Screening

Augenkunde

Augenkunde


N. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Diagnostik und Prüfung von Augenerkrankungen. Sie decken Themen wie die Untersuchung des Auges, die Beurteilung des Gesichtsfeldes, die Ophtalmoskopie und die Analyse der Akkommodation ab. Optiker, Augenärzte und Studierende profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Methoden wie der Van-Herick-Methode, der ISNT-Regel und der Bestimmung des AC/A-Quotienten, um präzise Diagnosen zu stellen und Behandlungsoptionen zu evaluieren.
Karten
108
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.03.2021 / 25.04.2025

Lernkarten

Was ist die Nahmiosis?

durch Konvergenzreaktion aktiviert über Konvegenzzentrum, welches im Mittelhirn im Bereich der Medialiskerne lokaliiert ist

Weil Licht und Nahreaktion unterschiedliche Nervenbahnen in Anspruch nehmen, kann in Folge die Nahreaktion in Takt sein, während die Lichtreaktion defekt ist

Was ist das Pupillengleichgewicht?

  • Isokorie = beide Pupillen sind gleich gross
  • Anisokorie = beide Pupillen sind unterschiedlich gross

Was versteht man unter einer Afferenz und einer Efferenz?

DIese werden mit unterschiedlichen Testverfahren geprüft.

Störungen der Efferenz sind eine Folge von Schädigungen an parasymphatischen Nervenbahnen (ziehen vom Mittelhirn zur Iris)

Prüfung: Geschwindigkeit und Ausmass de Pupillenverengung beim beleuchteten Auge -> beim einmaligen und bei Wiederhohlung auf erdmüdungsfreie

 

Störungen der Afferenz sind Folgen von Schädigungen an der Sehbahn (von Netzhaut über tractus opticus zum Mittelhirn)

Prüfung: Beleuchtungsdauer 3-5sek dann wechseln auf andere Auge, gleiche Abfolge. Wechsel führt man ungefähr 5 mal durc Beobachtung Pupillenbewegung

Nennen sie mögliche Ursachen für afferente Pupillendefekte?

  • grossflächige einseitige Makuladegeneration
  • Gefässverschlüsse
  • Papillenentzündung
  • Durchblutungsstörungen des Sehnervs
  • eiseitiges/einseitig stärker ausgeprägtes Glaukom
  • Sehnervenentzündung
  • Schädigung der Sehnervenkreuzung

Nennen sie mögliche Ursachen für symphatischer efferenter Pupilendefekt

  • Schäden im Zwischen oder Hirnstammbereich (Infarkte , Blutungen, Tumore)
  • Rückenmarkstumor 
  • Lungenspitzentumor
  • Entzündliche Prozesse im Hals oder Gesichtsbereich
  • Tumore im Bereich der Schädelbasis
  • angeboren

Nennen sie mögliche Ursachen für parasymphatischer efferenter Defekt

  • Aussackungen von Hirngefässen
  • Hirntrauma
  • Hirntumor
  • Multiple sklerose
  • Hirnhautentzündung (Mesingitis)
  • Sinus cavernosus Fisteln

Was ist das Akkomodationslag?

Der Akko-Erfolg entspricht nicht dem Akko-Bedarf

Wenn das Auge akkommodiert ist es nicht so stark wie es die Einstellentfernung fordern würde

Das Akkommodationsläg beträgt bei jungen Menschen ca. 0.5 bis 0,75 dpt

-> statt 2.5dpt Akko-Erfolg wird nur 1.75 bis 2.0dpt erreicht

 

Als auffällig gilt Akko-Lag grösser als 0.75dpt

Was ist der maximale Akkommodationserfolg?

ist die Differenz aus Fernpunkt und Nahpunktsrefraktion

Zur Bestimmung muss immer zuerst die Fernpunktsrefraktion ermittelt werden

Unterscheiden sie die innere und äussere Akkommodation

äussere = Brechkraftänderung durch den Ziliarkörper durch Verformung der Vorderfläche

innere = Änderung der Brechkraft durch Linse selbst. Macht 1/3 der Gesamtbrechkraft für Sehen in Ferne/Nähe aus

Wie kann der Napunkt ermittelt werden?

  • Mittels Nahsehproben (Tafeln oder auch Geräte)
  • Prüfung erfolgt monokular
  • Nahpunkt ist bestimm, wenn Sehprobe gerade noch erkannt wird
  • Abstand in m ergibt die maximale Akko

WIe verhält sich die Akkogeschwindigkeit?

Sie ist auf die Nähe schneller als zurück auf Ferne

  • von unendlich nach 0.5m -> in 0.36 sek
  • von 0.5m nach unendlich -> in 0.65 sek
  • von unendlich nach 0,2m -> in 0.91 sek
  • von 0.2m nach unendlcih -> in 1.51 sek

Welche Prüfungen der Akkommodation gibt es?

