Biologie - 1. Semester ZHAW
Biologie im 1. Semester des Studiums Biotechnologie an der ZHAW Wädenswil. Es wird keine Verantwortung für Vollständigkeit und Richtigkeit der Kärtchen übernommen. Fragen und Anregungen bitte an silvannessler@gmail.com.
Biologie im 1. Semester des Studiums Biotechnologie an der ZHAW Wädenswil. Es wird keine Verantwortung für Vollständigkeit und Richtigkeit der Kärtchen übernommen. Fragen und Anregungen bitte an silvannessler@gmail.com.
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Cartes-fiches
Welche Aufgaben hat die Ligase?
- Die Ligase verbindet das freie 3'-Ende mit dem 5'-Ende des vorangehenden Strangs
Welche Aufgabe hat die Promoterregion?
An die Promoterregion binden verschiedene Faktoren wie beispielsweise der Sigma Faktor, der sich vor der Synthese der DNA jedoch wieder löst.
Der Promotorbereich dient zur Erkennung des Gens. Von dort aus startet der Replikationskomplex. Über ihn lassen sich Gene regulieren.
Was wird bei der Transkription gemacht und welche Enzyme sind dabei beteiligt?
Bei der Transkription wird die DNA von einer RNA-Polymerase in RNA umgeschrieben. Die RNA-Polymerase hat eine Helicasen-aktivität.
Welche Aufgabe haben Splicingfaktoren?
Durch Splicingfaktoren werden die Introns aus der prä-mRNA ausgeschnitten. Die daraus entstehende RNA heisst mRNA
Welche modifikationen durchläuft die RNA?
- 5'-Cap wird angehängt, meistens ein modifiziertes Guanin-Molekül, das der RNA das passieren der Zellkernmembran erlaubt. Zudem ist das 5'-CAP wichtig für die translation durch die Ribosomen
- Poly-A-Schwanz wird angehängt. Er dient der zeitlichen Regulierung der Halbwertszeit der RNA und erhöht dessen Stabilität
Wie läuft die translation ab?
- Die modifizierte RNA bindet im Cytoplasma an eine kleine Ribosomen-Untereinheit (40-S)
- Die Untereinheit fährt der RNA entlang, bis sie auf das Starcodon AUG trifft
- Anschliessend bindet die grosse (60-S) Untereinheit an die Untereinheit und die Translation startet.
Was passiert, nachdem die 60-S-Untereinheit an die 40-S-Untereinheit gebunden hat?
- 64 verschiedene tRNAs mit jeweils eindeutigen Anticodons versuchen, an die mRNA zu binden.
- Wenn ein Anticodon mit dem Codon übereinstimmt, bindet die tRNA an die A-Stelle des Ribosoms und die Amiosäure wird der wachsenden Kette angehängt
- Dieser Vorgang läuft solange, bis ein Stoppcodon erscheint.
- Die tRNA, die für ein Stoppcodon codiert, hat keine Aminosäure, weshalb die AS-Kette nicht auf diese Übertragen werden kann und somit die Kette frei wird
Wie ist ein Ribosom aufgebaut?
- kleine, 40-S Untereinheit
- grosse, 60-S-Untereinheit
- A-Stelle (am Anfang, Aminoacyl-tRNA-Bindungsstelle)
- P-Stelle (mitte, Peptidyl-tRNA-Bindungsstelle)
- E-Stelle (am Schluss, Exit-Stelle)
Wann wird ein Protein in das ER hineinsynthetisier?
- Proteine, die in ein Organell synthetisiert werden sollen, enthalten am Anfang eine ~20 AS lange Sequenz, die erkannt wird
- SRP (Signal-recognizer-particle) binden an diese Sequenz und führen diese mitsamt dem Ribosom zum Translationskomplex, dem SRP-Rezeptor (während diesem Vorgang stoppt die translation)
- Signalpeptid wird von einem Enzym abgeschnitten (Signalpeptidase)
- Polypeptid faltet sich im Organell (im Beispiel dem ER)
Wieso werden etwa ein drittel der synthetisierten Proteine wieder abgebaut?
Sind falsch gefaltet.
Welches sind die drei wichtigsten Membranlipide und wie sind sie aufgebaut?
- Phospholipide
- Cholesterol
- Glykolipide
Phospho- und Glykolipide haben einen hydrophoben Kopf und zwei unpolare, hydrophobe Schwanzteile. Deren länge trägt viel zur Fluidität der Membran bei
Die Membran besteht insgesamt aus vielen verschiedenen Membranlipiden, die eine Lipiddoppelschicht bilden. Phospholipide kommen dabei am häufigsten vor.
Was ist dasFlüssig-Mosaik-Modell?
