Biologie - 1. Semester ZHAW

Biologie im 1. Semester des Studiums Biotechnologie an der ZHAW Wädenswil. Es wird keine Verantwortung für Vollständigkeit und Richtigkeit der Kärtchen übernommen. Fragen und Anregungen bitte an silvannessler@gmail.com.

Biologie im 1. Semester des Studiums Biotechnologie an der ZHAW Wädenswil. Es wird keine Verantwortung für Vollständigkeit und Richtigkeit der Kärtchen übernommen. Fragen und Anregungen bitte an silvannessler@gmail.com.


T. N.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende biologische Prozesse auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Zellbiologie, Photosynthese, Atmungskette und Stoffwechsel. Sie erklären die Funktionen von Zellen, DNA, ATP, Proteinen und Elektronentransportketten, sowie die Unterschiede zwischen C3-, C4- und CAM-Pflanzen. Ideal für Studierende, die sich auf Prüfungen im ersten Semester Biologie vorbereiten, bieten sie detaillierte Einblicke in zelluläre Prozesse und energetische Abläufe.
Cartes-fiches
146
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
25.12.2020 / 20.10.2023

Cartes-fiches

Welche Aufgaben haben Mikrofilamente?

  • 7 nm
  • verdrillte Doppelketten aus Actinmonomeren
  • gleichen Zugspannung aus
  • 3-D Netzwerk wird Cortex genannt
  • bilden (bspw. im Darm) Mikrovili, Oberflächenvergrössernde Ausstülpungen
  • Mikrofilamente, die Bewegung verursachen können enthalten zusätzliche Myosin

Welche Aufgaben habe Intermediärfilamente?

  • 8-12 nm
  • Schienensystem für Vesikel
  • Stützen und halten Organelle in Place
  • sind dauerhafter als Mikrofilamente und Mikrotubuli

Vergleich der verschiedenen Organelle

  • Zellkern: Chromosome, Nucleotid (Biosynthese der Rbiosomen), Poren
  • Ribosom: Proteinbiosynthese
  • gER: Lipidbiosynthese, KH-Stoffwechsel, Ca-Speicher, Modifikation von Wirkstoffen
  • rER: Synthese von Organellproteinen, Phospholipiden, anfang Glykoproteinbildung, Vesikel- und Membranfabrik
  • Golgi-Apparat: Proteinmodifikation, Glykoproteinprozessierung, Synthese Polysaccharide, Zucker anhängen, Weiterverarbeitung Phospholipide, Vesikel (auch zum ER). Faltung und aktivation von Proteinen
  • Lysosom: Verdau
  • Vakuole: Verdau, Stoffspeicher, Druckregulierung, Zellschutz etc.
  • Chloroplast: Photosynthese
  • Peroxisom: H2O2- Produktion

Was sind die Vor- und Nachteile eines Systems mit Organellen für eine Zelle?

Zellen erhalten durch Organelle abgetrennte Reaktionsräume. Damit lassen sich nicht kompatible Reaktionen in der selben Zelle ablaufen (in verschiedenen Organellen).

Nachteile: NA

Wie sind Zell-Zell Verbindungen aufgebaut und was sind ihre Funktion?

  • Tierische Zellen weisen eine extratelluläre Matrix aus (ECM) sie besteht aus:
    • Collagen
    • Proteoglykan
    • Fibronectin
  • Die Proteine (Fibronectine) in der ECM binden an Integrine (Proteine in der Zellmembran)
  • Zellen sind untereinander VErbunden, was eine Kommunikation erlaubt. Dabei gibt es verschiedene Typen:
    • Plasmodesmen
    • tight junctions
    • Desmosome
    • gap junctions

Welche Aufgaben und Aufbau haben folgende Zell-Zell Verbindungen?

