Meth. Werkstoffauswahl

Methodische Werkstoffauswahl Karteikarten

Methodische Werkstoffauswahl Karteikarten


N. M.
Diese Lernkarten behandeln die Werkstoffauswahl auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf die Bewertung von Materialien für Produkte und Bauteile. Sie decken Aspekte wie Materialindizes, Festigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Kosten ab, sowie die Bedeutung von Prototypen und Versuchsplanung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Ingenieure und Entwickler, die fundierte Entscheidungen bei der Materialauswahl treffen müssen, um die Leistung und Haltbarkeit ihrer Produkte zu gewährleisten.
Karten
114
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.03.2021 / 18.05.2021

Lernkarten

Welcher Art sind die Werkstoffeigenschaften „Schweißbarkeit“, „thermischer Ausdehnungskoeffizient“ und „metallisch glänzend“?

Welche Art von Eigenschaften ist für Vorauswahlprozesse am besten geeignet und warum? 

  • Schweißbarkeit“ -> qualitativ
  • Zugfestigkeit -> quantitativ
  • metallisch glänzend -> attributiv
  • Quantitative Merkmale sind aufgrund ihrer Vergleichbarkeit am besten geeignet.

Was ist das „Eigenschaftsprofil“ eines Materials?

Was ist unter dem Anforderungsprofil bei der Materialsuche zu verstehen? 

  • die Gesamtheit aller Werkstoffeigenschaften (quantitativ, qualitativ und attributiv)
  • die Summe aller notwendigen Materialeigenschaften zur zuverlässigen Erfüllung einer Bauteilfunktion über das Produktleben, i. A. produktrelevante Materialeigenschaften 

Auf welche „einfache“ Fragestellung reduziert sich das Vorgehen einer Materialsuche?

  • Welches Eigenschaftsprofil eines Werkstoffs ist für das Materialanforderungsprofil meines Bauteils am besten geeignet?

Welchen Vorteil bietet eine Checkliste bei der Analyse der Materialanforderungen für ein Bauteil?

Warum gibt es keine einheitliche Checkliste zur Identifizierung materialspezifischer Produktanforderungen für alle gestellten Konstruktionsaufgaben (Beispiel nennen)?

  • systematischer Weg zu Forderungen und Wünschen an das Material (Nachvollziehbarkeit)
  • Es erinnert an alle wesentlichen Aspekte, für die Materialanforderungen und –wünsche auftreten können.
  • Produkte sind anwendungsspezifisch sehr verschieden und besetzen daher häufig „Nischeneigenschaften“ von Materialien, z. B. radioaktive Umgebung, Einsatz in Vakuum (keine leicht flüchtigen Komponenten) 

Warum darf auf eine sorgfältige Analyse des Anforderungsprofils aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht verzichtet werden?

  • Zehnerregel: Fehler im Frühstadium der Produktentwicklung führen zu sehr hohen (expotenziell steigenden) Folgekosten (bis hin zu Rückrufaktionen für Produkte). 

Was versteht man unter der „Übersetzung von Bauteil- in Materialanforderungen“?

Nennen Sie drei Beispiele von „Übersetzungen“ bei der Sohle eines Dampfbügeleisens! 

  • Die Umsetzung materialspezifischer Produktanforderungen in Materialeigenschaften. 

 

Sohle eines Bügeleisens:

  • Gute Wärmeübertragung von der Wärmequelle über die Sohle auf das Bügelgut -> Gute Wärmeleitfähigkeit des Sohlenwerkstoffs.
  • Gute Speicherung der Wärme in der Sohle (geringe Wärmeverluste -> Wirkungsgrad!) -> Gute Wärmekapazität des Sohlenwerkstoffs.
  • Lange Lebensdauer gegenüber dem einwirkenden Medium -> Korrosionsbeständigkeit (gegen Heißdampf im Falle eines Dampfbügeleisens)
  • keine Verschmutzung bzw. Verschleiß der Sohle (Kontakt mit metallischen Elementen wie Knöpfe möglich!) über die Produktlebensdauer -> Ausreichende Verschleißfestigkeit.
  • Glatte Oberfläche für gute Gleiteigenschaften Technologisch gute Eigenschaften zur Herstellung von glatten Oberflächen, z. B. gute Zerspanbarkeit.
  • Kostengünstige Herstellung (Massenprodukt!) -> z. B. gute Zerspanbarkeit, gute Umformbarkeit
  • Geringe Materialkosten -> geringer Rohmaterialpreis bzw. geringerer Relativkostenfaktor 

Ordnen Sie dem Anforderungsprofil des vorangegangen Beispiels (Sohle eines Bügeleisens) die Einstufungen „Forderung“ (F), „Wunsch“ (W) und „Ziel“ (Z) zu. 

