OM 1.
OM 1. Semester
OM 1. Semester
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Flashcards
Was ist ein Balanced Scorecard?
- Rahmen zur Formulierung, Umsetzung und Evaluation einer Unternehmensstrategie
- Konzept zur Analyse und Messung der Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf die Unternehmensstrategie
- Zusammenstellung relevanter Kennzahlen (KPI) aus vier Bereichen
- Finanzielle Perspektive
- Kundenperspektive
- Interne Perspektive (Prozess)
- Lern- und Entwicklungsperspektive
Was sind die möglichen Problematiken bei der Strategieumsetzung?
- Unklare Ziele
- Mangelnde Fähigkeit, den Kunden zu verstehen
- Mangelnde Fähigkeit, die Reaktionen des Umfelds vorherzusagen
- Überschätzung der eigenen Ressourcen-Kompetenzen
- Mangelnde Koordination
- Mangel an Commitment vom Management
- Mangel an Commitment vom Personal
- Unterschätzung des Zeitaufwands
- Nichteinhaltung von Plänen
- Mangelnde Fähigkeit, Veränderungen umzusetzen
- Unzureichende Kommunikation
Was ist eine Detailstrategie?
leiten sich aus Unternehmensstrategie ab für die versch. betrieblichen Organisationseinheiten. (bei funktionsbezogener Organisation: Funktionale Strategien)
Was sind Wettbewerbsfaktoren (+ nenne die 4)
Dimensionen, in welchen eine Firma mit anderen Firmen konkurrenziert
- 4 Wettbewerbsfaktoren:
- Kosten (Herstellungskosten, Verkaufspreise)
- Qualität (Konformität, Zuverlässigkeit, Dauerhaftigkeit, Leistung, Innovation, Design)
- Verfügbarkeit (Lieferfristen, -treue, Verteilkanäle, Servicequalität)
- Flexibilität (Innovations-, Mix-, Volumen- und Lieferflexibilität)
Was sind die Grundlagen jeder Strategie?
Setzen von Prioritäten (nicht möglich, in allen Wettbewerbsdimensionen gleichzeitig führend zu sein)
Was sind Trade-offs (Zielkonflikte)
Aus Wettbewerbsfaktoren abgeleitete Ziele oft widersprüchlich, Kompromisse notwendig
erläutere Prioritäre Wettbewerbsfaktoren
ausgerichtet auf Erwartungen der Kunden oder abhängig von Produkt/-gruppe
Was bedeutet Strategie des OM?
Anhand Wettbewerbsfaktoren konkrete, messbare Ziele formulieren
Wie ist das Vorgehen bei Strategien des OM?
- Vorgehen:
- Segmentieren nach Produkten/Märkten
- Für jedes Segment:
- Prioritäten setzten bezüglich Wettbewerbsfaktoren
- Operationalisierten dieser Prioritäten mit Vorgabe konkreter, messbarer Ziele
- Typische Zielbereiche in der Produktion:
- Produktespezifikationen, Termine für Produktentwicklung/-einführung
- Fabrikationsdurchlaufzeiten
- Fehlerraten, Prozessqualitätsvorgaben
- Vorgaben für Wechsel-/Rüstvorgänge
- Lieferfristen, Liefertreue
Was ist das Wirkungsfeld von Strategien des OM?
operative Systeme und Prozesse
Was sind wichtige Entscheidungsbereiche des OM?
- Produktplanung
- Prozess- und Anlageplanung, Technologiemanagement
- Layoutplanung
- Kapazitäts- und Standortplanung
- Organisation der Fertigung
- Qualitätsmanagement
- Planungs- und Steuerungslogik: Konzepte und Instrumente
- Beschaffung
- Verteilung
- Personalmanagement
Produktplanung
Kundenerwartungen in Spezifikationen eines Produktes übersetzen, das zuverlässig, attraktiv, leicht zu fabrizieren, verteilen/ benutzen/unterhalten/entsorgen ist, bei möglichst tiefen Kosten und kurzer Einführungszeit ("time to market"), ...
