Screening

Augenkunde

Augenkunde


N. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Diagnostik und Prüfung von Augenerkrankungen. Sie decken Themen wie die Untersuchung des Auges, die Beurteilung des Gesichtsfeldes, die Ophtalmoskopie und die Analyse der Akkommodation ab. Optiker, Augenärzte und Studierende profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Methoden wie der Van-Herick-Methode, der ISNT-Regel und der Bestimmung des AC/A-Quotienten, um präzise Diagnosen zu stellen und Behandlungsoptionen zu evaluieren.
Karten
108
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.03.2021 / 25.04.2025

Lernkarten

erklären Sie folgende Begriffe:

  • photopische Sehen
  • skotopische Sehen
  • mesopische Sehen

Photopisch = Tagsehen, Zapfen aktiv, Farbensehen aktiv, hohe Sehschärfe

skotopisch = Nachtsehen, nur Stäbchen aktiv, Hell/Dunkel- Sehen aktiv, verringerte Sehschärfe

mesopisch = Dämmerungssehen, Zapfen noch aktiv, Stäbchen werden aktiv, Brücke-Bezold-Phämomen, verringerte Sehschärfe

 

Beim Dämmerungssehen spielen die Blendungsempfindlichkeit und auch die Kontrastempfindlichkeit eine Rolle.EIne wichtige Funktion ist die Adaptation-> funktioniert diese nicht, kommt es auch zu mehr oder weniger grossen Schwierigkeiten beim Dämmerungssehen.

Nennen sie die Einflussfaktoren auf das Dämmerungssehen

  • Pupillenweite
    • je grösser Pupille in der Dämmerung ist, desto mehr wirken sich die Abbildungsfehler aufgrund der geringeren Abbildungstiefe aus. Sphärische Fehler bis 0.25 dpt und astig. Fehler bis 0.5dpt
  • Sehschärfe
    • reichen schon geringfügige Änderungen der Adaptationsleuchtidchten aus , um grosse Änderungen der Sehschärfe hervorzurufen. Beim Nachtsehen liegt diese selten bei 0.2
    • es ist möglich trotz einer hohen Sehschärfe am Tag eine sehr niedrige in der Dämmerung zu haben (keine Korrelation zw. Tagsehen und Dämmerungssehen)
    • durchaus ist bei Tagessehschärfe 0.5 eine Nachtfahrtauglichkeit gegeben
  • Farbensehen
    • tagsüber intakt, beim Übergang vom mesopischen zum skotopischen kommt es zu zunehmenden schlechter werdenden Farbwahrnehmung
    • Zapfen stellen Funktion ein (Brücke- Bezold- Phämomen)

was versteht man unter der Nachtmyopie? und welche Ursachen gibt es dafür?

ein rechtsichtiges Auge zeigt in Dämmerung/ Nacht eine Myopie von bis zu -2.0 dpt

Das stellt keine pathologische Veränderung dar und ist deshalb nicht zu verwechseln mit der Nachtblindheit

Ursachen:

  • Einstellung des Auges auf die Akkoruhelage von -0.5 bis -2.0 dpt
  • Grosse Pupillenweite
    • sphärische Aberration durch grosse Aperturblende kommt zustande (entspricht einer Brechwerterhöhung von bis zu -0.75dpt
  • Purkinje-Verschiebung
    • Maximum der spektralen Hellempfindlichkeit ist in Dunkelheit in Richtung blau bi verschoben. Somit werden die grosen blauen Zerstreuungskreise (Folge chr.Aberration) besser wahrgenommen 
  • Trübung der Augenlinse / der Hornhaut
    • Sie führen durch Streuung zu hoher Blendungsempfindlichkeit und wirken sich daher zum Teil als extrem stören in Dämmerung aus
  • Altersbedingte Veränderungen des Sehapparates
    • Katarakt -> führt zu hoher Blendungsempfindlichkeit 
    • Senile Misosi -> Pupille bleibt klein, Lichteinfall wird zu gering
  • Medikamenteneinnahme, Erkrankung des Auges
    • Mydriatika und Zykloplegika wirken teils bis zu einer Woche.
    • Erweitern Pupille -> hohe Blendungsempfindlichkeit
    • Antihistaminika, Psychopharmaka, Beruhigungs- und Schlafmittel, Husten- und Durchfallmittel, bestimmte Schmerzmittel, Mittel mit Scopolamin
    • Neurologische Erkrankungen die die Pupillenweite beeinflussen, Albinismus, Erkrankungen der Makula, Diabetische Retinopathie, Zapfendysfunktion, Erkrankungen der Stäbchen, toxische Retinopathien

Wie kann das Dämmerungssehen geprüft werden?

