Fragen Querbeet


I. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Tierpflegeberufslehre, mit Fokus auf Tierarten, Krankheiten, Parasiten und deren Lebenszyklen. Sie decken Themen wie Bakterien, Viren, Pilzinfektionen und Zoonosen ab, sowie die Wirkungsweise des Immunsystems und die Anatomie von Tieren. Ideal für angehende Tierpfleger, die sich auf die praktische Arbeit mit Tieren und deren Gesundheitsmanagement vorbereiten möchten.
Flashcards
273
Students
6
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
03.01.2021 / 09.12.2024

Flashcards

Welches sind die 5 häufigsten Wechselwirkungen zwischen zwei Tierarten ?

+/+ Symbiose:  Win-Win-Beziehung, z.B. Seeanemone und Clownfisch, Pilz und Alge (Flechte), Bakterien und Wimperntierchen im Pansen von Wiederkäuern 

-/+ Parasitismus: Parasiten nutzen den Wirt als Lebensraum und Energiequelle, z.B. Würmer, Blutsauger, Brutparasit Kuckuck

-/- Konkurrenz: Populationen, Tiergruppen können sich gegenseitig hemmen, wenn sie denselben Lebensraum bewohnen 

+/- Räuber-Beute-Beziehung: für den Räuber positiv und die Beute negativ. Die Beutegreifer (z.B.Mäusebussarde) spielen im Naturhaushalt als "Gesundheitspolizisten" eine überaus wichtige Rolle.

+/0 Kommensalismus/Karpose: Mitessertum, Nutzniesser, einseitige Beziehung, z.B. Seepocken auf Walen oder Muscheln, Algen auf Meeresschildkröten

Was sind Ökosysteme ?

Ökosysteme sind natürliche "Energie- und Stoffumwandler". 

Ein Ökosystem ist eine Einheit aus pflanzlichen und tierlichen Lebensgemeinschaften, in der unbelebten (abiotisch) Umwelt. 

Welche Ressourcen sind erneuerbar und welche sind es nicht ?

Wasser, Sonnenenergie und Holz sind erneuerbar

Erdöl, Kupfer, Uran, Gold und Silber sind nicht erneuerbar.

Wie funktioniert der Nährstoffkreislauf ?

Sonnenenergie gibt Licht/Wärme an die Produzenten (Pflanzen) ab, welche mittels Fotosynthese Zucker produzieren.

Die Pflanzen ernähren sich von Wasser/Mineralien sowie auch Kohlenstoffdioxid (CO2) und geben im Gegenzug Sauerstoff ab. Sie wachsen und vermehren sich.

Die Pflanzen werden von den Konsumenten (Pflanzenfresser/Fleischfresser) gefressen und jene geben Kot/Urin ab oder die Pflanzen altern, sterben und zerfallen. 

Der Kot/Urin der Konsumenten gelangt in die Erde wo sie wiederum von Destruenten (Kleintiere, Mikroorganismen, Pilze) zersetzt und durch Bakterien in Ammnonium/Nitrat umgewandelt werden. 

Diese Mineralien benötigen wiederum die Pflanzen für ihre Produktion.

Zerfallene verweste Pflanzen dienen den neuen Produzenten auch als Nährstoffe.

Der Nährstoff-Kreislauf ist somit geschlossen!

 

Was heisst "autotroph" und wer ist "autotroph" ?

Grünpflanzen ernähren sich selbst, das heisst "autotroph".

Sie nutzen Sonnenenergie und stellen aus Luft, Wasser und Mineralstoffe durch Fotosynthese alle für das Wachsen nötigen organischen Verbindungen her!

Was heisst "heterotroph" und wer ist "heterotroph" ?

Tiere und Menschen sind auf Nahrung angewiesen, sie sind daher "heterotoph".

Was heisst Destruenten und was sind Destruenten (Beispiele) ?

Destruenten (Zersetzer) zersetzen, aus menschlicher Sicht Abfall (Kot/Urin/faules Material etc.) und bilden daraus Humus. 

Beim Abbau setzen sie Mineralien, Wasser und CO2 frei, welche dem nächsten Kreislauf zur Verfügung stehen (Bodenfruchtbarkeit).

Beispiele sind: Milben, Regenwürmer, Pillendreher, Aaskäfer, Bakterien und Pilze 

Was heisst "saprotroph" und wer ist "saprotoph" ?

Saprotorphe Organismen, sind solche, welche von totem, organischem Material leben.

Man nennt sie auch "Destruenten" (z.B. Pilze, Bakterien, Regenwürmer, Aaskäfer, Milben etc.)

Was ist eine Biomasse ?

Die Biomasse ist die Summe aller Stoffe und Organismen in einem Ökosystem.

Die Biomasse der Produzenten (Pflanzen) ist am Grössten.

Die Biomasse der Primärkonsumenten (z.B. Schnecken, Zebra, Gnus etc.) etwas kleiner.