- Das Modell interpretiert die Plasmamemran als zweidimensionale Flüssigkeit, in die ein Mosaik aus verschiedenen Proteinen eingebettet ist
Welches sind die drei Membranproteine?
- periphere Membranproteine: lose auf Membranoberfläche gebunden
- Integrale Membranproteine: sind tief imhydrophoben Teil der Lipiddoppelschicht eingebunden
- Transmembranproteine: durchdringen die Lipiddoppelschicht (Tunnelproteine)
Welches sind die sechs untereinheiten der Transmembranproteine?
- Transportproteine: Erleichterte Diffusion oder Transport durch Konformationsänderung, auch gegen das Konzentrationsgefälle (mit ATP Verbrauch)
- Proteine mit enzymatischer Aktivität: aktives Zentrum ist so ausgerichtet, dass es für Substrate der angrenzenden Lösung zugänglich ist. Es sind Enzymgruppen, die verschidene Schritte eines Stoffumwandlungsprozesses katalysieren und dafür räumlich nahe beieinander sind
- Signaltransduktionsproteine: Das eingebettete Protein hat eine komplementäre Bindungsstelle für das entsprechende Signalmolekül. Bindet ein Signalmolekül hat das oft eine Konformationsänderung zur Folge, oft bindet danach im Zellinnenraum ein weiteres Protein
- Zell-Zell-Erkennungs-Proteine: Glykoproteine, die den Zellen der Erkennung dienen
- Zwischenzellverbindungen: Membranproteine können Zellkontakte wie tight-junctions ausbilden
- Verankerung des Cytoskellets in der extrazellulären Matrix: Mikrofilamente können durch nicht kovalente Bindungen gebunden werden. Diese Mebranproteine katalysieren verschiedene intr-und extrazelluläre Veränderungen
Was ist der Unterschied der Diffusion, zur Osmose und dem aktiven Transport?
Diffusion:
- Spontan
- irreversibel
- ohne Energiezufuhr
- Durchmischung
Osmose:
- Stoffluss duch eine semipermeable Membran, die durch einen Konzentrationsunterschied verursacht wird
- meist von Wasser
Erleichterte Diffusion:
- oft für polare Moleküle, die mithilfe von Transportproteinen Stoffe in und aus der Zelle diffundieren können
aktiver Transport:
- Transport von Molekülen gegen einen Konzentrationsgefälle, unter ATP-Verbrauch
Wie funktioniert die Na-Ka Pumpe?
Na-Ka-Pumpe:
- bildet in den Zellen die wichtigste elektrogene Pumpe
- 3 Natrium-Ionen binden an die Pumpe. Die Pumpe ändert anschliessend durch die Phosphorylierung durch ATP seine Konformation und gibt die Na-Ionen nach aussen ab
- Nach aussen geöffnet binden nun 2 Kalium-Ionen, welche die Abspaltung des Phophosäureästers bewirken
- Anschliessend ändert sich die Konformation wieder und die Kaliumionen werden in den Zellinnenraum gepumpt
Wie funktioniert eine Protonenpumpe und bei welchem Organell ist sie zu finden?
- befinden sich z.B. im Lysozym (dort muss der pH kontrolliert werden)
- Protonen werden unter ATP-Verbrauch durch eine Membran geschleust, es entsteht ein elektrochemischer Gradient
- Protonen können z.B. für die ATP-Herstellung gebraucht werden oder sind an einem cotransport beteiligt
Was ist Endozytose und welche Formen von Endocytose gibt es?
- Aufnahme von Stoffen in die Zelle (Transportvesikel verschmilzt mit der Plasmamebran und gibt ihren Inhalt frei
- Phagozytose: aufnahme von Makromolekülen wie beispielsweise Krankheitserregern (z.B. von Lymphocyten)
- Pinocytose: "zelluläres trinken"
- Rezeptorvermittelte Endocytose: Wenn Liganden an Rezeptoren in der Plasmamembran binden, entsteht an dieser Stelle eine Einstülpung und das Vesikel wird aufgenommen
Wie funktioniert ein Signaltransduktionsweg?
- Membranmolekül erkennt ein Signalmolekül, bzw. dieses bindet an den Rezeptor (Signalrezeptor sind oft Proteine in der Plasmamembran, die ihre Konformation ändern)
- Rezeptor startet eine Kettenreaktion, die für die Übertragung des Signals nötig ist (Signalübertragungskaskade)
- Die Signalübertragungskaskade erlaubt eine regulierung des Signals (z.B. eine exponentielle Verstärkung des Signals)
- Für die Signalübertragung innerhalb der Zelle werden Hormone, Enzyme oder Neurotransmitter eingesetzt
Was sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren?
