Altklausuren


J. W.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Konzepte der Evolution für Universitätsstudenten ab. Sie behandeln zentrale Themen wie Artbildung, Selektion, Isolation und Mutation, wobei auch spezifische Beispiele und Mechanismen wie die Chemiosmose und die Hardy-Weinberg-Gleichgewichtsberechnung vertieft werden. Besonders nützlich sind sie für Biologiestudenten, die sich auf Prüfungen oder Forschungsprojekte im Bereich der Evolutionsbiologie vorbereiten.
Flashcards
64
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
03.02.2021 / 20.07.2024

Flashcards

Vor 2,4 Milliarden Jahren tauchte erstmals O2 in der Erdatmosphäre auf. Das Wasser im Meer blieb jedoch fast 1,5 Milliarden Jahre lang weitgehend anoxisch. Warum? 

Der O2 oxidierte kontinentale Metallsulfide zu Sulfat, Sulfat wurde ins Meer getragen, marine Sulfatreduzierer bildeten daraus H2S, und H2S verbraucht O2.

 Die ersten Bakterien und Archaeen mussten ihren Kohlenstoff- und Energiehaushalt decken. Einiges spricht dafür, dass die ersten Archaeen einen methanogenen Energiestoffwechsel und die ersten Bakterien einen acetogenen Stoffwechsel hatten:

4H2 + CO2 > CH4 + 2H2O

4H2 + 2CO2 > CH3COOH + 2H2O

Diese Reaktionen sind

Evolution

 allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmal einer Population über die Zeit (Veränderung der Allel- und Genotypfrequenzen einer Population über die Zeit) oder: Änderung von Merkmalen zwischen Generationen 

positive Selektion

: die Auswahl bestimmter Allele wird begünstigt. Anstieg der Allelfrequenz aufgrund von Fitnessgewinn 

negative Selektion

: Entfernung von nachteiligen Allelen 

Adaption:

 Anpassung des Organismus an die jeweiligen Umweltbedingungen, (die zu einer Erhöhung der Fitness(Reproduktionserfolg) führt)

Homologie:

 Ähnliche Merkmale bei unterschiedlichen Arten gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück (aufgrund ihres gemeinsamen evolutionären Ursprungs)

Fitness: 

Beitrag eines Individuums zum Genbestand der nachfolgenden Generation, abhängig von Überlebensrate und Fortpflanzungserfolg

Mutation: 

spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts

„Segregation distortion“: 

Gene die ausschließlich ihre eigene Vermehrung bewirken und dadurch in den funktionsfähigen Gameten überrepräsentiert sind, was eine Abweichung zu der 2. Mendelschen Regeln bewirkt.

Genetischer Drift: 

zufällige, hervorgerufene Veränderung der Allelfrequenz in einer Population (ohne Selektion) 

effektive Populationsgröße:

einer natürlichen Population ist gleich der Anzahl der Individuen einer idealen Population, welche die selbe Rate an genetischer Drift erzeugen. (abhängig von Fortpflanzungsrate, Berechnung der kleinsten überlebensfähigen Population) 

Erklären Sie die Begriffe Homologie und Konvergenz/Analogie: 

Bei Homologie gehen ähnliche Merkmale bei unterschiedlichen Arten auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Bei Konvergenz sind ähnlichen Merkmale bei unterschiedlichen Arten durch Anpassung an die Umwelt entstanden und haben eine gleiche Funktion.

Kennzeichnen sie diejenigen Paare, bei denen es sich um Homologien handelt 

Nennen Sie fünf Indizien, die für die Evolutionstheorie und somit gegen das Wirken eines übermächtigen „Kreators“ sprechen, der alle Lebewesen zugleich erschaffen hat. Nennen sie die Indizien und erläutern sie diese anhand eines Beispiels:

Resistenzmechanismen: Evolution kann in kurzen Zeiträumen beobachtet, wie zum Beispiel bei Bakterien, die immer wieder Resistenzen gegen neue Antibiotika ausbilden

künstliche Selektion/Zucht: Evolution kann experimentell nachvollzogen werden durch Zucht von Tieren. Bei der Milchkuhzucht wurden immer nur Kühe gekreuzt,die viel Milch produzieren, wodurch sich die allgemeine Milchproduktion in der nächsten Generation erhöht.