F: Gute Wärmeübertragung von der Wärmequelle über die Sohle auf das Bügelgut

W oder F: Gute Speicherung der Wärme in der Sohle (geringe Wärmeverluste Wirkungsgrad!)

F: Lange Lebensdauer gegenüber dem einwirkenden Medium

F: Keine Verschmutzung bzw. Verschleiß der Sohle über die Produktlebensdauer

W: Glatte Oberfläche für gute Gleiteigenschaften

Z: Kostengünstige Herstellung und geringe Materialkosten 

Welche materialspezifischen Produktanforderungen bestehen für die Wäschetrommel einer Waschmaschine (mit Schleudergang)?

Welche Materialeigenschaften sind diesen zuzuordnen?

Was sind Zielgrößen (Z), was Forderungen (F), was Wünsche (W)? 

  • Gute Beständigkeit gegenüber dem „Waschwasser“ (Laugen) -> Korrosionsbeständigkeit (F) 
  • Geringes Gewicht (geringe Unwuchtkräfte) -> geringe Dichte (F)
  • Ausreichende Festigkeit und Steifigkeit -> Fließgrenze, Elastizitätsmodul (F)
  • Gutmütiges Versagensverhalten (Verformung statt Bruch) -> Bruchzähigkeit, Festigkeit (F)
  • Geringe Materialkosten -> Rohmaterialpreis, Relativkostenfaktor (Z)
  • Gute Herstellbarkeit, (Massenprodukt!) -> je nach Bauteilkonzept gute Fertigungseigenschaften wie Zerspanbarkeit, Umformbarkeit (W oder F)  

Welche Bedingungen werden gegebenenfalls an Materialeigenschaften geknüpft?

Woraus werden diese abgeleitet? 

  • Einhaltung von Ober-, Untergrenzen oder Zielwerten
  • Funktionsgleichungen, Randbedingungen, Zielvorgaben

Welche Bedeutung besitzen freie Konstruktionsparameter für die Materialauswahl?

  • Sie ergeben Freiheiten bei den Materialeigenschaften, d. h., Wertespannen für Eigenschaftswerte. 

Was ist Grundvoraussetzung für ein einfaches, sicheres und eindeutiges Konstruieren eines Bauteils?

Welcher Zusammenhang besteht zur Materialwahl?

  • die Kenntnis der Bauteilfunktion bzw. –funktionen.
  • Die Bauteilfunktion ist aufgrund der beschriebenen Wechselwirkungen maßgeblich von Materialeigenschaften abhängig.

Welche Hauptfunktion ist der Sohle eines Bügeleisens zuzuweisen?

In welcher Grundgleichung der Ingenieurwissenschaften wird dieses Bauteilverhalten „modelliert“? 

  • Wärme übertragen
  • dQ/dt = λ·∆T 

Welche Hauptfunktion ist der Wäschetrommel der Waschmaschine zuzuweisen?

In welcher Grundgleichung der Ingenieurwissenschaften wird dieses Bauteilverhalten „modelliert“? 

  • Material (Wäsche) speichern (Volumen als Zielgröße oder als Zielvorgabe).
  • Der Volumeninhalt bestimmt die Größe der Materialspeicherung:

    V = π·d²/4·b (b Breite, d Innendurchmesser). 

Welche weiteren Bedingungsgleichungen sind für die Sohle des Bügeleisens ableitbar?

In welchen Grundgleichungen der Ingenieurwissenschaften können diese Bedingungen „modelliert“ werden?

Sind Zielgrößen vorhanden?

  • Wärmekapazität (Randbedingung):
    Q = m·c·∆T (spezifische Wärmekapazität)
  • Geringes Gewicht (Zielgröße):
    m = π· (da²- di²)/4·d·ρ= V·ρ
  • Geringe Materialkosten (Zielgröße):
    K = V·kv (als Absolutkosten)
    K* = V·k*v (als Relativkosten) 

Welche Anforderungen führen zu weiteren Bedingungsgleichungen im Hinblick auf die Materialauswahl der Wäschetrommel?