Es folgen die Sekundär- und Teritärkonsumenten (z.B. Vögel, Schlangen, Erdmännchen etc.) 

Der Endverbraucher ist an der Spitze der Pyramide (z.B. der Löwe, Greifvogel etc.)

Die Erde ein Wasserplanet. Der Wasserkreislauf ?

71 % der Erdoberfläche wird von Meeren bedeckt.  

97,5 % unseres Wasser ist Salzwasser und nur 2,5 % Süsswasser

Das Schweizer Regenwasser ist importiertes Wasser und besteht zum grössten Teil aus verdunstetem Meerwasser!

Warum profitiern wir auf der Erde vom Treibhauseffekt ?

Ohne den Treibhauseffekt wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Wir hätten Durchschnittstemperaturen von - 15 Grad.

Das CO2, welches in etwa 15 km Höhe der Atmosphäre angesiedelt ist, hat die gleiche Wirkung wie das Glas eines Treibhauses. Es lässt kurzwellige Sonnenstrahlen passieren und hält die langwelligen Wärmestrahlen zurück.

Wieviel Sauerstoff (O2) enthält die Luft ?

In der Luft hat es 20.9 % Sauerstoff.

Die grössten Produktionsstätten sind die Weltmeere mit ihrem Phytoplankton und den Algen. 

Wieviel Stickstoff (N) ist in der Luft ?

Luft besteht zu 78 % aus Stickstoff (N2).

Wie funktioniert der Stickstoffkreislauf ?

Atmosphärischer Stickstoff (N2) gelangt durch Regen/Gewitter in den Boden. Die Boden-Bakterien fixieren den Luftstickstoff und wandeln ihn in  in Ammonium (NH4) um.

Nitrifizierende Bakterien verwandeln Ammonium in Nitrit (NO2) und weitere Bakterien machen daraus Nitrat (NO3), diesen Dünger benötigen die Pflanzen, um Eiweiss etc. herzustellen. 

Das Eiweiss in den Pflanzen wird von den Tieren gefressen und diese scheiden wiederum Kot/Urin (Ammoniak) aus, welche durch Bakterien/Pilze im Boden wiederum in Ammonium (NH4) umwandelt wird.

Denitrifizierende Bakterien in der feuchten Erde geben wiederum Stickstoff (N2) in die Luft ab.

Visualisierung Stickstoffkreislauf (Kuh/Kuhfladen):

Der im verrottenden Kuhfladen gebundene Stickstoff, wird durch Pilze und Bakterien zu Nitrat abgebaut. 

Das saftig spriessende Gras um den Kot (Kuhfladen) herum zeigt, wie wirksam Nitratdünger ist !

Der Stickstoffkreislauf mit Hase: Dünger für Pflanzen

Wie funktioniert der Phosphorkeislauf ?

Phosphor ist im Gegensatz zu Stickstoff ein erdgebundenes Element. Der grösste Teil ist in den Gesteinen. Deshalb speichern viele Organismen den Phosphor sorgfältig.

Phosphor ist für die Energieumwandlung im Stoffwechsel wichtig.

Naturwiesen (Magerwiesen) im Jahre 1950 waren mit Phosphor unterversorgt, heute sind sie überversorgt/überdüngt. 

 

Wo und wie entsteht Guanodünger ?

Via Nahrungskette gelangt Phosphor bis in die Fischfressende Kormorane (Vögel), welche an der Küste tonnenweise im Kot abgelagert wird. Diesen Guanodünger wird danach in der Langwirtschaft verarbeitet.

Welcher Hauptnährstoff/Biomoleküle wirkt als Langzeitspeicher ?

Fette - sind Energievorräte bei Nahrungsmangel

Was sind Biomoleküle ?

Die Hauptnährstoffe und Biomoleküle sind:

Eiweiss/Proteine

Kohlenhydrate/Zucker

Fette/Lipide

Weitere sind: 

Aminosäuren

Nukleinsäuren (DNS)

Hormone

Enzyme

Was sind Neophyten und Neozoen ? Mach ein paar Beispiele

Neophyten sind nicht-einheimische Pflanzen und Neozoen sind nicht-einheimische Tierarten

Neophyten: Ambrosia, Goldrute, Sommerflieder, Kirschlorbeer

Neozoen: Rostgans, Nilgans, Mandarinente, Waschbär, Rotwangenschildkröte, Fasan, Agakröte (in Australien aus Südamerika)

Welches sind nicht erneuerbare Ressourcen ?

Rohöl, Erdöl, Kohle oder Gase

metallische Rohstoffe: Aluminium Stahl, Silber, Eisen, Gold, Platin, Palladium 

Was versteht man unter Nachhaltigkeit bzw. nachhaltige Nutzung ?

Beschränkung des Verbrauchs auf jene Menge, die von der Natur wieder nachproduziert werden kann.

Wie ist die Qualität einer Tierhaltung messbar ?

