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Fertigungsverfahren HS20

Fertigungsverfahren HS20


A. T.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die verschiedenen Verfahren und Techniken der Werkstoffverarbeitung, wie Gießen, Schweißen, Löten und Oberflächenmodifikation. Sie beleuchten die Eigenschaften von Werkstoffen, die Vor- und Nachteile verschiedener Prozesse wie CVD und PVD, sowie spezifische Methoden wie SLM und EBM. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Herstellung und Bearbeitung von Bauteilen auseinandersetzen, um ein tiefes Verständnis der Materialeigenschaften und Verarbeitungsmethoden zu erlangen.
Karten
276
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.12.2020 / 30.12.2020

Lernkarten

Wie kann Schwindung entstehen

ƒ?½Ç?bergang von dickwandig zu dǬnnwandig
Durch unterschiedliche WÇÏrmeabfuhr

Auswirkungen der Schwindung

ƒ?½Durch schwindungsbedingte Spannungen kÇônnen Risse im Gussteil entstehen

Wie kÇônnen Spannungne und Risse beim Giessen verhindert werden

ƒ?½Gussteilgeometrie anpassen
ƒ?½FormhÇÏrte und Formsteifigkeit gering halten
ƒ?½Beeinflussung der thermischen LeitfÇÏhigkeit des Gusswerkstoffes

Beispiele Gussformen

Was ist das Schlichten beim Giessen

ƒ?½WÇÏrmeisolierende Schlichten
ƒ?½Thermisch leitende Schlichten

Gussteil mit Giesssystem

Wozu braucht es Speiser beim Giessen

ƒ?½Speiser werden dort angebracht, wo die Schmelze am lÇÏngsten flǬssig ist, um die Schwindung zu kompensieren

Anforderung an ein Speiser

ƒ?½Speiser darf erst nach dem Gussteil vollstÇÏndig erstarren
ƒ?½Es muss mindestens so viel Schmelze aus dem Speiser ins GussstǬck fliessen kÇônnen, wie benÇôtigt wird um die Schrumpfung auszugleichen

ƒ?½Der zu speisende Bereich eines Speisers ist beschrÇÏnkt

Vorteile Pulvermetalurgie

ƒ?½Sehr rohstoffsparend und energieeffizient
ƒ?½VielfÇÏltige Werkstoffe stehen zur VerfǬgung
ƒ?½Komplexe WerkstǬcke kÇônnen kosteneffizient hergestellt werden
ƒ?½PorÇôse Metallbauteile kÇônnen hergestellt werden (z.B. Filterbauteile)

Nachteile Pulvermetalurgie

ƒ?½Die begrenzte WerkstǬckgrÇôsse, durch die hohe erforderliche Presskraft und die geringe Verdichtung im WerkstǬckinneren
ƒ?½Stuckzahl soll gross sein

Herstellung pulvermetallurgischer WerkstǬcke:

Pulverherstelung bei der Pulvermetalurgie

FǬr Metalllegierungen kann das Pulver:

ƒ?½aus Pulvern der zu legierenden Metalle gemischt werden
ƒ?½aus der gewǬnschten Legierung hergestellt werden

Pressen der GrǬnlinge

Pressen der GrǬnlinge

Isostatisches Pressen bei der Pulvermetalurgie

ƒ?½Das Pulver wird mithilfe von Hochdruck in einer gummi-elastischen HǬlle gepresst

Was ist Sintern

ƒ?½Sintern ist eine WÇÏrmebehandlung vorgeformter WerkstǬcke (GrǬnlinge) unter SchutzgasatmosphÇÏre

Was passiert bei dem Sintern

ƒ?½Aus den adhÇÏsiven Kontakten der PulverkÇôrner entstehen metallische Bindungen, sogenannte SinterbrǬcken
ƒ?½Durch DiffusionsvorgÇÏnge und RekristallisationsvorgÇÏnge entsteht ein neues GefǬge

Ablauf des Sinterprozesses

ƒ?½Anfangsstadiumbei etwa 500¶øC bis 700¶øC
Ausbrennen der GleitmittelErster Zusammenhalt durch BrǬckenbildung und Kornwachstum
ƒ?½Sintern in der Hochtemperaturzone bei 750¶øC bis 1300¶øC
Verbindung durch Volumendiffusion, Korngrenzendiffusionund OberflÇÏchendiffusion
ƒ?½AbkǬhlphase
Erfolgt ebenfalls unter Schutzgas, um Oxidation zu verhindern