  • Penlight Test
    • ergibt eine grobe Bewertung der Blendungsempfindlichkeit 
    • kleine Blendlichtquelle wird in bestimmten Abstand und Winkel zum Probanden gehalten
    • Sehschärfe ohne und mit Blendlicht gemessen
    • unauffällig = kann bis 4 Sehzeichenzeilen Unterschied geben
  • Brightness Acuity Test (BAT)
    • Standardisierung des penlight Testes
  • Photostress Test
    • Testet die sofortige Helladaptation. 
    • Proband schaut 30sek in helle Lichtquelle und ahnschliessend auf Sehprobetafel
    • Zeit wird gemessen, bis seine ursprüngliche Sehschärfe wieder erreicht wird
  • Mesoptometer
  • Nyktometer (Messung des Sehvermögens in Dämmerung)

Was ist die Perimetrie?

Ist ein wichtiger Bestandteil der Screening-Verfahren

Mittels der Perimetrie kann das Gesichtsfeld auf die Funktionsfähigkeit der Sehbahn überprüft werden

 

Ist eine mögliche Variante der Gesichtsfelduntersuchung und deckt Gesichtsfelddefekte auf

die grundlegende Messgrösse ist die Lichtunterschiedsempfindlichkeit und basiert auf der Grundlage und Fähigkeit des Auges verschiedene Leuchdichten zu unterscheiden.

Ein intaktes Gesichtsfeld ist nicht gleichzusetzen mit der Funktionstüchtigkeit des Auges im allgemeinen, da Farbsehen, räumliches Auflösungsvermögen und Bewegungssehen nicht Gegenstand der perimetrischen Messung sind

Definieren Sie Gesichtsfeld

Summe aller Punkte die bei ruhendem Auge und ruhendem Kopf gleichzeitig wahrgenommen werden 

definieren Blickfeld

Summe aller Punkte die bei blickendem Auge und ruhendem Kopf nacheinander scharf gesehen werden können

Was ist ein Gesichtsfeldhügel?

Mit hilfe der Perimetrieergebnisse aus dem psychophysischer Test kann der individuell unterschiedliche Gesichtsfeldhügel grapfisch dargestellt und die Leistung beschrieben werden.

Krankhafte Veränderungen werden im Vergleich mit einem normalen Gesichtsfeld darstellbar erkennbar

-> Spitze stellt Fovea dar , darauf folgt ein Plateau (Lichtunterschiedsempfindlichkeit konstant) danach fällt es steil ab auf null (Netzhautexzentrizität mit Abnahme der Dichte der Zapfen ) Krater enspricht der Papille, die über keine lichtempfindlichen Zellen verfügt

Klassifizieren SIe Gesichtsfelddefekte

  • Positive und negative Skotome
    • positiv = wird vom Betroffenen selbst wahrgenommen
    • negativ= wird vom Betroffenen unter normalen Sehbedingungen nicht bemerkt und durch Perimetrie aufgedeckt (blinde Fleck)
  • Absolute und relative Skotome
    • absolut= LUE unabhängig von Helligkeit und Grösse des Lichtreizes = = -> vollständiger Gesichtsfeldausfall
    • relativ= verminderte LUE, gross und hell wird erkannt, klein und dunkel wird nicht gesehen
  • Diffuse und lokale Skotome
    • diffus= gleichmässige Einschränkung der LUE über grossen Bereich des Gesichtsfeldes (Grund: unzureichende Korrektion, Streuchlicht, grauer Star)
    • lokal= eingegrenzten Bereich des Gesichtsfeldes bis zur Hälfte des ganzen Gesichtsfeldes (Grund AMD)
  • Zentrale Skotome
    • Ausdehnung bis zu einer Exzentrizität von 5° bringt eine erhebliche Einschränkung der Sehschärfe mit sich
  • Parazentrale Skotome
    • Zwischen 5° und 30° Exzentrizität
  • Periphere Skotome
    • Bei Exzentrizität von mehr als 30°

 

 

