Humanbiologie 1

Humanbio 1 Passerelle 2020

Humanbio 1 Passerelle 2020


Michelle Weber
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die menschliche Anatomie und Physiologie, insbesondere in die Funktionen des Blutes, des Herzens und der Lunge. Sie decken Themen wie Blutkreislauf, Blutgerinnung, Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidtransport, sowie die Verdauung von Fetten ab. Ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute, die ihr Verständnis der menschlichen Biologie vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
16.07.2020 / 30.10.2022

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Kohlenstoffdioxidtransport

  • löst sich im Blut und reagiert mit Wasser zu Ionen. Umkehrbare Reaktion
  • Ionen werden ans Hämoglobin gebunden oder in der Blutflüssigkeit transportiert

Blutplasma und Blutserum

  • Lässt man Blut offen stehen, gerinnt es. Blutkörperchen und Gerinnungseiweisse bilden dann den Blutkuchen. Die darüberstehende Flüssigkeit: Blutserum
  • Um Blutplasma von Blutserum zu trennen, gibt man ein Antigerinnungsmittel dazu und zentrifugiert es. Unterschied Blutserum und Blutplasma: Blutplasma enthält Gerinnungseiweisse, Blutserum nicht.
  • Blutplasma: extrazelluläre Flüssigkeit. Hat eine ähnliche Zusammensetzung wie die Lymphe. Unterscheidet sich durch die Eiweisse
  • Blut hat osmotische Wirkung. Diese ist von Gesamtzahl der gelösten Teilchen abhängig. Plasmaeiweisse tragen zur Wirkung bei, weshalb das Blutplasma eine stärkere osmotische Wirkung hat als die Lymphe
  • Aufgaben Blutplasma: Gerinnung, Transport, Pufferung (neutralisieren saure und alkalische Stoffe), Abwehr, Osmose

Rote Blutkörperchen (Erythrocyten)

  • Beidseitig eingedellte Scheibchen, die flexibel sind für Durchgang durch die Kapillaren und Zusammenkleben verhindern
  • Weder Zellkern noch Organellen
  • Aus Zellmembran und Zellplasma mit Hämoglobin
  • Gesamtoberfläche 3000 m2. Dies ermöglicht einen raschen Gasaustausch
  • Dienen dem Transport der Atemgase. 
  • Lebensdauer: 4 Monate
  • Werden im roten Knochenmark aus kernhaltigen Stammzellen gebildet und durch Nierenhormon Erythropoetin stimuliert.
  • Abbau: in der Milz werden sie in Bruchstücke zerlegt und von Fresszellen abgebaut. Häm wird in der Leber zu den Gallenfarbstoffen abgebaut

Weisse Blutkörperchen (Leukocyten)

  • Besitzen Zellkern und Organellen
  • Können sich durch Formveränderung amöbenartig bewegen 
  • Entstehen aus Stammzellen im roten Knochenmark und differenzieren sich im Knochenmark oder Lymphsystem
  • Hauptakteure der Abwehr
  • Gibt Makrophagen (Fresszellen), Granulocyten (ebenfalls Fresszellen) und Lymphocyten (dienen der Abwehr)

Blutplättchen (Thrombocyten)

  • Von einer Membran umhüllt
  • Kernlose Zellbruchstücke
  • Bilden bei Gefässverletzung Plasmafortsätze, die sich an beschädigter Gefässwand festsetzen
  • Werden von Riesenzellen im roten Knochenmark abgeschnürt
  • Leben 5-10 Tage und werden dann in der Milz abgebaut
  • Aufgabe: Blutstillung: bilden bei Verletzung zuerst nicht stabilen Pfropf (weisser Thrombus). Bei Blutgerinnung werden Stoffe freigesetzt, die Bildung eines stabilen Pfropfs (roter Thrombus) auslösen

Blutstillung

Stoppt Blutverlust mithilfe drei Vorgängen:

