WestMed Diagnostik

WestMed 150 Prüfungsvorbereitung

WestMed 150 Prüfungsvorbereitung


P. W.
Diese Lernkarten vermitteln medizinisches Basiswissen zu häufigen Erkrankungen des Verdauungs- und Harnsystems, inklusive Diagnostik und Therapieansätzen. Sie decken Symptome wie Husten, Fieber oder Blut im Stuhl ebenso ab wie Ursachen von Entzündungen oder Tumoren und deren Behandlung mit Antibiotika oder Operationen. Ideal für Medizinstudenten und Ärzte in der Weiterbildung, die ihr Wissen zu Leitsymptomen, Untersuchungsmethoden und Therapieoptionen gezielt vertiefen möchten.
Karten
172
Lernende
19
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.05.2020 / 20.07.2026

Lernkarten

Erkläre das Symptom Lähmung und nenne Ursachen.

Motorische Lähmungen sind Bewegungseinschränkungen oder -unfähigkeit durch motorische Aufälle von Nervenbahnen. Skelettmuskulaturstörung. (Parese, Paralyse)

 

- Zentrale, spastische Lähmung

- Periphere, schlaffe Lähmung

- Schlaganfall, Unfall

Erkläre das Symptom Sehstörung und nenne Ursachen.

Doppelbilder, Pupillenstörung, Nystahmus (Augenzittern)

- Diabetes, Lähmung Hirnnver lll, IV und VI, Tumor, MS, Enzephalitis

Erkläre das Symptom Gesichtslähmung und nenne Ursachen.

Faziallähmung, Lähmung der Muskeln einer Gesichtshälfte welche von dem N. facialis VII versogt werden. (peripher oder zentral)

 

- Peripher : viral Entzündung, DM, OP, Tumore

- Zentral : Schlaganfall, Ischämien

Erkläre das Symptom Sprechstörung (Dysarthrie) und nenne Ursachen.

Neurologische Sprechstörung, welche sich auf Atmung, Lautbildung, Tonlage, Sprechrhythmus und Artikulation auswirken kann.

- Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Parkinson

Erkläre das Symptom Gefühlsstörung und nenne Ursachen.

Sensibilitätsstörungen, Störung der Reizwahrnehmung betreff geschädigter Sinnesrezeptoren, gestörte Weiterleitung ins Gehirn, beeinträchtigte Verarbeitung im Hirn.

- Peripher :  Durchtrennte, eingeklemmte periphere Nerven (Verbrennung)

- Zentral : Schädigung Zentralwindung oder Hinterstränge

Erkläre das Symptom Muskelstörung (Ataxie) und nenne Ursachen.

Gestörter Bewegungsablauf, mangelhafte Koordination der Muskeln. -> Schädigung Kleinhirn, Rückenmark oder peripherer Nerven.

- Tumor, MS

Def. Aphasie

Häufigste Werkzeugstörung. Sprachverlust durch zentralnervöse Störung, z.B. Schlaganfall

Auch Lesen und Schreiben sind betroffen wie ev. auch Mimik und Gestik.

Wie entsteht ein Schlaganfall und was ist der Unterschied zwischen einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) und einem Insult?

In den meisten Fällen ist eine Ischämie (Minderdurchblutung) des Gehirns, welche zu Nekrosen des Gehirngewebes führt der Grund.

Beim Insult ist eine Hirnarterie verschlossen (Arteriosklerose, Embolie), wobei bei der TIA "nur" eine vorübergehende Durchblutungsstörung vorliegt, bei welcher sich normalerweise die Symptome (z.B. Seh-/ Sensibilitätsstörung) innert 1-2h, max 24h zurückbildet. Aber Achtung, TIA = Warnzeichen für Hirnschlag

Nenne Symptome, Diagnostik und Therapie bei Epilepsie.

S : Tonisch-klonische Krampfanfälle, Muskelzucken, Bewusstseinsverlust

DX : EEG, MRI

TX : Antiepileptika (wenn mehrere Anfälle pro Jahr), Symptombekämpfung, OP bei symptomatischer Epilepsie (z.B. Tumor, Trauma)

Nenne Ursache, Leitsymptome, Diagnostik und Therapie bei Meningitis.

U : Bakteriell (Meninokokken, Pneumokokken, Hämophilus Influenza) / Viral (Herpes Viren, Masern)

S : Hohes Fieber, Kopf-SZ, Nackenstarre, Übelkeit, Lichtscheu, Hautblutung

DX : Blutuntersuchung, Liquorpunktion

TX : Elektrolyt- und Flüssigkeitersatz, Behandlung Krampfanfälle, Kreislauf & Hirndruck, Antibiotika od. Virustatika

Nenne Ursachen für eine Encephalitis (Gehirnentzündung).

ZNS-Infektion durch Viren direkt über Blutbahnen oder folglich einer anderen Infektionskrankheit wie Mumps, Influenza, Masern oder Windpocken.

