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Flashcards
6 typische Krankheitsbilder des Bewegungsapparats (Orthopädie)
-angeborene Krankheiten / Fehlbildungen
- schäden der Wachstumsfugen / Wachstumsstörunge
- knochenkrankheiten
- infektionen
- tumore
- degenerative Erkrankungen
- verletzungen (trauma)
Erklären Sie, warum auch bei jungen Rauchern (z.B. im
Alter von 20 Jahren) im Schnitt die Sterblichkeit höher
ausfällt als bei Nichtrauchern.
Es wurde ausführlich diskutiert, dass junge Raucher noch nicht an
Herzinfarkt oder Krebs sterben. Das Raucherverhalten steht in
jungen Jahren als Proxy (stellvertretend) für erhöhtes
Risikoverhalten, was z.B. zu mehr Unfällen mit
entsprechend erhöhter Sterblichkeit führt.
Kopfschmerzen sind meistens Zeichen einer gutartigen
Erkrankung. Nennen Sie drei Begleiterscheinungen von
Kopfschmerzen, die einen gefährlichen Kopfschmerz
anzeigen und rasch weitere medizinische Abklärungen
verlangen.
(Neurologie)
Kopfschmerzen bei Fieber
- Kopfschmerzen bei starker Nackensteifigkeit
- Kopfschmerzen mit Bewusstseinsänderungen
- Kopfschmerzen nach Kopfanprall
- Kopfschmerzen bei hohem Blutdruck
- Kopfschmerzen bei Drogenmissbrauch
Nennen Sie vier typische Therapien orthopädischer
Erkrankungen.
- Allgemein prophylaktische Massnahmen (Diät/Sport etc)
- Physikalische Therapie
- Medizinische Trainingstherapie
- Ergotherapie, Hilfsmittel
- Arbeitsplatzberatung, Ergonomie
- Medikamentöse Therapie
- Orthopädisch chirurgische Eingriffe (Operationen)
Nennen Sie zwei Komplikationen von Frakturen mit dem
Fachbegriff und in deutscher Umschreibung.
Infekt = Entzündung
Pseudarthrose = nicht zusammengewachsener Knochen
Nennen Sie zwei mögliche Komplikationen nach einer
traumatischen Schulterluxation.
Nennen Sie die Fachbegriffe oder beschreiben Sie
stichwortartig. Die ersten zwei Nennungen werden
gewertet.
- Bankart-Läsion (Zerstörung des ventralen (vorderen) Kapsel-
Bandapparates (führt zur Schulterinstabilität).
- Hill-Sachs-Läsion (dorsale (hintere) Knochenfraktur am Humeruskopf
(führt zur Schulterinstabilität)
- Nervenläsion N. axillaris mit evt. Lähmungserscheinungen
- SLAP-Läsion (Einriss des Labrum glenoidale)
Welche drei Abklärungsschritte veranlassen Sie, wenn
Ihnen ein Bäcker mit Kontaktekzem gemeldet wird.
1.
Befragung des Versicherten (0.5 Pkt) über den Ekzemverlauf, bisher
bekannte Allergien und Frage nach Atembeschwerden (0.5 Pkt).
2.
Auskunft vom Hausarzt oder Facharzt (Dermatologe / Allergologe) (0.5 Pkt)
über Ursache des Ekzems und bisherigen Verlauf (0.5 Pkt)
3.
Falls neu Atembeschwerden (0.5 Pkt) angegeben werden, dann
Untersuchung beim Lungenfacharzt (0.5 Pkt).
Ein schizophrener Patient liegt 90 Tage auf einer
psychiatrischen Akutabteilung. Halluzinationen und
Wahnsymptome sind abgeklungen, jedoch schreibt die
behandelnde Oberärztin der Klinik in ihrem
Kostengutspracheverlängerungsgesuch von weiterhin
depressiv anmutender Stimmungslage,
Antriebsproblemen und sozialem Rückzug des
Patienten. Sie bittet um Verlängerung der stationären
Akutbehandlung für weitere 2 Monate.
Würden Sie als Krankenversicherer dies gutheissen oder
nicht. Begründen Sie. Falls nicht, wie lange würden Sie
der Klinik Übergangsfrist gewähren für das Finden einer
anderer Unterbringung (Ankünden der Pflegetaxe)?
