MGL 161 - Bodyfeet


B. P.
Diese Lernkarten behandeln Grundlagen, Störungsbilder und Therapieansätze aus Psychologie, Psychosomatik und Psychopathologie, etwa Definitionen von Angst, Stress oder Persönlichkeitsstörungen sowie Symptome wie Zwangsgedanken oder Essstörungen. Sie eignen sich besonders für Medizinstudierende oder Psychologieinteressierte, die klinische Prozesse und Krankheitsbilder systematisch verstehen möchten.
Flashcards
63
Students
8
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
22.10.2020 / 26.07.2026

Flashcards

Psychologie definieren

Psychologie ist die Wissenschaft der Seele, vom Erleben und Verhalten eines Menschen

drei Disziplinen der Psychologie

Entwicklungspsychologie

Persönlichkeitspsychologie

Sozialpsychologie

Biologische Psychologie

Allgemeine Psychologie

 

Stufenmodell der pschosozialen Entwicklung nach Erikson

Säugling -1 Urvertrauen versus Misstrauen - Bezugsperson Mutter

Kleinkindalter -3 Autonomie versus Scham und Zweifel - Eltern

Vorschulalter -5 Initiative versus Schuldgefühl - Familie

Schulalter - 12 Kompetenz versus Minderwertigkeit - Nachbarschaft und Schule

Adoleszent - 18 Identität versus Rollendiffusion- Ebenbürtige, Gleichstehende

Frühes Erwachsenalter - 29 Intimität versus Isolation - Partner, Freunde

Mittleres Erwachsenalter - 55 Generativität versus Stagnation - Haushalt, Arbeitskollegen

Reifes Erwachsenenalter ab 55 Ich-Integrität versus Verzweiflung - Menschheit oder meine Leute

kognitive Entwicklungsstadien nach Piaget inkl. Beispiele

sensomotorische Phase bis 2 - Erfahren sensorische oder motorische Interaktivität (Fremdeln, Herausfinden durch ausprobieren)

präoperationales Denken bis 7 - Darstellen von Dingen mit Worten und Bildern (Egozentrismus, Zentrierung(Aufmerksamkeit auf etwas), Kein Kozept für Mengenerhaltung, Symbolhaftes Spielen(so tun als ob-Spiele), Sprachentwicklung)

konkret-operationales Denken bis 11 - logisches Denken, erfassen von Analogie(Logisch Nachdenken, mathematischer Transformationen, Mengenerhaltung

formales Denken ab 11 - denken über vorgegebene Situationen hinaus, Nutzung zusätzlicher Info(Gedankenexperimente, abstrakte Logik)

Akitves Wissen und passives Wissen

aktives 

abrufbares, anwendbares Wissen

Was ich weiss, dass ich weiss

passives

ungenutztes Wissen

was ich weiss, ohne zu wissen, dass ich es weiss

verschiedene Lerntypen

visueller Typ - Augen

motorischer Typ - eigenes Tun

kustischer Typ - hören

intellektueller Typ - abstrakte Begriffe, stilles lesen

Modell nach Kolb

Lernzyklus

konkretes Erfahren

Beobachten und Reflexion

abstrakte Begriffsbildung

aktives Experiment

Lerntypen

Macher/-innen

Entdecker/-innen

Entscheider/-innen

Denker/-innen

Sozialer Einfluss

Teilgebiet der sozialpsychologischen Forschung

Bedürfnis entstanden, katastrophale Ereignisse in der Geschichte der Menschheit zu erklären z.B. Holocaust

Warum und unter welchen Umständen können Menschen dazu gebracht werden, Böses zu tun? 

Milgram-Experiment

Lehrer sollte Schüler mit Elektroschock bestrafen. Der Lehrer bestrafte jeweils immer mit 15 Volt mehr. Milgram wollte feststellen, wann der Lehrer den Versuch von sich aus abbrechen würde. Der Lehrer hörte ab einer bestimmten Spannung Schreie, jedes Mal heftiger(in Wirklichkeit vom Tonband)

60% der Teilnehmer trotz Schreie den höchsten Schock verabreicht, wenn sie den Schüler gesehen haben, 30-40%

Tiefenpsychologie definieren

Verhalten und Erleben der Menschen innerpsychologisch verursacht werden

3 Beispiele der Abwehrmechanismen nennen und erklären

Verdrängung: Verlagerung ins Unterbewusste

Projektion: Unterstellung eigener Triebimpulse bei anderen

Verleugnung: Nicht wahrhaben wollen realer Gefahren

Verschiebung: Verschiebung und Übertragung von Triebimpulsen auf andere(nahestehende ) Objekte

Reaktionsbildung: Umdehung der Triebimpulse ins Gegenteil

Ansatz der Humistischen Psychologie zusammenfassen

Mensch nicht von unbewussten Trieben gesteuert, sondern er ist ein aktives Wesen, er steuert sein Verhalten bewusst und kann es beeinflussen und verändern. 