  • Bogenförmige Ausfälle = besonders bei Glaukom als Folge von Nervenfaserverlusten in NH
  • Zentrozökale Skotome = reichen von Gesichtsfeldmitte bis zum blinden Fleck
  • Ringförmige Skotome = treten ringförmig bei Exzentrizitäten von 20° bis 40° auf
  • Quadrantenförmige Skotome = betreffen einen Quadranten des Gesichtsfeldes
  • Hemianopsien = halbseitige Gesichtsfeldausfälle (homonym= Ausfälle die gleichen Gesichtfeldhälften beide Augen betroffen -beide rechten oder linken Gesichtsfeldhälften- /heteronym = beide temporalen oder nasalen Gesichtsfeldhälften betroffen sind 

 

Nennen sie die Ursachen für Gesichtsfeldausfälle

 

 

  • Trübung der Medien
    • rufen diffuse Ausfälle hervor
  • Glaukom
    • zeigt kein einheitliches Erscheinungsbild bei Ausfällen
    • lokale, diffuse und relative Skotome
    • eine Messung reicht nicht aus
    • Vorsicht bei Auswertung!
  • Erkrankung der Netzhaut
    • Makulaödeme
    • Makuladystrophien
    • AMD
    • Diabetische Retinopathie
    • Retinitis Pigmentosa
    • Myopien
    • Karzinomassoziierte Retinopathie = Tumor
    • Medikamente
  • Neurologische Erkrankungen 
    • Sehnerv, Chiasma, weitere Sehbahm, Schlaganfall, Migräne, Ernährungsbedingte Gesichtsfeldausfälle
  • Psychogene Gesichtsfeldausfälle

Zählen sie die Perimetrieverfahren auf

  • Orientierende Untersuchung
    • Konfrontaionstest = Untersucher zeigt dem Betroffenen im ABstand von einem Meter die Hand und lässt Anzahl der gezeigten Finger benennen
  • Automatische Perimetrie
    • statisch = prüfpunkt nicht bewegt, LUE in festen NH-Ort mit unterschiedlicher Leuchtdichte
    • kinetisch = Prüfpunkt wird vom nichtsehenden Teil in sehenden Teil bei konstanter Leuchtdichte gebracht

Nenen sie Vorteile der Automatischen Perimetrie?

  • benötigt keine lange Einarbeitungszeit
  • geringe Abweichungen der LUE von der Norm 
  • lassen sich leicht erfassen
  • Früherkennung und Krankheitsverlauf des Glaukom einfacher und sicherer

Zählen sie die Prüfstrategien in der Perimetrie auf

  • Gesichtsfeldscreening
    • Stichprogeartige Prüfung des Gesichtsfeldes
    • dient der ersten Orientierung über Gesichtsfeld bei Auffälligkeiten (Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Hohe Myopie, Neurologische Erkrankungen
    • Nicht geeignet für Glaukomscreening
    • überschwelliger Test 
  • 4-2-1- Algorithmus
    • Schwellen-Strategie
    • Ermittlung des Schwellenwertes der LUE mittels Eingabelungsverfahren
    • bis auf 1dB genau
    • Sehr zeitaufwändig
  • Weiterentwicklung der 4-2-1 algorithmus
    • Zeitersparnis 30%
  • TOP Strategie
    • Zeitersparnis 80% 
    • arbeitet mit Einteilung des Gesichtsfeldes in Felder
  • SITA-Algorithmus
    • Kombination von Informationstheorie, Expertensysteme und künstlicher Intelligenz

Nennen Sie die Einflussfaktoren beim Perimeter

 

  • Maximale Prüfhelligkeit
  • Umfeldleuchtdichte
  • Prüfpunktdarbietung
  • Darbietungsdauer

Welche Fehler kann es in der Perimetermessung geben?

  • Falsche Eingabe des Alters
  • Pupillendurchmesser (kleiner Ø, weniger Licht, geringere LUE)
  • Trübung der optichen Medien (Streulicht)
  • Oberlid (Ptosis, Einschränkung des Gesichtsfeldes)
  • Refraktionsfehler 

wie ist die Bewertung der Screeningergebnisse vorgegeben?

soll lediglich zwischen auffällig oder unauffällig unterschieden werden 

Wie ist die Sensitivität der automatischen Perimetrie?

über 90%

mehr als 90% der Fälle eines defekten Gesichtsfeldes, entdeckt werden.

