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Sache womer mues wüsse
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Flashcards
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Umgang mit kulturellen Unterschieden im Bezug auf den Tod:
Kulturelle Unterschiede haben Einfluss auf den Umgang mit der Thematik "Sterben und Tod". Durch einfühlsames Erklären der polizeilichen notwendiggen Schritte und aktivem Zuhören kann bei Angehörigen Einsicht und Verständnis gefördert werden.
Psychologie - Sterben und Tod
Wie soll man sich Verhalten wenn man eine sterbende Person begleiten muss? 5 Punkte
- Sich selbst sein, ehrlich, respektvoll.
- Intime Nähe aushalten (z.B. Berührungen zulassen), jedoch eigene Grenzen respektieren.
- Sich zur Person begeben (sich hinsetzen oder niederknien).
- Bei der sterbenden Person bleiben (nicht weggehen, mit ihr sprechen).
- Einen letzten Wunsch bzw. Bedürfnisse nach Möglochkeit erfüllen (z.B. eine Nachricht an Angehörige überbringen).
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff Suizid:
Bewusster Akt der Selbsttötung
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff Suizidversuch:
versuchter Akt der Selbsttötung, der nicht zum Tod führte
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff Suizialität:
Gedanken, Äusserungen und Handlungen, die sich mit einer Suizidabsicht beschäftigen.
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff "Assistierter Suizid / Sterbehilfe":
Beigleitung einer suizidwilligen Person durch eine Sterbehilfeorganisation
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff "Werther-Effekt":
Vorbild darin sehen, ihre Probleme durch Suizid zu lösen (bsp. wenn in den Medien über Suizid berichtet wird)
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff "Papageno-Effekt":
Erfolgreiches Überstehen einer suizidalen Krise (z.B. durch die Medien verbreitet), Gegenteil von Werther-Effekt
Psychologie - Sterben und Tod
Erkläre den Begriff "Suicide by Cop":
Der Suizidwillige konfrontiert die Polizei mit einer unmittelbar herbeigeführten Gefährdungslage (Notwehr o.ä.), indem er bspw. eine Waffe auf den Polizisten richtet, und sich erschiessen lassen will. Kommt in der CH sehr selten vor.
Psychologie - Sterben und Tod
Wer begeht in der Gesellschaft Suizid?
Es sterben Menschen jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Schicht durch Suizid. Mit Ausnahme des assistierten Suizides befinden sich alle diese Personen im Moment des Ereignisses in grosser Verzweiflung.
Psychologie - Sterben und Tod
Nenne drei Mythen über Suizid:
- "Wer davon spricht, Suizid zu begehen, der tut es nicht"
- "Es bringt nichts, eine Person vom Suizid abzuhalten, sie versucht es später onehin wieder"
- "Nur Feiglinge bringen sich um"
Psychologie - Sterben und Tod
Werden Suizide häufig angekündigt? (in %)
Aus untersuchungen ist bekannt, dass ca. 80% der Suizidversuche zuvor angekündigt waren.
Psychologie - Sterben und Tod
Sollte die Thematik Suizid offen angesprochen werden?
Wenn der Eindruck besteht, dass jemand Suizid begehen könnte, sollte die Thematik offen angesprochen werden. Für betroffene wirkt die direkte Konfrontation entlastend, da sie einerseits in ihrer vermeintlich ausweglosen Lebenssituation ernst genommen werden und anderseits und anderseits offen über Gefühle und Gedanken sprechen können.
Psychologie - Sterben und Tod
Welche drei Suizidphasen gibt es nach dem Modell von Pöldinger?
- Erwägung
- Abwägung
- Entschluss
Psychologie - Sterben und Tod
Was passiert in der ersten Suizidphase im Modell von Plödinger?
Erwägung:
Eine Situation wird als so belastend und ausweglos erlebt, dass das psychische Leid stark zunimmt und nur noch eingeschränkt Lösungen für die Situation gefunden werden (z.B. kein Ausweg mehr aus finaziellem Ruin). Die wenigen möglichen Lösungen werden geprüft, verworfen oder erfolglos angewandt. Der Suizid wird subjektiv als finale Lösungsmöglichkeit aller Probleme betrachtet. Mögliche Gedanke: "Ich möchte all das Schwierige hinter mir lassen und ein Ende setzen."
Psychologie - Sterben und Tod
Was passiert in der zweiten Suizidphase im Modell von Plödinger?
Abwägung/Ambivalenz
Die Person ist hin- und hergerissen zwischen Lebenswillen und der Sehnsucht, dem psychischen Leid durch Suizid ein Ende zu setzen (symbolisch dargestellt durch die gezackte Linie im Modell). In diesem Stadium werden oft Appelle an Mitmenschen gerichtet. Werden diese nicht ernst genommen oder aus Angst, Scham oder Hilfslosigkeit ignoriert, kann sich der Entscheid zum Suizid verdichten, da sich die Betroffenen in ihrer Not allein gelassen fühlen und sich als Last ansehen. Mögliche Gedanken: "Das ist das Letzte, was mir nich zu tun bleibt.", "Mein Leben ist ein Scherbenhaufen und ich tauge zu nichts".
