Allgemeine Pathologie
MGL 161
MGL 161
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Cartes-fiches
äussere Krankheitsursachen
physikalische Noxen (z.B. Trauma, Strahlen, extreme Temperaturen, Strom)
chemische Agentien (z.B. Umweltgifte, Alkohol, Drogen, Medis)
Mikroorganismen (besp. Bakterien, Pilze, Viren)
Auslöser fehlgeleiteter Immunantworten (führen zu Allergien, Autoimmunreaktionen)
Mangelkrankheiten (Unterernährung, Vitaminmangel, Eisenmangel usw.
psychische Krankheitsursachen (Stress)
soziale Krankheitsursachen (Arbeitsbedingungen, Kriege)
Unter-, Überbeanspruchung
innere Krankheitsursachen
-Abweichung des Erbmaterials (genetisch bedingte Krankheiten können durch Chromosomenanomalie oder Genveränderungen entstehen. Sie führen zu Entwicklungsstörungen bzw. Erbkrankheiten, oder zu einer vererbten Anfälligkeit
- Altersveränderungen der einzelnen Organsysteme (natürliche Altern führt zu einem Schwinden von körperlicher und psychischer Leistungskraft
Noxen
schädigende Substanzen
Verfettung der Zellen
Fettansammlungen in Nicht-Fettgewebe
Hypertrophie
Organe werden mehr als normal beansprucht, so vergrössern sich die einzelnen Zellen und das Organ wird grösser. Zellzahl bleibt gleich
Hyperplasie
überschiessende Zellvermehrung zustande, d.h. Anzahl der Zellen ist vermehrt
Atrophie
Verminderung von Anzahl und/oder Grösse der Zellen
Unterschied Nekrose und Apoptose
Nekrose (Krankheit) / Apoptose : Absterben ca. 120 Tage
Entzündungsphasen
Schädigung des Gewebes(Alteration)
Kreislaufstörung (Hyperämie des Gewebes)
Exsudation(Austritt von Flüssigkeit und Zellen in das entzündete Gewebe)
je nachdem noch 2 mehr:
Proliferation
Narbenbildung
Im Blut welche Entzündungszeichen
-Leukozytose (Der Körper schüttet eine grosse Anzahl von weissen Blutzellen aus)
- BSG-Beschleunigung (Blutsenkungsgeschwindigkeit - bei Entzündung schnelleres absenken)
- Erhöhung von C-reaktivem Peptid(CRP) - Molekül das bei Entzündungen gebildet wird.
primäre Wundheilung
minimale Bildung von Graulationsgewebe bei glatten und gut aneinderliegenden Wundrändern gekennzeichnet
(Chirurgischer Schnitt oder kleine Schnittwunde)
Sekundäre Wundheilung
starke Bildung von Granulationsgewebe z.B. offene Wunde mit nicht aneinander liegenden Wundrändern oder ausgedehntem Gewebeverlust(Nekrose(Zellen im lebenden Körper sterben ab), Infektionen)
mögliche Ursachen für Kreislaufstörungen
kardial(Herz) bedingte Kreislaufstörung
blutbedingte Kreislaufstörung
Gefässbedingte Kreislaufstörung
steuerungsbedingte Kreislaufstörung (neuronal oder hormonell)
Den Begriff Schock definieren
Kenzeichen für ungenügende Durchblutung lebenswichtiger Organe mit daraus resultierendem Missverständnis von Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot
drei Entstehungsmechanismen
Volumenmangel
Gefässerweiterung
Pumpversagen des Herzens
klinische Zeichen für den hypovolämischen Schock(wenn die Ursache für den Schock noch nicht behoben wurde und nun die lebenswichtigen Organe betroffen sind)?
- blasse Haut
- kaltschweissig(blutungsbedingtem Schock)
- trockene Haut (austrocknungsbedingtem Schock)
- kalte Extremitäten
- kollabierte oberflächene Venen
- arterielle Hypotonie
- schneller, schwacher Puls
- zunehemende Bewusstseinsstörung
- Nierenversagen mit fehlender Urinproduktion
Ischämie
Verminderte Durchblutung eines Organs wegen herabgesetzter Blutzufuhr. Dies für zu Hypoxie(Sauerstoffmangel) im Gewebe
Hypoxie
Sauerstoffmangel
Infarkt
Gewebsnekrose(Gewebe geht im lebenden Organismus zu grunde) infolge Sauerstoffmangel
3 Mechanismen für Gefässverschluss
Wandveränderung(z.B. Wandverdickung)
Verschluss des Gefässlumens (durch Thrombus(Gerinnsel das zur Thrombose führt) oder Embolus(körpereigene oder fremde Substanz(z.B. Fett, Fruchtwasser, Blutgerinnsel), die Gefäss verschliessen)
Kompression des Gefässes (durch Tumor oder Abszess(Eiteransammlung))
2 Arten von Infarkt
- Anämischer(Blutarmut) Infarkt: durch Arterienverschluss
- hämorrhagischer(Einblutung) Infarkt: Bei Einblutung ins Gewebe, kann kein neues sauerstoffreiches Blut nachströmen
Folgende Organe sind anfällig auf Ischämie oder Infarkte:
(weil sie nur Endarterien haben)
- Herz
- Gehirn(v.a. Gehirnrinde)
- Netzhaut
- Nierenrinde
- Milz
- Lungenlappen
- Darmschlingen
- Endarterien der Extremitäten
Thrombose
Blutgerinnsel in einem Gefäss
3 Faktoren für Thrombose
Virchow'sche Trias
- Wandläsionen(Blutgerinnsel können sich an der aufgerauten Gefässwand festsetzen(entstehen druch Arteriosklerose, Traumen)
- Stase des Blutstroms (Verlangsamung oder Stehenbleiben(Stase) des Blutstroms aktiviert ebenfalls die Blutgerinnung
- Veränderung der Blutzusammensetzung (Zunahme gerinnungsfördernder Substanzen(Fibrinogen, Thrombozyten) , wie sie bei einigen Bluterkrankungen vorkommen, fördert die Thrombusbildung.
