation (Venöses Pooling mit BD-Abfall)

Verbesserung der Durchblutung der Koronarien durch Koronardilatation, Senkung des myokardialen O2-Verbrauches, Entspannung der glatten Muskulatur

→ Wird in NO Stickstoffmonoxid umgewandlet, welches die Wirkung erzeugt

Indikation

Myokardinfarkt. Angina Pectoris, Akute Linksherzinsuffizienz mit und ohne Lungenödem, Hypertensive Krise

Kontraindikation

Rechtsherzinfarkt → syst. BD < 100 mmHg, akuter Apoplex, Mitral- oder Aortenklappenstenose, kardiogener Schock, Einnahme von PDES-Hemmern in den letzen 24-72 Stunden (hemmt den Abbau von NO)

Ampulle

Pumpspray: Mit 13.9 ml enthält 12.7 g

Dosierung

1-2 Hübe alle 5 min. Wiederholen bis zum ewünschten Effekt (Max. 4 Hübe)

→ 1 Hub = 0.4 mg, Regelmässige BD-Kontrolle!

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: kurze Wirkungsdauer

Nebenwirkungen

Reflextachykardie, Hypotonie, Flush (Wärmegefühl), Kopfschmerzen, Synkope

Besonderes

Intoxikation mit Nitrattabletten führt zu Met-Hb = Braunes Blut → trotz guter Ventilation ist das Spo2 tief, weil III-wertiges Eisen kein O2 ans Hb binden oder Transportieren kann

 

Glukose 5 %

Funktion/Wirkung

Trägerlösung für Cordarone und Magnesium

Freie Flüsssigkeit → diffundiert schnell von intravasal in den IZR = Erhöhung des IZR-Volumen

Kontraindikation

Hirnblutungen und SHT

Ampulle

Flexbeutel oder Infusionsflasche : 100 ml enthalten 5 g Glukose

Nebenwirkungen

Hienödeme, Zellödeme, Venenreizung

 

Esmolol - Brevibloc®

Funktion/Wirkung

Antiarrhytmika und senkung des myokardialen O2-Verbrauch

Senkung von: HF, BD und der Überleitungszeit → neg. chronotrop, neg. initrop, neg. dromotrop

Rezeptor

Selektiver b1-Rezeptor-Antagonist (Betablocker)

Indikation

BD-stabile → Tachykardien, tachykardes VHF und Vorhofflattern, SVT und hypertensive Krise

Kontraindikation

Bradykardie, Hypotonie, kardiogener Schock, AV-Block II Mobitz und AV-Block III

48 Std. Abstand zu Kalzium-Antagonisten Verpramil → hemmt inotropie, Kombination kann zu einer Asystolie führen

Ampulle

Ampulle mit 10 ml enthält 100 mg = 10 mg/ml

Dosierung

Loadingdose 0.5 mg pro kg/KG anschliessend 5-10 mg weise i. v.

Wirkungseintritt und -dauer

• Wirkungseintritt: nach 30-60 Sekunden

• Wirkungsdauer: ca. 9 min → kurze HWZ = gut steuerbar

Nebenwirkungen

Hypotonie, Arrhythmien, AV-Block, Bradykardie, Müdigkeit und Schwindel

Asthma→ selektiver Blocker kann auch auf b2 Rezeptoren wirken und kann so eine bronchokonstriktion auslösen.

 

 

Ebrantil - Urapidil®

Funktion/Wirkung

BD-Senkung durch periphere Vasodilatation, zentrale minderung des Sympathikus ohne tachykarde Gegenregulation

→ Keine ICP-Erhöhung, da es keine zerebrale Vasodilatation auslöst

Rezeptor

a1-Sympatholytika (a1-Anatgonist)

Indikation

Hypertensiver Notfall ► BD-Senkung ab 220/120 (keine Senkung wen BD < 180/100) 

Kontraindikation

Hypotonie, Aortenissthmusstenose (Stenose im Aortenbogen)

CAVE: SHT oderzerebrovaskuläres Ereignis bei Bedarfshypertonie

Ampulle

Ampulle mit 10 ml enthält 50 mg = 5 mg/ml

Dosierung

5-10 mg weise i. v. mit Repetition nach 5 min unter laufender BD-überwachung bis max. 50 mg

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: innerhalb von 5 Minuten
  • Wirkungsdauer: 2-3 Stunden 

Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Nausea und Emesis, Arrhytmien, Tachykardie, Schweissausbrühe, Unruhe und Müdigkeit

 

 

Furosemid - Lasix®

Funktion/Wirkung

Schleifendiuretikum → Hemmt die Natrium-Rückresorption in der Henle-Schleife = erhöhte Ausscheidung

Kurzfrisitge Senkung von:  Preload (Vorlast) = Senkung des Preload durch venöses Pooling (in höhren Dosen) = Abnahme                                              des Pulmonalarteriendruck, Füllungsdruck des linken Ventrikels und der Herzarbeit

Langfristige Senkung von : Volumen durch osmotischen Druck welcher H20 intravasal zieht

Indikation

Akute Herzinsuffizienz mit Lungenödem

Kontraindikation

Harnabflussstörungen, Anurie, Volumenmangel, Hyponatriämie, Hypokaliämie

Ampulle

Eine Ampulle mit 2 ml enthält 20 mg = 10 mg/ml

Dosierung

20-40 mg langsam i. v.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 5 Minuten
  • Wirkungsdauer: 2 Stunden

Nebenwirkungen

Wasser- und Elektrolytausschwemmung, BD-Abfall, Thrombose, revesrsibler Hörverlust wegen veränderung der Elektrolyte

Besonderes

Nie mit anderen Medikamenten gleichzeitig verabreichen ⇒ reagiert Empfindlich auf pH-Verschiebungen

 

Magnesium 20 %

Funktion/Wirkung

Verlängert die atrioventrikuläre Überleitungszeit und senkt die Erregbarkeit des Myokards → neg. chrontrop, dromtrop & inotrop.

Senkt den Tonus der glatten und quergestreiften Muskulatur, Koronardilatation, Erhöhung der Krampfschwelle, Membranstabilisierend → unterstütz Na+ und Ca+ im Aktionspotenzial

Rezeptor

Physiologischer Ca+ Antagonist

Indikation

Torsade de pointes mit oder ohne Puls (Schutz vor einer rezividierenden Torsade)

Digitalisintoxikation, therapieresistentes Asthma bronchiale, Prä- und Eklampsie

Kontraindikation

Bradykardie, AV-Block, Mystenia gravis

Ampulle

Eine Ampulle mit 20 ml enthält 4 g = 200 mg/ml

Dosierung

Therapeutisch : Für Torsade mit Puls und Asthma → 2 g in 5 % Glukose als Kurzinfusion i. v. über 15 Minuten

Reanimation : Für pulslose Torsade → 2 g als Bolus

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: sofort
  • Wirkungsdauer: 10 Minuten

Nebenwirkungen

BD-Abfall (bei schneller applikation), Bradykardie, Bradypnoe (bei Überdosierung) Wärmegefühl (Flush)

 

 

 

Propofol - Disoprivan®

Funktion/Wirkung

Strak-/ kurzwirksames Hypnotikum/ Anästhetikum zur Sedierung mit neg. Kreislaufeffekten→ HZV & BD-Abfall

Indikation

Zur Narkoseeinleitung- / erhaltung, Sedation beim Status epilepticus

Kontraindikation

Soja-Allergie (Medikament auf Sojamilch-Basis), dekompenssierte kardiopulmonale Erkrankungen (strake BD-Senkung)

Ampulle

1 % Lösung : Brechampulle mit 20 ml enthält 200 mg = 10 mg/ml oder Stechampulle mit 50 ml enthält 500 mg = 10 mg/ml

Dosierung

Narkoseeinleitung : 2 mg pro kg/KG i.v.

Erhaltungsdosis: Bolus von 25-50 mg, Gabe via Perfusor→ 4-10 mg pro kg/KG pro Stunde

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 20-40 Sekunden
  • Wirkungsdauer: wirkt 4-8 Minuten

Nebenwirkungen

Brennen bei der Injektion, Kreislauf- und Atemdepression

 

 

Midazolam - Dormicum®

Funktion/Wirkung

Schnell-/kurzwirksames Benzodiazepin

Wirkt hypnotisch, sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend, bewirkt eine anterograde Amnesie

Rezeptor

GABA-A-Rezeptor Agonist → Chloridkanäle (Cl) bleiben länger offen = herabgesetzte Erregbarkeit der Zellen