Psychologie - Sterben und Tod
Was passiert in der dritten Suizidphase im Modell von Plödinger?
Entschluss
Der Suizid hat sich als einziger und letzter Ausweg herauskristallisiert. Die Suizidmethode wird geplant und Vorbereitungshandlungen getroffen. Oftmals setzt sich bei den Menschen, die den Entschluss zur Umsetzung gefasst haben, eine trügerische Entspannung ein (Ruhe vor dem Sturm), da die Person sich entschieden hat, ihrem Leiden ein Ende zu setzen, und damit nicht mehr dem Zwiespalt zwischen Leben und Sterben ausgesetzt ist. Diese Phase ist kritisch, da die Angehörigen das Gefühl haben können, dass sich die suizidwillige Person gefangen hat und eine Besserung eintritt.
Psychologie - Sterben und Tod
Gibt es einen austieg aus den Suizidphasen nach Plödinger?
Ja es ist immer ein Austritt aus dem Prozess möglich.
Psychologie - Sterben und Handeln
Gerät man als Polizist in eine Situation, in welcher die Suizidhandlung eines Menschen unmittelbar bevorsteht (z.B. wenn die Person auf einer Brücke steht und sich in die Tiefe stürzen will), sollte man nach Möglichkeit: 4Punkte
- die persönliche Sicherheit berücksichtigen
- die Lage beruhigen und stabilisieren
- Zeit gewinnen
- Informationen Sammeln
Psychologie - Sterben und Tod
Sollte eine Person die Suizidhandlung trotz Verhandlung ausführen, sollte man was tun?
Sollte die suizidwillige Person den Suizid trotz Verhandlung ausführen, so sollte man sich vor Bildern und Geräuschen, welche einen im Nachhinein sehr belasten können, schützen (wegsehen, Ohren zuhalten)
Psychologie - Überbringen einer Todesnachricht
Folgende Punkte sind vor dem Überbringen einer Todesnachricht zu beachten: 7 Punkte
- Möglichst umfassende Informationsbeschaffung
- Klärung, an welche Person die Nachricht erfolgt
- Mentale Vorbereitung
- Persönlich vor Ort überbringen
- Zeit nehmen und Ruhe bewahren
- Funk ausschalten, Mobiltelefon auf Stumm, korrekte Uniform
- Rollenverteilung klären
Psychologie - Überbringen einer Todesnachricht
Folgende Punkte müssen beim Nachricht überbringen beachtet werden: 10 Punkte
- Sind wir am richtigen Ort und bei der richtigen Person
- Um Einlass bitten
- Sich an einen Tisch setzen
- Nach weiteren anwesenden Personen fragen
- Überbringen der Nachricht
- Pause aushalten
- Fragen der Angehörigen beantworten
- Bedürfnisse/Wünsche (wenn möglich darauf eingehen)
- Weitere Betreuung (wenn möglich nicht alleine lassen, evtl. andere Person anrufen, Notfallseelsorger)
- Gesprächsabschluss (bevorstehende Schritte aufklären)
Sterben und Tod - Kinder
Wer entscheidet ob die Kinder beim überbringen der Todesnachricht anwesend sind?
die Eltern
Sterben und Tod - Kinder
Je nach Entwicklungsstand haben Kinder ein unterschiedliches Verständnis vom Tod: 4 Abstufungen
- Vorschulkinder
Tod bedeutet "weg, nicht mehr da, kaputt sein" und wird als temporär aufgefasst, sprich der Tote ist nur vorübergehend weg, evtl. Vorwürfe an sich selbst (ist gestorben, weil ich gemein zu ihm war) oder keine Reaktion -> den Eltern mitteilen, dass diese Reaktion normal ist. - Kinder zwischen 7 und 9 Jahren
Kinder wissen langsam, dass der Tod entgültig und unwiderruflich ist, könnrn es aber emotional nur schwierig einordnen und akzeptieren. Verlust der Mitmenschen ist schwierig, der Tod ist gleichzeitig aber auch spannend, weil er für sie sehr ungreifbar ist. - Kinder zwischen 9 und 12 Jahren
Wissen über den Toddifferenziert sich und sie wollen alles sehr genau wissen. - Jugendliche ab etwa 12 Jahren
Frage, was nach dem Tod folgt ist zentral, hinterfragenjegliche Aussagen kritisch und haben realistisches Konzept vom Tod, ähnlich wie die Erwachsenen.
Psychologie - Sterben und Tod - Trauer
Zähle die vier Trauerphasen auf:
- Nicht wahrhaben wollen
Mögliche Gefühle: Schock, Betäubung, Affekthandlung, Weinkrämpfe, völlige Emotionslosigkeit - Aufbrechende Emotionen
Mögliche Gefühle: Trauer, Wut, Schmerz, Zorn, Rückzug, Schuldgefühle - Suchen und sich trennen (besuch von Lieblingsorten, Übernahme von Gewohnheiten, gemeinsame Geschichten)
wollen Teile der Beziehung zum Verstorbenen erhalten. Intensive innere Auseinandersetzung mit dem Verstorbenen, durch welche langsam ein Weiterleben ohne den Verstorbenen aktzeptiert. - Neuer Selbst- und Weltbezug