In welchen Grundgleichungen der Ingenieurwissenschaften können diese Bedingungen „modelliert“ werden?

Was sind mögliche Zielgrößen? 

  • Max. zulässige Fliehkraft:
    U = ½·m·ω²
  • Geringstes Gewicht (Zielgröße):
    G = m = π· (da²- di²)/4·b·ρ·g = V·g·ρ
  • Geringe Materialkosten (Zielgröße):
    K = V·kv (als Absolutkosten)
    K* = V·k*v (als Relativkosten) 

Welche Materialeigenschaft des „Bügeleisens“ ist sowohl im Hinblick auf wirtschaftliche als auch auf technische Forderungen von Bedeutung (Verknüpfung!)?

Welche Größe kann als „freier“ Konstruktionsparameter angesehen werden? 

  • Masse m -> beeinflusst die Zielgröße Materialkosten, die Wärme übertragende Fläche A über das Volumen (Bedingungsgleichung) sowie die Zielgröße Gewicht mit der Dichte.
  • Die Dicke kann in Grenzen als freier Konstruktionsparameter angesehen werden. Die Fläche des Bügeleisens ist im Freiheitsgrad stärker eingeschränkt, da sie die wärmeübertragende Fläche darstellt und für die Handhabung eines Bügeleisens nur in engeren Grenzen verändert werden kann. 

Welche Materialeigenschaft der „Wäschetrommel“ ist aus wirtschaftlicher und technischer Sicht zweifelsfrei miteinander verknüpft? 

  • Masse m -> beeinflusst die Zielgröße Materialkosten, die Unwuchtkraft U (Bedingungsgleichung) sowie die Zielgröße Gewicht mit der Dichte

Was beinhaltet eine Materialanforderungsliste?

  • das Anforderungsprofil an den Werkstoff für das Bauteil mit allen insbesondere quantitativen Bedingungen, die an den Werkstoff gestellt werden (Ober-, Untergrenzen sowie Zielvorgaben). 

Formulieren Sie die Grundaussagen zur Materialsuche für die Sohle eines Dampfbügeleisens und für die Trommel einer Waschmaschine! 

Sohle des Dampfbügeleisens:

  • Die Sohle des Bügeleisens übernimmt die Wärmeübertragung von der Wärmequelle auf das Bügelgut (Hauptfunktion).
  • Dabei sind bekannte Abmessungen für ein sinnvolles Bügeln zu beachten.
  • Das Material muss gegen den Heißdampf beständig bleiben.
  • Um Energieverluste zur Umgebung zu vermeiden, ist eine gute Speicherung der Wärme sinnvoll.
  • Für eine gute Handhabung ist das Gewicht möglichst gering zu halten.
  • Auch die Verschmutzung des Bügelguts und der Verschleiß der Sohle sind über eine geforderte Lebensdauer zu vermeiden.
  • Als Massenbauteil ist es kostengünstig herzustellen.

 

Wäschetrommel:

  • Die Wäschetrommel hat ein definiertes Wäschevolumen aufzunehmen (Hauptfunktion).
  • Aufgrund der Schleuderfunktion in Waschmaschine ist das Gewicht zur Vermeidung von hohen Unwuchtskräften möglichst klein zu halten.
  • Eine ausreichende Festigkeit und Steifigkeit ist ebenfalls zur Vermeidung von Unwuchten vorzusehen.
  • Eine Beständigkeit gegenüber der Waschlauge ist zwingend notwendig.
  • Im Falle von Überlastsituationen, die zum Versagen der Trommel führen, ist eine Verformung, kein Bruch zu gewährleisten.
  • Als Massenteil ist sie kostengünstig herzustellen.  

Welche drei weiteren Hauptbetrachtungsweisen sind hilfreiche Quellen zur Formulierung von Materialanforderungen?

  • Fertigungstechnische Aspekte
  • Schadensfälle
  • Kostensicht 

Was ist beim Zukauf von Normalien im Hinblick auf die Materialwahl zu beachten? 