  • Plasmodesmen
  • tight junctions
  • Desmosomen
  • gap junctions

Plasmodesmen:

  • Kanäle, die die Zellwand durchstossen (Pflanzenzellen)
  • Wasser und gelöste, niedermolekulare Stoffe können hindurchdiffundieren

tight junctions:

  • "Gürtel" in der Plasmamembran
  • nicht durchgehend in der Zelle, sondern nur in der Membran->Stofffluss durch die Zelle wird gewährleistet
  • mehrere Zellen nebeneinander (Darm, Gehirnschranke) ergibt sich ein Kontrollierter Stofffluss, erhalten Polarität aufrecht

Desmosomen:

  • scheibenartige Verbindungen zwischen zwei Zellen, sind jeweils mit Intermediärfilamenten im Cytoplasma verankert

gap junctions:

  • "Plasmodesmen" der tierischen Zellen -> Tunnelproteine für niedermolekulare Stoffe und Zellkommunikation.

Desmosomen und gap junctions sind aufgelockerte Verbindungen, bei denen ein teilweiser Stoffaustausch stattfindet.

 

Welche Arten von Zell-Zell Kommunikation gibt es und wie funktionieren sie?

=> eher eingeschränkte Kommunikationsweite:

  • Gap junctions: Verbindungen von benachbarten Zellen
  • Protein-Interaktion für kontaktabhängige Signalübertragung (Wechselwirkungen von Oberflächenproteinen von zwei Zellen)
  • Autokrine Signale: Wirken an derselben Zelle, von der sie ausgesendet wurden
  • Parakrine Signale: Gehen von einer Zelle aus und diffundieren zu benachbarten Zellen (nur für bestimmte Zellen, die diesen Rezeptor haben)

=>Weitreichende Zellkommunikation:

  • Hormone: Werden ins Blut sekretiert und von Zielzellen, die den passenden Rezeptor aufweisen, aufgenommen und darauf gentwortet
  • Neurohormone: Werden von Neuronen sezerniert, Zielzellen, die den passenden Rezeptor aufweisen nehmen das Hormon auf und antworten
  • Neutrotransmitter: Chemische Signalmoleküle, die vom Neuron in den Transmembralen Raum abgegeben werden

 

 

Was sind die Unterschiede zwischen Zellteilung und Zellwachstum?

  • Zellwachstum ist ein kontinuierlicher Prozess, bevor sich die Zelle teilen kann, muss sie eine gewisse Grösse erreichen.
  • Zellwachstum ist sorgfältig kontrolliert und wird reguliert
  • Zellwachstum ist von Wachstumsfaktoren abhängig, die nach Bedarf produziert werden (Parakriner Weg)
  • Zellwachstum wird mit verschiedenen Checkpoints validiert
  • Zellteilung ist eine diskontinuierliche Erscheinung und ist von Proteinkinasen gesteuert (Phosphorylisation von Proteinen)
  • Zellteilung besteht aus Mitose und Cytokinese (Kernteilung und Teilung des Cyctoplasmas)

Aus welchen Phase besteht ein Zellzyklus?

  1. G1-Phase: Zellwachstum und Vorbereitung der Chromosomen für die Replikation
  2. S-Phase (Synthese-Phase): DNA wird verdoppelt
  3. G2-Phase: Zellwachstum und Synthese von Proteinen für die Mitose
  4. M-Phase: Mitose Phase:
    1. Prophase
    2. Prometaphase
    3. Metaphase
    4. Anaphase
    5. Telophase
    6. (Cytokinese)

Was geschieht in der Prophase?

  • Chromosome werden kondensiert
  • Kernhülle wird abgebaut
  • Aufbau der Mitosespindel (Spindelapparat)

Was geschieht in der Prometaphase?

  • Spindelapparat wird aufgebaut
  • Anheftung der Kinetochormikrotubuli an die Chromosomen
  • Komplette auflösung der Kernhülle

Was geschieht in der Metaphase?

  • Anordnung der Chromosome an der Metaphaseplatte
  • Spindelapparat verbindet jeweils ein Kinetochor mit den Polen (Kinetochormikotubuli)
  • Chromosome sind noch immer in Chromatide gespalten, die sich an den Centromeren verbinden

Was geschieht in der Anaphase?

  • Trennng der Chromatide
  • Aufteilung der Chromosome auf die Pole (durch Spindelapparat)

Was geschieht in der Telophase?

  • Entspiralisierung und Wiederaufbau der Kernhülle
  • Abbau des Spindelapparats
  • Entstehung eines Chromatingerüsts aus den Chromatinfäden der Chromatide
  • Teilung der Zelle an der Äquatorialebene (durch Actin, das die Zelle abschnürt)

Wie ist die Verpackungsdichte der Chromosomen zu erklären?