Keine Verlängerung mehr (0.5 Pklt)
Spitalbedürftigkeit ist nicht mehr ausgewiesen (0,5 Pkt), kann ambulant
weiter therapiert werden (0.5 Pkt).
Frist: (2)- 4 Wochen zur Organisation Pflegeplatzes (0.5 Pkt)
Welches sind die notwendigen Anforderungen an eine
Gutachterin/einen Gutachter?
- Fachliche Qualifikation
- Versicherungsmedizinische Kenntnisse
- Neutrales Verhalten
- Menschenkenntnis
- Sorgfalt
Welche bedeutenden Fehler machen unbedarfte
Gutachter bei der Niederschrift der Vorgeschichte nach
Lage der Akten und der Anamnese?
Sie machen keine Trennung zwischen subjektiven (0.5Pkt) und objektiven
(0.5 Pkt) Angaben.
Nennen Sie zwei Krankheiten, die beim
Leistungssportler zum Sekundenherztod führen können.
- Hypertrophe Kardiomyopathie
- Rechtsventrikuläre Arrhythmogene Kardiopathie
- Langes-QT Syndrom
- Angeborener falscher Abgang einer Koronararterie
- Koronare Herzkrankheit
Ein Versicherter sucht den Hausarzt auf und möchte
seine Nieren abgeklärt haben, da sein Bruder an einer
Niereninsuffizienz leidet.
Nennen Sie sechs nephrologischen Untersuchungen.
- Anamnese
- Körperliche Untersuchung inklusive Blutdruck
- Urinsticks auf Blut, Protein, Glucose, Bilirubin, mikroskopisches
Urinsediment
- Serumkreatinin
- Harnstoff
- Elektrolyte
- Kreatinin-Clearance für GFR
- Sonografie
- CT
- MRI
- Szintigrafie,
- Angiographie
- Biopsien (FNP-Punktionen)
- Endoskopien (mit Biopsien)
Ein 35-jähriger Mann wünscht eine Lebensversicherung
mit Invalidität und Prämienbefreiung. Er gibt an, dass er
„blutzuckerkrank“ sei, aber keine Probleme habe.
Welche spezifischen Informationen müssen Sie haben,
damit Sie ihm einen Vertrag anbieten können? Nennen
Sie vier.
Mögliche Antworten:
- Genaue Diagnose und Alter bei Erstdiagnose
- Diabetes mellitus Typ I, insulinabhängig
- Diabetes mellitus Typ II: Insulinresistenz? Defekte der Insulinsekretion?
- Exakte Art der Behandlung, Compliance
- HbA1c
- Komplikationen, Schäden an anderen Organen
- Vorhandensein von anderen, unspezifischen Risikofaktoren wie
Adipositas, Hypertonie, Rauchen, Cholesterin
Ein Mann, 54 Jahre alt, selbständiger Maurer, mit einer
Diagnose laut eingeholtem Arztbericht "beginnende
COPD", beantragt bei einer Versicherung:
- Krankentaggeld; 90% AHV-Lohn 130’000 CHF
versichert, 30 Tage Wartefrist
- UVG-Deckung
- Todesfallversicherung 500’000 CHF
- Erwerbsunfähigkeitsrente 48’000 CHF mit 90 Tagen
Wartefrist und Prämienbefreiuung
Welche ärztlichen Untersuchungen fordern Sie als
Underwriter/Risikoprüfer ein? Für welche
Versicherungsdeckungen benötigen Sie was?
- Berichte des Lungenfacharztes (0.5Pkt)
- Lungenfunktionsmessung(0,5 Pkt): Spirometrie (0.5 Pkt)
- Lungenfunktionsmessung: Bodyplethysmografie (0.5 Pkt)
- Alle für Krankentaggeld und Einzellebendeckungen erforderlich; für UVG:
keine Anfrage erforderlich
Was ist der Unterschied zwischen einer chronischentzündlichen
Darmerkrankung und einem
sogenannten Reizdarmsyndrom?
- Keine objektivierbaren (0.5) krankhaften (0.5) Befunde beim Reizdarm.
- Die Behandlung ist völlig unterschiedlich(
Nennen Sie fünf verschiedene Risikofaktoren, welche
die Wahrscheinlichkeit einer Schmerzchronifizierung
erhöhen.