Homologie von Merkmalen: Vorderextremitäten der Säugetiere haben den gleichen Aufbau.

Fossilien: Durch Fossilien kann man anhand von Zwischenstufen die Evolution nachvollziehen.

Entstehung neuer Arten: Als Beispiel gelten Ringarten, wie der Salamander in Amerika. Die Arten zeigen kontinuierliche Übergänge, bis zur reproduktiven Isolierung. Nordtyp kreuzt sich nicht mit Südtyp

 Die neutrale Mutationsrate u eines Gens sei 10 -4pro Generation. Wie viele Neumutationen werden Sie an diesem Gen in einer Population von a) N = 10.000 Individuen b) N= 100.000 Individuen von einer auf die nächste Generation erwarten? 

a)2*10.000*10^-4 = 2

b)2*10.000*10^-4 = 20 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine der neu entstandenen, selektiv neutralen Neumutation in der Population von

a) N = 10.000 Individuen b) N= 100.000 Individuen

aufgrund des Effekts der genetischen Drift fixiert wird?

(DieFixierungswahrscheinlichkeit für eine neutrale Neumutation kann beschrieben werden durch 1/2N )

a) 1/2*10.000 * 2* 10.000* 10^-4 = 1*10^-4

b) 1/2*100.000 * 2 * 100.000 * 10^-4 = 1*10^-3

Erläutern Sie den gefundenen Zusammenhang zwischen Fixierung und Neumutation in Abhängigkeit von der Populationsgröße: 

Umso größer die Population desto mehr Neumutationen entstehen und umso mehr Fixierungen. Die Wahrscheinlichkeit für die Fixierung einer Neumutation ist in kleineren Populationen größer.

Richtige Aussagen, Genetischer Drift:

 Der Effekt der Genetischen Drift führt zu einer Änderung der Allelfrequenz.

Genetische Drift beschreibt eine ungerichtete Änderung von Allelfrequenzen in Populationen

Neue Merkmale von Arten entstehen anhand der Fixierung von Allelen in Populationen.

Genetische Drift ist in kleinen effektiven Populationen (Ne) besonders wirksam.

Genetische Drift kann Anpassungsprozesse der Organismen an ihre Umwelt NICHT erklären.

Genetischer Drift kann Evolution nicht jedoch Adaptation erklären

Die stochastische Natur von genetischer Drift macht Evolution unwiederholbar

Das Hardy-Weinberg Gleichgewicht (HWG) beschreibt die Verteilung von Genotypen aufgrund der Allelfrequenzen in einer Population. Welche Gründe könnten zu einer Abweichung des HWG führen?

Genduplikation (= Mutation)

sexuelle Selektion

genetische Drift

Heterozygoten-Vorteil (z.B. bei Sichelzellenanämie)

cytoplasmatische Männchen Sterilität (CMS)

 

NICHT!

mitochondriale Vererbung

sexuelle Vermehrung (asexuelle Vermehrung??)

diploider Chromosomensatz

X-chromosomale Vererbung 

In der Region um Manchester wurden in den Jahren 1980 bis 2000 der Anteil der dunklen Form in Birkenspanner (Biston betularia) Populationen bestimmt (Abb.1).

Der Melanismus (dunkle Form) des Birkenspanners wird genetisch durch die Allele C und c bestimmt.

Dabei ist C (dunkle Form) dominant über c (helle Form).

a)Zeichnen sie den zeitlichen Verlauf der Genotyp-Frequenzhelle Form (cc) in einem x-y Diagramm der Jahre 1980 bis 2000 nach

b) Benennen und erläutern Sie die evolutionären Prozesse, die für den Rückgang verantwortlich gemacht wurden

c) Erläutern Sie ein Experiment, mit dem Sie diese Mechanismen testen können 

b) Überlebensrate ist abhängig von Verschmutzung der Gebiete, natürliche Selektion durch Prädatoren, Änderung der Allelfrequenz, (Veränderung des)

c) Man setzt die gleiche Anzahl beider Morphen in einem verschmutzen und in einem unverschmutzten Gebiet aus. Nach einiger Zeit schaut man nach, wie sich das Verhältnis der Morphen in beiden Gebieten verändert hat.

HI-Viren evolvieren in kurzer Zeit eine Resistenz gegen das Medikament 3TC.