Prozess- und Anlageplanung, Technologiemanagement:
- effiziente, beherrschte Prozesse mit hohem technischem Knowhow
- flexible, zuverlässige Anlagen mit hohem Automatisierungsgrad
- Spitzentechnologien aneignen und entwickeln (F&E)
Layoutplanung
- Geeignete räumliche Anordnung von Arbeitsplätzen, Maschinen, Abteilungen, Werkstätten, Lagerplätzen, usw., innerhalb der Unternehmung
- Assozierte Entscheide: Dimensionierung (Fläche, Kapazität), Gänge, Wegführungen, Zuordnung der Operationen zu Arbeitsplätzen
Kapazitäts- und Standortplanung
- langfristige Planung der Kapazitäten
- Festlegen der Standorte von Fabriken und Verteilzentren
- Möglichst "optimale" und flexible Allokation der Ressourcen in einer über Zeit undRaum globalen Sicht
Organisation der Fertigung
- Aufbau- und Ablauforganisation:
- Betriebsmittel, Materialflüsse, Informationsflüsse
Qualitätsmanagement
Qualitätsplanung, -lenkung und -sicherung
Planungs- und Steuerungslogik: Konzepte und Instrumente
In den Bereichen Produktion und Logistik (Beschaffungs- und Distributionslogistik)
Beschaffung
- Beschaffungslogistik, Supply Chain Management:
- Wahl der Lieferanten, Management der Lieferantenbeziehungen
- effiziente Transaktions- und Transportprozesse, ...
Verteilung
- Vertriebskanäle
- Kundenbeziehungen, Customer Relationship Management (CRM), ...
Personalmanagement
Organisation, Training, Motivation
Wertschöpfungskette
Verbreitetes Betrachtungskonzept im Unternehmensmanagement
- Produktionsprozess wird als Kette von wertschöpfenden Aktivitäten erfasst, voneinander abhängig
- Jede Aktivität umfasst einen Transformationsprozess, bei welchem der Wert des Outputs höher ist als der Wert des Inputs
- "Wertschöpfung = WertOutput - WertInput"
- Unterteilung in fünf Primäre Aktivitäten und vier Supportaktivitäten
Value Chain
Generische Beschreibung der grundlegenden Aktivitäten eines (Produktions-) Unternehmens, welche zur Wertschöpfung beitragen
Konzepte der erweiterten Wertschöpfungskette
- Zusammenarbeit, bei welcher jeder Partner seinen Gewinn findet
- Ein Systemansatz, der auf eine globale Optimierung abzielt
- Ein intensiver Informationsaustausch und eine ausgeklügelte Nutzung der Information für die Gestaltung, Planung und Steuerung der Aktivitäten
- Essentielle Informations- und Kommunikationstechnologien:
- Fortgeschrittene Planungs- und Informationssysteme: z.B.
- ERP: Entreprise Resources Planning
- APS: Advanced Planning and Scheduling
- ABC: Activity-Based Costing
- Fortgeschrittene Planungs- und Informationssysteme: z.B.
- Umfasst Methoden zur adäquaten Zuordnung von indirekten Kosten zu Produkten (u.a. bei gemeinsam genutzten Aktivitäten)
- CRM: Customer Relationship Management
- Data Warehousing and Data Mining
- Kommunikationssysteme: Intranet, Internet
Supply Chain Management (SCM)
Fokussierung in der (erweiterten) Wertschöpfungskette auf die primären Aktivitäten der logistischen Kette (Beschaffung, Produktion und Verteilung)
Grundlegende Aufgaben des SCM
- Gestaltung, Planung und Steuerung
- der Material-, Informations- und Geldflüsse
- um die Materialflüsse mit den Kundenbedarfen zu synchronisieren
- und eine hohe Liefertreue zu erreichen (bzw. einen hohen Servicegrad)
- mit einem Minimum an Ware in Arbeit und Lagern
Konzepte im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette
- Wert eines Produkts: Preis, den der Kunde bereit ist zu zahlen
- Gewinn: Gesamtwert – Gesamtkosten
- Wert entsteht mit den
- primären Aktivitäten
- Supportaktivitäten
- Spezifische Betrachtung der Kosten der verschiedenen Aktivitäten
- Um Gewinn zu steigern, sich auf Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung konzentrieren und Gesamtkosten senken
- Die Wertschöpfungskette: Voneinander abhängige Aktivitäten
- Eine Aktivität beeinflusst die Leistung und Kosten anderer Aktivitäten.