Nenne Ursachen und Symptome bei Bandscheibenvorfall.

U : Vorwölbung der Bandscheibe, Protrusion, Prolaps

S : akute Rücken-SZ, Ausstrahlung ins Bein, ev. Sensibilitätsstörung/ Lähmung

DX : Dermatom Zuordnung, fehlende Reflexe, CT, MRI

Nenne Auswirkungen eines langjährigen hohen Blutzuckerspiegels und mögliche Folgeerkrankungen der Organe.

A : Schädigungen der Blutgefässe ( Arteriosklerose)

HBA1c -> glykosyliertes Hämoglobin / Blutzuckergedächtnis

F : Polyneurophatie, Diabetische Retinophatie, Diabetischer Fuss, Herzinfarkt, Schlaganfall

Nenne den Unterschied zwischen einer Migräne und anderen Kopfschmerzen, Abklärung und Therapiemöglichkeiten.

Migräne : meist einseitig, diffus, klopfend, Lichtscheu, Lichtblitze

Spannungskopf-SZ : beidseitig, dumpf -> Stressbedingt, Wetter, Alkohol

Vertebragener Kopf-SZ : Hinterkopf betont, Verspannung, Nackenmuskulatur -> Veränderung HWS, Schleudertrauma

 

Abklärung Neurologe beim Ersten Mal, sonst Tagebuch, Trinkmenge steigern, Ruhe, Massage

Erkläre die Schmerzentstehung und Verarbeitung wie das Prinzip der Schmerzanamnese und der Therapie.

Nozirezeptoren Reizung - Dorsalhorn Rückenmark - Voderseitenstrangbahn - Thalamus - ZNS = SZ-Wahrnehmung

Endorphine binden sich an Opioidrezeptoren - Dämpfung SZ-Übertragung

A : Lokalisation, Stärke, Qualität, Zeit

TX : Auslösende, verstärkende oder lindernde Faktoren meiden/ anwenden

Def. Olugurie

Leitsymptom eines akuten Nierenversagens. Verringerte Harnausscheidung, weniger als 200ml/m2 der Körperoberfläche.

Ursache, Prärenal : geringe Trinkmenge, Exikose, Hypovolämie, Nierengefässverschluss

Renal : Entzündung Nierengewebe, Zystennieren, Infektion

Postrenal : Harnwege verschlossen (Tumor, Steine)

Def. Anurie

Notfall !

Leitsymptom eines akuten Nierenversagens. Verringerte Harnausscheidung, weniger als 50ml/m2 der Körperoberfläche.

Ursache, Prärenal : geringe Trinkmenge, Exikose, Hypovolämie, Nierengefässverschluss

Renal : Entzündung Nierengewebe, Zystennieren, Infektion

Postrenal : Harnwege verschlossen (Tumor, Steine)

Def. Polyurie

Erhöhung der Urinmenge, mehr als 1500ml/m2 Körperoberfläche (10-20l täglich)

 

U : DM, Hyperkalzämie, globale Herzinsuffizienz, genetisch

Def. Dysurie

Erschweerte, ev. schmerzhafte Harnentleerung

 

U : Zystitis, Erkrank. Prostata, Nieren, Harnleiter oder Harnröhre

Def. Algurie

Schmerzen beim Wasserlösen

 

U : Zystitis, akute bakterielle Prostatitis, Spermatozystitis

Def. Nykturie

Nächtliches, den Schlaf unterbrechendes Wasserlassen

 

U : Herzinsuffizienz, Entz. untere Harntrakt, viel trinken vor dem Schlafen gehen

Def. Pollakisurie

Häufiger Harndrang mit jeweils nur geringer Urinmenge. Grunsätzlich aber total über 24h normale Menge

 

U : Zystitis, Erkran. Prostata, Reizblase (gleich wie Dysurie)

Def. Hämaturie

Blut im Urin (Makro- od. Mikrohämaturie)

 

U : Tumore, Steine, Entzündungen Niere und Blase

Def. Harninkontinenz

Unwillkürlicher Harnabgang aufgrund nachweisbaren Störungen (besonders ältere Leute, aber nicht nur)

 

U : Stressinkontinenz (Belastung), Urge-Inkontinenz (Drang)

Def. Nierenkolik

Leitsymptom Nierensteinleiden, akuter Fall -> Notfall

 

U : Einklemmung Stein, Konkrementbildung in ableitenden Harnwegen

Nenne zu den diagnostischen Verfahren die Erkankung der Harnwege.

Urin-Teststreifen, Sonographie, Röntgen-Kontrast, Kreatin-Wert

Urin-Teststreifen : Zystitis, DM

Sonographie : Niereninsuffizienz, Prostata Problematik

Röntgen-Kontrast : Nierensteine, Prostatavergrösserung

Kreatin-Wert : Infektion, Niereninsuffizienz

Nenne das Krankheitsbild, Symptome und Therapie der Niereninsuffizienz.