Selbstverwirklichung

Humanistische Therapie

Therapeut vertraut auf Fähigkeit seiner Klienten, aus sich selbst heraus zu wachsen in Richtung einer gesunden Entfaltung ihrer Persönlichkeit. 

Für seine Entfaltung braucht er: 

Anerkennung, Achtung und Zuneigung

einfühlendes, nicht-wertendes Verstehen

Menschen, die ihm gegenüber echt und kongruent sind(d.h. nichts vorspielen

fördernde, nicht dirigierende Unterstützung

Psychosomatik - Definition

Die Psychosomatik (Psyche=Seele, soma=Körper) ist die Lehre von den körperlich-seelischen-sozialen Wechselwirkungen in der Entstehung, dem Verlauf und der Behandlung menschlicher Krankheiten

Einteilung psychosomatischen Krankheiten in drei Untergruppen: 

 

Psycho(Gedanken, Emotionen) -Depression, Angst bei Krebs, Stress

Bio(Körperliche Ursachen) - Appetit, Schlaf, Körperlich, Hautausschlag

Sozial(Familiär, beruflich) - Trennung, Geburt, Arbeitsstelle

drei mögliche Ursache, die zu einer psychosomatischen Erkrankung führen können

chronischer Stress

(unbewusste) Verstärkung, d.h. Lernprozesse

(unbewusste) Konflikte

Belastende Erlebnisse

2 schwierige Aspekte für Patienten mit somatoformen Störungen mit eigenen Worten umschreiben

körperliche Beschwerden

nicht oder nur teilweise auf organische Erkrankunge zurückzuführen

2 Therapieansätze für PatientInnen mit somatoformen Störungen

Patient in einem Gespräch darauf hinarbeiten, dass er psychologische Unterstützung brauch

Entspannungsverfahren bringen Linderung

Unterstützen, dass sie nicht noch einmal ein MRI anhängen, sondern einen anderen Weg suchen

Psychische Gesundheit

Zustand des Wohlbefindens

psychische Störung

definiert als Syndrom(Gruppe von Symptomen) welche Störungen in Denken, Fühlen und im Verhalten einer Person charakterisieren

Leitsymptome

ein besonders prominenten, auffälliges Symptom einer Krankheit

Einteilung und Diagnostik

Symptome herauskristalisiert

diese werden dann zum Syndrom zusammengefasst. 

Differentialdiagnose wird mit Ausschlusskriterien geprüft, ob die Diagnose stimmen kann

Defintion von Prävalenz, Inziden, Komorbidität

Prävalenz: Anteil erkrankter Personen

Inidenz: Anteil der Neuerkrankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes

Komorbidität: Gleichzeitige Diagnose mehrerer Erkrankungen innerhalb eines Zeitraumes

Resilienz - Defintion

Immer wichtiger: Psychische Wiederstandskraft

kann bewirken, dass Menschen trotz widriger Lebensumstände psychisch gesund bleiben

Definition Psychotherapie

interaktioneller Prozess in gegenseitigem Einverständnis bei Verhaltensstörungen und Leidenszuständen

- Zielvereinbarung

- innere und äussere Ressourcen

- Unterstützung durch Empathie und Zuhören

- Unerstützung zur Veränderung

- Soziale Unterstützung

4 Therapiearten

Verhaltenstherapie: Lerngeschichte verstanden, im Hier und Jetzt

Psychoanalyse: unbewusste Prozesse und Konflikte bewusst machen, Traumdeutung, Lebensgeschichte, Entwicklung als Kind, Familiendynamik

Systemische Therapie: Familien- und Paargespräche, ein System untersucht(Mitarbeiter einer Firma), Fokus auf Ressourcen gelegt

Entspannungsverfahren: verbessert Voraussetzung für Linderung einer Vielzahl von Symptomen, z.B. Biofeedback, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxanz

Entstehungsmodelle bzw. ein Modell

Vulneerabilitäts-Stress-Modell

Zusammenspiel von Intraindividuell, soziale Umwelt, Stressereginisse, psychologische Faktoren, Entwicklungspsychologische Faktoren

Konsequenz: akute Folgen, Langzeitfolgen, psychische Störung

Definition Depression

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Verlust von Freude

Plus 4 zusätzliche:

