Haarwild

Wichtige Fragen & Antworten Jagdprüfung BW

Wichtige Fragen & Antworten Jagdprüfung BW


W. J.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie von Haarwild, einschließlich ihrer Eigenschaften, Lebenszyklen und Verhaltensweisen. Sie decken Themen wie die Fortpflanzung von Hasen, die Merkmale von Dachsen und Füchsen, sowie die Unterschiede zwischen verschiedenen Wildtieren ab. Ideal für Jäger, Biologen und Naturliebhaber, die ihr Wissen über heimische Wildtiere vertiefen möchten.
Flashcards
140
Students
11
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
17.02.2021 / 17.01.2026

Flashcards

Welches Haarwild zählt zum Schalenwild?

Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Gamswild, Steinwild, Muffelwild und Schwarzwild

Hochwild ist

Beim Haarwild alle Schalenwildarten außer Rehwild

Beim Federwild: Auerhahn, Steinadler und Seeadler

Niederwild ist

Rehwild und alles übrige Wild

Raubwild ist

Beutegreifer, wie z.B. Fuchs, marder, Dachs, Wolf, Bär , Marderhund, Waschbär sowie auch Greifvögel

Echte Hirsche sind

Rotwild

Sikawild

Damwild

Trughirsche sind

Rehwild

Elchwild

Boviden sind

Gamswild

Muffelwild

Steinwild

Wisent

Magen der Wildwiderkäuer - was sind die Abschnitte

Besteht aus den Abschnitten (P e N i B e L)

1. Pansen: Grobe Äsungsstücke werden aus dem Pansen in den Schlund gesaugt und im Äser wiedergekäut. 

2. Netzmagen: sortiert noch zu grobe Äsung aus und gibt diese an Pansen ab. Fein gekaute Äsung wird vergoren

3. Blättermagen        

alle 3 bilden Vormagen

4. Labmagen und dann in den Darm

 

Funktion des Pansen (Weidsack) beim Verdaungsvorgang

Dient als Sammel- und Gärkammer

ist mit unterschiedlichen Pansenzotten ausgekleidet, auf ihnen sitzen Verdauungsbakterien

Jede Wildart verfügt über arteigene Pansenzotten

Spaltprodukte der Bakterienvergärung werden dem Tier direkt über die Pansenzotten als Nährstoffe durchgeführt

Funktion des Netzmagens

steht im ständigen Wechselspiel mit dem Pansen

durchmischt und sortiert die Äsung nach Teilchengröße

genügend vergorener Speisebrei wird an den Blättermagen weitergeleitet

Funktion des Blättermagens:

ist im Inneren mit Verdauungsblättern ausgestattet

entzieht dem Nahrungsbrei Wass und Mineralstoffe

dann erfolgt Weiterleitung an Labmagen

Funktion des Labmagens

Beimengung von Salzsäure --> Abtötung der Pansenbakterien

Weitere Aufbereitung mit Hilfe von hier produzierten Verdauungssäften

dann geht es in den Dünndarm

Die verschiedenen Äsungstypen des Wiederkäuers sind ...

Beispiele

Konzentratselektierer: Rehwild

Gras- und Raufutterfresser: Muffelwild, Gamswild und Steinwild

Zwischen- oder Mischtypen: Rotwild, Damwild, Sikawild

Konzentratselektierer fressen

und haben folgende besondere Merkmale

Nahrung: leicht verdaulich, arm an Fasern

Äsung: Blätter, Kräuter, Früchte, Triebe

Merkmale:

  • kleiner Pansen, schnelle Vergärung, 
  • Zahlreiche Äsungsperioden (8-10)

Gras- und Raufutterfresser fressen

und haben folgende besondere Merkmale

Nahrung: reich an Zellulose & Fasern

Äsung: Gras, Raufutter

Merkmale: 

  • großer Pansen und langsame Vergärung
  • wenige, aber lange Äsungsperioden, systematisches Abweiden
  • gründliches Wiederkäuen in langen Ruhepausen

Zwischentypen fressen

und sind

Mischäsung, z.B. Gras, Kräuter, zum Teil Blätter

Vertreter: Rotwild, Damwild und Sikawild

Jungen zeigen beim Schalenwild nach Geburt unterschiedliches Verhalten. 

Was ist ein Ablegetyp?

Merkmale und wer?

Jungen können Mutter gleich nach der Geburt noch nicht folgen (zu langsam) und werden deshalb abgelegt.

Vertreter: Rotwild, Sikawild, Rewild und Schwarzwild

Charakteristisch ist die Fleckenfärbung zur Tarnung, sogenannte Kälberflecken

Jungen zeigen beim Schalenwild nach Geburt unterschiedliches Verhalten. 

Was ist ein Nachfolgetyp?

Merkmale und wer?

Jungen können der Mutter nach der Geburt sofort nachfolgen und werden nicht abgelegt.