- starke postoperative Schmerzen
- Ängstlichkeit
- Stress
- präoperative Schmerzen
- Alter – je älter, desto weniger Schmerzen (!)
- Geschlecht.
- Psychosoziale Faktoren
- Nervenschäden
Nennen Sie eine mögliche langfristige Folge einer
chronischen Hepatitis B.
- Leberkrebs
- Leberzellkarzinom
- etc.
Patienten mit Asthma bronchiale verwenden
1. Welches Hilfsmittel, um
2. Welche Art Atemvolumen zu kontrollieren?
3. Was wird gemessen?
3. Zu welchem Zweck tun die Patienten das?
Lösung:
1. Die Patienten mit Asthma bronchial verwenden ein Peak-Flow-Meter.
(0.5 Pkt)
2. Das Ausatemvolumen: wieviel Luft sie innert einer Sekunde ausatmen
können (0.5 Pkt)
3. Das Forciertes Expiratorische 1-Sekundenvolumen (0.5 Pkt)
3- Sie machen das, um die Dosis ihrer Dosieraerosole (sog. Asthmasprays)
zu kontrollieren
Nach welchen Kriterien werden die Arbeitsbedingungen bei der Anmeldung
von Atembeschwerden insbesondere bei Verdacht auf beruflich bedingtes
Asthma bronchiale evaluiert?
a. Wie wird gearbeitet? (1 Punkt)
b. Mit welchen Stoffen wird gearbeitet? (1 Punkt)
c. Welche Schutzmassnahmen stehen zur Verfügung?
Wie geht eine Ärztin vor, wenn sie die Arbeitsfähigkeit eines Patienten
beurteilen muss? Welche zwei wesentlichen Elemente benötigt sie dafür
und was macht sie damit?
Sie muss das Funktionsprofil (1.0 Pkt für korrekten Begriff, 0.5 Pkt für
Umschreibung) des Patienten mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes
(1.0 Pkt für korrekten Begriff, 0.5 Pkt für Umschreibung) vergleichen (0.5
Pkt) , d.h. sie muss beurteilen (0.5 Pkt), was der Patient noch machen
kann, was er nicht machen kann und dies dann mit den Anforderungen am
Arbeitsplatz vergleichen.
Als Aortenklappenersatz können mechanische Prothesen
oder Bioprothesen dienen. Beschreiben Sie Vor- und Nachteile der beiden
verschiedenen Implantate.
Die mechanische Prothese hält länger als die Bioprothese oder
Verschleissveränderungen der Bioprothese in einigen Jahren im
Gegensatz zur mechanischen Prothese (0.5 Pkte)
Im Gegensatz zur Bioprothese verlangt die mechanische Klappe eine
Dauerantikoagulation. (0.5 Punkte)
Es besteht Blutungsrisiko bei einem Unfall unter Antikoagulation (0.25
Pkt)
Falls die Antikoagulation unterdosiert ist, kann es zu Prothesen
Thromben und Schlaganfall kommen. (0.25 Pkt)
Risiko für Komplikationen der mechanischen Prothese, z.B. eine
erneute Endokarditis
Das Nervensystem ist ein komplexes Organ, das im gesamten Körper
verbreitet ist. Nennen Sie
1. die Hauptkomponenten
2. die wichtigsten funktionellen Teile.
1. Hauptkomponenten: Zentrales und peripheres Nervensystem (je 0.5
Pkte). 0.5 Punkte wenn "Gehirn und Nerven".
2. Funktionelle Teile:
Hirnhemisphären und Hirnlappen (Stirn-, Scheitel-, Schläfen- und
Hinterhauptlappen // frontaler, parietaler, temporaler, okzipitaler
Lappen) max. 1 Punkt
a.
Motorische Nervenbahnen, sensible Nervenbahnen und autonome /
vegetative Nervenbahnen
Ein Mann, 28jährig, oberes Management, möchte eine Lebensversicherung
abschliessen, und auch den Lohn (Jahreslohn Fr. 260'000) versichern.
Er sei kerngesund, treibe regelmässig Sport, habe keinen Arzt in der
Schweiz. Ein Arzt in Singapur habe letztes Jahr beim Check-up minimal
Blut im Urin festgestellt. Es wurden keine weiteren Abklärungen getätigt,
da er ja top fit sei.
Als Underwriter klären Sie die Hämaturie ab. An welche möglichen
Ursachen für die Hämaturie denken Sie?