Gewichtsverlust, Schlafstörung, Unruhe,Müdigkeit, Gefühl von Wertlosigkeit

Depression von Bipolarer Störung

Hochfliegede Gefühle, gereiztheit = Manie

Und Depression

 

Ausgeprägter Wechsel ausschlaggebend

kann Depression den affektiven Störungen zuordnen sowie ihre Entstehung

akuten, schwerwiegenden Einschränkungen, Vulnerabilitäts-Stress-Modell

genetisch, traumatische Erlebnisse, Jobverlust, Scheidung oder Trennung

Symptome von Depression

Emotionale: Antriebsverlust, Verlust Intresse, Traurigkeit, Schuld, Reizbarkeit

Kognitive: Grübeln, negative Einstellung, Suzidgedanken, Wertverlust und Zweifel an sich selber

Physiologische: Energielosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust

Behaviorale verlangsamte Sprache/Motorik, kraftlose gebeute, spannungslose Körperhaltung

Welche Komplikationen der Depression?

Suizidalität ist die wichtigste. Versuchte: 20-60%, vollendete 15%, nur Gedanken 40-80%

Zuerst Verständnis und Akzeptanz von Notsignalen. Immer ernst nehmen, Hilferufe

Erst wenn tragfähige Arbeitsbeziehung, dann alternative Problemlösung

Was gab es positive: zurück auf den Weg der positivität, keine progrnosse möglich

Suzidgefährdet: fragen, Zeitaufschub ereifern(Schlaf noch einmal darüber), muss gemeldet werden(KESB)

Symptome von Bipolarer Störung

Manie: muss 1 Woche andauern

Emotionale: Stimmung heiter bis gehoben, gereizt, enthemmt, lustig, überzogen, angstfrei

Kognitive: positive bis sehr optimistische Einstellung, Konzentrationsprobleme, schlechte Problemlösefähigkeit

Physiologische: Schlafbedürfnis gering bis fehlend, hektisch, Appetit reduziert

Behaviorale: Sprache laut, drängend, Aktivität: gesteigert, ruhelos

Angststörung - Definition

Panikattacken sind zeitlich begrenzt, treten plötzlich und spontan auf

Wiederholte Panikattacken, oohne erkennbaren externen Auslöser: Panikstörung(Angststörung)

verschiedene Angststörungen

spezifische Phobien: Furcht vor bestimmten Objekten oder Situationen(Spinnenphobie)

soziale Phobien: Angst in sozialen Situationen

Panikstörung: Panikattacken ohne erkennbaren Auslöser

Agoraphobie: Angst vor Orten, wo Flucht im Notfall schwierig ist

generalisierte Angststörung: sich Sorgen machen über alles

Zwangsstörung - Definition

Zwangsgedanke wiederholt aufdrängede Gedanken oder Vorstellungen, Angst und Unwohlsein auslösen

Zwangshandlung: ritualisierte Handlungen, um Anspannung zu reduzieren, oder Katastrophe abzuwenden

Zwangsstörung - Symptome

Zwangsgedanken(keinen Fall passieren) mit einer Zwangshandlung neutralisieren. Objektiv stehen jedoch Zwangshandlungen nicht in einem sinnvollen Bezug(z.B. Händewaschen bei Angst vor HIV), eine Unterlassung einer Zwangshandlung löst jedoch starke Angst aus. 

Anststörung - Symptome

Symptome:

  • zeitlich begrenzte starke Furcht
  • spontanes Auftreten
  • physiologisch: Herzklopfen, Schwindel, Atemnot
  • kognitive: Angst vor Kontrollverlust, Angst verrückt zu werden, Angst zu sterben

Agoraphobie: fürchten oder meiden Orte und Situationen

Unterschied Angststörung und Zwangsstörung

- Zwang ist ohne körperliche Veränderung dh. ohne Stress, Schweissausbrüche, Herzrasen

- Patienten mit Angststörung wünschen behandlung, mit Zwang möchten eher beibehalten

- Abwesenheit von Zwangsgedanken ist eine Angststörung

 

es kann sein, dass die Angst vor dem Zwang entstehen. 

Posttraumatische Belastungsstörung - Definition

Abkürzung PTBS

PTBS ist eine mögliche Folgereaktion auf ein traumatisches Ereignis. entweder selbst erlebt oder fremden Person beobachtet. Z.B. körperliche oder sexuelle Gewalt, gewalttätige Angriffe auf eigene Person, Krieg, Entführung, Naturkatastrophen, Unfälle

Study