MGL 161


B. P.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Pathologie auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Zellen, Gewebe und Organe, sowie auf die Ursachen und Mechanismen von Krankheiten, Tumoren und Thrombosen. Besonders behandelt werden Entzündungen, Schockzustände und die Auswirkungen von Ischämie auf verschiedene Organe. Medizinstudierende profitieren von diesem Lernset, da es ihnen hilft, die grundlegenden pathologischen Prozesse und deren klinische Relevanz zu verstehen.
Flashcards
85
Students
25
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
21.09.2020 / 18.01.2026

Flashcards

äussere Krankheitsursachen

physikalische Noxen (z.B. Trauma, Strahlen, extreme Temperaturen, Strom) 

chemische Agentien (z.B. Umweltgifte, Alkohol, Drogen, Medis) 

Mikroorganismen (besp. Bakterien, Pilze, Viren) 

Auslöser fehlgeleiteter Immunantworten (führen zu Allergien, Autoimmunreaktionen) 

Mangelkrankheiten (Unterernährung, Vitaminmangel, Eisenmangel usw.

psychische Krankheitsursachen (Stress) 

soziale Krankheitsursachen (Arbeitsbedingungen, Kriege) 

Unter-, Überbeanspruchung

innere Krankheitsursachen

-Abweichung des Erbmaterials (genetisch bedingte Krankheiten können durch Chromosomenanomalie oder Genveränderungen entstehen. Sie führen zu Entwicklungsstörungen bzw. Erbkrankheiten, oder zu einer vererbten Anfälligkeit

- Altersveränderungen der einzelnen Organsysteme (natürliche Altern führt zu einem Schwinden von körperlicher und psychischer Leistungskraft

Noxen

schädigende Substanzen

Verfettung der Zellen

Fettansammlungen in Nicht-Fettgewebe

Hypertrophie

Organe werden mehr als normal beansprucht, so vergrössern sich die einzelnen Zellen und das Organ wird grösser. Zellzahl bleibt gleich

Hyperplasie

überschiessende Zellvermehrung zustande, d.h. Anzahl der Zellen ist vermehrt

Atrophie

Verminderung von Anzahl und/oder Grösse der Zellen

Unterschied Nekrose und Apoptose

Nekrose (Krankheit) / Apoptose : Absterben ca. 120 Tage

Entzündungsphasen

Schädigung des Gewebes(Alteration) 

Kreislaufstörung (Hyperämie des Gewebes) 

Exsudation(Austritt von Flüssigkeit und Zellen in das entzündete Gewebe)

je nachdem noch 2 mehr: 

Proliferation

Narbenbildung

Im Blut welche Entzündungszeichen

-Leukozytose (Der Körper schüttet eine grosse Anzahl von weissen Blutzellen aus) 

- BSG-Beschleunigung (Blutsenkungsgeschwindigkeit - bei Entzündung schnelleres absenken) 

- Erhöhung von C-reaktivem Peptid(CRP) - Molekül das bei Entzündungen gebildet wird. 

primäre Wundheilung

minimale Bildung von Graulationsgewebe bei glatten und gut aneinderliegenden Wundrändern gekennzeichnet

(Chirurgischer Schnitt oder kleine Schnittwunde) 

Sekundäre Wundheilung

starke Bildung von Granulationsgewebe z.B. offene Wunde mit nicht aneinander liegenden Wundrändern oder ausgedehntem Gewebeverlust(Nekrose(Zellen im lebenden Körper sterben ab), Infektionen) 

mögliche Ursachen für Kreislaufstörungen

kardial(Herz) bedingte Kreislaufstörung

blutbedingte Kreislaufstörung

Gefässbedingte Kreislaufstörung

steuerungsbedingte Kreislaufstörung (neuronal oder hormonell) 

Den Begriff Schock definieren

Kenzeichen für ungenügende Durchblutung lebenswichtiger Organe mit daraus resultierendem Missverständnis von Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot

drei Entstehungsmechanismen

Volumenmangel

Gefässerweiterung

Pumpversagen des Herzens

klinische Zeichen für den hypovolämischen Schock(wenn die Ursache für den Schock noch nicht behoben wurde und nun die lebenswichtigen Organe betroffen sind)? 