Nennen Sie sechs mögliche, konkrete Krankheitsursachen.
Erbkrankheiten, angeborene Miss-/Fehlbildungen: kongenitale
Zystennieren (polyzystische Nierenerkrankung,
Markschwammnieren)...
1.
2. Degeneration: benigne Nephrosklerose...
3. Verletzungen: Trauma, -Lithiasis...
Entzündungen, Abwehrreaktionen des Immunsystems, Infektionen:
HWI = Harnwegsinfekt, Pyelonephritis, Glomerulonephritis oder
tubulointerstitielle Nephritis, Tuberkulose, Vaskulitis, Systemischer
Lupes erythemadodes...
4.
5. Stoffwechselerkrankungen: D. mellitus, Gicht...
6. Tumoren: gut oder bösartig in Niere, Harnleiter, Prostata, Blase...
Vaskuläre Erkrankungen: Niereninfarkt, Nierenarterienstenose,
Thrombose, Embolie...
Zählen Sie vier typische "Komplikationen" auf, die im Akutspital auftreten
können.
Die ersten vier Nennungen werden gewertet.
Wundinfektion oder Spitalinfektion (0.75 Pkt)
(lagerungsbedingter) Haut- oder Nervenschaden (Decubitus) (0.75
Punkte für eine Nennung)
l
l Tiefe Venenthrombose (0.75 Pkt)
l Lungenembolie (0.75 Pkt)
l Magenblutung (0.75 Punkt)
Nennen Sie sechs Beispiele von "konservativer Therapie" am
Bewegungsapparat.
Die ersten sechs Nennungen werden gewertet.
l Prophylaktische Massnahmen (Diät/Lebensführung/Fitness & Sport)
l Physikalische Therapie (Physio) / Medizinische Trainingstherapie
Ergotherapie / Einsatz von Hilfsmitteln / Arbeitsplatzabklärung &
Beratung
l
Medikamentöse Therapie / Einnahme von Tabletten po / Infiltration
oder Injektion
l
Temporäre Immobilisationen wie Gips- oder Schienenbehandlung /
Aufrichtekorsett/ Stockentlastung
l
l Schuhzurichtungen / Einlagen
Was unterscheidet eine Arthritis von einer Arthrose?
Beschreiben Sie in Stichworten.
l Arthritis ist eine Entzündung eines Gelenkes (1 Pkt)
Arthrose eine Abnützungserscheinung (oder Verschleiss,
Degeneration)
Was versteht man unter einem Symptom?
a) Erklären Sie den Begriff mit dem deutschen Wort oder beschreiben Sie
ihn.
b) Nennen Sie drei verschiedene Symptome.
Zu b): Die ersten drei Antworten werden gewertet.
Symptom = Krankheitszeichen
Beispiele: Fieber, Schmerz, Herzklopfen, Atemnot, Husten, Tränenfluss, ...
Nennen Sie drei Ursachen für eine habituelle (nicht traumatische)
Schulterluxation, bzw. Faktoren, die eine solche begünstigen.
Die ersten drei Nennungen werden gewertet.
l Anomalien des Kapselbandapparates
l Veränderte Kollagenvernetzung bzw. -zusammensetzung der Kapsel
l Dysplastische Pfannenverhältnisse (Minderanlage der Pfanne)
Verstärkte Anteversion der Pfanne, verminderte Retrotorsion des
Humeruskopfes
l
Kongenitale Bindegewebsschwäche (Ehlers-Danlos-Syndrom, Marfan-
Syndrom)
l
l Muskuläre Fehlinnervation (Fehlansteuerung).
Ein Versicherter erleidet eine traumatische Schulterluxation bei einem
Motorradunfall.
Aus welchen Gründen kann die Schulter nach Abheilung der
Akutsymptomatik nach wie vor luxieren? Nennen Sie drei Ursachen.
Die ersten drei Nennungen werden gewertet.
Verbliebene Schäden nach traumatischer Erstluxation
l Knorpelige/knöcherne Bankart-Läsion
l Hill-Sachs-Delle
l Schwäche des Kapsel-Band-Apparates
l Verlust der Propriozeption
l Muskelschwäche trotz adäquater Rehabilitation
Ein 46jähriger Maurermeister mit Morbus Crohn beantragt eine
Krankentaggeldversicherung.
