Sprachpsychologische Aspekte des Lernens
Seminar Pädagogische Psychologie, Universität WürzburgBegriffe und Definitionen
Seminar Pädagogische Psychologie, Universität WürzburgBegriffe und Definitionen
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H. W.
H. W.
Diese Lernkarten beleuchten sprachpsychologische Grundlagen des Lernens auf universitärem Niveau, indem sie zentrale Begriffe wie Sprache, Wort, Satz oder Bedeutung systematisch erschließen. Sie analysieren sprachliche Einheiten von Phonemen bis zu komplexen Strukturen wie Wortfeldern oder Sprechakten und verbinden linguistische Theorien mit kognitiven Prozessen. Studierende der Psycholinguistik profitieren davon, um Sprachverarbeitung, Wortbildung oder die Beziehung zwischen Zeichen und Bedeutung zu verstehen.
Karten
90
Lernende
26
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.07.2020 / 20.07.2026
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Lernkarten
Flexion
Prozess
- abstrakten, lexikalische Wörter --> konkrete, syntaktische Wörter, welche sich aufeinander und auf außersprachliche Sachverhalte beziehen
Wortart
- eine mit Hilfe verschiedener (z.B. morphologischer, syntaktischer und semantischer) Kriterien gewonnene Kategorie
- ihr kann ein syntaktisches Wort zugeordnet werden
Valenz
- allgemein
- Fähigkeit, Aktanten an sich zu binden
- bei Tesnière speziell
- Anzahl der Aktanten, die ein Verb regiert
Ergänzungen
- auf das finite Verb eines Satzes bezogene Satzglieder
- ermöglichen zusammen mit dem Verb die vollständige Darstellung eines Sachverhaltes ermöglichen
- daher vom Verb semantisch gefordert und syntaktisch regiert
- können obligatorisch oder fakultativ sein
Wortbedeutung
gesamter Vorstellungsinhalt, der sich für die Mitglieder einer Sprachgemeinschaft (individuell und als Gesamtheit) mit einem Wort ergibt
- Konventionalisiert (Zeichensystem einer Sprachgemeinschaft)
- Kognitiv (buchstäblich ‚im Kopf‘ der Sprachbenutzer)
- Kooperativ (als Resultat gemeinsamen Sprachgebrauchs)
- Kontextabhängig (abhängig von der Verwendungsumgebung)
- Kodifiziert (im Wörterbuch)
Wortfamilie
- Gruppe von Lexemen
- gehen durch den ausdrucksseitigen Bezug zurück auf einen gemeinsamen Wortstamm oder ein gemeinsames Kernlexem
- können synchron und diachron konstruiert werden
Wortfeld
- Menge bedeutungsähnlicher Lexeme
- z.B. bilden die Lexeme sterben, verscheiden, erfrieren, verhungern, abkratzen, verrecken u. a. das Wortfeld ‚Zuendegehen des Lebens‘
- gängigste Methode zur Ermittlung der Wortfeldlexeme ist die Merkmalsanalyse
Linguistische Pragmatik
- Lehre vom kontextgebundenen sprachlichen Handeln
- befasst sich in erster Linie mit Sprechakten, der Deixis, Implikaturen und Präsuppositionen
Deixis
- Ausdrücke wie ich, du; hier, da; jetzt, dann; so
- gewinnen ihre Bedeutung nur durch den Bezug auf die Sprechsituation, in der sie geäußert werden