- blasse Haut

- kaltschweissig(blutungsbedingtem Schock) 

- trockene Haut (austrocknungsbedingtem Schock)

- kalte Extremitäten

- kollabierte oberflächene Venen

- arterielle Hypotonie

- schneller, schwacher Puls

- zunehemende Bewusstseinsstörung

- Nierenversagen mit fehlender Urinproduktion

Ischämie

Verminderte Durchblutung eines Organs wegen herabgesetzter Blutzufuhr. Dies für zu Hypoxie(Sauerstoffmangel) im Gewebe

Hypoxie

Sauerstoffmangel

Infarkt

Gewebsnekrose(Gewebe geht im lebenden Organismus zu grunde) infolge Sauerstoffmangel

3 Mechanismen für Gefässverschluss

Wandveränderung(z.B. Wandverdickung) 

Verschluss des Gefässlumens (durch Thrombus(Gerinnsel das zur Thrombose führt) oder Embolus(körpereigene oder fremde Substanz(z.B. Fett, Fruchtwasser, Blutgerinnsel), die Gefäss verschliessen) 

Kompression des Gefässes (durch Tumor oder Abszess(Eiteransammlung))

2 Arten von Infarkt

- Anämischer(Blutarmut) Infarkt: durch Arterienverschluss

- hämorrhagischer(Einblutung) Infarkt: Bei Einblutung ins Gewebe, kann kein neues sauerstoffreiches Blut nachströmen

Folgende Organe sind anfällig auf Ischämie oder Infarkte: 

(weil sie nur Endarterien haben) 

- Herz

- Gehirn(v.a. Gehirnrinde) 

- Netzhaut

- Nierenrinde

- Milz

- Lungenlappen

- Darmschlingen

- Endarterien der Extremitäten

Thrombose

Blutgerinnsel in einem Gefäss

3 Faktoren für Thrombose

Virchow'sche Trias

- Wandläsionen(Blutgerinnsel können sich an der aufgerauten Gefässwand festsetzen(entstehen druch Arteriosklerose, Traumen) 

- Stase des Blutstroms (Verlangsamung oder Stehenbleiben(Stase) des Blutstroms aktiviert ebenfalls die Blutgerinnung

- Veränderung der Blutzusammensetzung (Zunahme gerinnungsfördernder Substanzen(Fibrinogen, Thrombozyten) , wie sie bei einigen Bluterkrankungen vorkommen, fördert die Thrombusbildung. 

bevorzugte Stellen für Thrombose

tiefe Beinvene

Beckenvenen

Herzvorhof bei Vorhofflimmern

Herzklappen bei einer Entzündung

Aneurysmen

Halsschlagadergabelung

Weiterentwickung des Thrombus

Embolisation (Teil des Thrombus bicht ab und wird als Embolus verschleppt) 

Auflösung (Enzyme im Blut lösen den Thrombus auf) 

Organisation (anhaftende Thrombus wird von der Gefässwand ausgehend organisiert, d.h. er wird in Bindegewebe umgewandelt

Embolie

Verschleppung von Material in der Blutbahn mit Folge des Steckbleibens

Nenne verschieden Embolusarten

- Thromboembolie(losgelöster Thrombusteil/90%)

- Tumorzellen

- bakterielle Embolie(verschleppen von Bakterienherden) 

- Luftembolie ( Taucherkrankheit) 

Thromboembolie(Lungenembolie)

- Venöse Embolie

Thrombus befindet sich im venösen System. 

Meist entsteht der Thrombus in den tiefen Bein- und Beckenvenen und wird dann Richtung Herzen transportiert(Blutbahn wird grösser) und bleibt schliesslich in der Lunge stecken(Gefässdurchmesser wieder kleiner) 

60-70% verlaufen symptomlos, grössere können zu Rechtsherzversagen kommen. 