Prüfung der Akkommodationsfähigkeit

  • Prüfung maximaler Akkoerfolg und Akkofähigkeit
  • Hilfsmittel Fixierobjekte
  • Darbietung in 60 cm vor Auge
  • Korrektion ohne/mit habitueller Fernkorrektion ggf. mit bestmöglicher Korrektion
  • Durchführung monokular, Objekte gleichmässig und bei leichter Blicksenkung langsam an Probandenauge annähren
  • Reguläres Ergebnis wenn altersentsprechen nach Duanscher Kurve
  • Auffälligkeiten Ergenisse nicht altersentsprechend -> Akkostörung

 

Prüfung der Akkodynamik (Fähigkeit schnell und präzise auf untersch. Objektentfernungen scharf einstellen zu können)

  • Prüfung akkodynamik
  • Hilfsmittel Flipper (Vorhalter /Standard +/- 2.0 dpt) Fixierobjekt
  • Darbietung in 40 cm
  • Korrektion ohne/mit habitueller Fernkorrektion ggf mit bestmöglichster Korrektion
  • Durchführung binokular ggf monokular. Proband muss durch Flipper das Fixierobjekt scharf erkennen können
  • reguläres Ergebnis 10 Umdrehungen pro min
  • Auffälligkeiten weniger als 10 Umdrehungen pro min. Akkostörung und/oder Akko-Konvergenzstörung

Nennen sie Auffälligkeiten der Akkommodation

  • Akkommodationsschwäche
    • Akkozustand kann nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden
    • Bild wird nach einiger Zeit unscharf
  • Akkommodationsinsuffizienz
    • der korrigierte maximale Akkoerfolg liegt unterhalb den altergemässen Werten (ca.2.0dpt)
    • geringer als altersentsprechend
  • Akkommodationslähmung
    • Akko bleibt vollständig oder teilweise aus
  • Akkommodationsexzess
    • ist ein Überschuss der Akko-> wird zu stark akkommodiert
    • gehört auch der Akkommodationskrampf und Überakkommodation
  • Störung des binokularsehens und der Akkommodation
    • wegen der engen Verknüpfung von Vergenz und Akkommodation kann eine unzureichende Akko auch auf eine mangelnde Konvergenzinnervation zurück zu führen sein
    • AC/A- Quotient

Nennen Sie Ursachen für die Störung der Nahakkommodation

  • Presbyopie
  • pathologische Störungen
    • Lähmung des Ziliarkörpers
    • Neurologische Erkrankungen 
    • Adie-Syndrom
    • Diabetes
    • Erhöhter Hirndruck
    • Aneurysmen
    • Erkrankungen des Mittelhirns
    • Medikamte und Drogen : Anithistaminika, Antimetika, Schmerzmittel, Psychopharmaka, ANtidepressiva, Antikonvulsiva, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Medikamente gegen Durchfallerkrankung, Medikamente geten Erkältungskrankheiten

Erklären sie die Heterophoriemethode für den AC/A -Quotient

Vorgehen :

Die Änderung der Akkommodation und somit auch der Konvergenz erfolgt über die Änderung der Prüfentfernung

 

PD + (Heterophorie Nähe) - (Heterophorie Ferne) / AE (Einstellrefraktion)

 

Man bestimmt die Phorie für Ferne 

Bestimmung der Nah Phorie für eine bestimmte Entfernung

 

Definieren Sie den AC/A Quotient

Ist die Summe aus akkommodativer und proximaler Vergenz, die mit Änderung der Objektentfernung um 1 dpt gekoppelt ist

 

AC/A Quotient (cm) = akkommodative + proximale Konvergenz / Entfernungsänderung in dpt 

Was ist der Normwert für den AC/A Quotient?

4cm/m mit Standrdabweichung +/- 2cm/m

zu hoch = KOnvergenz fällt im Verhältnis zur Akko zu stark aus -> Exzess

zu niedrig = Konvergenz fällt im Verhältnis zur Akko zu schwach aus -> Insuffizienz

Wie ist die Einteilung der ANomalien nach Wick?

niedriger AC/A = 

  • Ferne: Orthophorie 
    • Konvergenzinsuffizienz
  • Ferne: Exophorie
    • Konvergenzinsuffizienz 
  • Ferne: Esophorie
    • DIvergenzinsuffizienz

 

normaler AC/A=

  • Ferne: Orthophorie
    • fusionale Vergenzdysfunktion
  • Ferne: Exophorie
    • reine Exophorie
  • Ferne: Esophorie
    • reine Esophorie

 

hoher AC/A=

  • Ferne: Orthophorie
    • Konvergenzexzess
  • Ferne: Exophorie
    • Divergenzexzess
  • Ferne: Esophorie
    • Konvergenzexzess

 

Was versteht man unter der Ophtalmoskopie?

dient der Fundusbetrachtung; der Betrachtung und Möglichkeit der Beurteilung des am Augenhintergrund einsehbaren Bereiches mittels Ophtalmoskop

Betrachtet wird: Makula, Papille zur Bestimmung der Cup-Disk-Ratio (Glaukom)

 

Was ist die AV-Ratio?

