Kapitel 03

Grundsätze der veganen Ernährung

Grundsätze der veganen Ernährung


L. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Aspekte der Ernährung, insbesondere im Zusammenhang mit fairen Handelspraktiken und ökologischer Landwirtschaft. Sie beleuchten die Vorteile von Bio-Lebensmitteln, die Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Produktion sowie die Bedeutung von Siegeln und fairen Handelsmethoden. Ideal für Ernährungsberater und Verbraucher, die nachhaltige und gesundheitsbewusste Entscheidungen treffen möchten.
Flashcards
61
Students
5
Language
German
Category
Nutrition
Level
Other
Created / Updated
25.01.2021 / 06.03.2022

Flashcards

Inwiefern kann der ökologische Anbau unsere Gesundheit unterstützen? Sind Bio-Lebensmittel gesünder als konventionelle?

Ökologisch erzeugte LM enthalten im Vergleich zu konventionell erzeugten LM tendenziell mehr sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien sowie weniger unerwünschte Inhaltsstoffe wie Pestizidrückstände. Der Kauf von Bio LM ist umweltschonender. Eine weniger belastete Umwelt kommt auch der individuellen Gesundheit zu Gute.

Anhand dieser Fakten muss jeder für sich selbst entscheiden, ob Bio-LM gesünder sind. Die Frage lässt sich nicht klar mit ja oder nein beantworten, da es noch keine Studie gibt, die zeigen konnte, dass Bio-LM gesundheitliche Vorteile bringen. Weitere Untersuchungen sind dazu notwendig.

Stell dir vor, ein Kunde sagt:"Ob ich Bio kaufe oder nicht, am ende kann ich als einzelner nichts ändern". Stimmt das?

Direkte Auswirkungen sind für den Einzelnen nicht sofort erkennbar. Wichtig ist aber, dass viele Einzelpersonen zusammen etwas bewirken können. Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Wenn viele Einzelne ein bestimmtes Lebensmittel nicht kaufen, sinkt die Nachfrage nach diesem LM. Sinkt die Nachfrage nach einem bestimmten LM für eine längere Zeit, wird auch global gesehen die Produktion dieses LMs angepasst.

Welche Bio-Siegel gibt es und was unterscheidet sie? Was können wir einem Kunden in der Ernährungsberatung mitgeben, wenn er fragt: "Welches Siegel ist das bessere?"

Es gibt das staatliche Bio-Siegel und es gibt die Bio-Siegel der BÖLW (Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft). Für die Siegel des BÖLW gelten über staatliche Lebensmittelvorschriften hinausgehende strengere Standards der Verbände. Wer diese strengeren Standards unterstützen möchte, kann deshalb verstärkt auf die Siegel der BÖLW achten.

Solltest du als Berater jedem Kunden uneingeschränkt Bio-LM empfehlen, unabhängig von seiner privaten Situation?

Wir können unseren Kunden als Ernährungsberater Fakten hinsichtliche gesundheitlicher, sozialer und ökologischer Aspekte aufzeigen, so dass sie eine Basis für ihre Entscheidung haben. Wichtig ist es, den Hintergrund jedes einzelnen Kunden immer mit einzubeziehen.

Nenne 3 wichtige Aspekte, warum Plastik umweltschädlich ist.

  • Abbaudauer: bis zu 450 Jahre
  • Mikroplastik und Plastik in Ozeanen (Enorme Beeinträchtigung des Lebens der Tiere in den Ozeanen)
  • (Mikro-)Plastik in unseren Lebensmitteln (Bsp. Fisch)

Frau Müller fragt dich in der Ernährungsberatung, ob es nun besser sei, lose konventionelle Paprika zu kaufen oder Bio-Paprika in der Plastikverpackung. Was antwortest du?

Darauf gibt es noch keine pauschale Antwort. Für den Kunden ist es im Einzelfall noch kaum ersichtlich, ob ein verpacktes Bio-Produkt aus ökologischer Sicht günstiger ist, als ein konventionelles unverpacktes. Damit wir trotzdem wissen, wie wir in Zukunft einkaufen wollen, kann es sinnvoll sein, diese Entscheidung einmal für sich persönlich abzuwägen. Dabei möchte ich sie gern unterstützen.

Was kann der Einzelne tun, um Verpackungsmüll zu sparen oder zu vermeiden? Nenne mind. 3 Möglichkeiten.

  • Plastiktüten so oft wie möglich wieder benutzen
  • Plastiktüten durch Stoffbeutel ersetzen
  • Im Supermarkt so gut es geht auf Plastik verzichten
  • Vermehrt lose Ware kaufen

Erstelle eine kleine Übersicht für dich und deine Kunden zusammen, in der du Alternativen zu Plastikverpackungen darstellst.

  • Stoffbeutel immer dabei haben
  • Brotbeutel für Einkauf beim Bäcker
  • Alle Beutel und Verpackungsmaterialien so oft wie möglich benutzen
  • Plastik nicht in Umwelt und Gewässer landen lassen
  • Bei Plastik auf "Blauen Engel" achten
  • Umweltfreundlicheres Verpackunsmaterial bevorzugen
  • Obst und Gemüse ohne "Gemüsebeutel" transportieren
  • Nach unverpackten Alternativen fragen
  • Grossverpackungen kaufen
  • Bei einzelnen Lebensmitteln anfangen
  • Bei Getränken auf Mehrwertsysteme oder den Wasserhahn zurückgreifen
  • Lebensmittelverschwendung meiden
  • Das Bewusstsein schulen

Nenne 3 Ziele des fairen Handels.

  • Gewährung von Kontinuität in der Handelsbeziehung
  • Förderung der Entwicklungsmöglichkeiten für benachteiligte Produzenten
  • Stärkung des Bewusstseins beim Konsumenten über die negativen Auswirkungen des internationalen Handels auf die Produzenten, so dass sie von ihrer Kaufkraft gebrauch machen können

Was kann durch den Kauf von fair gehandelten Produkten unterstützt werden? Mind. 3 Aspekte.

  • Förderung sozialer Gerechtigkeit
  • Förderung wirtschaftlicher Sicherheit
  • Förderung eines umweltverträglichen Verhaltens
  • Wahrung der Menschenrechte
  • Schutz von Kindern vor Ausbeutung
  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzenten im globalen Süden

Werden fair gehandelte LM auch ökologisch angebaut?

I.d.R. geht die Produktion fair gehandelter LM mit einem ökologischen Landbau einher. Bestimmte Umweltschutzauflagen in den Verträgen zwischen den Fairtrade Partnern sorgen für einen ökologischen Landbau. So werden dort Regeln zur Abfallbeseitigung und Abwasserbehandlung, der eingeschränkte Einsatz von Pestiziden, aber auch Diversifizierungen zur Verminderung der Monokulturen festgelegt.

Bei welchen LM empfiehlt es sich besonders auf faire Produkte zurückzugreifen? Begründe.

Bei Genussmitteln wie Kaffee und Kakao (Schokolade). Diese werden nicht in grossen Mengen konsumiert und der höhere Preis für die faire Variante kostet den Kunden nicht viel (mehr).

Erkläre den Begriff "fairer Handel".

Fairer Handel berücksichtigt neben Produktionskosten auch Sozial- und Umweltkosten. Unternehmen und Arbeiter werden fair bezahlt. Fairer Handel steht für mehr Transparenz und soziale Gerechtigkeit (Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Arbeiter und Produzenten) im internationalen Handel.

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