Indikation

Sedation, Narkoseeinleitung, Krampfanfall, bei Gabe von Ketamin

Kontraindikation

Mysthenia gravis, Intoxikationen, Psychose, Leberfunktionsstörungen, obstuktive Atemwegserkrankung

Ampulle

Ampulle mit 5 ml enthält 5 mg = 1 mg/ml

Ampulle mit 3 ml enthält 15 mg = 5 mg/ml

Dosierung

Zur Sedation: 1 mg weise i. v. alle 3-5 Minuten

persistierender Krampfanfall: 5-10 mg i. v. = 0.2 mg pro kg/KG → 15 mg/ 3ml Ampulle für nasale Anwendung benutzen

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 2-10 Minuten
  • Wirkungsdauer: wirk für 15-30 Minuten

Nebenwirkungen

anterograde Amnesie, Brennen bei nasaler Applikation, Atemdepression (relaxiert die Atemmuskulatur), Apnoe, leichte Blutdrucksenkung, paradoxe Reaktionen

Besonderes

Anexate → Antidot

Diazepam - Valium®, Stesolid®

Funktion/Wirkung

Benzodiazepin → wirkt sedierend, anxiolytisch, antikonvulsiv, muskelrelaxierend, bewirt ausserdem eine Amnesie

Rezeptor

GABA-A-Rezeptor Agonist → Cl-Kanäle bleiben länger offen = Errgebarkeit der Zelle wird heruntergesetzt (Krampfschwelle erhöht)

Indikation

Psychische Erregungszustände, Krampfanfall, Fieberkrampf

Kontraindikation

Eingeschränkte Atemfunktion, Myasthenia gravis, Schwangerschaft, Alkoholintoxikation, Leberfunktionsstörung

Ampulle

Ampulle mit 2ml enthält 10 mg = 5 mg/ml

Dosierung

0.1-0.2 mg pro kg/KG i. v.

Rektal: < 15 kg/KG 5 mg / > 15 mg kg/Kg 10 mg

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 1-5 Minuten
  • Wirkungsdauer: für 10-20 Minuten

Nebenwirkungen

Atemdepression, anterograde Amnesie, BD-Abfall, Bradykardie

Lorazepam - Temesta®

Funktion/Wirkung

Benzodiazepin → Wirkt anxiolytisch, leicht sedierend, bewirkt ausserdem eine Amnesie

Rezeptor

GABA-A-Rezeptor Agonist: Cl-Kanäle bleiben länger offen = Erregbarkeit der Zelle wird herabgesetzt = (Krampfschwelle wird erhöht)

Indikation

Unruhe, Angst, agitiertes Verhalten, Hyperventilation

Kontraindikation

Schwere Nieren- und Leberfunktionsstörung, Myastheina gravis, Alkoholintoxikation, Schock

Ampulle

Tablette 1 mg

Dosierung

1-2 mg sublingual

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: 1-5 Minuten
  • Wirkungsdauer: für 10-20 Minuten

Nebenwirkungen

Unruhe, paradoxe Reaktionen, Atemdepression, BD-Abfall

Besonderes

Antidot → Flumanezil/ Anexate

Succinylcholin - Lysthenon

Funktion/Wirkung

Kurzwirksames, depolarisierendes Muskelrelaxans

Besetzt die ACh-Rezeptoren → Depolarisation der motorischen Endplatte, dämpfung der cholinergen Erregung, Histaminfreisetzung

Rezeptor

ACh-Agonist an der motorischen Endplatte

Indikation

Relaxation zur RSI (Rapid sequnece intubation)

Kontraindikation

Perfordierende Augenverletzungen und Glaukome (Erhöhung des Augeninnendruckes), erhöhter ICP, maligne Hyperthermie, Bradykardie, Myasthenia gravis

Hyperkaliämie → Polytrauma, Liegetrauma und Verbrennungen (alles was die K+-Ausschüttung fördert)

Ampulle

Ampulle mit 1 ml enthält 100 mg

Dosierung

1 mg pro kg/KG i. v.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 30-60 Sekunden
  • Wirkungsdauer: für 2-3 Minuten → nach 8-10 Minuten koplettes abklingen der Wirkung

→ Muskelfaszikulation beginnt im Gesicht und erstreckt sich über Schultern, Abdomen, Peripherie 

→ Intubation nach Gesichtsfaszikulation möglich

Nebenwirkungen

Muskelzuckungen, Herzrhythmusstörungen v. a. Bradykardie, Hypotonie, maligne Hyperthermie, erhöhter Augendruck, anstieg des Serumkaliums