  • Keine Sonderwerkstoffe, da sonst hohe Kosten entstehen

Welche Vorteile ergeben sich bei dem Vorausdenken des Fertigungsprozesses im Hinblick auf die Werkstoffwahl? 

  • Es werden bereits frühzeitig Probleme und damit verbunden Materialanforderungen erkannt, die sich mit der Fertigung von Werkstoffen ergeben,
  • z. B. Einhaltung von Toleranzen, Oberflächenqualitäten bei wenig steifen Werkstoffen, notwendige technologische Eigenschaften, notwendige Funktionsflächen zum Spannen, Prüfen usw. des Bauteils (Machbarkeit mit dem Werkstoff!). 
  • Außerdem ergeben beim Vorausdenken möglicherweise Ansätze zur Reduzierung von Fertigungsschritten (auch beim Rüsten, Prüfen etc.). 

Weshalb stellen Schadensstatistiken vorhandener bzw. vergleichbarer Produkte eine Quelle des Wissens bezüglich notwendiger Materialeigenschaften dar? 

  • Die Analyse von Schäden führt zu den Ursachen eines Materialversagens.
  • Gleichgültig, ob eine falsche Materialwahl oder andere Gründe zum Ausfall geführt haben, kann (können) die Materialeigenschaft(en) identifiziert werden, die der Schadensvermeidung vorbeugt.
  • Ob dies notwendig ist oder nicht, ist im Einzelfall zu entscheiden. 

Welche Bedeutung hat ein vorbeugendes Qualitätsmanagement im Hinblick auf die Vermeidung von Produktschäden?

  • Hohe Kundenzufriedenheit durch hohe Zuverlässigkeit von Produkten
  • Einhaltung von Gewährleistungsfristen
  • Vermeidung hoher Garantieraten
  • Vermeidung von Produkthaftung
  •  Vermeidung von Umsatz reduzierenden Imageverlusten 

Wie lautet das Grundprinzip der Fehlerbehebung?

  • Jeder Fehler darf nur einmal auftreten!

Welche Arten von Schäden können entstehen? 

  • Bruch
  • Korrosion
  • Verschleiß 

Wie lassen sich die Hauptfehler klassifizieren, die bei der Entwicklung eines Produkts bzw. bei seiner Anwendung auftreten?

  • Konstruktionsfehler (Gestaltung)
  • Fehler bei der Materialwahl
  • Fehler bei der Herstellung (Prozess, Fabrikation)
  • Montagefehler
  • Fehlerhafte Anwendung (Betriebsbedingungen). 

Welcher Fehler führt bei der Konstruktion eines Produkts am häufigsten zum Versagen?

Sind materialspezifisch Gegenmaßnahmen vorstellbar?

  • Kerbwirkung -> Dauerbruch
  • Duktile statt spröde Materialien (mit höherer Bruchzähigkeit). In der Hauptsache sind Querschnittsübergänge gestalterisch zu beachten. 

Worin ist die Ursache zu suchen, wenn ein Schaden auf „falsche Materialwahl“ zurückzuführen ist? 

  • Falsche Materialwahl als Ursache liegt vor, wenn gestellte Werkstoffanforderungen nicht bei der Auswahl des Werkstoffs berücksichtigt wurden.
  • Es ist darauf hinzuweisen, dass eine nicht sorgfältig durchgeführte Situationsanalyse dazu führt, dass Materialanforderungen nicht in der Materialanforderungsliste aufgeführt werden.
    Der Fehler ist dann nicht auf eine falsche Materialwahl, sondern auf einen fehlerhaften Konstruktionsprozess zurückzuführen (Konstruktionsfehler).

Nennen Sie zwei Beispiele für Fehler bei der Herstellung, die zu einem Materialschaden führen!

  • Keramisches Bauteil fällt auf den Boden
    -> kleine Risse
    -> Rissausbreitung bei Überschreitung einer „geringen“ kritischen Spannung
    -> „Dauerbruch“. 
  • Falsch eingestellter Temperofen für Gummiteile
    -> Schlechte Vernetzung des Elastomers
    -> Ausfall im Betrieb 
  • Zu hohe Prüfkraft beim Prüfen von Kunststoffteilen
    -> stärkere Verformung
    -> z. B. kristallisierte Bereiche im Polymer
    -> höhere Sprödigkeit
    -> Bruch bei Betrieb 

Was ist unter einem „robusten“ Produktdesign zu verstehen?

