Verdauungssystem

Block 02 Careum

Block 02 Careum


S. H.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über die Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems, mit Fokus auf die Funktionen des Dünndarms, Dickdarms, Magens und der Gallenblase. Sie erklären die Verdauung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten, sowie die Rolle von Enzymen und Nährstoffen. Ideal für Medizinstudierende und Fachpersonal, die ihr Verständnis der Verdauungsprozesse vertiefen möchten.
Flashcards
120
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
22.11.2020 / 07.06.2023

Flashcards

Was braucht es zur Stuhlbildung?

  • Aufspaltung von zähen Nahrungsteilen durch Bakterien
  • Wasser
  • Darmepithelzellen
  • Bakterien
  • Unverdauliche Stoffe (z. Bsp. Zellulose)

Wie wird Vitamin K im Dickdarm gebildet?

Durch Bakterien

Wie wird Gas im Dickdarm gebildet und wieviel?

  • Ca. 0.5l pro Tag
  • Durch Bakterien
  • Durch Diffundierte Gase aus dem Blut

Aus welchen Teilen besteht der After (Anus)?

  • M. sphincter ani internus
  • M. sphincter ani externus
  • Hämorrhoidalzone

Aus was besteht der M. sphincter ani internus?

Ringmuskulatur, glatte Muskelfasern

Aus was besteht der M. sphincter ani externus?

Quergestreifte Muskulatur

Aus was besteht die Hämorroidalzone?

Blutgefüllter Schwellkörper zur Abdichtung

Aus welchen Teilen besteht der Pankreas und was ist ihre Funktion?

  • Exokriner Teil: Produktion von Verdauungsenzyme
  • Endokriner Teil: Produktion von Insulin und Glukagon

Aus was besteht der Pankreassaft und wieviel wird pro Tag produziert?

  • 1,5l/Tag
  • Bikarbonat zur Neutralisierung des Darminhaltes
  • Proteasen
  • Amylasen
  • Lipasen

Vorgang Verdauung Kohlenhydrate

  • Kohlenhydrate liegen in Form von Stärke (Mehrfachzucker) vor
  • Sie werden im Dünndarm durch die Amylase in Zweifachzucker zerlegt
  • Zweifachzucker sind: Maltose/Isomaltose, Laktose und Saccharose
  • Amylase kommt vor allem vom Pankreas, aber auch von der Mundspeicheldrüse
  • Dünndarm: Im Bürstensaum werden die Zweifachzucker von Enzymen in Einfachzucker umgewandelt
  • Die Enzyme sind Maltase/Isomaltase, Laktase und Saccharase
  • Einfachzucker kann dann ins Pfortaderblut resorbiert werden
  • Einfachzucker sind Glukose, Fruktose und Galaktose
  • Einfachzucker wird als Glykogen gespeichert oder zur Energiegewinnung abgebaut (Glykolyse)

Vorgang Eiweissverdauung

  • Magen: Proteine werden durch den Magensaft verändert
  • Dünndarm: Enzyme aus dem Pankreassaft zerlegen die Proteine in kurze Aminosäurenketten
  • Bürstensaum werden die sie weiter gespalten und es entstehen einzelne Aminosäuren
  • Aminosäuren gelangen durch die Pfortader in die Leber
  • Funktion Aminosäuren: Aufbau Proteine und Neubildung Glukose

Vorgang Bildung lang-, mittel- und kurzkettigen Fettsäuren

  • Hauptzellen im Magen bilden Lipasen
  • Lipasen zersetzen Fette der Nahrung in langkettige Fettsäuren
  • Pankreas bildet Lipasen und gibt diese in den Dünndarm ab
  • Im Dünndarm zersetzen die Lipasen die langkettigen Fettsäuren
  • Es entstehen kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren, die von den Enterozyten aufgenommen werden

Vorgang Verdauung von langkettigen Fettsäuren

  • In den Enterozyten werden die langkettigen Fettsäuren zusammen mit Cholesterin und Monoglyceriden zu Mizellen verpackt
  • Die Enterozyten bauen die Mizellen zu Triglyzeriden um
  • Triglyceride werden ins Lymphsystem abgegeben und erreichen über den Milchbrustgang die obere Hohlvene und damit den systematischen Blutkreislauf