Besonderes

• Beatmungs- und Intubationsbereitsschaft erstellen

• Kann bei Neugeborenen und Säuglingen zur Bradykardie führen → Atropin vor Succi

Rocuronium - Esmeron®

Funktion/Wirkung

Nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans

Verhindert die Erregungsübertragung durch Blockade der ACh-Rezeptoren an der motorischen Endplatte (blockiert die Muskuläre erregung)

Rezeptor

Kompetitiver ACh-Agonist

Verdrängt das ACh → was zu einer Lähmung führt (löst selbst kein Aktionspotenzial aus = keine Spannung)

Indikation

Zur Relaxation bei der RSI

Kontraindikation

Im Notfall keine

Ampulle

Ampulle mit 5 ml enthält 50 mg = 10 mg/ml

Dosierung

RSI: 1 mg pro kg/KG → Erhaltungsdosis 0.15 mg pro kg/KG

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 1 Minute 
  • Wirkungsdauer: für 45 Minuten (Länger als Succi)

Nebenwirkungen

Atemstillstand, BD-Abfall durch Histaminfreisetzung, Bronchospasmus, Tachykardie, Flush

 

Naloxon - Narcan®

Funktion/Wirkung

Verdrängt die Opioide vom Rezeptor, deren Effekte → Analgesie, Miosis, Atemdepression und sedation werden schlagartig aufgehoben.

Rezeptor

Opioid-Rezeptor Antagonist mit höchster Mü-Affinität

Indikation

Opioidintoxikation → therapeutisch zur aufhebung von Opioiden

Kontraindikation

im Notfall keine

Ampulle

Ampulle mit 1 ml enhält 0.4 mg → Verdünnen mit 9 ml NaCl = 0.04 mg/ml

Dosierung

0.04 mg weise titrieren bis max. 2 mg und bis Pat. sst. suffizient Atmet aber nicht komplett wach ist, danach gleiche Dosis s.c. als Depot (HWZ ist kürzer als die der Opiate)

→ Nasal 0.4 mg unverdünnt wenn kein i. v.-Zugang möglich ist.

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 1-2 Minuten
  • Wirkungsdauer: für 30-45 Minuten

Nebenwirkungen

Entzugssymptomatik, Tachykardie, Hypotonie, Krampfanfall, Aggressivität, Tremor, Asystolie

Besonderes

• Naloxon hat eine kürzere HWZ als die Opiate → Rebound

Grundsätzlich ist bei der Gabe von Naloxon vorsicht geboten (möglicher Entzug). Ausnahme bieten hier die Kinder, sie sollten so schnell wie möglich Naloxon erhalten

Flumanezil - Anexate®

Funktion/Wirkung

Antidot für Benzodiazepine, setzt die Krampschwelle hinunter, welche durch die Benzodiazepine erhöht wurde

CAVE: Pat. kann nach der Gabe von Anexate erneut krampfen jedoch ist der Krampf dan nicht mehr mit Benzodiazepinen behandelbar

Rezeptor

Kompetitiver GABA-A-Rezeptor Antagonist

Indikation

Intoxikation mit Benzodiazepinen → Aufhebung der durch die Benzodiazepinen verursachte paradoxe Reaktion

Kontraindikation

Eptileptiker welche mit Benzodiazepinen eingestellt sind (Krampfschwelle wird heruntergesetzt)

Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von trizyklischen Antidepressiva sie setzen die Krampfschwelle ebenfalls hinunter (Kombitherapie)

Ampulle

Ampulle mit 5 ml enthält 0.5 mg = 0.1 mg/ml

Dosierung

0.2 mg als Bolus i. v. anschliessend 0.1 mg weise bis max. 1 mg bis der Pat wach ist → zuerst 2 ml danach 1 ml weise

Wirkungseintritt und -dauer

  • Wirkungseintritt: nach 1-3 Minuten
  • Wirkungsdauer: für 2 Stunden

Nebenwirkungen

Entzugssymptomatik, Krampfanfall, Herzrhythmusstörungen, Nausea und Emesis, Angstgefühle

Besonderes

CAVE: Rebound! Die HWZ von Anexate ist kürzer als die der Benzodiazepine

Benzodiazepine haben eine grosse therapeutische Breite → Save Drugs! letale Dosen ab 700 mg → Tel. 145!

Étudier