Beispiel:
Produktion auf Lager von Endprodukten: ausgewogene Auslastung, mit weniger benötigten Kapazitätsreserven; hingegen tiefere Lagerumschlagszahlen und höhere Lagerkosten
- Mehrere Aktivitäten beeinflussen denselben prioritären Wettbewerbsfaktor
Beispiel:
Lieferfrist eines Endprodukts: hängt je nach Bevorratungsebene ab von Beschaffung, Produktions-, Montage- und Distributionsfristen
- Die Wettbewerbsfähigkeit hängt deshalb von den Aktivitäten und von ihren Beziehungen zueinander (auf komplexe Art) ab.
Erweiterte Wertschöpfungskette
- Von der linearen Kette zu
- Unternehmungsnetzen
- virtuellen Unternehmungen
- Von der klassischen Beschaffung zu elektronischen Marktplätzen
- Vom klassischen Vertrieb zu Direktverkauf (z.B. via Internet) und Auktionen
Nenne die Ziele der qualitativen Prozessanalyse
Analyse bestehender Systeme (‘As-Is’):
- Identifizieren, Verstehen, Dokumentieren
Verbesserung bestehender Prozesse, Gestaltung neuer Prozesse (‘To-Be’):
- Aufdecken von Optimierungspotential, Umsetzung in neuen Abläufen
Erläutere Grundlegende Methoden der Prozessanalyse
- Sprachliche Beschreibung der Prozesse (ca. 60%-70%)
- Graphische Darstellung in Form von Prozessdiagrammen (ca. 30%-40%)
Nenne verschiedene Typen von Prozessdiagrammen
- Es gibt zahlreiche ‘Diagrammsprachen’ (‘Modellierungssprachen’)
- Formale Definition einer ‘Diagrammsprache’ (bzw. allgemein einer formalen Sprache) umfasst die zwei Aspekte Syntax und Semantik.
- 1. Syntax: Konstruktionsregeln für zulässige Diagramme (Symbole, Verbindungen, ...)
- 2. Semantik: Erklärung der Bedeutung (Interpretation) der verschiedenen Sprachelemente
- In der Praxis sind Prozess-Diagramme häufig nicht formal exakt definiert.
Zwei elementare Grundtypen:
- Aktivitätsdiagramme (Activity Diagrams, Workflow Diagrams, ...)
- Flussdiagramme (Flow Diagrams, ...
Die beiden Diagramm-Typen unterscheiden sich primär durch die unterschiedliche Bedeutung (Semantik) der Pfeile.
Merkmale / Syntax von Aktivitätsdiagrammen
Ein Pfeil von Aktivität A nach Aktivität B bedeutet zeitliche Präzedenz:
- B muss nach A ausgeführt werden.
- Genauer: A muss abgeschlossen sein, bevor B gestartet werden kann.
- Also: Der Endzeitpunkt von A muss vor dem Startzeitpunkt von B sein
Empfohlene Notation für Aktivitätsdiagramme:
- Formale Spezifikation in Anlehnung an UML-Syntax (Activity Diagram, vereinfacht)
- Rekursive Syntax-Definition
Merkmale / Syntax Flussdiagramm
Ein Pfeil von Aktivität A nach Aktivität B bedeutet Fluss von Objekten von A nach B (Material, Aufträge, ...)
Semantik (skizziert):
- Pfeile stellen Flüsse von Objekten dar (Material, Aufträge, ...)
- Flussobjekte werden im Subprozess transformiert (physikalisch, örtlich, zeitlich, ...) (vgl. früher definierte ‘Transformationsprozesse’)
Mathematisch (Graphentheorie):
- Flussdiagramm entspricht einem sogenannten S-T-Netzwerk
- Zusammenhängender, gerichteter Graph (Knoten: Aktivitäten, Pfeile: Flüsse)
- Genau ein Startknoten: Quelle S (engl. source)
- ‘Generiert’ Flussobjekte, nur austretende Pfeile
- Genau ein Endknoten: Senke T (engl. target, sink)
- ‘Konsumiert’ die Flussobjekte, nur eingehende Pfeile
- Alle andern Zwischenknoten: Mindestens ein Pfeil hinein und hinaus
Unterschied Fluss- & Aktivitätsdiagramme
- Keine Parallel-Verzweigungen (AND)
- Flussobjekte können nicht ‘aufgespalten’ werden
- Jede Verzweigung ist eine Alternativ-Verzweigung (XOR)
- Somit wird kein spezielles Symbol für die Verzweigung benötigt.