Nennen Sie die Bedingungen und Vorgänge, die erforderlich sind, damit die Resistenz entsteht, sich ausbreitet und fixiert wird? Begründen Sie, wieso die Frequenz des resistenten Stamms in der VirenPopulation ansteigt.

Die 3TC Resistenz kann entstehen, indem eine Base im Gen mutiert, das für die Kodierung der Reverse-Transkriptase zuständig ist. Die Änderung der Aminosäure führt dazu, dass die Reverse-Transkriptase kein 3TC mehr bindet. Das resistente Virus wird dadurch in Anwesenheit von 3TC positiv selektiert und seine Frequenz steigt an, währen nicht-resistente Viren negativ selektiert werden.

Adaptation ist nicht immer perfekt. Wie kann man unvollkommene Anpassung erklären? Nennen Sie zwei Gründe mit jeweils einem Beispiel:

weil sich die Umwelt schneller verändert als der Anpassungsprozess dauert.

Bsp: Hartschalige, große Früchte in Amerika, die zum Verbreiten ihrer Samen große Pflanzenfresser brauchen, die schon ausgestorben sind

 

Weil genetische Einschränkungen eine bessere Anpassung nicht ermöglichen

Bsp: Sichelzellenanämie: heterozygote Individuen haben einen Vorteil in MalariaGebieten aber homozygote Individuen sind letal

 

weil sie entwicklungsbiologisch nicht zu verwirklichen ist (development restraints)

Bsp: Insektizidresistenz in Schmeißfliege führt zur Produktion von asymmetrischen Flügeln in der Embryonalentwicklung.

 

weil sie durch historische Vorgaben beschränkt ist

Bsp: Der Verlauf des Kehlkopfnervs in Säugetieren ist auf die Transformation von Kiemenbögen zurückzuführen. 

Das Hardy-Weinberg Gleichgewicht (HWG) beschreibt die Verteilung von Genotypen aufgrund der Allelfrequenzen in einer Population.

a) Zählen Sie die Kräfte auf, die zu Abweichungen vom HWG führen können.

b) Welche Bedeutung hat dieses Gleichgewicht für die Prozesse der Evolution? 

a)

Mutation

Migration

Selektion

endliche Populationsgröße

keine zufällige Paarung

 

b)

Die Allelfrequenz bleibt konstant über die Zeit und wird nicht durch die Dominanzeffekte beeinflusst (genetische Variation bleibt erhalten).

 Da die Genotypfrequenzen aufgrund der Allelfrequenzen vorhergesagt werden können sind auch diese über die Zeit konstant.

Aufgrund der Mendelschen Vererbung wird das Hardy Weinberg Gleichgewicht innerhalb einer Generation zufälliger Paarung erreicht .

Evolution wird definiert als Änderung der Allel- und Genotpyfrequenz über die Zeit.

Eine ideale Population „evolviert“ nicht. 

Ordnen Sie die folgenden Begriffe den untenstehenden Begriffen / Phrasen a - j zu.

Die Begriffe können einmal, zweimal oder auch gar nicht verwendet werden.

Begriffe: Feuersalamander; Dobzhansky-Muller Theorie; Muller's Ratchet; Homoplasie; Florfliege/Chrysoperla; Homologie; Cichlide; Meiotic Drive; präzygotische Isolation; postzygotische Isolation 

Multiple Hits

Kryptospezies (Cryptic Species)

Hybridsterilität

Ein Beispiel für sympatrische Artbildung

Das zwei Allel Modell der postzygotischen Isolation

Cytoplasmic male sterility

Ein Beispiel für schnelle Radiation (Rapid Radiation)

Ein Beispiel für eine Ringart

Konvergente Evolution

Spermienkonkurrenz 

Multiple Hits = Homoplasie

Kryptospezies (Cryptic Species) = Florfliege

Hybridsterilität = postzygotische Isolation

Ein Beispiel für sympatrische Artbildung = Cichlide

Das zwei Allel Modell der postzygotischen Isolation = Dobzhansky-Muller Theorie

Cytoplasmic male sterility =Meiotic Drive

Ein Beispiel für schnelle Radiation (Rapid Radiation) = Cichlide

Ein Beispiel für eine Ringart = Feuersalamander

Konvergente Evolution = Homoplasie

Spermienkonkurrenz = präzygotische Isolation

Ordnen Sie die folgenden Begriffe den untenstehenden Begriffen

Die obenstehenden Begriffe können einmal, mehrfach oder auch gar nicht verwendet werden.