1. Was wollen Sie über seinen Gesundheitszustand wissen?
2. Welche Konsequenzen kann die Erkrankung für die Versicherbarkeit
haben?
Nennen Sie zu Frage 1. und 2. je vier Punkte. Die ersten vier Nennungen
werden gewertet.
1. Wenn ich das Risiko prüfe, will ich wissen,
welche Ausdehnung die Erkrankung im Magen-Darm-Trakt hat
(0.25Pkt)
l
l wann der letzte Schub war (0.25 Pkt)
l welche Medikamente die Person nimmt (0.25 Pkt)
l wie hoch die entzündliche Aktivität ist (0.25 Pkt).
2. Es kann sein, dass
l die Person unversicherbar ist (0.25 Pkt)
l der Antrag aufgeschoben werden muss (0.25)
l ein Risikozuschlag (0.25 Pkt) erhoben wird
l die Wartefeist verlängert wird (0.25 Pkt)
l eine Auschlussklausel gemacht wird (0.25).
In der Lebensversicherung unterscheidet man zwei Arten von Zuschlägen.
Nennen Sie diese Arten von Zuschlägen und je ein Beispiel, welches zu
diesen Zuschlagsarten führt.
Die beiden Arten heissen multiplikativer (0.5 Pkt) bzw. additiver (0.5 Pkt)
Zuschlag.
Kardiovaskuläre Krankheiten führen in der Regel zu multiplikativen
Zuschlägen (0.5 Pkt). Erfolgreich therapierte Krebspatienten kriegen in der
Regel einen additiven Zuschlag (0.5 Pkt).
Nennen Sie das ursprüngliche Versicherungsprinzip und erklären Sie,
warum ein möglichst grosser Bestand von Versicherten angestrebt wird.
Das Prinzip heisst Risikoausgleich im Kollektiv (1 Pkt für korrekten Begriff),
oder der Individualschaden wird durch das Kollektiv beglichen (0.5 Punkte
für Beschreibung).
Versicherungsgesellschaften wollen einen möglichst grossen Bestand, um
besser gegen Schwankungen der Schadenlast geschützt zu sein (1 Pkt).
Hinweis für die Korrektur: Dies ist keine abschliessende Lösung!
Welche Daten soll man in einer psychiatrischen Anamnese erheben?
Nennen Sie 4 Elemente. Die ersten 4 Nennungen werden gewertet.
l Jetziges Leiden
l Persönliche Anamnese
l Familienanamnese
l Systemanamnese
l Medikamentenanamnese
l Sozialanamnese
Eine selbständige 43jährige Coiffeuse ist seit dem 19. Lebensjahr erkrankt
an Hepatitis C. Sie beantragt Erwerbsunfähigkeitsrente CHF 60’000/Jahr,
250’000 CHF Todesfalldeckung, alles mit Prämienbefreiung.
Sie gibt an, sie habe eine neuartige antivirale Therapie abgeschlossen.
Welche Unterlagen und welche Informationen benötigen Sie, um das Risiko
einschätzen zu können?
Berichte (0.5 Pkt) der behandelnden Hepatologen oder Gastroenterologen
(0.5 Pkt)
Leberwerte (0.5 Pkt) z.b. Transaminasen; Virusload (0.5 Pkt für
Präzisierung)
Histologie oder Fibroscan der Leber (0.5 Pkt)
Art und Erfolg der abgeschlossenen Therapie (0.5 Punkte)
Nicht abschliessende Liste. Andere richtige Nennungen werden analog
bewertet.
Eine 46jährige Frau sucht ihren Hausarzt auf wegen Abklärung einer neu
aufgetretenen zunehmenden Müdigkeit. Dieser stellt eine
Niereninsuffizienz fest.
Mit welchen Störungen ist zu rechnen? Nennen Sie drei Störungen. Die
ersten drei Nennungen werden gewertet.
Blutdruckstörungen
Störungen Säure-Basehaushalt
Anämie (Blutarmut)
Urämie
Elektrolytstörungen
Knochenstoffwechselstörungen
Nierenversagen
Nicht abschliessende Aufzählung.
Mann, 38 Jahre alt, möchte eine Lebensversicherung abschliessen. Er wird
von der Versicherung zu einem Arzt geschickt für eine körperliche
Untersuchung und Laboruntersuchungen. Im Urin werden rote
Blutkörperchen nachgewiesen.
