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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 05.10.2020 / 15.10.2020
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SPECIFIC: Von was wurde der Kolonialismus abgelöst? Was führte zu ihm? 

Der Imperialismus löste den Kolonialismus ab. Die Industrialisierung, genauer das Bevölkerungswachstum, sowie Eisenbahnen (wie in Transsibirien oder Kongo) führten zur Ablösung des Kolonialismus (=Akquirieren möglichst vieler Kolonien zum Handel) durch den Imperialismus (=Aufbau eines Imperiums durch möglichst viele Kolonien).

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SPECIFIC: Was waren die Folgen des Imperialismus?

Ganze ärmliche Dörfer wurden zum Auswandern gezwungen, der Freihandel musste einer Schutzzollpolitik weichen (=Kampf um Absatzmärkte), Entstehung eines aggressiven und autoritären Nationalismus mit Streben nach nationaler Grösse und Überlegenheit (=Chauvinismus), ideologische Untermauerung idealistischer Politik.

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SPECIFIC: Wer waren die Vorreiter des Kolonialismus? Wer des Imperialismus?

Die Vorreiter des Imperialismus wurden immer noch Kolonisatoren genannt, aber die kolonisierten Gebiete, wurden Kolonien genannt. Waren früher noch Spanien und Portugal zusammen mit Frankreich, England und Russland. Die neuen Vorreiter waren weiterhin Frankreich, England und Russland aber diesmal zusammen mit Deutschland, Italien, Japan und der USA (=Besass ein informal Empire mit lediglich Stützpunkten, aber keinen Siedlungen). Zu den kleineren Mitspielern gehörten damals auch Belgien und Holland.

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SPECIFIC: Was passierte während des Imperialismus?

  • Das Osmanische Reich befand sich im Niedergang
  • Libien wird italienisch
  • Aufteilung Afrikas
  • China wird zur Einflusssphäre aber niemals zur Kolonie, obwohl Versuche bestanden.
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SPECIFIC: Wo und wann fand die Kongokonferenz statt? Was waren die Gründe der Kongokonferenz? Wer war eingeladen? Wie verlief die Kongokonferenz; was waren die Ergebnisse? Was waren die Absichten Bismarcks?

Die Kongokonferenz fand in Berlin im November 1884 – Februar 1885 statt.

Die Konferenz fand aufgrund der (Imperialistischen-)Interessen der Grossmächte in Afrika statt. Leopold II. von Belgien überzeugte Frankreich, sowie das Deutsche Reich, das ein gemeinsames Handeln in Afrika auch im ihrem Interesse sein würde.

Eingeladen wurden durch Bismarck: die USA; das Osmanische Reich, Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Italien, die Niederlande, Portugal, Russland, Spanien, sowie Schweden-Norwegen.

Es kam zur Unterzeichnung der Kongoakte, welche die Richtlinien und Erwerbungsregeln festlegte – diese waren zuweilen «Wer zuerst kommt ma(h)lt zuerst!» (=Leonie: Die Einfärbung der Gebiete gemäss der Grossmächte auf den Karten) und die Benachrichtigung vor einer Eroberung. Mit der Unterzeichnung der Kongoakte begann die Aufteilung Afrikas und der Eroberungswettlauf. Zudem erhielt König Leopold Zuspruch des Kongo als Privatstaat, taktisch erhielt so keine Grossmacht das rohstoffreichste Land. Die freie Europäische Schifffahrt; Freies Handeln wurde ebenfalls festgelegt. Desweitern, liess sich die Unvereinbarkeit der Kolonialpolitik von Frankreich und Grossbritannien feststellen.

Das Ziel Bismarcks war eine Neutralisation der Grossmächte, indem sie sich selber ausstechen und sich gegeneinander aufbringen. So wollten sie den Erzrivalen Frankreich isoliert sehen.

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SPECIFIC: Wann und wo fand die Faschoda Krise statt? Was war der Grund für die Krise? Zu was führte die Faschoda Krise?

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Die Faschoda Krise fand wie der Name sagt in Faschoda von 1898 -1904 statt.

Auf dem Eroberungsweg Grossbritanniens von Nordafrika – Südafrika stiessen sie auf die Streitkraft Frankreich ihrerseits auf Eroberungsweg von Westafrika – Ostafrika.

Anfangs standen bei den zwei alten Rivalen alle Zeichen noch auf Krieg. Alsdann die französische Seite nachgibt, kommt es statt zu einem Krieg, zu einer Verständigung zwischen Frankreich und Grossbritannien. Diese gehen den Generalstabsplänen sowie der 1904 geschlossenen Ente Cordiale voraus. (Dies hat vor allem gravierende Folgen für Deutschland).

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: GROSSBRITANNIEN

Wie fortgeschritten war die Kolonialisierung? Wie sah es wirtschaftlich aus? Wie sah es innenpolitisch aus? Wie ging es für seine Kolonien nach 1900 weiter?