- Bei Verzweigung häufig Prozentangaben für Flussanteile (oder andere Verzweigungsregel)
Wichtiges zu Flussdiagrammen
- Es müssen immer Typ und Masseinheit der Flussobjekte spezifiziert werden.
- Flüsse verschiedener Objekttypen/-einheiten können nicht zusammengeführt werden
- Ausnahme: Spezielle, zusammenführende Aktivitäten (Montage, Synthese, ...)
- Solche Zusammenführungen sind jedoch ausserhalb der hier gegebenen Semantik der Fluss-Diagramme.
- Für jeden Objekttyp muss ein eigenes S-T-Netzwerk erstellt werden.
- Bei Bedarf können S-T-Netzwerke verschiedener Objekttypen in einem Netzwerk kombiniert werden, indem (zwingend) die Pfeile verschieden dargestellt werden (z.B. ausgezogen und gestrichelt).
- Betrachtet werden hier meistens physische Flüsse (Materialflüsse), keine Informationsflüsse.
- Bei physischen Flüssen gilt das Gesetz der Materialerhaltung:
- Bei jedem Zwischenknoten muss gleich viel hinein und hinaus fliessen: Input = Output
- Typische Flussobjekte und Masseinheiten:
- Aufträge [Anzahl]
- Teile, Komponenten [Anzahl]
- Irgend eine Art von Arbeitseinheiten [Anzahl]
- Arbeitszeiteinheiten [Std] (‘Stundenfluss’)
- Gewichtseinheiten [kg]
- Flussdiagramme bilden u.a. die Basis für die quantitative (mathematische) Prozessanalyse.
Entwicklung von Prozessdiagrammen (Mangelpunkte / Fehlerquellen)
Einige typische Mangelpunkte bzw. Fehlerquellen sind:
- Unklare Bedeutung von Pfeilen
- Vermischung mehrerer Typen von Pfeilen ohne graphische Differenzierung
- Insbesondere Vermischung von Aktivitäts- und Flussdiagrammen
- Syntaktisch oder semantische unkorrekte Pfeile (‘unerlaubte’ Verbindungen)
- Unklare Bedeutung von Verzweigungen
Erläutere Swimlane Diagramme
- Erweiterung von Aktivitäts-Diagrammen
- Zusätzliche Information: Aufzeigen der Akteure (actors, roles)
- Frage: Wer führt eine Aktivität durch (oder ist zuständig dafür)?
- Aktivitätsdiagramme ohne Swimlanes: ‘Was wird in welcher Reihenfolge durchgeführt’?
- Aktivitätsdiagramme mit Swimlanes: ‘Was wird von wem in welcher Reihenfolge durchgeführt’
- Typische Akteure:
- Person, Personengruppe, Jobfunktion, Organisationseinheit (Abteilung, Departement, Firma), Maschine, Einrichtung, Computer, ...
- Swimlane-Diagramme werden häufig verwendet in Praxis
- Beachte: Es gibt auch andere Möglichkeiten, die Akteure anzugeben
- Verbreitete Alternative: Angabe in der Box der jeweiligen Aktivität
- Weitere Alternative: Färben der Activity-Boxen mit Farbschema gemäss Akteuren
- Komplexe Swimlane-Diagramme mit diversen Akteuren werden manchmal unübersichtlich, da ‘zwischen den Bahnen hin- und hergesprungen wird’.
- In diesem Fall empfiehlt sich eine alternative Angabe der Akteure.
Modellierstprache BPMN (Business Process Model and Notation)
BPMN ist eine standardisierte Modellierungssprache zur grafischen Darstellung und Spezifizierung von Geschäftsprozessen in einem Geschäftsprozessmodell. BPMN ist in der OM-Praxis der am häufigsten eingesetzte Standard.