Arterielle Embolie

Thrombus/Embolus im arteriellen Schenkel des Kreislaufs, meist entsteht der Thrombus im Herz selber. Ursachen: Herzrhytmusstörungen oder defekte Herzklappe im linken Herzen. 

Hier wird die Arterie gehen die Extremitäten immer kleiner und deshalb kommen arterielle Embolien eher in den Endarterien vor. 

Meistens Gehirn,danach Beinarterie

Defintion von Neoplasie

Tumor im engeren Sinn ist eine unabhängige, selbstständige und fortschreitende Bildung aus körpereigenen Zellen

Karzinogene(krebserregende) Faktoren

- physikalische Faktoren(Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlungen,welche DNA verändern) 

- chemische Karzinogene(Kohlewasserstoffe) können DNA ebenfalls verändern: Grillieren, Nitrosamine, Metalle und Asbestfasern. 

- einige Viren 

- Vererbunge

- Hormone(v.a. Geschlechtshormone wie Östrogene)

- chronische Entzündungen

Eigenschaft von Tumoren

progressives Wachstum - gutartige bleiben in den Organen, bösartige halten sich nicht an Organgrenzen

zielloses Wachstum - Tumorgewebe ist nicht so angeordnet wie normales Gewebe

ungesteuertes autonomes Wachstum: unabhängig von den Bedürfnissen des Organismus

prasitäres Wachstum: Tumor bezieht Nährstoffe aus dem Körperkreislauf, ohne für den Körper nützlich zu sein. 

3 Arten von Tumoren

benignen (gutartig)

malignen (bösartig) 

semimalignen (halbbösartig)

Benigne(gutartige) Tumore

wachsen langsam und durchbrechen Basalmembran nicht. 

sind eingekapselt und gut abgrenzbar

in angrenzendes Gewebe nicht infiltrieren

Probleme: wenn Grösse anliegendes Gewebe verdrängt oder in hormonproduzierenden Drüsen entstehen und autonome Hormone produzieren. (erhöhte Konzentration des Hormons kann zu Problemen führen) 

Maligne(bösartige) Tumore

durchbricht Basalmembran

- Infiltration, Destruktion (Tumor dringt in das umliegende Gewebe und Gefässe ein) 

- Metastasierung (Tumorimplantation ohne Verbindung zum eigentlichen Tumor. Sie verteilen sich über die Lymph- und Blutbahn) 

- Entdifferenzierung - bösartige Tumore haben wenig Ähnlichkeit zu ihrem Ursprungsgewebe

- viele Zellmitosen - wachsen schnell

Warnsignale von maligen Tumoren

- ungewollte Gewichtszunahme

- Appetitlosigkeit

- Leistungsverminderung, Schwäche und Müdigkeit

- Fieber und Neigung zum Schwitzen

- Juckreiz

- Schmerzen

- Blutbildveränderung(Anämie)

Erkrankungen des Abwehrsystems

- Immunschwäche (erworbene oder angeborene Schwäche des Abwehr und Immunsystems) 

- Allergie (Überempfindlichkeitsreaktion) - immunologische Überempfindlichkeit gegenüber bestimmter nicht schädigender Antigene

- Autoimmunerkrankung - Antikörper des Immunsystems gegen eigene Körperzellen 

Krankheiten, die auf autoimmunologische Vorgänge beruhen: 

 

- akutes rheumatisches Fieber

- Diabetes

- Multiple Sklerose

- Morbus Basedow(Schilddrüsenerkrankung) 

- Chronische Polyarthritis

- usw. 

Klinische Zeichen von Ödemen

- Form- und Konturenveränderung

- Dellbarkeit - bei Fingerdruck entsteht eine Delle

- positives Stemmerzeichen - Hautfalten an Zehen- und Fingerrücken

- Hautfurchenvertiefung

Study