Multiple Hits; Kryptospezies (Cryptic Species); Hybridsterilität; Muller's Ratchet; sympatrische Artbildung; Dobzhansky-Muller Theorie; Segregation Distortion; Rapid Radiation; Ringart; Konvergente Evolution; Spermienkonkurrenz; Homologie

Meiotic Drive

Gleiches Merkmal durch gemeinsame Vorfahren

Homoplasie

Feuersalamander

Galapagosfinken 

Cichlide

postzygotische Isolation

präzygotische Isolation

Florfliege 

 

Meiotic Drive = Segregation Distortion •

Gleiches Merkmal durch gemeinsame Vorfahren = Homologie •

Homoplasie = Konvergente Evolution •

Feuersalamander = Ringart •

Galapagosfinken =

Cichlide = schnelle Radiation •

postzygotische Isolation = Hybridsterilität •

präzygotische Isolation = Spermienkonkurrenz •

Florfliege = Kryptospezies

Was bedeutet der Begriff "Taldurchschreitung" in Hinsicht auf die Artentstehung?

(Es spielt bei der Artenentstehung durch postzygotische Isolierung eine Rolle.) Wenn man annimmt, dass eine neue Art aus zwei existierenden Arten durch die Veränderung an einem Genlocus entsteht, dann müsste vorher eine Phase, oder bildlich gesehen ein Tal durchschritten werden, bei der die Fitness geringer ist. Dies ist durch natürliche Selektion jedoch nicht möglich. •

 

Er spielt im Zusammenhang mit der Bildung neuer Arten aus zwei existierenden Arten eineRolle. Wenn man annimmt, daß eine neue Art alleine durch eine Veränderung an einem Genlocus entstehen kann, müßte diese Art ein Fitnessvalley durchschreiten, was aber nicht möglich ist. A1 habe die Allele aa, A2 die Allele AA, der Hybrid dann die Allele Aa. Da die zwei getrennten Arten existieren, muß der Hybrid durch Aa weniger fruchtbar und/oder weniger lebensfähig sein und kann folglich keine eigene Art bilden.

Ja oder Nein: Findet eine Taldurchschreitung statt, wenn sich

b) präzygotische Isolation durch Pleiotropie entwickelt?

c) postzygotische Isolation durch den Dobzhansky-Muller Prozess entwickelt?

 d) postzygotische Isolation durch Veränderungen an einem einzelnen genetischen Lokus entwickelt? 

b) nein

c) nein

d) ja

Als ein Journalist den Evolutionsbiologen J.B.S. Haldane fragte, ob er sein Leben riskieren würde, um einen ertrinkenden Mann zu retten, soll er angeblich geantwortet haben: "Nein, aber ich würde es für zwei Brüder oder acht Cousinen tun." Erläutern Sie seine Gründe. 

Haldane hat mit seinen Brüdern einen Verwandtschaftsgrad von 50% und mit seinen Cousinen einen Verwandschaftsgrad von 12,5%. Da jedes Individuum in erster Linie seinen eigenen Fortpflanzungserfolg im Auge hat, kann er also erst bei zwei Brüdern oder acht Cousinen davon ausgehen, dass der Wert an geretteten Genen einer eigenen Fortpflanzung entspricht.

Nennen Sie die Theorie die folgendes beschreibt:

a) Sexuelle Reproduktion reduziert die nachteiligen Mutationen in den Nachkommen

b) Sexuelle Reproduktion hat bei schnellen Umweltänderungen (z.B. Wirt-Parasit Koevolution) einen evolutionären Vorteil

c) Sexuelle Reproduktion kann vorteilhafte Mutationen schneller vereinen

a) : Mullers ratchet, Kandroshovs Hypothese

b)  Red-Queen-Hypothese

c) Mullers und Fishers Hypothese 

Was ist die genaue Formel für Hamilton’s Rule? 

r*b > c

unter Einbeziehung des Verwandtschaftsgrad:

rB*b > rC*c

r = Verwandtschaft, b=Vorteil (Gewinn an Reproduktionserfolg) , c=Kosten (Verlust an eigenem Reproduktionserfolg)

Hamilton’s Rule kann welches Phänomen erklären?

