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Sache womer mues wüsse
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Flashcards
Psychologie
Wenn der Stresspegel über eine längere Zeit chronisch erhöht ist kann sich das wie auf den Körper und Psyche auswirken? (5Punkte)
- Nicht verbrauchte Energie
- Fehlende Regeneration
- Geschwächte Abwerkräfte
- Gesundheitliches Risikoverhalten
- Psychische Stressfolgen.
Psychologie - Stressbewältigung
Was ist das Ziel der Stressbewältigung?
Es geht um die Fähigkeit, die eigene Belastung zu steuern, einen angemessenen Umgang mit auftretenden Stressoren zu finden und Wege und Mittel zu kennen, sich nach einer hohen Stressbelastung zu regenerieren.
Psychologie
Welche Möglichkeiten zur Stressbewältigung gibt es? (3 Punkte)
- Stressor verringern/ausschalten
- Bewertung von Stressor und Ressourcen verändern
- Regeneration
Psychologie - Stressbewältigung
Was ist mit Stressor veringern/ausschalten gemeint?
- Auf diese Stressoren wo man Einfluss hat kann man "Ausschalten" "Verzichten". Es gilt Prioritäten zu setzen.
- zB. Auf persönliche Ziele verzichten
- Arbeitsstelle wechseln
- Toxische Freundschaften beenden
Psychologie - Stressbewältigung
Was ist mit "Bewertung von Stressor und Ressourcen verändern" gemeint?
Die subjektive Bewertung von Stressoren und Ressourcen ist bei Entstehung von Stress zentral. Es handelt sich dabei um einen kognitiven Prozess, der automatisch abläuft und ohne bewusste Gegensteuerung deshalb nur schwer veränderbar ist.
Stressoren
- Sich überlegen, ob die Situation/der Stressor auch in einigen Monaten noch relevant ist
- Akzeptieren, dass Stress zum Leben gehört
- Stresssituation als Herausforderung, nicht als Bedrohung betrachten
- Misserfolge nicht als Schwäche deuten, sondern als Teil des Lebens und als Lernerfahrung
Ressourcen
- Sich überlegen, ob man die eigenen Ressourcen richtig einschätzt
- Einstellung gewinnen, dass Ressourcen veränderbar sind und aktiv aufgebaut und eingeübt werden können
- Sich überlegen, welche Ressourcen andere Personen einem zuschreiben
- Sich fragen, ob man bereits ähnlichen Stressoren begegnet ist. Wenn ja, wie ist man damals damit umgegangen?
Psychologie -Stressbewältigung
Was ist mit "Regeneration" gemeint?
Bewegung
- Nicht verbrauchte Energie kann mit Sport verbraucht werden. Ablagerungen in Blutgefässen können so reduziert werden. Exzessiver Sport und Wettkampf ist dafon ausgenommen
Entspannungstechniken
- Lesen, Meditation, Musizieren, Gartenarbeit, Spazieren führen zu einem Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus
Soziale Unterstützung
- Erzähle verschafft Erleichterung
- Wer sich sozial gut eingebettet fühlt, gerät weniger in Gefahr, an Belastungssituationen zu erkranken.
- Wichtig ist nicht die Anzahl freunde, sondern das Gefühl, aufgehoben zu sein und sich bei Bedarf an andere Menschen wenden zu können.
Psychologie - Psychische Notsituationen
Was wird als potentiell traumatisches Ereigniss bezeichnet?
Als potentiell traumatisches Ereignisse werden die plötzliche Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod, ernsthafter Verletzung oder sexueller Gewalt bezeichnet.
Psychologie - Psychische Notsituation
Was bedeutet der aus dem Griechisch stammende Begriff Trauma?
"Wunde" und meint in diesem Kontext "eine psychische Verletzung"
Psychologie - Psychische Notsituation
Was zeichnet ein potentiell traumatisches Ereignis aus?
Bedeutend ist bei poteniell traumatischen Ereignissen die starke Diskrepanz zwischen der intensiv erlebten Bedrohung und den subjektiven Bewältigungsmöglichkeiten.
Psychologie - Psychische Notsituationen
Bedeutet die Konfrontation mit einem potentiell traumatischen Ereignis automatisch eine Traumatisierung?
