Mündlichfragen


L. M.
Diese Lernkarten behandeln das Management und die Dynamik virtueller Teams auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf Aspekte wie Kommunikation, Vertrauen, Motivation und die Wahl geeigneter Medien. Die Karteikarten bieten wertvolle Einblicke für Führungskräfte und Teammitglieder, die in virtuellen Umgebungen arbeiten, und helfen dabei, die Effizienz und Effektivität der Zusammenarbeit zu verbessern.
Flashcards
47
Students
2
Language
German
Category
Psychology
Level
Other
Created / Updated
27.05.2020 / 10.06.2022

Flashcards

Media Richness-Modell: Welche Kritikpunkte und welchen Praxisbezug gibt es?

Zentrales Kriterium ist die Informationsreichhaltigkeit eines Mediums.

Diese Informationsreichhaltigkeit wird durch vier Determinanten bestimmt:

  • Je unmittelbarer das Feedback, desto reichhaltiger die Information (instant Feedback)
  • Möglichkeit soziale Hinweisreize zu vermitteln (multiple cues)
  • Reichhaltigkeit der Sprache (language variety)
  • Möglichkeit Emotionen darzustellen (personal focus)

Kritik: sehr technikzentrierter Zugang (Rangreihe «technischer Reichhaltigkeit»), keine Differenzierung zwischen objektiven Rangreihen und dem subjektiven Empfinden, empirisch schwer überprüfbar.

Praxis: Zusammenhang zwischen Medieneinsatz und Aufgabe, welche erklärt warum mediengestützte Arbeit suboptimal sein kann, gute Übertragungsmöglichkeiten für betriebliches Arbeiten.

Theorie des Heruasfilterns sozialer Hinweisreize: Welche Kritikpunkte und welchen Praxisbezug gibt es?

Mediengestützte Interaktion enthält weniger Hinweisreize (Kanalreduktion) als F2F Kommunikation.

Folge: Die Kooperation zwischen Kommunikationspartnern wird anonymer (De-Individuation).

  • Positive Folgen: wir fühlen uns weniger Gehemmt (Offenheit, Demokratisierung,Selbstoffenbarung). Prosoziales Verhalten.
  • Negative Folgen: Antisoziales Verhalten (Flaming = über andere herziehen, Spam-Mails).

Kritik: Eingeschränkte Gültigkeit, wird ausgegangen, dass Interaktion zw. Unbekannten folgt. Fokussierung auf technische Aspekte: Vernachlässigt individuelle Kompetenzen.

Praxis: Entwicklung von Online-Feedbacksystemen: Selbstoffenbarung durch Anonymisierung (gebe oftmals ehrlichere Rückmeldungen, wenn diese anonym sind).

Was versteht man unter der Theorie des Herausfilterns sozialer Hinweisreize?

Mediengestützte Interaktion ist im Vergleich zu F2F-Interatktionen defizitär (Ausschuss von Sinneskanälen = Kanalreduktion). Folge ist, dass die Kooperation anonymer wird und es zu einer De-Individuation kommen kann.

Was versteht man unter dem Begriff der Kanalreduktion?

Mediengestützte Kooperation wird durch den Ausschluss von Sinneskanälen gegenüber F2F-Interaktionen defizitär.

Metapher: Kooperation als Kabel d.h. F2F hat ein dickes Kabel, CvK hat ein dünneres Kabel. Je mehr eingesetzte Medien, desto dünner das Kabel.

Welche Vor- und Nachteile bringt Telearbeit mich sich?

Vorteile (Potenziale)

  • Selbstständigkeit in der Wahl der Arbeitszeit
  • mehr Freizeit durch Wegfall von Fahrtzeit
  • Verbesserung der Situation von Eltern durch Koordination zwischen Erwerbs- und Familienaufgaben
  • Beschäftigungschancen für beruflich benachteiligte Gruppen
  • Energieersparnis und Reduzierung der Umweltbelastung
  • Abbau regionaler Arbeitslosigkeit

Nachteile (Risiken)

  • soziale Isolation oder gar Deprivation
  • Gefahr der Selbstausbeutung (z.B. durch Verschwimmen der Grenzen zwischen Beruf und Freizeit)
  • Beeinträchtigung des Familienlebens
  • Wegfall von Karrieremöglichkeiten
  • Einkommensverschlechterung Arbeitsplatzabbau in Organisationen
  • Entsolidarisierung der Arbeitnehmenden
  • Einschränkungen bei der sozialen Sicherung und des Arbeitsschutzes
  • Zunahme von Belastungen und Beanspruchungen

Welche Formen von Telearbeit können unterschieden werden?