Was passiert nach dem Sinterprozess

Nachpressen/ Kalibrieren

Was bewirkt die Nachbehandlung bei der Pulvermetalurgie

ƒ?½Zweifachsintern
FǬr Bauteile mit besonders hohen Anforderungen
ƒ?½Aufheben der Kaltverfestigung des Vorherigen Pressens

ƒ?½Sinter-Schmieden
Warmumformung oberhalb der Rekristalli-sationstemperatur
Dadurch sind die Teile dicht (vergleichbar mit SchmiedewerkstǬcken)

Was ist das Infiltirieren und TrÇÏnken bei der Pulvermetalurgie

ƒ?½Der Porenraum kann mit unterschiedlichen Stoffen gefǬllt werdenz.B.ƒ?½Kunststoffen ‹Ÿÿzur Erlangung von Dichtheit
ƒ?½Schmierstoffen ‹ŸÿVerbesserung der Geleiteigenschaften

Pulvermetalurgie Spritzgiessen

Gestaltung von Sintebauteilen

ƒ?½Hinterschneidungen und Bohrungen sind nur mit zweiteiligen Matrizen oder Schiebern realisierbarƒ?½AusformschrÇÏgen erleichtern das Ausformen der GrǬnlinge

Was sind Eigenschaften von Keramischen Sinterbauteilen

Unterteilung Keramik

Bauteile aus Nichtsilikatkeramik

Pulvergewinnung bei Nichtsilikatkeramik

CVD-Prozess (Chemical-Vapor-Deposition)
PVD-Prozess (Physical-Vapor-Deposition)

Welche Stoffe sind grundsÇÏtzlich umformbar?

ƒ?½Metalle und thermoplastische Kunststoffe erfǬllen diese Voraussetzung, mineralische Werkstoffe nicht oder nur in geringem Masse.

In welchem Bereich erfolgt Umforgmung

ƒ?½Umformen erfolgt oberhalb der Fliessgrenzeeines Werkstoffes, d.h. im plastischen Bereich.

Umformen Ç?bersicht

Einteilung Kalt-Warmumformen

ƒ?½Warmformgebung ‹ŸÿUmformen oberhalb der Rekristallisationstemperatur (950¶øC bis 1250¶øC)
ƒ?½Halbwarmformgebung ‹ŸÿUmformen im Temperaturbereich 750¶øC bis 950¶øC
ƒ?½Kaltformgebung ‹ŸÿUmformen unterhalb der Rekristallisationstemperatur
ƒ?½Thixoforming‹ŸÿUmformen nahe der Liquidustemperatur

Kaltumformung Ç?bersicht

ƒ?½ErhÇôhung der Festigkeit und Verringerung der Dehnung durch Kaltverfestigungƒ?½Die WerkstǬcktemperatur kann wÇÏhrend dem Vorgang trotzdem um einige hundert Grad ansteigen

Vorteile Kaltumformung

ƒ?½keine Verzunderung
ƒ?½keine Phasenumwandlung nach der Umformung
ƒ?½gute OberflÇÏchenqualitÇÏt
ƒ?½gute Masshaltigkeit

Nachteile Kaltumformung

ƒ?½hohe UmformkrÇÏfte, Verfestigung
ƒ?½begrenztes FormÇÏnderungsvermÇôgen
ƒ?½krÇÏftige Maschinen
ƒ?½ZwischenglǬhen
ƒ?½StÇÏhle mit C < 0.45%

Warmumformung Ǭbersicht

ƒ?½niedrige FormÇÏnderungsfestigkeit, hohe Umformungsgeschwindigkeitƒ?½Warmumformung StÇÏhle im austenitischenBereich (Schmieden)Temperatur 1000 ¶øC ƒ??1250 ¶øC

Vorteile Warmumformen

ƒ?½FormÇÏnderungsvermÇôgen unbegrenzt
ƒ?½beliebige StahlqualitÇÏten verarbeitbar
ƒ?½beliebige Formen herstellbar
ƒ?½geringe UmformkrÇÏfte

Nachtiele Warmumformen

ƒ?½OberflÇÏchenverzunderung
ƒ?½Masshaltigkeit
ƒ?½Gratbildung
ƒ?½Nacharbeit

Auf was basiert die Umformbarkeit der Metalle

auf der kristallinen Struktur$ƒ?½Kubisch raumzentrierte Elementarzelle
ƒ?½Kubisch flÇÏchenzentrierte Elementarzelle
ƒ?½Hexagonale Elementarzelle

Was ist Kaltverfestignung

ƒ?½Ist die Festigkeitssteigerung nach einer Krafteinwirkung
ƒ?½Gleitschichten im Kristallgitter blockieren ein Verschieben
ƒ?½Kann gezielt genutzt werden

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