Grossbritannien beherrschte um die Jahrhundertwende mit seinem Empire fast ein Viertel der Erdoberfläche und der Weltbevölkerung, hatte aber seine führende Stellung in der Wirtschaft zu einem guten Teil schon eingebüsst. In seinem Innern wandelte sich der Inselstaat zu einer bürgerlichen Demokratie. Nach 1900 zeichnete sich dann ein Umbau des Imperiums in einen lockeren Staatenverbund ab und die Siedlungskolonien erhielten das Recht auf Selbstbestimmung.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: Frankreich

Wie war Frankreich politisch aufgestellt? Wie ging es mit der Industrialisierung voran? Wie sah die Kolonialpolitik aus und was wollte dadurch wettgemacht werden?

Frankreich wurde nach dem Sturz von Kaiser Napoleon III. und der Niederschlagung der Pariser Kommune eine bürgerliche Republik, politisch dominiert vom demokratischen Kleinbürgertum. Geringes Bevölkerungswachstum und eine langsame Industrialisierung führten zu grosser gesellschaftlicher Beständigkeit. Aussenpolitisch versuchte Frankreich den Verlust von Elsass-Lothringen durch eine verstärkte koloniale Expansion wettzumachen.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: Deutschland

Was wurde nach dem Sieg über Frankreich 1871 gegründet und unter wessen Führung? Was für eine Aussenpolitik wurde von Bismarck geführt und warum? Was änderte sich unter der Führung von Willhelm II.? Wie stand es in Deutschland um das politische, wirtschaftliche System?

Nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich gründeten die am Krieg beteiligten Fürsten unter der Führung des preussischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck 1871 das Deutsche Reich, das zum mächtigsten Staat auf dem Kontinent wurde. Aus der Sorge, dass sich seine Nachbarn zu Koalitionen gegen Deutschland zusammenschliessen könnten, auferlegte Bismarck dem Reich grosse aussenpolitische Zurückhaltung. 1888 bestieg Wilhelm II. den Thron. Der junge Kaiser entliess 1890 Bismarck und warf gleichzeitig dessen aussenpolitische Grundsätze über Bord. Von nun an verlangte das Deutsche Reich lautstark einen Platz unter den Weltmächten. Unter Wilhelm II. blieb Deutschland in der Entwicklung seines politischen Systems hinter den westeuropäischen Demokratien zurück, technisch und wirtschaftlich stellte es dagegen die anderen europäischen Länder in den Schatten.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: ÖSTERREICH-UNGARN

Wie stand es um die Donaumonarchie? Wie erging es den slawischen Völkern?

Im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn bedrohten nationale Spannungen den Zusammenhalt der Monarchie. Wohl war durch die Zweiteilung Ungarn zu einem eigenen Königreich erhoben worden, doch die slawischen Völker hofften weiter vergebens auf Selbstbestimmung. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs verkörperte nur noch der greise Monarch Franz Joseph I. die Einheit der Donaumonarchie.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: RUSSLAND

Wo stand Russland verglichen mit den anderen Grossmächten und warum? Wer bezahlte für das Industriewachstum? Wie sah es innerpolitisch aus? Wer besass Einfluss auf den Zaren?

Die rückständigste europäische Grossmacht war das russische Zarenreich. Eine wirklich erfolgreiche Agrarreform wurde vor 1914 nicht durchgeführt. In der Industrie erreichte das Land um die Jahrhundertwende zwar ein rasantes Wachstum, jedoch zu einem hohen sozialen Preis. Politisch blieb das Reich ein autokratischer Polizeistaat. Wesentlichen Einfluss auf den Zaren hatten Adel, Militär und Kirche.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: Italien

Was wurde 1861 aus Italien? Wer herrschte in Italien? Wo waren die Probleme zu finden?

Das ab 1861 unter piemontesischer Führung geeinigte Italien war im Gegensatz zu Deutschland kein Zusammenschluss einzelner selbstständiger Länder, sondern ein zentralistischer Staat. Das norditalienische Bürgertum beherrschte das neue Italien weit gehend. Das brennendste Problem in Italien war der Gegensatz zwischen dem feudalen agrarischen Süden und dem industrialisierten Norden.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: USA

Was bestimmte das Geschick des Landes? Was für ein politisches System hatte die USA? Was führte zu den sozialen Gegensätzen?

In den Vereinigten Staaten bestimmten seit dem Sezessionskrieg die Nordstaaten mit ihrem Übergewicht an Bevölkerung und mit ihrer Industrie das Geschick des Lands. Die einseitige Vertretung der Interessen des Big Business in der Politik belastete das demokratische System der USA und spitzte die sozialen Gegensätze zu.

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MACHTVERHÄLTNISSE 19JH: Japan

Was gelang Japan ohne Fremdkolonialisierung? An was konnte sich Japan daher beteiligen?

In Japan erzwangen nach 1850 die USA die Öffnung der Häfen. Dem Inselreich gelang in den folgenden Jahrzehnten der Sprung in das neue Zeitalter, ohne dass es dabei von fremden Mächten kolonisiert wurde. Um die Jahrhundertwende beteiligte sich Japan an der Aufteilung von Ostasien durch die imperialistischen Mächte.