Formen der Telearbeit

  • Individuelle Telearbeit mit Wechsel des Arbeitsplatzes: Mobile Telearbeit (wechsel meinen Arbeitsplatz bin zu Hause und im Büro).
  • Individuelle Telearbeit mit häuslichem Arbeitsplatz: Teleheimarbeit (Homeoffice)
  • Kollektive Telearbeit: Virtuelle Teams (Coworking-Place)

Welche Ziele verfolgen Unternehmen bei der Einführung von Telearbeit oder mobil flexiblem Arbeiten?

Hohe Flexibilität, kürzere Bearbeitungszeiten, Mitarbeiterzufriedenheit, Vereinbarkeit Beruf-Familie, Imageverbesserung, Bürgernähe, Gewinnung Fachkräfte, Kosteneinsparungen, Gewinnung Sachkräfte, Förderung der Randregionen, ...

Wie kann man Belastungen in der Telearbeit reduzieren?

Sensibilisierung und Offenheit

  • Pausenzeiten sollten explizit eingehalten werden, lange Arbeitszeiten meiden
  • Betonung auf das Recht der Abwesenheit
  • Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung (informeller Austausch in virtuellen Teams)

Arbeitszeit und Arbeitsdauer

  • Definition von Regeln für die Erreichbarkeit
  • Erfassung von Überstunden
  • Fixieren des Umgangs mit Reise- und Pendelzeiten
  • Definition von Vertretungsregelungen
  • Vorbildfunktion der Vorgesetzten (sollen auch nicht nachts Mails schreiben)

Informationsüberflutung

  • Sollte möglichst gemieden werden. Um Informationsflüsse effizienter zu gestalten, sollte man eine Gemeinsame Wissensbasis (Team Knowledge) und ein mentales Modell bilden. Wenn man STROTA einsetzt, wird die Informationsüberflutungen reduziert.

Was versteht man unter sozialer Informationsverarbeitung bei der CMC?

Wann treten die Vorteile besonders schnell auf?

CMC sind kommunikative (soziale) Austauschprozesse, die durch einen Computer als vermittelndes technisches Medium stattfinden. Kooperation ist eine latente Variable, die durch die CMC operationalisiert werden soll.

Menschen haben ein Bedürfnis Unsicherheiten durch Kommunikation abzubauen und soziale Beziehungen aufzubauen (Querverbindung zu Affiliation Motiv). Nutzer sind in der Lage, fehlende soziale Hinweisreize kreativ zu kompensieren durch ihre Medienkompetenz (Querverbindung).

Bedinungen für positive Effekte

 

  • Zeit d.h. die Person hat Zeit, um Kompetenzen im Umgang mit CMC aufzubauen
  • Erwartung zukünftiger Interaktionen (habe eine hohe Erwartung somit hohe Bedeutung an das Tool)
  • Ideal: interpretierbare Antwortzeiten (keine zu langen Latenzzeiten)

 

Was besagt die Theorie der Imagination?

Welche Kritik und welchen Praxisbezug gibt es?

Fehlende Körpersichtbarkeit und Anonymität erzeugt bei der Kooperation mit neuen Medien die Möglichkeit der Simulation bzw. Imagination. Nutzer bilden sich eine visuelle Vorstellung des Kooperationspartner (Dating-Plattformen). Die wenigen Hinweisreizen werden dafür stärker betont und oftmals sogar überinterpretiert (hyperpersonale Perspektive).

Kritik: Theorie gilt nur, wenn sich die medialen Kommunikationspartner nicht kennen. Interindividuelle Unterschiede (Vorstellungskraft, Bildhaftigkeit, persönliche Stimmungen) werden nicht berücksichtig.

Praxis: Bezug, dass schriftliche mediale Kommunikation einen Einfluss auf psychologische Urteils- und Wahrnehmungsprozesse besitzen kann (z.B. Tippfehler werden interpretiert – hatte Kommunikationspartner stress? Legastheniker?). Erklärungsmöglichkeit für die Wirkung von anonymen Online-Dating-Plattformen (Vorstellung meines Chat-Partners).

Was versteht man unter dem SIDE-Modell (Social Identity Model of De-Individuation?

Welche Kritikpunktewerden hierbei diskutiert?