- Weit verbreitete Rezeptoren, deshalb auch für Pharmakologie wichtig, über 1000 bekannt
- 7 transmembrale Helices (Transmembrandomäne)
- Interagieren mit G-Protein (binden GTP und ATP) bestehen aus alpha, beta und gamma Subunit)
- G-Proteine binden im inaktiven Zustand GDP, im aktiven Zustand haben sie eine Konformationsänderung
Wie funktionieren G-Protein gekoppelte Rezeptoren?
- Ligand bindet an G-Protein gekoppelten Rezeptor, dieser ändert seine Konformation und behält diese aktiv, solange der Ligand gebunden bleibt.
- alpha-Subunit bindet nun GTP und dissoziiert weg von beta und gamma subunit
- aplha-Subunit bindet nun an Proteine und reguliert diese (z.B. Adenylatcyclose, wenn der Ligand Epinephrin ist)
- GTP an der aplha-Subunit wird hydrolisiert und wird zu GDP, damit ist die aplha subunit wieder inaktiv
Wie funktionieren Rezeptortyrosinkinasen?
- Rezeptortyrosinkinasen sind Membranproteine, die eine aplha-Helix in der Membran haben
- Nachdem ein Ligand an den Rezeptor gebunden hat, bildet sich ein Dimer der zwei benachbarten Rezeptoren
- Die nun aktivierten Tsyrosinkinasen werden nun mit 6 ATP Phosphoryliert
- Es binden nun inaktive Übertragungsproteine (wodurch sie aktiviert werden), durch die eine zelluläre Antwort erstellt wird (z.B. Transkriptionsfaktoren)
Wie funktionieren Ligandengesteuerte Ionenkanäle?
- Es sind Transmembrane Proteine
- Die Ionenkanäle öffnen sich durch eine Konformationsänderung, die durch Liganden hervorgerufen wird
- Ionenkanäle z.B. für Na+ und Ca2+
- Oft bei Nerven vorzufinden
Wie funktionieren intrazelluläre Rezeptoren?
- befinden sich im Cytoplasma oder am Zellkern
- Hydrophobe oder sehr kleine Stoffe (z.B. Hormone) diffundieren durch die Plasmamembran und binden an den Hormonrezeptorkomplex
- Der Hormonrezeptorkomplex dringt in den Zellkern ein und wirkt dort als Transkriptionsfaktor
Wie funktionieren Signaltransduktionswege generell und was sind ihre Vorteile?
- meistens gibt es mehrere Schritte im Signalverarbeitungsprozess
- Weiterleitende Moleküle sind oft Proteine
- Es ist eine Kettenreaktion vom Rezeptor bis zur Antwort auf Botenstoffreiz
- der Signaltransduktionsweg dient der Regulation, Koordination und der Verstärkung
Definition: Oxidation
Elektronenabgabe
Definition: Reduktion
Elektronenaufnahme
Definition: Oxidationsmittel
Werden selbst reduziert, können Elektronen aufnehmen.
Definition: Reduktionsmittel
Wird selber Reduziert, kann Elektronen abgeben.
Definition: Glykolyse
Zuckerspaltung
Definition: Gärung
Abbau von Zuckermolekülen ohne Sauerstoff.
Definition: Zellatmung
Aerobe Energiegewinnung.
Definition: ATP
Adenosintriphosphat, Energieträger
Definition: Citratzyklus
Energieliefernde oxidation von org. Molekülen
Definition:Atmungskette
Ermöglicht Elektronenfluss vom NADH/FADH2 zu molekularem Sauerstoff.
Was ist die Zellatmung (ausführlich) und welche Reaktion läuft dabei ab?
- beschreibt oxidativen Abbau von Zucker und anderen organischen Nährstoffen
- Durch die Mitwirkung von Sauerstoff wird dieser Prozess als Zellatmung bezeichnet
- Zur Zellatmung gehören Glykolyse und andere Abbauschritte
6 C6H12O6 + 6 O2 → 6 CO2 + 6 H2O +ATP
Bei der Verbrennung von Zucker wird 2880 kJ/mol freigesetzt.
Wieso läuft die Verbrennung von Zucker über mehrere Zwischenschritte ab?
- Würde die Energiemenge des Zuckers schlagartig freigesetzt, würde dies die Zelle zerstören
- zudem würde die meiste Energie dann als Hitze verloren gehen
- deshalb erfolgt die Freisetzung der Energie in mehreren Einzelschritten
Was ist ATP?
Energieträger bestehend aus:
- Adenin, einer Pentose/Ribose und drei Phosphaten (max 2 können abgespalten werden)
- Bei der Abspaltung von Phosphor wird Energie frei
- ATP kann benutz werden, um Aminosäuren zu derivatisieren (Umwandeln), Transportvesikel zu versenden oder für die Phosphorylierung von Membranproteinen (für aktiven Transport z.B.)