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Was leitete den Imperialismus ein? Wo ist der Konfliktherd beim Imperialismus?

Die Entstehung von neuen Nationalstaaten in Europa, Absatzschwierigkeiten in der Industrie, soziale Spannungen in Europa, Krisen in den aussereuropäischen Ländern und der technische Fortschritt leiteten ab 1870 den Imperialismus ein.

Der Imperialismus, wie es der Name (=Empire) sagte, hatte das Ziel ein Weltreich zu errichten. Da dies nun das Ziel aller Mächte war, kam es zum Wettlauf zur Eroberung der Erde. (Traditionell hat ein Weltreich nur einen Herrscher und den galt es jetzt zu finden). Dieser Wettlauf spielte sich nach der Entkolonialisierung von Amerika zusehends in Afrika und Ostasien ab.

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KONFLIKTHERD: AFRIKA

Erkläre die drei zenralen Konflikte und deren Auswirkungen?

Trotz der Aufteilung Afrikas um 1880 mit Konferenzen und Absprachen kam es zu Konflikten:

 

FR-GB: Frankreich wollte eine durchgehende West-Ost-Verbindung und Grossbritannien eine Nord-Süd-Verbindung in Afrika. In Faschoda stiessen die beiden Kräfte dann 1898 aufeinander und obwohl alle Zeiten auf Krieg standen, gab Frankreich nach und verbesserte so das Verhältnis zu Grossbritannien.

GB sucht Freunde: Nach dem Burenkrieg in Südafrika kommt Grossbritannien, dass vorher alleinige Weltpolitik geführt hat, in Verlegenheit. Nachdem Deutschland sich nicht auf Zusammenarbeit mit den Briten einlässt, kommt es 1904 zur Entente Cordiale mit Frankreich.

DE-FR (EC): Obwohl in der Konferenz von Algeciras Marokko Frankreich als Protektorat zugeteilt wurde, drohte Deutschland 1905/06 sowie 1911 den Franzosen. Daraufhin wurde die Entente Cordiale zu einem Militärbündnis aufgestockt.

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KOLONISIERTE LÄNDER: Was hiess die Europäische Besetzung für die Beherrschten?

Für die Bevölkerung der kolonisierten Länder bedeutete das Eindringen der Europäer oft das Erlöschen ihrer überlieferten Lebensweise, besonders wenn sie nicht einer der alten asiatischen Hochkulturen angehörten. In Gebieten, in denen Europäer siedeln wollten, wurde die einheimische Bevölkerung durch die Zerstörung der Lebensgrundlagen und Vertreibungen dezimiert.

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CHINA UND DIE IMPERIALMÄCHTE: Was geschah in China? Was verhinderte den Zusammensturz des Kaiserreiches? Was legte die Grundlagen für eine Republik?

China wurde von den imperialistischen Mächten ausgehöhlt. Diese besetzten Randgebiete und Häfen. Zudem kontrollierten sie Schlüsselbereiche der Wirtschaft. Die Rivalität zwischen den Mächten verhinderte jedoch eine Aufteilung des alten Kaiserreichs. Zu Beginn des 20.  Jahrhunderts stürzte eine revolutionäre Bewegung das chinesische Kaisertum und legte die Grundlagen für eine Republik.

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AMERIKA NACH DER ENTKOLONIALISIERUNG: AUFSTIEG ZUR IMPERIALMACHT

Wie ging es nach der Erschliessung Nordamerikas weiter? Was bildete den Startschuss für den Imperialismus der Vereinigten Staaten?

Nachdem Nordamerika erschlossen war, suchten auch die USA Ausdehnungsmöglichkeiten jenseits der Meere. Der Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898 bildete den Startschuss zum US-amerikanischen Imperialismus. Strategisches Kernstück des amerikanischen Machtbereichs wurde der neue Panamakanal. In Lateinamerika spielten die Amerikaner ihre Vormacht rücksichtslos aus. Erobert wurden Puerto Rico, Kuba, die Philippinen, Hawaii und weitere Pazifikinseln.

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RUSSLAND UND JAPAN: Wer gewann den Russisch-Japanischen Krieg? Was war Auswirkung auf Russland? Was geschah dadurch mit Deutschland?

Japan besiegte die Russen im Krieg 1904/05 schwer, es versenkte die gesamte Flotte. Russland, die damals schon Verbündete mit Frankreich waren, sahen sich im Westen nach Verbündeten um und schlossen sich 1907 der Entente Cordiale an, welche zur Triple Entente wurde.

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PULVERFASS BALKAN: Wer hatte Interessen im Balkan? Zu was führte die Annexion Bosniens?

Österreich-Ungarn und Russland wollten durch das konturierende Zusammenbrechen des Osmanische Reiches ihre Machteinflüsse im Balkan erweitern, was zu Konflikten führte. Die Annexion von Bosnien durch Österreich-Ungarn verärgerte Russland und Serbien; dadurch nahm die Kriegsbereitschaft der Entente zu.