  • Doppelhelix ist 2,5 Mal um Histone gewickelt
  • Histone sind anschliessend doppelt in sich selbst verdreht
  • Durch diese Superspiralisierte Form kann das Erbgut auf 5 uM gestaucht werden.

Was ist der Unterschied der Zytokinese einer tierischen und einer pflanzlichen Zelle?

  • Bei tierischen Zellen wird die Cytokinese durch einen Actinring vollführt
  • bei pflanzlichen Zellen ist eine solche Zellteilung nicht möglich:
  • Golgi Vesikel transportieren Material zur Zellmitte, wo zunächst die Plasmamembran und anschliessend die Zellwand aufgebaut wird.

Wieso hat die Kontrolle des Zellzyklus eine grosse Bedeutung?

  • Bei unerkannten Fehlern während der Zellteilung kann es zu einem unkontrolliertem Wachstum und damit zu Krebs kommen.
  • Es muss deshalb gewährleistet werden, dass Fehler zuerst repariert werden, bevor sich die Zelle teilt
  • Checkpoints dienen dazu, vor jeder Stufe der Zellteilung die nötigen Stoffe zur Verfügung zu haben
  • Die Kontrolle geschieht durch Proteine wie Zykline, zyklinabhängige Kinasen oder Wachstumsfaktoren

Warum gibt es bei der Meiose zwei Zellteilungen?

  • In der Meiose wird der Chromosomensatz von diploid zu haploid reduziert. Meiose ist damit eine Reduktionsteilung
  • Es entstehen vier unterschiedliche Tochterzellen, statt zwei genetisch identische Schwestezellen, wie bei der Mitose.

Was sind die Unterschiede von der Mitose zur Meiose?

Mitose:

  • 2 genetisch Identische Tochterzellen
  • eine Zellteilung
  • kurze Prophase
  • für Wachstum, Entwicklung und Heilung

Meiose:

  • vier genetisch verschiedene Tochterzellen (Gametenzellen)
  • zwei Zellteilungen (Reduktionsteilung)
  • lange Prophase
  • Für Fortpflanzung
  • gen. Rekombination durch Crossing-over (2-3x pro Chromosom)

Wie kommt es bei der Meiose zu einer genetischen Rekombination vom Erbgut?

  • Während der Prophase 1 werden homologe Chromosomenpaare aneinander gelagert und genetisches Material an homologen Stellen der Chromosome ausgetauscht => gen. Rekombination
  • Auf jede Tocherzelle werden Chromosome zufällig augeteilt, wodurch es zu genetischer Rekombination kommt

Welche Fehler können während der Meiose auftreten und was sind ihre Folgen?

  • Bei einer "non-disjunction" in Meiose 1+2 werden Schwesterchromatide nicht voneinander getrennt
  • Bei der Anaphase führt dies zu einem mehrfach vorhandensein des Chromosomensatzes oder einer Monosomie (fehlen einer Kopie eines Chromosoms)
  • Die einzigen Lebensfähigen Trisonomien sind 13, 18 und 21
  • Die einzige lebensfähige Monosomie ist das Ulrich-Turner Syndrom

Wie hängt der Genotyp eines Organismus mit dessen Phänotpy zusammen? Welche Bezeichnungen werden zum beschreiben dieser Faktoren gebraucht?

  • Dominante Merkmale werden beim Phänotyp ausgebildet, auch wenn ein rezessives Merkmal im Genotyp vorliegt.
  • Nur bei zwei rezessiven Allelen wird im Phänotyp das rezessive Merkmal ausgeprägt.
  • Bei kodominanz werden beide Allele vereint exprimiert. (rote und weisse Blüten ergeben rosa Blüten)

Was sind die Mendelschen Regeln und was sagen sie aus?

1. Uniformitätsregel: Wenn zwei reinerbige Organismen (PP oder pp) gekreuzt werden, wird im F1 (1. Generation) Zustand immer das Dominante Merkmal vererbt (Pp und Pp).