Nein, dies ist immer abhängig von der Situation und dem aktuellen Befinden der betroffenen Person.
Psychologie - Psychische Notsituationen
Unter welchen zwei Opfertypen wird unterschieden?
- Primäropfer
- Sekundäropfer
Psychologie - Notsituationen
Was sind Primäropfer?
Menschen, die direkt vom Ereignis betroffen sind (z.B. Unfallbeteiligte, Verletze, Opfer eines Gewaltdelikts).
Psychologie - Notsituationen
Was sind Sekundäropfer?
Menschen, die unmittelbar mit der Traumatisierung der Primäropfer konfrontiert sind (z.B. Zeugen, Einsatzkräfte, freiwillige Helfer, medizinisches Personal, Angehörige).
Psychologie - Psychische Notsituation
Man spricht von einer ABR, wenn innerhalb von vier Wochen nach dem Ereignis folgende Symptome zu beobachten sind: 5 Punkte
- emotinale Betäubung oder starke emotionale Schwankungen
- Gefühl, von der Umwelt abgespalten oder nicht mehr sich selbst zu sein
- Vermeiden von Orten und Situationen, welche an das Ereignis erinnern
- erhöhte Nervosität, welche zu Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit und Reizbarkeit führen können
- Wiedererleben der Ereignisse (Bilder, Gerüche, Töne usw.) die sich im Wach- und Schlafzustand aufdrängen
Psychologie - psychische Notsituationen
Wieso ist die Polizei Berfusgruppe besonder gefährdet?
Berufsbedingt werden Polizeikräfte wiederholt mit potentiell traumatischen Ereignissen (z.B. Schusswaffeneinsatz, Gewaltanwendung, schwere Verkehrsunfälle, Kindesmissbrauch) konfrontiert. Diese wiederholte Konfrontation erhöht das Risiko von psychischen Folgereaktionen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen. In diesm Sinne können sich ähnlich wie beim kumulativen Stress potentiell traumatische Ereignisse, welche für den Betroffenen zwar belastend, aber zu bewältigen sind, in ihrer Summe zu einem Trauma führen, wenn die Ressourcen erschöpft sind.
Psychologie - psychische Notsituationen
Ab wann spricht man von einer PTBS?
Haben sich die Symptome der ABR nach vier Wochen nicht wesentlich reduziert, spricht man von einer postraumatischen Belastungsstörung.
Psychologie - psychische Notsituation
Was ist ein Grunsatz für Prävention?
Grundsätzlich gilt, dass alles, was zum Stressabbau beiträgt, auch zur Bewältigung von potentiell traumatischen Ereignissen geeignet ist.
Psychologie - psychische Notsituation - Prävention
Was kann man vor dem Einsatz machen? (5 Punkte)
- gute Ausbildung
- Stressbewältigungsmassnahmen lernen
- Zusammenhalt/gegenseitiges Vertrauen aufbauen
- Mentale Vorbereitung auf den Einsatz
- Psychische und körperliche Gesundheit
Psychologie - psychische Notsituation - Prävention
Was kann man während dem Einsatz machen? (3 Punkte)
- Selbstkontrolle
- Stressbewältigungsmassnahmen anwenden
- Gegenseitige Beobachtung/Unterstützung
Psychologie - psychische Notsituation - Prävention
Was kann man nach dem Einsatz machen? (4 Punkte)
- Aktive Auseinandersetzung
- Soziale Unterstützung
- Sich Hilfe holen (Debriefing-Team, psychologischer Dienst)
- Persönliche Stressbewältigungsmassnahmen
Psychologie - psychische Notsituation
Was sind die drei Prinzipien der psychischen ersten Hilfe?
- Symphatikus beruhigen: Ruhiges Auftreten, Sicherheit vermitteln, Möglichkeiten zur Regeneration bieten (z.B. Hinsetzen, trockene Kleidung, Decke, Trinken/Essen)
- Normalisieren: Stressreaktion erklären und als normal deklarieren (normale Reaktion auf eine abnormale Situation)
- Nächste Schritte: Das weitere Vorgehen erklären. Gesicherte Informationen vermitteln. Den Menschen helfen, ihre Ressourcen zu aktivieren (Stressbewältigungskompetenzen, soziales Netzwerk usw.)