In CMC sind weniger soziale Hinweisreize vorhanden, wodurch die Kooperation anonymer wird. Die Anonymität führt dazu, dass die personale (individuelle) oder die soziale (gruppenbezogene) Identität salienter wird d.h Verstärkung der Identität. 

Vorstellung an eine Münze mit zwei Seiten: entweder wird die soziale Identität (Gruppenkohäsion) oder die personale (eigene Meinungsbildung) salienter (stärker fokussiert).

  • Personen passen ihre Meinung bei Anonymität und salienter sozialer Identität besonders stark der vorgegebenen Gruppennorm an.
  • Personen weichen bei Anonymität und salienter personaler Identität stark von der Gruppennorm ab und orientieren sich an ihren individuellen Wertvorstellungen.

Kritik: Basiert auf der Annahme, dass sich Nutzer nicht kennen (bzw. sich erst bei der Interaktion kennenlernen). Theorie ist nicht eindeutig: personale oder soziale Identität wird gestärkt, aber die Theorie sagt nicht welche gestärkt wird.

Was wird unter dem Begriff der CSCW verstanden?

Computer Supported Cooperative Work

  • Dient der Gestaltung von Werkzeugen
  • Analyse und Bewertung von Werkzeugen und Konzepten
  • Verständnis von Kooperation
  • Kommunikation und Koordination 
  • Entwicklung von Konzepten für Arbeit mit Groupware

Rückwärtsanalyse (CSCW – wird Rückwärts betrachtet)

  • W (Work): Die Ausgangslage ist die zu bewältigende Arbeitsaufgabe
  • C (Cooperative): welche mit mehreren Kooperationspartner bewältig werden soll 
  • S (Supported): Die Aufgabenbewältigung soll durch Technik unterstütz werden 
  • C (Computer): Dafür sollen die notwendigen Technologien sollen entwickelt werden

Welche Tools zum computergestützten Kooperieren sind Ihnen bekannt und wozu dienen sie?

  • Video-Konferenz: Es können mehrere Personen, aus unterschiedlichen Orten zum gleichen Zeitpunkt an einer Konferenz teilnehmen.
  • E-Mail / Blog: Es können mind. zwei Personen aus unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeitpunkten miteinander kommunizieren bzw. kooperieren.
  • Touch-Table: Mehrere Personen, können am gleichen Ort, zur gleichen Zeit an derselben Arbeit kooperieren.

Was versteht man unter Social Media und wie lassen sich Social Media von klassischen Medien unterscheiden?

Unter Social Media werden internetgestützte Medien verstanden, die die Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen.

Es lassen sich zwei Kategorien von Social Media unterscheiden

  1. Social Media hat das ZIel "Kommunikatin"
  2. Social Media dient der Kommunikation, aber der Fokus liegt bei selber generierten, bearebiteten und ausgetauschten Inhalten "User generated content". Beispiel: Tripadvisor, Nike ID (Produkt Customizing), Jura-Kaffemaschine

Social Media lassen sich in Hinsicht auf die Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit, Neuheit und Beständigkeit von klassischen Medien unterscheiden.

Was versteht man unter Social Media Marketing?

SMM ist eine Form des Online-Marketings, die Kommunikationsziele eines Unternehmens durch die Beteiligung an Social Media erreichen will. Heutzutage wird viel Geld für Werbung in Social Media investiert (Studie Jan. 2020).

Im Fokus des SMM liegen drei Aspekte

  1. Aufmerksamkeit für das Produkt erzeugen
  2. Online-Unterhaltung zu Unternehmensinhalte generieren
  3. Nutzer zum Teilen von Unternehmensinhalte in ihrem Netzwerk animieren

Nennen Sie zwei Anwendungsbeispiele für Social Media.

  • SMM (Social Media Marketing)
  • MOOC (Massive open online Course) in den USA
  • Facebook: bspw. Bei der Arabischen Revolution

Welche Probleme treten bei der Nutzung von Social Media auf?

  • Technisches Problem
    Web-Traffic: Die Qualität leidet aufgrund der immer grösser werdenden Datengrössen. Dieser Effekt wird v.a. durch Social Media beeinflusst (wie Netflix, Youtube etc.) 
     
  • Psychisches Problem
    Ständige Erreichbarkeit: Das Gefühl, man müsse ständig erreichbar sein, führt zu Stress.

Wie lässt sich die Nutzung von Facebook mit dem Prinzip des Impression Managements erklären?