  • hohe Versagenstoleranz gegenüber Störgrößen

Nennen Sie ein Beispiel, bei dem die Lebenslaufkosten eines Produkts hinsichtlich der Materialauswahl von Bedeutung sind?

  • Insbesondere bei recyclingfähigen Produkten (Entsorgungskosten) -> Altautorichtlinie (z. B. Chrom-Problematik – Verwendung von Chrom als Korrosionsschutz), Elektroschrott -> Rücknahmekosten bestimmen Konstruktionsweise (Zerlegbarkeit).
  • Schwer reparierbare, prüfbare Werkstoffe wie faserverstärkte Kunststoffe (Flugzeugbau)
  • Sicherheitsrelevante Bauteile, die einer laufenden Prüfung im Betrieb unterzogen werden müssen (Kernkraftwerke) 

Welchen Vorteil bietet der Relativkostenfaktor der VDI-Richtlinie 2225 bei der Materialauswahl? 

  • Vergleichbarkeit von Materiallösungen hinsichtlich der Materialkosten in der Frühphase des Auswahlprozesses (Konzeptphase) 

Über welche drei Konstruktionsstrategien lassen sich die absoluten Kosten für das Bruttovolumen des Bauteils reduzieren?

Nennen Sie je ein Beispiel mit Bezug zum eingesetzten Werkstoff! 

  • Kleinbau bzw. Leichtbau: Verwendung von Leichtbauwerkstoffen wie Ti, CFK bei Fahrradrahmen, Fahrzeugstrukturen, Flugzeugstrukturen
  • Sparbau: Bau als verschweißbare Blechkonstruktion anstatt Gusskonstruktion (geringere Wanddicken!)
    -> Schweißeignung der Werkstoffe
  • Abfall senken: Verwendung endformnaher Verfahren z. B. umformbare Werkstoffe beim Präzisionsschmieden, gießbare Werkstoffe beim Wachsausschmelzverfahren. 

Wie können Materialkosten beim Zukauf reduziert werden?

  • Ziel: Einkaufsvolumen vergrößern durch Bündelung von Aufträgen

    Standardisierung von Bauteilen -> Gleiche Bauteile in Produktvarianten

    Werkstofflisten, -standards -> große Mengen eines Materials
  • Keine Sonderwerkstoffe

Welches Ziel verfolgt Phase II der Materialsuche, die Vorauswahl?

  • Die Vorauswahl hat das vorrangige Ziel, Materialien mit möglichst weit-gehender Übereinstimmung zwischen Anforderungsprofil des gesuchten Werkstoffs und Eigenschaftsprofilen von Konstruktionswerkstoffen zu finden.
  • Sie identifiziert üblicherweise noch keine Materialsorten, sondern üblicherweise Werkstoffgruppen, -untergruppen oder auch –familien. 

Welcher Typ von Materialeigenschaften wird bevorzugt für die Vorauswahl verwendet?

Nennen Sie drei Beispiele!

Quantitative Eigenschaften

  • Festigkeit
  • Elastizitätsmodul
  • max. Betriebstemperatur
  • thermischer Ausdehnungskoeffizient
  • Wärmeleitfähigkeit
  • spez. elektrischer Widerstand
  • Relativkostenfaktor 

Welche Möglichkeiten bestehen, um qualitative Werkstoffmerkmale zu quantifizieren?

Nennen Sie ein Beispiel!

  • Einstufungen z. B. in Werten 1 … 5
  • Beständigkeitstabellen gegenüber einwirkenden Medien oder Schweißeignung 

Welche Kriterien sollten erst bei der Feinauswahl Berücksichtigung finden und warum? 

  • Nicht quantifizierbare Eigenschaften (i. d. R. attributiv), da sie in Datenbanken nicht numerisch ausgewertet werden können.

Was sind Ausschlusskriterien?

Welchen Vorteil haben sie gegenüber anderen Suchkriterien? 

  • Als Ausschlusskriterien sollen Bedingungen charakterisiert werden, die im Gegensatz zu anderen Suchkriterien durch ihre strikte Grenzziehung zum Ausschluss von Werkstoffen führen.
  • Sie grenzen die Zahl der möglichen Werkstofflösungen (Suchfelder) stark ein

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