Was ist der Amslertest?

Ist ein Test zur Untersuchung des zentralen Gesichtsfeldes

Aufbau:

10x10 cm Standardgrösse, Testentfernung 33cm

bei dieser Entfernung entspricht Abstand zweier Linien des Gitters einem Grad auf der Netzhaut

Die Kantenlänge des Tests deckt dann einer Kantenlänge von 20° auf Netzhaut ab

 

Durchführung:

1 Auge wird abgedeckt 

"sehen sie den Punkt in der Mitte?" , bitte fixieren

"sehen sie die vier Ecken und Kanten des Quadrates?"

"sehen sie das Gitternetz vollständig, symmetrisch und parallel?"

"sehen sie Schatten, verzogene Linien, fehlt etwas?"

-> immer mit entsprechender Nahkorrektur wenn erforderlich

Was ist die Tonometrie?

Die Messung des IOD 

Als einzelne Untersuchung ist die Tonometrie nicht geeignet.

Welche Werte gelten für den IOD?

Mittelwert = 15-16mmHg +/- 2.5mmHg

kritische Wert = 21mmHg

Differenz zwischen rechts und links sollte nicht mehr als 4 mmHg sein

Nennen  sie die Einflüsse auf den IOD 

 

Kurzfristig

  1. Atmung = Anstieg bei Trompeter binnen 12sek
  2. Herzaktion = arterieller &venöser Blutdruck
  3. Lage = sitzen, liegen, stehen
  4. Akkommodation = sinkt bei Nahakkommodation
  5. körperliche Anstrengung = Hantelbank
  6. Wasseraufnahme = viel basser binnen kurzer Zeit ->Osmolarität
  7. Medikamente = Betablocker, parasympathomika, Alkohol senkend/ Cortison, Antihistaminika, Psychopharmaka, Schlaf-Beruhigungsmittel erhöhen IOD
  8. Erkrankungen = Katarakt, Tumore erhöhen / Uveitis und Glaukom im Spätstadium sehr niedrig

 

langfristig

  1. Alter = steigt mit dem alter an
  2. Geschlecht = mehr Männer
  3. Rasse = afro-amerikanische Herkunft
  4. genetiche Faktoren
  5. sisonale Variationen = Winter höher als Sommer

Was ist das Glaukom 

ist eine Erkrankung des Uges, bei der ein individuell zu hoher Augeninnendruck zu irreversiblen Schäden am Sehnerv führt und welches unbehandelt zur Erblindung führt

erfüllt alle Voraussetzungen für Screeningteste

 

Wird unterteilt in:

  • Primäres Glaukom
    • Offenwinkel
    • Normaldruck
    • Engwinkelglaukom
  • Sekunäres Glaukom
    • durch andere Erkrankung verursacht
  • Okuläre Hypertension
    • erhöhter IOD, aber kein Erkrankung

Nennen sie die Risikofaktoren für ein Glaukom

  • Glaukomerkrankung bei Verwandten ersten Grad
  • Afroamerikanische Herkunft
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Hohe Blutfettwerte
  • Myopien >4dpt
  • Crotisontherapien
  • Alter
  • Migräne
  • Sehr niedriger systolischer Blutdruck, Blutdruckabfall in Nacht
  • Diabetes
  • Raynaud- Syndrom

Was ist ein Raynaud- Syndrom?

Gefässkrämpfe, anfallartig auftretende Mangeldurchblutung

Risikofaktor für Glaukom

Was gehört zur Glaukomvorsorge?

  • Anamnese
  • Tonometrie /Noncontact Tonometrie
  • Perimetrie
  • Ophatlmoskopie
  • Spaltlampe
  • Genioskopie (Kammerwinkeluntersuchung)
  • Farbsinnprüfung
  • Kontrastempfindlichkeit

Zählen sie die Tonometrieverfahren auf

Applanationstonometrie

Goldman Tonometer= erfolgt an Spaltlampe, invasiv. Tränenfilm wird mit Fluo eingefärbt und mechanisch ein Messkörper auf HH aufgesetzt welcher 2 Bilder mit stetigem Druck bis sich rechte obere innere Ecke des oberen Halbringes und obere innere Ecke des unteren Halbringes überschneiden -> Durch Lokalanästhetika kann Messung verfälscht werden

Non Contact = berührungsfrei, mittels Luftimpuls. Betäubung nicht notwendig. Automatisiert und unabhängig von subjektiven Einflüssen des Unterscuhers.