Psychologie - Psychische Notsituationen
Sollen Angehörige aktiv betreut werden?
Ja, wenn nötig Verstärkung herbeiziehn
Psychologie - psychische Notsituationen
Folgender Umgang mit Angehörigen erweist sich als hilfreich: (4 Punkte)
- Anliegen ernst nehmen und nicht als Störfaktor behndeln. Wenn möglich und zumutbar, Einbindung in Hilfsaktivitäten.
- Offensichtlicher Erkenntnisstand mitteilen, keine hofffnungen machen, nicht Anlügen
- Aktuelle Gefahren (z.B. lebensbedrohliche Unfallfolgen) klar, respektvoll, aber nicht beschönigend benennen.
- Gelegenheit geben, Verstorbene anzusehen und sich zu verabschieden.
Psychologie - psychische Notsituation
Wie soll man mit Zuschauern Umgehen? (4 Punkte)
- Schadenplatz weiträumig absperren oder Sichtschutz einrichten.
- Direkte und konkrete Aufforderung an die Zuschauer, sich von Schadenplatz zu entfernen oder hinter die Absperrung zurückzutreten.
- Neugierige zur Perspektivenübernahme auffordern ("Sie würden das auch nicht mögen")
- Zuschauer in die Hilfe miteinbinden und kleine, aber wichtige Aufgaben übertragen (z.B. Sichtschutz hochhalten, Passanten zum Weitegehen auffordern).
Psychologie - Aggression
Was verstehen wir unter Aggression?
Unter "Aggression" verstehen wir jedes unerwünschte Verhalten,
- das die Schädigung oder Verletzung von Lebewesen oder Gegenstände beabsichtigt oder in Kauf nimmt.
- Aggression kann gegen andere, aber auch gegen sich selbst gerichtet sein.
Psychologie - Aggression
Welche Arten der Schädigung können bei aggressivem Verhalten vorkommen? 4 Punkte
- körperlich: alle Arten von körperlichen Gewaltanwendung (z.B. Schläge mit Gegenständen, Verbrennungen, sexuelle Gewalt)
- verbal: Herabsetzung einer anderen Person durch Worte (z.B. Beschimpfung, sexistische oder rassistische Äusserungen)
- materiell: Zerstörung oder Beschädigung von Gegenständen
- psychisch: Psychische Gewalt erniedrigt eine Person und erschüttert ihr Selbstvertrauen (z.B. jemanden Angst einjagen, ihn isolieren, ihm Informationen vorenthalten). Das Erleben von körperlich Gewalt beeinflusst auch die psychische Gesundheit, in diesem Sinne begleitet die psychische Schädigung die anderen Gewaltformen immer.
Psychologie - Aggression
Was muss die Polizei beachten wenn die Polizei Zwang anwendet? 3 Punkte
Die Anwendung von Zwang auf Seiten der Polizei ist jedoch legitim und notwendig solange sie:
- legal
- zwecksmässig
- verhältnissmässig
ist.
Verlässt das polizeiliche Handeln diese Ebene und ist emotional geleitet, besteht eine grosse Gefahr der Unverhältnismässigkeit (z.B. bei einer schwierig verlaufenden Festnahme am Ende die Handfesseln etwas enger anziehen als nötig).
Psychologie - Aggression - Basismodell von Erleben und Verhalten
Was können persönliche Faktoren sein die Aggression auslösen können? 4 Punkte
- Grundsätzliche Einstellung gegenüber Gewalt
- Aggressionsniveau der Persönlichkeit
- Bisherige Gewalterfahrung
- Kulturelle EInflüsse
Psychologie - Aggression - Basismodell von Erleben und Verhalten
Was kann im "Erleben" passieren das Aggression auslösen kann? 4 Punkte
- Gedanken: negative oder aggressive Intepretationen
- Emotionen: feindselige Gefühle (Ärger, Wut, Angst usw.)
- Körper: körperliches Stressniveau, Enthemmung durch Alkohol, Drogen, Medikamente, Hirnverletzungen, Hunger, Durst, Schmerzen usw.