2.Spaltungsregel: Bei der nächsten Generation (F2) wird das rezessive Merkmal zu einem viertel ausgeprägt.

Was versteht man unter Dominanz und Rezessivität?

  • Dominanz: Das Merkmal wird auch heterozygot im Phänotyp exprimiert.
  • Rezessivität: Das Merkmal wird nur exprimiert, wenn beide Allele (homozygot) das rezessive Allel tragen.

Was versteht man unter unvollständiger Dominanz und Kodominanz?

  • unvollständige Dominanz: Der Phänotyp von Hybriden liegt zwischen den beiden Phänotypen der reinerbigen Eltern
  • Kodominanz: Die beiden Allele wirken sich unabhängig auf den Phänotypen aus (Beispiel Blutgruppe A und B ergeben AB).

Was versteht man unter Pleiotropie und Epistase?

  • Pleiotropie: Ein Gen zeigt mehrere phänotypische Ausprägungen
  • Epistase: Ein Gen verändert die phänotypische Expression eines anderen Gens.

Was versteht man unter quantitativen Merkmalen und polygener Vererbung?

  • quantitative Merkmale weisen verschiedene Zwischenstufen auf (durch Umwelteinflüsse veränderbar)
  • polygene Vererbung: Der Phänotyp setzt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Gene für ein einzelnes Merkmal zusammen.

Vorgehen Kreuzungsschemen

  1. Werden Allele unabhängig voneinander vererbt? => Wenn ja, dann beide Merkmale ganz Auftrennen und neu anordnen, sonst jeweils die beiden Allele, die gemeinsam vererbt werden aufschreiben.
  2. Phänotypen zusammenbringen und anschliessend die neuen Phänotypen vergleichen mit der Aufgabenstellung.

Thymin

Adenin

Cytosin

Guanin

Warum hat der DNA Strang eine Richtung?

  • Bindung vom Zucker ist entweder am 3. oder 5. C
  • Je nachdem, welche Bindung frei ist, wird das Ende als 3'- oder 5'-Ende bezeichnet
  • Die verschiedenen Enden geben der DNA eine Richtung
  • Polymerase kann nur am 3'- Ende verlängern
  • am 5'- Ende kann kein Nukleotid angehängt werden

Welche Proteine/Enzyme werden für die Replikation der  DNA benötigt?

  • Topoisomerase
  • Helicase
  • Einzelstrangproteine
  • Primase
  • Polymerase 1 +3
  • Ligase

Was sind Okazaki-Fragmente und wofür werden die benötigt?

  • Nach ihrem Erfinder benannt
  • kurze RNA-Primer, an den lagging-Strand binden und dort als Startpunkt für die Polymerisation dienen. Wenn diese mit DNA verlängert wurden, werden sie Okazaki Fragment genannt. 
  • Die Polymerase 3 synthetisiert anschliessend in die "falsche" Richtung bis zum nächsten RNA Primer. 
  • Die RNA Primer der Okazaki-Fragmente werden anschliessend von der Polymerase 1 durch DNA ausgetauscht

Welche Aufgabe hat die Topoisomerase?

  • löst Spannungen der DNA, die entwunden wird, indem sie den Doppelstrang schneidet, dreht und nach der Replikationsgabel wieder kovalent bindet

Welche Aufgabe hat die Helicase?

  • bricht die DNA in zwei Einzelstränge auf

Welche Aufgabe haben die Einzelstrangproteine?

  • Binden an die Einzelsträngige DNA, um ein erneutes Verdrillen zu verhindern (an beiden Enden, am lagging-Strand jedoch häufiger vorkommend.

Welche Aufgabe hat die Primase?

  • katalysiert die Bildung von RNA Primern (okazaki-Fragmente), die der Polymerase als Starpunkt für die Polymerisation dienen.
  • Dafür wird die Ursprungs-DNA als Vorlage benutzt

Welche Aufgaben haben Polymerase 1 + 3?

  • Polymerase 3 synthetisiert die DNA von der einzelsträngigen DNA-Template
  • Polymerase 1 ersetzt die RNA-Primer (Okazaki-Framgente) durch DNA, wofür sie ein freies 3'-Ende braucht, jedoch auch eines hinterlässt

Étudier