Erfolgreiche Haltungen.....

- kompensieren fehlende ökologische Faktoren durch geeignete Ersatzangebote. 

- fördern durch gute Strukturierung des Lebensraums natürliches Verhalten. 

- versuchen schädlichen Stress und stereotypes Verhalten mit allen Mitteln zu verhindern. 

- ernähren ihre Tiere vollwertig. 

- haben Zugang zu medizinischer Betreuung. 

- ziehen natürlich über mehrere Generationen Jungtiere auf.

Wie speichern Tiere und Pflanzen den Zucker ?

Tiere speichern Zucker in Glykogen und Pflanzen in Stärke.

Was heisst hydrophyl ?

Wasserliebend

hydro = Wasser

phyl = lieben/schätzend

Was heisst lipophob ?

fettabstossend

lipo = Fett/Lipide

phob = abstossend/abweisend


Was versteht man unter Ballaststoffe und wo kommen sie vor ?

Ballaststoffe kommen praktisch nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. 

Es gibt unlösliche Ballaststoffe wie wie Zellulose oder Lignin und

lösliche Ballaststoffe wie Pektin, dass in Früchten, Gemüse und Haferkleie vorhanden sind. 

Was sind Mineralstoffe und wo kommen sie vor ?

Sie sind bei den meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich bei Kontakt mit Hitze und Luft (im Gegensatz zu Vitaminen).

Beim Kochen, das Kochwasser bei der Futterzubereitung unbedingt mitverwenden.

Mineralstoffe sind anorganische Zusatznährstoffe, in Pflanzen und Tierreich vorkommende Elemente und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Diese kommen in Mengenelemente (z.B. Kalzium, Kalium, Chlor etc.) und Spurenelemente (z.B. Eisen, Zink, Jod etc.) vor.

 

Welche wichtigen Elemente sind keine Mineralstoffe ?

Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Stickstoff (N) und Sauerstoff (O)

CHNO

Nenne einige Spurenelemente (Mineralstoffe) ?

Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kupfer (Cu), Kobalt (Co), Jod (I), Chrom (Cr), Selen (Se), Fluor (F)

Tagesbedarf: einige Mikrogramm bis mehrere Milligramm

Nenne einige Mengenelemente (Mineralstoffe) ?

Kalzium (Ca), Kalium (K), Phosphor (P), Magnesium (Mg), Chlor (Cl) und Natrium (Na)

Tagesbedarf: einige 1000 Milligramm bis ein Gramm

Was versteht man unter Erhaltungsbedarf (Energie der Nährstoffe) ?

Nahrungsmenge, die ein erwachsenes Tier benötigt und am Leben erhält (ohne besondere Leistung zu bringen).

Welche Tiere können Vitamin C nicht selber herstellen ?

Mehrschweinchen,  Primaten (inkl. Mensch) und früchtefressende Fledermäuse (Flughunde)

Welche Vitamine sind fettlöslich ?

Vitamin A

Vitamin D

Vitamin E

Vitamin K 

Diese können im Dünndarm resorbiert werden, wenn im Nahrungsbrei genügend Fett vorhanden ist.

Welche Vitamine sind wasserlöslich ?

Vitamin C

Vitamine B1/B2

Vitamine B6/B12

und Biotin B7

Was schadet den Vitaminen (Vitaminkiller)?

Hitze, Feuchtigkeit, Licht und Sauerstoff. 

Bei der Ernte und bei der Lagerung ist stets mit Vitaminverlusten zu rechnen.

In welchen Lebensmitteln kommt Vitamin A vor und was ist seine Funktion ?

Quelle: Pflanzen wie Grünfutter, Silage, Trockengras, Nüsslisalat, Spinat, Grünkohl/Karotine, Karotten, Lebertran, Kalbsleber

Funktion: Augen- und Hautvitamin. Schutz der Haut und Schleimhäute, fördert die Immunabwehr gegenüber Infektionen

Wozu brauchen Lebewesen Energie ?

Zur Abdeckung von Grundumsatz (Körpertemperatur, Organtätigkeiten, Atmung, Gehirntätigkeit)

und Leistungsumsatz (Gehen, Laufen, Fliegen, Klettern, Trächtigkeit, säugende Muttertiere)

Wie ist die Chemische Zusammensetzung verschiedener Lebewesen ?

 

90 % aller Lebewesen sind aus 6 Elementen aufgebaut

  • Kohlenstoff (C) 
  • Wasserstoff (H)
  • Stickstoff (N)
  • Sauerstoff (O)
  • Phosphor (P)
  • Schwefel (S)

In welchen Lebensmitteln kommt Vitamin D vor und was ist seine Funktion ?

Quelle: Dürrfutter, Lebertran, Hering, Sardine, Aal

Funktion: Knochenstoffwechsel. Beeinflusst Mineralisierung von Knochen und Zähnen. Bei Mangel, weiche oder brüchige Knochen (Osteoporose).

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