- BPMN kann verknüpft werden mit der Ausführungssprache BPEL (Business Process Execution Language)
- Ursprüngliche Idee: Aus BPMN Diagrammen automatisch ausführbaren BPEL Code generieren, und umgekehrt.
- Verknüpfung hat bisher kaum zufriedenstellend funktioniert, insbesondere weil die beiden Sprachen nicht gleich mächtig sind.
- BPMN ist insgesamt eine sehr umfangreiche und komplexe Sprache
- Vielfalt von Symbolen und Konzepten
- Komplexe Semantik (Sprach-Spezifikation umfasst 538 Seiten)
- Gefahr: BPMN Diagramme können aufgrund der Sprachmächtigkeit schnell komplex und für Praktiker schwer verständlich werden (‘modeling overkill’).
- Empfehlung dazu: Nur die wichtigsten und im betrachteten Kontext zwingend nötigen Sprachkonzepte verwenden.
- Häufig reicht in der Praxis eine einfachere Diagramm-Sprache.
- Siehe obige Empfehlung für die vorgeschlagenen UML-basierten Aktivitäts-Diagramme
Modelliersprache UML (Unified Modeling Language)
UML ist eine allgemeine Entwicklungs- und Modellierungssprache im Bereich des Software- Engineering, die eine Standardmethode zur Visualisierung des Entwurfs eines Systems bietet soll. UML ist heute die dominierende Sprache für die graphische Softwaresystem-Modellierung.
- UML ist keine einzelne Sprache, sondern eine Sammlung von aktuell insgesamt 14 verschiedenen Diagramm-Sprachen (Stand UML 2.3)
- Untersteilung in 7 Strukturdiagramme und 7 Verhaltensdiagramme:
•7 UML Strukturdiagramme:
- Klassendiagramm, Kompositionsstrukturdiagramm (auch Montagediagramm), Komponentendiagramm, Verteilungsdiagramm, Objektdiagramm, Paketdiagramm, Profildiagramm.
•7 UML Verhaltensdiagramme:
- Aktivitätsdiagramm, Anwendungsfalldiagramm (auch Use-Case Diagramm), Interaktionsübersichtsdiagramm, Kommunikationsdiagramm, Sequenzdiagramm, Zeitverlaufsdiagramm Zustandsdiagramm.
- Für OM ist hauptsächlich der Typ Aktivitätsdiagramm von Bedeutung.
- Siehe obige, empfohlene Spezifikation für Aktivitätsdiagramme basierend auf diesem UML Standard.
Wann entstehen Wartephänomene?
- Sie entstehen bei der Verwendung von beschränkten Ressourcen
- ‘beschränkt’: in beschränkter Menge bzw. Kapazität verfügbar
- Kapazitätsbeschränkung wirkt sich um so stärker aus, je näher die Kapazitätsgrenze beim mittleren Kapazitätsbedarf liegt.
- Auch wenn im Mittel genügend Ressourcen vorhanden sind, können sich Zugriffskonflikte und entsprechende Wartephenomene ergeben, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig Bedarf an der gleichen Ressource anmelden.
- Die Intensität dieser Wartephänomene wird wesentlich bestimmt durch den Grad an Variabilität im betrachteten System.
- Variabilität ist einfach ausgedrückt ein Mass für die Unterschiedlichkeit der auftretenden Werte einer bestimmt Grösse.
- Für eine mathematische Zufallsvariable X ist die Variabilität (genauer: der
Variationskoeffizient CV ) definiert als :
CV (X) = σ(X)/E(X) = Standardabweichung(X)/Erwartungswert(X)
- Der CV ist ein relatives Mass, welcher die Standardabweichung im Verhältnis zum Erwartungswert misst.
- Im OM spricht man von folgenden Grössenordnungen des CV:
klein: CV < 0.75, mittel: 0.75 ≤ CV ≤ 1.33, gross: CV > 1.33
Nenne die 2 Arten von Variabilität
- Variabilität der ‘Ankunftsprozesse’ (bzw. der Zwischenankunftszeiten)
- Variabilität der ‘Bearbeitungsprozesse’ (bzw. der Bearbeitungszeiten)