Impression Management (IM): bewusste oder unbewusste Steuerung des Eindrucks, den Personen von einem Individuum bekommen. Wie mein Gegenüber meine Selbstdarstellung aufnimmt (gilt auch als Nutzungsmotiv). Beim IM muss immer eine Interaktion erfolgen (nicht unbedingt in Form von Kommunikation, sondern bspw. in Form von Betrachtung).

So kann beim Nutzen von Facebook die Selbstdarstellung gesteuert werden. Falschinformationen bei der Selbstdarstellung sind leicht möglich (Alter, Grösse, besseres Erscheinungsbild... kann stark variieren). Ich gehe davon aus, dass andere Personen den Inhalt betrachten, nicht nur ich. So steure ich meinen Eindruck (Brücke: Motiv der Steuerung von Selbst- und Fremdwahrnehmung). Frage: Was poste ich, was interessiert die anderen (Betrachtung der anderer als Nutzungsmotiv).

Was versteht man unter dem Warranting-Prinzip?

Den Eindruck, den sich Fremde über eine Person machen, wird stärker von Informationen (Pinnwand-Einträge oder Kommentare) beeinflusst, die die Zielperson nicht direkt selber kontrollieren kann.

Warum gibt es bisher (relativ) wenig psychologische Forschung im Bereich Social Media?

Aufgrund der rasanten Entwicklung und schnellen Veränderung von Social Media. Wenn man beginnt zu forschen, dauert das relativ lange und dann ist dieser Social Media Trend schon vorbei und ein neuer Trend trifft ein.

Was versteht man unter einem virtuellen Team?

Beschreiben Sie dabei die Chancen und Risiken virtueller Teamarbeit. 

Als virtuelles Team werden flexible Gruppen standortverteilter und ortsunabhängiger Mitarbeitender bezeichnet, die auf der Grundlage von gemeinsamen Zielen und Arbeitsaufträgen ergebnisorientiert geschaffen werden und mehrheitlich (> 50%) computergestützt interagieren.

Skizzieren Sie drei psychologische Besonderheiten, die in virtueller Teamarbeit eine Rolle spielen können. 

Vertrauen: Gilt als Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit. Der Aufbau von Vertrauen ist in virtuellen Kontext erschwert. Es gibt drei Bausteine des Vertrauens, welche aber nicht trennscharf sind (überlappen sich): Systemvertrauen, kognitives Vertrauen und affektives Vertrauen.

Motivation: Vertrauen ist die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit und führt somit zu Motivation. Durch die Anonymität wird die Zusammenarbeit nachhaltig beeinflusst (Motivationsgewinne sinken und Motivationsverluste steigen).

Interkulturelle Aspekte: Personen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen arbeiten zusammen. Diese Interkulturalität wirkt sich positiv wie auch negativ auf die Zusammenarbeit aus.

Welche Formen von Vertrauen können in virtueller Teamarbeit unterschieden werden? 

  1. Systemvertrauen: Vertrauen in die Technik, damit man es auch überhaupt einsetzt.
  2. Kognitives Vertrauen: Weiss, dass Technik geht, dann weiss man, dass Technik funktioniert (bspw. synchrone Kommunikation).
  3. Affektives Vertrauen: Vertrauen in die Person. Dieses Vertrauen dauert am längsten.

Welche Motivationsgewinne und Motivationsverluste können bei Teamarbeit auftreten?

Wie verhalten sich diese Aspekte in einem virtuellen Kontext? 

Motivationsgewinne (treten in vT durch die Anonymität seltener auf - negativen Einfluss der Virtualität)

  • Soziale Kompensation (starkes Mitglied kompensiert schwaches)

  • Sozialer Wettbewerb (Vergleich mit anderen spornt an)

  • Köhlereffekt (schwache Mitglieder steigern Leistung)

 

Motivationsverluste (treten in vT häufiger auf unsichtbare eigene Leistung - positiver Einfluss der Virtualität)

  • Trittbrettfahren

  • Gimpeleffekt (durch Trittbrettfahrer)

  • soziales Faullenzen (Mitglied reduziert Leistung, da nicht identifizierbar)

Beschreiben Sie an einem Beispiel Ihrer Wahl die Vor- und Nachteile interkultureller Zusammenarbeit in virtuellen Teams.

Bei der Firma Schindler besteht das virtuelle Wartungsleistungs-Team aus sieben Personen, verteilt auf drei Zeitzonen (Europa, USA und Asien).