  • Gefässkrampf
  • Erster Propf aus Blutplättchen: Blutplättchen lagern sich an defekte Stelle der Gefässwand an und bilden ersten Pfropf (weisser Thrombus). Dieser wird dann ersetzt durch den roten Thrombus
  • Blutgerinnung: Wird durch Stoffe ausgelöst, die bei Verletzung freigesetzt werden und beginnt mit einer Kette von Reaktionen. Das Produkt katalysiert jeweils als Enzym die nächste. Am Ende der Reaktions-Kaskade bildet sich Thrombin. Dies katalysiert Zusammenlagern von gelösten Molekülen Fibrinogen zu Fibrinfäden. Fibrinfäden bilden Fibrinnetz. So entsteht ein stabiler Pfropf (roter Thrombus)

Thrombose und Embolie

  • Es kann sich auch innerhalb eines Gefässes ein Gerinnsel (Thrombus) bilden und Gefäss verengen oder verstopfen (Thrombose)
  • Thromben in Gefässen des Herzmuskels führen zum Herzinfarkt
  • Gefahr von Thrombosen nimmt im Alter zu, da sie Gefässe durch Ablagerungen enger werden und die Wände uneben werden (Arteriosklerose)
  • Embolie: Wenn Thrombus von Blutstrom mitgerissen wird und in nächst engerem Gefäss (meist Lunge) hängen bleibt. Können durch Luft oder Fette ausgelöst werden, wenn diese ins Blut gelangen

Die sechs Grundprinzipien des Blutkreislaufs

  1. Geschlossener Kreislauf
  2. Körper- und Lungenkreislauf
  3. Kapillarsysteme für den Stoffaustausch
  4. Schnell und langsam
  5. Das Herz pumpt, aber die Gefässe arbeiten mit
  6. Blutverteilung nach Bedarf

Gestalt und Lage des Herzens

  • Umgeben vom Herzbeutel 
  • Herzbeutel besteht aus zwei Häuten. Dazwischen ist ein schmaler Spalt. Innere Haut (Epikard) ist mit der Herzwand verwachsen und die äussere Haut (Perikard) mit dem Brustfell

Bau des Herzens

  • Jede Herzhälfte hat einen Vorhof und eine Kammer
  • Rechter Vorhof: nimmt venöses Blut auf, das durch die beiden Hohlvenen aus dem Körper kommt
  • Rechte Kammer: pumpt das Blut vom rechten Vorhof durch die Lungenarterie zur Lunge
  • Linker Vorhof: nimmt arterielles Blut aus den Lungenvenen auf
  • Linke Kammer: Pumpt Blut aus dem linken Vorhof durch die Aorta in den Körper
  • Segelklappe: Zwischen Vorhof und Kammer. Ist am Papillarmuskel befestigt
  • Bevor Kammer kontrahiert, schliesst sich die Segelklappe damit verhindert wird, dass Blut in den Vorhof zurückgepresst wird
  • Taschenklappen: Am Anfang von Aorta bzw. Lungenarterie. Verhindert das Zurückfliessen des Bluts in die Kammern. Besteht aus drei häutigen Taschen

Funktionsweise und Leistung des Herzes

  • Doppelpumpe: Pumpt gleichzeitig Blut in Körper- und in den Lungenkreislauf. Der Widerstand ist im Körperkreislauf grösser, weshalb das Blut in die Aorta mit höherem Druck gepresst werden muss
  • Vorhöfe: Sammeln während der Kammerkontraktion das Blut aus den Venen
  • Schlägt zwischen 60-70mal pro Minute
  • Bei Kontraktion werden blutgefüllte Hohlräume des Herzes kleiner (Systole) und bei der Entspannung des Herzmuskels werden die Vorhöfe und Kammern wieder vergrössert und mit Blut gefüllt (Diastole)

Puls und Blutdruck

  • Blutdruck tiefster Wert -> diastolischer Druck. Bei Entspannung (Diastole) der Kammer
  • Blutdruck höchster Wert -> systolischer Druck. Bei Kontraktion (Systole) der Kammer
  • Normwerte: 120/70 mm Hg für Jugendliche, 150/80 mm Hg im Alter

Étudier