Es erklärt altruistisches Verhalten zwischen verwandten Individuen 

Nennen und beschreiben Sie kurz drei verschiedene Methoden, die zur Berechnung einer Phylogenie der mtDNA Sequenzen aquatischer Säugetiere genutzt werden können: 

Distanzmethode:

Beruht auf der "molekular Clock" also dass Mutationen zwischen zwei Arten gleich und regelmäßig auftreten.

Diese evolutionäre Distanz ist zu anderen Arten berechenbar

 

Parsimonymethode:

 nach dem Sparsamkeitsprinzip ist für jedes Merkmal die geringstmöglche Anzahl an evolutionären Schritten anzunehmen, durch das seine Entstehung erklärt werden kann.

Das Sparsamkeitsprinzip in Anwendung auf die Stammbäume, besagt dass von mehreren möglichen phylogenetischen Bäumen derjenigen zu bevorzugen ist, der bei gleicher Substitutionsrate die sparsamste Verteilung der Unterschiede zeigt.

 

Maximum-Likelyhood-Methode:

Basiert auf einem Modell der Sequenzevolution.

Generiert Wahrscheinlichkeiten für die Sequenzevolution anhand jeder möglichen Phylogenie.

Verwendet werden Phylogenien mit der größten Wahrscheinlichkeit die gefundenen Sequenzunterschiede produziert zu haben.

Welche dieser Methoden eignen sich nichtfür eine Phylogenie basierend auf morphologischen Merkmalen? 

Maximum-Likelyhood-Methode

Natürliche Selektion kann zu präzygotischer Isolation durch Pleiotropie und/oder “Hitchhiking” führen. Was versteht man unter Pleiotropie und “Hitchhiking” und wie können diese zu präzygotischer Isolation führen: 

Pleiotropie: Ein Gen beeinflusst mehrere Gene. In diesem Fall wird die Anpassung und die reproduktive Isolierung durch dieselben Gene gesteuert

Hitchhiking: Bezeichnet genetische Kopplung. Das bevorzugte Allel schleppt das Allel der reproduktiven Isolierung mit sich.

Was versteht man unter den doppelten Kosten der geschlechtlichen Fortpflanzung:

Das Weibchen kann bei einem Reproduktionsakt nur die Hälfte seiner Gene weitergeben. Es muss sich somit zweimal Fortpflanzen um seine gesamten Gene an die nachfolge Generation weiterzugeben 

Desweiteren werden Männchen produziert. Die Anzahl von neuen Individuen die in einer Population produziert werden kann hängt von der Anzahl der Weibchen ab.

Was ist der Unterschied zwischen Homologie und Homoplasie:

Homologie: Morphologische, physiologische oder auf das Verhalten bezogene Ähnlichkeit (ähnliche Merkmale) zwischen zwei Arten beruht auf gemeinsamer Abstammung.

Homoplasie: Morphologische, physiologische oder auf das Verhalten bezogene Ähnlichkeiten (ähnliche Merkmale) zwischen zwei Arten beruhen auf gleicher Funktion und entstehen durch konvergente Evolution

Während der DNA Sequenzevolution entstehen multiple Mutationen (“Multiple Hits”). Was sind multiple Mutationen und zu welchen Problemen führt dies bei der phylogenetischen Rekonstruktion?

Multiple Mutationen sind Mutationen, die ein und dasselbe Allel betreffen, wobei die zweite Mutation die erste Mutation wieder aufhebt. Diese lassen sich später nicht mehr erkennen und müssen anhand von Wahrscheinlichkeitsüberlegungen berechnet werden.

Sind Homoplasien auf molekularer Ebene 

Wenn natürliche Selektion so gut funktioniert, warum gibt es in der Neotropis (neotropics) Pflanzenarten, die große (>20 cm), hartschalige Früchte produzieren, für die es keine Tiere gibt, die für deren Verbreitung sorgen? 

Die großen Pflanzenfresser, die die Samen verbreitet haben sind ausgestorben und die Umwelt hat sich schneller verändert, als der Anpassungsprozess dauert.

Wie sind Arten nach dem biologischen Art-Konzept definiert?

Fortpflanzungsgemeinschaft

Arten sind Gruppen, die sich innerhalb natürlicher Populationen fortpflanzen und die von anderen solcher Gruppen reproduktiv isoliert sind

von Ernst Mayr 

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