Das Verhältnis der Arterien und Venen

Was ist die Cup - Disk -Ratio?

Cup = Exkavation (Aushöhlung/ Vertiefung) der Papille

disk = Gesamtdurchmesser der Papille

 

Ratio= ist das Verhältnis der beiden Grössen zueinander

Was ist die ISNT-Regel?

Wo findet diese Anwendung?

  • I = Inferior - am breitesten
  • S= superior - Abstand breit
  • N= nasal - Abstand schmal
  • T= temporal - am schmalsten

 

bei Ophtalmoskopie

Unterscheiden Sie die direkte und die indirekte Ophtalmoskopie

direkte

  • Bezeichnung
    • im aufrechten Bild, Seitengleich
  • Erfinder
    • Helmholtz
  • Vergrösserung
    • 14x bis 15x
  • Erzielt durch 
    • D Auge (Prüfling)
  • Objektfeld
    • 2-3mm
  • AP Blende
    • Pupille Prüfling/kleinere Pupille
  • Gesichtsfeldblende
    • Grössere Pupille
  • Verwendung 
    • Diagnostik Detail
  • Beispiel 
    • Ophtalmoskop mit Rekoss Scheibe zum Ausgleich von Fehlsichtigkeiten

 

indirekte 

  • Bezeichnung
    • im umgekehrten Bild
  • Erfinder
    • Ruete
  • Vergrösserung
    • -4.5 x
  • Erzielt durch 
    • Dol
  • Objektfeld 
    • 8mm
  • AP Blende 
    • Rand der OL
  • Gesichtsfeldblende
    • Prüferpupille
  • Verwendung
    • Diagnostik Überblick
  • Beispiel 
    • Volk-Linse

 

Welche Ophtalmoskopier-Möglichkeiten gibt es nebst der direkten und indirekten noch?

  • MIO = Monokulare indirekte Ophtalmoskopie (aufrechtes und seitengleiches Bild)
  • BIO = Binokulare indirekte Ophtalmoskopie ggf. mit Spaltlampe (Kopfophtalmoskop)
  • Genioskop (Drei-Spiegel-Kontaktglas, virtuelles und aufrechtes Bild, AA)

Was betrachtete man in der Funduskontrolle?

  • Allgemein:
    • Farbe
    • Pigmetierung
    • Transparenz/ Klarheit der Medien
  • Papille:
    • Farbe
    • Form
    • Begrenzung
    • Höhenniveau
    • Cup-disk ratio
  • Gefässe
    • Farbe
    • Verlauf
    • Kreuzungen
    • Form
    • Kaliberschwankungen
    • Reflexe
    • AV-Ratio
  • Peripherie
    • Farbe
    • Pigmentierung
    • Niveaudifferenzen
  • Macula
    • Farbe
    • Beschaffenheit
    • Reflexe 
    • Wallreflexe (nur macula)

Für welche Möglichkeiten kann man die Spaltlampe im Screening anwenden?

  • Lokalisierung von Fremdkörpern
  • Beurteilung der brechenden Medien
  • Sitzkontrolle KL
  • Beurteilung des vorderen Augenabschnittes
  • Beurteilung des Tränenfilms (Status)
  • Untersuchung der Augenlinse
  • Beurteilung des Kamerwinkels mit der von-Herich-Technik

Was ist die Van-Herick - Methode?

dient zur Abschätzung der Grösse des Kammerwinkels

 

  1. Beleuchtungsstrahlengang mit schmalem Spalt fast senkrecht auf die temporale periphere HH ausrichten
  2. Beobachtungsstrahlengang ca 60° dazu
  3. Zwei Lichtbänder sind zu erkennen. Zwischen diesen ist ein dunkles Lichtband erkennbar, das von der Vorderkammer her rührt
  4. Es wird die Breite des dunklen Bandes abgeschätzt

 

0° = Vorderkammertiefe geschlossen/Kammerwinkel 0° = 100% Wahrscheinlichkeit eines Winkelblocks

1°= Vorderkammertiefe <1/4 / Kammerwinkel <10° = hohe Wahrscheinlichkeit eines Winkelblocks

2°= Vorderkammertiefe 1/4 bis 1/2 / Kammerwinkel <20° = möglich dass ein Winkelblock entsteht

3°= Vorderkammertiefe 1/2 bis 1 / Kammerwinkel 20°bis 35° = unwahrscheinlich

4°= Vorderkammertiefe >1. / Kammerwinkel 35° bis 45° = unmöglich

Wie erfolgt die Untersuchung der Augenlinse an der Spaltlampe?

ist in Mydriasis empfohlen, da sonst zu beobachtenen Teil zu klein ist

mit Spiegelnder Beleuchtung kann Vorderfläche und Ablagerungen betrachtet werden

mit dem optischen Schnitt ermöglicht es ein Durchgang des Lichtes bis zur Rückfläche, somit lassen sich die Dicke und Transparenz abschätzen (Türbungen und Verfärbungen der Augenlinse werden gut erkannt)

Lernen