KB : Funktionsausfall der Nieren, meist durch Durchblutungsstörung. (Akut: plötzlich von gesund zu krank / chronisch: zunehmende Funktionstörung basierend auf Grunderkr. bis Verlust)

S : Oligurie, Anurie, Lungenödem mit Luftnot

TX : Dialyse, Transplantation

Nenne die Leitymptome, Diagnostik und Therapie bei einer Zystitis.

S : Pollakisurie, Dysurie, Blasentenesmen, Fieber

DX : Urinteststreifen

TX : Antibiotika, Trinkmenge erhöhen

Nenne Leitsymptome, Diagnostik und Therapie bei einer Pyelonephritis (Nierenbeckenentz.)

S : Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Rücken-SZ

DX : Urinkultur, Blut, körperliche Untersuchung

TX : Antibiotika, Trinkmenge erhöhen

Erkläre die Stress- und Dranginkontinenz (Urge).

Stressin. : Urinverlust ohne Harndrang (Husten, Niesen). Meist Frauen über 50, Beckenbodenschwäche, Östrogenmangel.

TX : Beckenbodentraining, Pressar, Creme

Drangin. : Plötzlicher, zwanghafter Harndrang meist mit Einnässen (zu spät auf WC). Meist die Folge von Entzündungen und Tumoren in Harnröhre, Blase od. kleinem Becken

Nenne zu den Untersuchungsmassnahmen jeweils eine Ursache des Verdauungsapparates.

Sonographie, Abdomen-Röntgen, Endoskopie, Biopsie, C13-Atemtest, Hämatokult, Bilirubin, Gliadin-Antikörper, Leberwerte (GOT, GPT, gamma-GT), Harnsäurespiegel, Blutzuckerspiegel, Glucose-Belastungstest, HBA1 

Sonographie : Divertikulitis

Abdomen-Röntgen : Appendizitis

Endoskopie : Magengeschwür

Biopsie : Zöliakie

C13-Atemtest : Gastritis, Dyspepsie

Hämatokult : Karzinom

Bilirubin : Ikterus

Gliadin-Antikörper : Zöliakie

Leberwerte (GOT, GPT, gamma-GT) : Hepatitis, Gallensteine, Mukoviszidose

Harnsäurespiegel : Gicht, Nierensteine

Blutzuckerspiegel : DM, Tumore Nebennieremark / Hirnanhangdrüse

Glucose-Belastungstest : DM

HBA1c : Diabetes

Def. Dyspepsie und Ursache

Unspezifische Oberbauchbeschwerden mit der Nahrungsaufnahme verbunden

U : gastroösophagealer Reflux, Gastritis, Gallensteine (organische Erkr.) od. funktionell

Def. Diarrhoe und Ursache

Mehr als drei ungefomrte, flüssige Stuhlgänge am Tag

U : bakterieller od. viraler Magendarminfekt, Lebensmittelvergiftung, psychische EInflüsse

Def. Obstipation und Ursache

verminderte Darmentleerung mit geringer Stuhlmenge, harter/ klumpiger Stuhl -> Press-SZ

U : funktionell oder psychisch, Stress, geringe Trinkmenge, zuwenig Balaststoffe, Bewegungsmangel

Def. Teerstuhl und Ursache

Schwarz gefärbter, glänzender, klebriger Stuhl, Hämoglobinabbauprodukt

U : obere Gastrointestinale Blutungen (erosive Gastritis, Ösophagusvarizen)

untere Gastro. Blutungen (Hämorrhoiden, Darmpolypen)

Def. frisches Blut im Stuhl und Ursache

Leitsymptom, Sichtbares Blut folglich unterer gastrointestinaler Blutung

U : Darmpolypen, Magen-Darm-Infekt, Magengeschwüre

Def. Ikterus und Ursache

Gelbverfärbung der Haut, Skleren und Schleimhäute durch Bilirubineinlagerung

U : Übermässiger Zerfall von Erys durch Infektionen, Überreakt. IM

Def. ungewollte Gewichtsveränderung und Ursache

Zu- oder Abnahme des Körpergewichts von mehr als 2kg innert 4 Wochen bei gleicher Nahrungsaufnahme

U : Zunahme -> übermässige Kalorien, Alk / Abnahme : Ernährungsmangel, Tumorerkr., schwere Infektion

Def. akutes Abdomen und Ursache

Starke Bauchschmerzen mit massiver Abwehrspannung und einem schlechten AZ

U : Appendizitis, Cholezystitis, Ileus

Erkläre den Zusammenhang zwischen Hiatushernie und Gastroösophagealem Reflux.

Eine Hiatushernie kann zu einer Kardiainsuffizienz führen, weshalb der Übergang von Speisseröhre zum Magen sich unzureichend schliesst.

Bei einer Gleithernie kann es zu einer Refluxösophagitis kommen, welche aber nur selten entdeckt wird.

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