Beschreiben Sie drei verschiedenartige Ursachen einer Hämaturie ? Die
ersten drei Nennungen werden gewertet.
Erbkrankheiten, angeborene Miss-/Fehlbildungen: kongenitale
Zystennieren (polyzystische Nierenerkrankung, Markschwammnieren)...
Degeneration: benigne Nephrosklerose...
Verletzungen: Trauma, -Lithiasis...
Entzündungen, Abwehrreaktionen des Immunsystems, Infektionen: HWI =
Harnwegsinfekt, Pyelonephritis, Glomerulonephritis oder
tubulointerstitielle Nephritis, Tuberkulose, Vaskulitis, Systemischer Lupes
erythemadodes...
Stoffwechselerkrankungen: D. mellitus, Gicht...
Tumoren: gut oder bösartig in Niere, Harnleiter, Prostata, Blase...
Vaskuläre Erkrankungen: Niereninfarkt, Nierenarterienstenose,
Thrombose, Embolie...
Nicht abschliessende Liste.
Zur Behandlung einer chronischen rheumatischen Entzündung (z.B. einer
rheumatoiden Arthritis) werden sog. Basistherapien verwendet.
Beschreiben Sie drei Eigenschaften einer medikamentösen Basistherapie.
Die ersten drei Eigenschaften bzw. deren Beschreibungen werden
gewertet.
Basistherapien (BT) wirken – im Gegensatz zu einer symptomatischen
Therapie – erst mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Wochen.
BT vermögen – anders als eine symptomatische Therapie – den Verlauf der
Erkrankungen günstig zu beeinflussen, d.h. sie können das Risiko, dass es
zu Gelenkzerstörungen kommt, erheblich vermindern.
Bei einer BT darf die Patientin / der Patient - anders als bei
Schmerzmitteln - die Dosis nicht selber verändern.
BT greifen oft stark ins Immunsystem ein und haben deshalb den Nachteil,
dass es gehäuft zu Infektionskrankheiten kommt.
Eine BT bedarf einer sorgfältigen ärztlichen Überwachung.
Nicht abschliessende Aufzählung der Eigenschaften.
Welche Bedeutung haben die Erkrankungen des Bewegungsapparates
weltweit?
Beschreiben Sie in Stichworten.
Erkrankungen des Bewegungsapparates und psychische Erkrankungen
(0.5 Punkte) stehen weltweit an der Spitze (0.5 Punkte) der Erkrankungen,
die zu Behinderungen (0.5 Punkte) führen. Dabei sind alle Altersklassen
und alle sozialen Schichten (0.5 Punkte für Angaben zur Prävalenz)
betroffen.
Ein 22-jähriger Profifussballer bricht unerwartet auf dem Feld zusammen
und muss wiederbelebt werden.
Nennen Sie zwei häufige Ursachen. Die ersten zwei Nennungen werden
gewertet.
- Hypertrophe Kardiomyopathie
- Arrhythmogene rechtsventrikuläre kardiale Dysplasie/Kardiomyopathie
- Falsch abgehende Koronararterien
- Brugada Syndrom
- angeborene Rhythmusstörungen bei normaler Herzstruktur
Ein selbständiger Vermögensverwalter, Raucher mit BMI 40.0 und
unbehandeltem Bluthochdruck mit Krankentaggelddeckung 80%, 30 Tage
Wartefrist und AHV-Lohn bis 240’000 CHF erkrankt an Schlaf-Apnoe-
Syndrom.
Er wird von seinem Hausarzt zu 100% krank geschrieben. Der Hausarzt
begründet die Arbeitsunfähigkeit damit, dass sein Patient viel mit dem
Auto unterwegs sei und wegen der Einschlafneigung am Tag die
Kapitalmarktnachrichten kognitiv nicht korrekt verarbeiten könne.
Welche Unterlagen und welche Tests verlangen Sie?
Information über aktuelle Therapie (0.5 Pkte) , z.B. über CPAP (0.5 Pkte);
über Compliance mit CPAP (0.5 Pkte)
Ergebnisse der Polysomnografien (1 Pkt für korrekten Begriff). Evtl.
Schlaflaborberichte (0.5 Pkte)
Verkehrspschologische Tests