Vorgang Verdauung von mittel- und kurzkettigen Fettsäuren

  • Die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren sind wasserlöslich und werden von den Enterozyten ins Blut abgegeben
  • Im Blut binden sie sich an Albumin und gelangen so über die Pfortader zur Leber

Länge der Gallenblase

8-11 cm lang

Dicke der Gallenblase

3-4cm dick

 

Fassungsvermögen der Gallenblase

30-60ml

Funktion der Gallenblase

  • Speicherung Galle
  • Konzentrierung der Galle
  • Abgabe der Galle ins Duodenum
  • Gallenblase und Gallengänge gehören funktionell zur Leber

Vorgang Abgabe der Galle ins Duodenum

Kontraktion der Gallenblase durch Cholezystokinin und Erschlaffung des M. sphincter Oddi

Zusammensetzung der Galle

  • Wasser
  • Elektrolyte
  • Schleim
  • Alkalische Phosphatase
  • Bikarbonat
  • Bilirubin
  • Cholesterin
  • Gallensäuren
  • Lezithin

Funktion Bikarbonat?

Neutralisierung Magensaft

Was ist das Cholesterin?

Grundstoff der Gallensäure

Funktion Gallensäure

  • Emulgation Fett
  • Aktivierung Lipase

Was ist das Lezithin und was ist seine Funktion

  • Phospholipid
  • Emulgation Fett

Welche zwei Arten von einer gastroduodenale Ulkuskrankheit werden unterschieden?

  • Ulcus ventriculi
  • Ulcus duodeni

Was wissen Sie über das Ulcus ventriculi?

  • Magengeschwür (meist im höheren Alter)
  • SZ weniger bei Nahrungsaufnahme

Was wissen sie über das Ulcus duodeni?

  • 12-Fingerdarmgeschwür
  • 2-3 x häufiger
  • Tritt in jüngeren Jahren auf
  • Vermehrt bei Männern als bei Frauen
  • SZ wird nach ein paar Stunden nach Nahrungsaufnahme weniger

Risikofaktoren einer Ulcuskrankheit

  • Besiedelung mit Helicobacter pylori Bakterien
  • Salzsäure und Pepsin
  • Galle
  • Stress
  • Rauchen
  • Medikamente (NSAR, Glukokortikoide)
  • Familiäre Disposition (=Veranlagung)

Schützende Faktoren vor einer Ulcuskrankheit

  • Gut durchblutende Magenschleimhaut
  • Genügend Magenschleim
  • Gute Motilität des Magens

Komplikationen einer Ulcuskrankheit

  • Blutungen
  • Perforation

Was ist eine Divertikulose?

Ausstülpung (Divertikel) der Darmwand

Was ist eine Divertikulitis?

Entzündung der Divertikel

Verlauf einer Divertukulitis

  1. Entzündung
  2. Verengung
  3. Blutungen
  4. Durchbruch
  5. FistelAbszess

Ursachen einer Divertikulitis?

  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Obstipation
  • Adipositas
  • Bewegungsmangel

Therapie einer Divertikulitis

  • Antibiose p.o.
  • Antibiose i.v.
  • Kolektomie (Entfernung des erkrankten Teiles)

Wo entstehen Hämorrhoiden?

Corpus cavernosum recti

  • Arteriovenöses Gefässpolter
  • Übergang Rectum-Analkanal

Hämorrhoiden 1. Grades

  • Nicht tastbar
  • Proktoskopisch als knotige, prall elastische Wülste sichtbar

Hämorrhoiden 2. Grades

  • Prolaps bei Defäkation
  • Anschliessend spontane Retraktion

Hämorrhoiden 3. Grades

  • Prolaps bei Defäkation
  • Keine spontane Retraktion
  • Manuelle Reposition erforderlich

Hämorrhoiden 4. Grades

  • Prolaps permanent fixiert
  • Fibrotisiert und thrombotisiert
  • Manuelle Reposition nicht mehr möglich

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