bevorzugte Stellen für Thrombose
tiefe Beinvene
Beckenvenen
Herzvorhof bei Vorhofflimmern
Herzklappen bei einer Entzündung
Aneurysmen
Halsschlagadergabelung
Weiterentwickung des Thrombus
Embolisation (Teil des Thrombus bicht ab und wird als Embolus verschleppt)
Auflösung (Enzyme im Blut lösen den Thrombus auf)
Organisation (anhaftende Thrombus wird von der Gefässwand ausgehend organisiert, d.h. er wird in Bindegewebe umgewandelt
Embolie
Verschleppung von Material in der Blutbahn mit Folge des Steckbleibens
Nenne verschieden Embolusarten
- Thromboembolie(losgelöster Thrombusteil/90%)
- Tumorzellen
- bakterielle Embolie(verschleppen von Bakterienherden)
- Luftembolie ( Taucherkrankheit)
Thromboembolie(Lungenembolie)
- Venöse Embolie
Thrombus befindet sich im venösen System.
Meist entsteht der Thrombus in den tiefen Bein- und Beckenvenen und wird dann Richtung Herzen transportiert(Blutbahn wird grösser) und bleibt schliesslich in der Lunge stecken(Gefässdurchmesser wieder kleiner)
60-70% verlaufen symptomlos, grössere können zu Rechtsherzversagen kommen.
Arterielle Embolie
Thrombus/Embolus im arteriellen Schenkel des Kreislaufs, meist entsteht der Thrombus im Herz selber. Ursachen: Herzrhytmusstörungen oder defekte Herzklappe im linken Herzen.
Hier wird die Arterie gehen die Extremitäten immer kleiner und deshalb kommen arterielle Embolien eher in den Endarterien vor.
Meistens Gehirn,danach Beinarterie
Defintion von Neoplasie
Tumor im engeren Sinn ist eine unabhängige, selbstständige und fortschreitende Bildung aus körpereigenen Zellen
Karzinogene(krebserregende) Faktoren
- physikalische Faktoren(Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlungen,welche DNA verändern)
- chemische Karzinogene(Kohlewasserstoffe) können DNA ebenfalls verändern: Grillieren, Nitrosamine, Metalle und Asbestfasern.
- einige Viren
- Vererbunge
- Hormone(v.a. Geschlechtshormone wie Östrogene)
- chronische Entzündungen
Eigenschaft von Tumoren
progressives Wachstum - gutartige bleiben in den Organen, bösartige halten sich nicht an Organgrenzen
zielloses Wachstum - Tumorgewebe ist nicht so angeordnet wie normales Gewebe
ungesteuertes autonomes Wachstum: unabhängig von den Bedürfnissen des Organismus
prasitäres Wachstum: Tumor bezieht Nährstoffe aus dem Körperkreislauf, ohne für den Körper nützlich zu sein.
3 Arten von Tumoren
benignen (gutartig)
malignen (bösartig)
semimalignen (halbbösartig)
Benigne(gutartige) Tumore
wachsen langsam und durchbrechen Basalmembran nicht.
sind eingekapselt und gut abgrenzbar
in angrenzendes Gewebe nicht infiltrieren
Probleme: wenn Grösse anliegendes Gewebe verdrängt oder in hormonproduzierenden Drüsen entstehen und autonome Hormone produzieren. (erhöhte Konzentration des Hormons kann zu Problemen führen)
Maligne(bösartige) Tumore
durchbricht Basalmembran
- Infiltration, Destruktion (Tumor dringt in das umliegende Gewebe und Gefässe ein)
- Metastasierung (Tumorimplantation ohne Verbindung zum eigentlichen Tumor. Sie verteilen sich über die Lymph- und Blutbahn)
- Entdifferenzierung - bösartige Tumore haben wenig Ähnlichkeit zu ihrem Ursprungsgewebe
- viele Zellmitosen - wachsen schnell
Warnsignale von maligen Tumoren
- ungewollte Gewichtszunahme
- Appetitlosigkeit
- Leistungsverminderung, Schwäche und Müdigkeit
- Fieber und Neigung zum Schwitzen
- Juckreiz
- Schmerzen
- Blutbildveränderung(Anämie)
Erkrankungen des Abwehrsystems
- Immunschwäche (erworbene oder angeborene Schwäche des Abwehr und Immunsystems)
- Allergie (Überempfindlichkeitsreaktion) - immunologische Überempfindlichkeit gegenüber bestimmter nicht schädigender Antigene
- Autoimmunerkrankung - Antikörper des Immunsystems gegen eigene Körperzellen
Krankheiten, die auf autoimmunologische Vorgänge beruhen:
- akutes rheumatisches Fieber
- Diabetes
- Multiple Sklerose
- Morbus Basedow(Schilddrüsenerkrankung)
- Chronische Polyarthritis
- usw.
Klinische Zeichen von Ödemen
- Form- und Konturenveränderung
- Dellbarkeit - bei Fingerdruck entsteht eine Delle
- positives Stemmerzeichen - Hautfalten an Zehen- und Fingerrücken
- Hautfurchenvertiefung