Rebound= berührendes Verfahren mit Messsonde welche auf HH zu beschleunigt und dort abprallt. Diese Tonometrie miss die Verzögerung beim Rückprall. Wir kein Lokalanästhetika benötift

 

Dynamische Konturtonometrie

Pascal- Tonometer = ist unabhängig von zentralen Mittendicke und Biomechanik der HH. Verfügt über konkav geformten Messkopf der sich an FOrm der HH anschmiegt. Invasives Verfahren mit längerer Messdauer. Der ermittelte Wert liegt näher, da diese nicht von HH- Dicke und Krümmung beeinflusst werden

Nennen Sie die Vorteile der Non-Contact Tonometrie auf

  • Sicherheit
  • Einfachheit
  • Hygiene
  • Keine Verwendung von Lokalanästhetika
  • Keine Verwendung von Fluoreszin
  • kein Einfluss des Untersuchers uf den Messvorgang

Wozu dienen die Funktionsteste?

Mit den Funktionstesten werden die Augen auf Stellungsfehler oder Auffälligkeiten in der Bewegung geprüft.

Wenn Auffälligkeiten im Habitus zutreffen würden, kann ein Steuerungsdefekt im Hirn vorliege

 

Erste Hinweise wären:

Auffälligkeiten der Lider und Auffälligkeiten der Kopfhaltung

Erklären Sie folgende Begriffe:

  1. Sakkaden
  2. Langsame Folgebeweguugen 
  3. Vestibulookulärer Reflex
  4. Optokinetische Augenbewegungen
  5. Konvergenz- und Divergenzbewegungen
  6. Fixation
  7. Nystagmen
  8. Vergenzbewegungen
  9. Versionen

  1. Schnelle Augenbewegungen, sie sollen ein neu erfasstes Sehobjekt auf die Fovea abbilden
  2. Gleichmässige , langsame Augenbewegungen, welche die zentrale Abbildung bewegter Objekte aufrecht erhalten
  3. Langsame, konjugierte Augenbewegungen, entgegenesetzt der Kopfbewegung. Auslösung durch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Gewährleistet eine stabile, visuelle Wahrnehmung auch bei schneller Kopfbewegung
  4. Abfolge von langsamen Folgebewegungen und Sakkaden, physiologischer Nystagmus
  5. Bewegungen, die bei unterschiedlicher Objektentfernung die Sehachsen beider Augen so ausrichtet, dass sie an fixierten Objekt schneiden
  6. aktiver Vorgang eines eigenständigen okulomotorischen Systems im Gehirn. Kann gegen passive Kräfte in Orbita sowie konkurrierende Seheindrücke im Gesichtsfeld die Ausrichtung der Sehachse stabil halten
  7. Sind unwillkürliche ruckartige oder pendelartige oszillierende Versionen, die wesentlich schneller aufgeführt werden als AUgenfolgebewegungen oder Sakkaden man unterscheiden von 
    1. pathologisch 
    2. Vestiuläre (mit Gleichgewichtssinn gekoppelt)
    3. Optokinetisch (Eisenbahnnystagmus)
  8. binokulare gegensinnige Augenbewegungen
    1. Divergenz (nach aussen)
    2. Konvergenz (nach innen)
    3. tonische (bedingt durch Tonus der ABM)
    4. Proximale (durch Gefühl der Nähe)
    5. Akkommodative ( stimuliert durch Unschärfe)
    6. Fusionale ( durch Position der NH-Bilder
  9. Binokulare gleichsinnige Augenbewegungen 
    1. Augenfolgebewegungen
    2. Sakkaden
    3. Nystagmen

Was steuert der Nervus oculomotoris?

  • musculus rectus superior
  • musculus rectus inferior
  • musculus rectus medialis
  • musculus obliquus inferior
  • musculus levator palpebrae

Was steuert der Nevus trochlearis?

  • musculus obliquus superior

Was steuert der Nervus abducens?

  • Musculus rectus lateralis

Nennen Sie Teste zur Prüfung der Augenstellung und Augenbewegung

Prüfung der Augenstellung mittels Reflexbilder

  • Hirschberger Test
  • Brückner Test

Prüfung der Augenbewegungen

  • Cover- und Uncover Test
  • Motilitätstest 

 

Was ist der Hirschbergtest?

einfache Untersuchungsmethode von Schielerkrankungen

Es wird die Position von HH-Reflexen beobachtet und verglichen.