Elchwild, Muffelwild, Gamswild und Steinwild

Jungen haben eine einheitliche (bräunliche) Färbung

 

Rotwild: Bezeichnung der männlichen

im 1. Lebensjahr

im 2. Lebensjahr

im 3. Lebensjahr

Rothirsch

  • Hirschkalb
  • Schmalspießer (im 1. Kopf)
  • Junghirsch (im 2. Hirsch)

Rotwild: Bezeichnung der Weibchen

im 1. Lebensjahr

im 2. Lebensjahr

im 3. Lebensjahr

Weibchen ist Tier

  • Wildkalb (Tierkalb)
  • Schmaltier, Schmalstück
  • übergehendes Schmaltier (wenn es noch nicht an der Brunft teilgenommen hat), sonst Tier (führend (mit Kalb))

Rotwild - Schrank ist

Schrittbreite,

ca. 14cm beim Hirsch,

beim Tier ca. 6cm

Rotwild: Geweih

Abwurf im

Verfegen im 

Abwurf jedes Jahr ca. im Februar - bis April: Ältere Hirsche werfen zuerst

Neubildung des Geweihes dauert ca 5 Monate (= Kolbenzeit); Kolbenhirsche

Ältere Hirsche ab August verfegt, Schmalspießer verfegen erst im Sept/Oktober

Rotwild - Geweihentwicklung

 

Rosen gibt es nicht beim Spießer, erst ab dem 2. Kopf.  - Damspießer haben Zwiebeln

Stärkstes Geweih wird nach 10 bis 14. Jahren erreicht

Rotwild - Geweihteile

 

Augsproß und Mittelsproß sind immer da

Wolfsproß (nach Mittelsproß) ist selten

Kronenenden heißen Endsprossen.

Rotwildgebiete in BW

  1. Odenwald
  2. Nördlicher Schwarzwald
  3. Südlicher Schwarzwald
  4. Allgäu
  5. Schönbuch

Ein Kahlwildrudel besteht aus

Alttieren, Schmaltieren, Kälbern, gelegentlich Schmalspießern

wird von einem Alttier angeführt (Leittier)

Ein Feisthirschrudel besteht aus

Hirschen während der Feistzeit (Kolbenzeit)

Feistzeit: Juli/August = vor der Brunft wenn sich die Hirsche Feist (Fett) anfressen)

Löst sich vor der Brunft auf.

Heißt auch Kolbenhirschrudel

Ein Brunftrudel besteht aus

Kahlwild mit einem Platzhirsch in der Brunft (September/Oktober)

Damwild - Geweihentwicklung

Unterschied vom angehenden Schaufler zum Vollschaufler ist die Breite und Stärke der Schaufel

  1. Spießer
  2. Löffler (2. Kopf)
  3. Halbschaufler
  4. angehender Schaufler
  5. guter Schaufler / Vollschaufler
  6. Hauptschaufler / Kapitalschaufler

Geweihunterscheidung Rotwild und Damwild

Rotwild nach der Endenzahl

Damwild nach Größe, Form und Ausbildung der Schaufeln

Schaufeln werden im April/Mai abgeworfen

Besonderheit des Damhirsch während der Brunft: 

schlägt Brunftkuhlen

nässt hinein

legt sich dann dort nieder

Damwild - Geweihteile

Unterscheidung zwischen Sikawild und Damwild

Stangengeweih (Sika - meist max 8 Enden) vs. Schaufelgeweih (Dam)

Pinsel kaum sichtbar (Sika) vs. deutlich sichtbar (Dam)

weißer Wedel / dünn (Sika) vs. dunkel/lang (Dam)

Brunftkämpfe selten beim Sika, häufig beim Damwild

Duftorgane / Duftdrüsen des Rehbocks sind

Stirnorgan = Duftdrüse unter der Stirnlocke: Markierung des Einstandes & Abgrenzung des Territoriums beim Fegen

Laufbürste = Duftdrüsen mit Haarbüschel am Sprunggelenk: zur Fährtenmarkierung

Schalen der Hinterläufe ( Zwischenklauensäckchen); zur Markierung auf dem Boden, vor allem beim Plätzen

 

Was ist der Muffelfleck?

Weißer Fleck auf Nase bei manchen Böcken

Rehwild - Haarkleid

Haarwechsel 2mal jährlich

Junge, gesünde verfärben früher (Mai und September)

alte und kranke verfärben später (Juni und Oktober)

Tarnpunkte beim Kitz beginnen ab der 4. Lebenswoche zu verblassen

 

Rehwild Gebiss

32 Zähne

frisch gesetztes Kitz hat bereits komplette Milchgebiss

Dauergebiss mit 13 - 15 Monate komplett

Rehwild - Sinnesorgane

Geruchssinn - am besten ausgebildet

Gesichtssinn ist mässig und gilt als Bewegungsseher - nimmt schlecht stillstehende Objekte wahr

Gehörsinn ist gut

Reh - Gehörn

Bockkitz - Wann erfolgt der Abwurf des Erstlingsgehörns?

im Januar - März: 

wird im Dez bis Jan verfegt

Knopfartiges Erstlingsgehörn, bei Abwurf bleiben die Fundamente bestehen

Nach dem Abwerfen wird sofort das Erstlingsgehörn geschoben (Feb - April) bis November 

 

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