- Missverständnisse
Psychologie - Aggression - Basismodell von Erleben und Verhalten
Was für Situationen können Aggression auslösen? 5 Punkte
- Schlechte Nachrichten
- Mangel an Privatspähre
- Bedrohung oder Einschränkung der Handlungsfreiheit
- Lärm, Hitze
- Gruppendruck oder Anonymität in der Gruppe
Psychologie - Aggression - Basismodell von Erleben und Verhalten
Ob eine Person in einer polizeilichen Situation kooperiert oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu was tendiert der Mensch wenn er einen Grund dafür sucht?
Der Mensch tendiert dazu, die Persönlichkeit eines Menschen als die wichtigste Ursache seiner Verhaltens zu sehen (Der fundementale Attributionsfehler)
Psychologie - Aggression
Menschen vermeiden das Gefühl von Unterlegenheit und möchten vor anderen ein möglichst positives Bild abgeben. Was passiert wenn dies in Gefahr ist?
Sobald dieses Selbstbild in Gefahr ist, legen sie verschiedene Verhaltensweisen an den Tag, um das Gesicht zu wahren, z.B. Charme, Humor, Ausreden, Lügen, Arroganz.
Psychologie - Aggression
Was fördert die Erziehung in westlichen Kulturen?
Die Erziehung in westlichen Kulturen fördert die Entwicklung von freien und selbständigen Personen. Polizeiliche Massnahmen, welche die Handlungs- oder Meinungsfreiheit einschränken, werden daher leicht als Angriff auf das Selbstbild verstanden und können dadurch beim Bürger eine aggressive Reaktion auslösen.
Psychologie - Aggression - Angriff auf das Selbstbild
Was hat die Öffentlichkeit für einen Einfluss auf das Selbstbild?
Wenn der polizeiliche Kontakt in der Öffentlichkeit stattfindet, wo andere Personen anwesend sind, verstärkt dies den Angriff auf das Selbstbild. Hat eine Person zudem das Gefühl, keinen Einfluss auf die Situation nehmen zu können (Gefühl der Machtlosigkeit), erhöht dies ihr Stressempfinden zusätzlich.
Psychologie - Aggression
Angriff auf das Selbstbild als Polizist:
Auch Polizisten können Handlungen anderer (nonverbales Verhalten, bestimmte Wörter, Duzen) als Angriff auf das eigene Selbstbild empfinden. Die betroffenen Polizeikräfte müssen sich dabei aber immer bewusst sein, dass nich sie persönlich gemeint sind, sondern ihre Rolle als Polizist.
Psychologie - Aggression - Phasen der Gewalteskalationen
Was sind die verschiedenen Phasen der Gewalteskalationen? 5 Stück
- Auslösephase
- Eskalationsphase
- Krise
- Erholungsphase
- Depression nach der Krise
Psychologie - Aggression - Phasen der Gewalteskalation
Wo liegt der Fokus des polizeilichen Handelns in der Auslösephase?
Dialog
In dieser Phase geht es für Polizisten darum, mit dem Gegenüber eine Gesprächsbeziehung aufzubauen und die Situation wenn möglich verbal zu klären und zu beruhigen (Das Dreieck der Konfliktbewältigung)
Psychologie - Aggression - Phasen der Gewalteskalation
Wo liegt der Fokus des polizeilichen Handelns in der Eskalationsphase?
Deeskalation
In dieser Phase ist es wichtig, sich gegenüber dem unkooperativen oder aggressiven Verhalten in Selbstkontrolle zu üben. Jemandem mit einer freundlichen, respektvollen Haltung zu begegnen bedeutet jedoch nicht, dass man jedes Verhalten des Gegenübers akzeptiert: Verbal oder nonverbal werden in dieser Phase vermehrt Grenzen gesetzt, ohne dabei befehlerisch zu wirken.
Psychologie - Aggression - Phasen der Gewalteskalation
Wie sollte man Verbal Kommunizieren während der Eskalationsphase? 5 Punkte
- Aktives Zuhören
- Ruhige, klare Anweisungen
- Konsequenzen statt Drohungen
- Antwortrepertoire
- Ablenkung
Psychologie - Aggression - Phasen der Gewalteskalation
Wie sollte man Nonverbal Kommunizieren während der Eskalationsphase? 5 Punkte
- Distanzen beachten
- Privatspähre ermöglichen
- Aggressive Signale vermeiden
- Zeichen des Gegenübers beachten
- Sprecherwechsel