Proband betrachtet mit beiden Augen eine Helle Lichtquelle ( Spaltlampe, direktes Ophtalmoskop)

Was ist der Brückner Test?

im Unteschied zum Hirbschberger Test wird Fundusreflex, dessen Farbe und Helligkeit betrachtet und verglichen.

Dem Betrachter erscheinen entweder beide Augen gleichmässig hell -> kein Schielen

Eine Pupille erscheint eher heller -> das schielende Auge

Entsteht durch den Reflex der extrafovealen Netzhaut- und Aderhautbereich

MIthifle eines Ophtalmoskop DIstanz von 1m

 

reine qualitative Beurteilung-> gibt keinen exakten Aufschluss über das Ausmass eines Schielwinkels in Grad oder Prismendioptrien

Erkären sie den Cover- uncover Test

Covertest= Abdecktest zur Aufdeckung einer Heterotropie für Ferne & Nähe

Uncover = Aufecktest zur Aufdeckung einer Winkelfehlsichtigkeit

 

Durchführung:

  • Fixationsobjekt anbieten, kein zu grosses Testzeichen gut beleuchten
  • 1 Auge für 3-5 sekunden abdecken
  • Bei cover : Beobachtung des nicht abgedeckten Auges auf Einstellbewegungen
  • Bei uncover : Beobachtung am abgedeckten Auge bei wieder aufdecken auf Einstellbewegungen 
  • Beide Augen überprüfen

Alternierender Cover-Test

wechselseitiger Abdecktest, Durch ständigen Wechsel von rechts nach links ist kein Binokularsehen möglich. Mit diesem Test können Heterophorien und Heterotropien aufgedeckt und mögliche Stellungsfehler sichtbar

Was sind die Motilitätsteste?

dienen der Überprüfung der Funktion der Augenbewegungsmuskeln indem die AUgenbewegungen des Probanden bei gerader Kopfhaltung mit Penlight, WOlf Wand Stab oder kontrastreichem Stift 

Auslenkung des Augenpaares bi zu Lidwinkeln wird getetet

Testabstand beträgt 50- 60cm

Auslenkung beträgt 40cm in jede Blickrichtung

Normale Raumbeleuchtung

 

Ablauf:

  • Ermittlung des binokularen Blickfeldes (Fixationsobjekt wird in einem Bogen um den Kopf bewegt)
  • Prüfung der Motilität in neun Richtungen

Bewegen sich beide Augen in allen Blickrichtungen koordiniert miteinander?

Sind sie gleichmässig oder ruckartig?

Werden Doppelbilder beklagt?

 

Prüfung auf Sakkaden 

Was versteht man unter NPC

near point convergenz

hierbei wird Konverenz und gleichzeitig Pupillenreaktion überprüft

MIthilfe eines Stift oder Wolff Wand Stab

Vorgehen : Annäherung des Fixierobjektes  aus 50cm Entfernung bis Doppelbilder wahrgenommen werden, danach zurück bis wieder Einfachsehen eintritt. Abstand wird von Nasenwurzel gemessen.

Normalwerte: Breakpoint 4-8 cm und recoverypoint +2 bis 4 cm

Welche Gründe gibt es für Störungen der Augenbewegungen?

sind vielfältig und können analog der hierarchischen Ordnung unterteilt werden

Ursachen können Schlaganfall, Infarkte, Tumore, Erkrankunge, Verletzungen etc sein

Wozu sind Pupillenteste?

Pupillenteste geben Aufschluss über krankhafte Veränderungen wie zum Beispiel im Gehirn oder auch unerwünschte Medikamentennebenwirkungen

Bei Belichtung eines Auges eben die Edinger Westphal Kerne beider Hirnhälften Signale an beide Augen zur Verengung. WIrd nur ein Auge belichtet, verengt sich auch die Pupille des anderen AUges

Efferenzstörungen = kann bei betroffenen Auge keine Verengung mehr ausgelöst werden 

Afferenzstörungen = Ausfall der direkten Pupillenreaktion wenn betroffenes Auge beleuchtet wird. Beleuchtung des gesunden Auges hat eine Verengung beider Pupillen zur Fole (Schädigung Sehnerv)

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