Vorteile: Man entwickelt flexible und unabhängig eine standardisierte Lösung für den Kunden. Zeitzonen als Chance sehen, weil jederzeit jemand daran arbeiten kann. Es ist möglich sich schnell und einfach an Marktänderungen anzupassen. Vielfältige Speicher- und Digitalisierungsmöglichkeiten können eingesetzt werden und beim nächsten Projekt weiter gebraucht/entwickelt werden. Die Teammitglieder können von den anderen profitieren, da interdisziplinär und interkulturell zusammengearbeitet wird.

Nachteile: Sprachliche Barriere bei der Kommunikation. Geringe Identifikation mit dem Team, da man seine Teamkollegen ja noch nie gesehen hat. Grosses Konfliktpotenzial durch die computergestützte Kommunikation und die daraus vermehrten Missverständnissen. Korrekter Umgang mit interkulturellen Verhaltensweisen bspw. ist in Asien nicht der gleiche Feiertag wie in den USA. Erschwert eine synchrone Kommunikation (Video-Konferenz) wegen den unterschiedlichen Zeitzonen.

Welches sind die Grundprinzipien des Managements virtueller Teams? Auf welche Bereiche wird sich dabei oftmals konzentriert? 

Das Ziel des Managements ist es, etwas zu verändern.

Übergeordnete Ziele

  • Virtuelle Teamarbeit ist grundsätzlich («von aussen») veränderbar
    (functional perspective of groups = Team soll zweckmässig (funktional) sein)
  • Etwas läuft Status quo suboptimal, möchte etwas verändern.
  • Durch gezielte Massnahmen soll die Effizient (Kosten vs. Nutzen) und/oder die Effektivität (Zielorientierung) optimiert werden. Management möchte immer Effizient oder Effektivität verändern.

Klassische Ziele

  • Steigerung der Produktivität oder Performanz des virtuellen Teams 
  • Beschleunigung der Arbeitsprozesse (z.B. Kommunikation) 
  • Reduktion von Fehlern und Hindernissen virtueller Teamarbeit 
  • Stärkung von Ressourcen der Teammitglieder

Beschreiben Sie kurz die Phasen des Lebenszyklus-Modells virtueller Teams und nennen Sie dabei jeweils eine beispielhafte Methode des Managements virtueller Teams.

  1. Phase: Aufbau und Konfiguration
    Methode: Zusammenstellung nach Fähigkeiten und Fertigkeiten
  2. Phase: Initierung
    Methode: Kick-Off für Vertrauensgewinn
  3. Phase: Aufrechterhaltung und Regulierung
    Methode: Feedback und MBO (ZIelvereinbarung)
  4. Phase: Optimierung und Korrektur
    Methode: Anreizsystem für Motivatinosgewinn
  5. Phase: Beedndigung und Auflösung
    Methode: Debriefing

Wie kann Vertrauen in virtuellen Teams erzeugt werden? 

Das Ausbilden und Aufrechterhalten von Vertrauen kann in virtuellen Teams positiv beeinflusst werden (durch Mitglieder wie auch durch Leader). Es wird unterschieden zw. übergeordneten Massnahmen und spezifischen Massnahmen.

Übergeordnete Massnahmen

  • "Behave" Verhalten: Signalisieren, dass man Vertrauen (in die anderen Teammitglieder) hat (bspw. durch Aufgabenverteilung)
  • "Share" Teilen: kein Zurückhalten von Informationen, sondern Informationen teilen
  • "Communicate" Kommunikation: Interaktion ehrlich und simpel gestalten
  • F2F Meeting: wenn möglich F2F Meetings (Kick Offs, damit Platz für Small Talks)
  • Feedback: Rückmeldung geben und Awareness erzeugen (Bewusstheit über den aktuellen Zustand der Teamarbeit)

Spezifische Massnahmen

  • Training von internetbasierten Medien (Systemvertrauen) = Vertrauen durch Kompetenz
  • Klarer Ziele und Rollen definieren = Vertrauen durch Transparenz
  • Teambasierte Ziele setzen (weniger individuelle Ziele in virtuellen Teams). Durch Interdependenz mehr Ziele mit wechselseitigen Abhängigkeiten schaffen, womit Committment und Vertrauen erhöht werden kann = Tandem System.
  • F2F Interaktion
  • Unterstützung informeller Kommunikation (bspw. Small Talk fällt grösstenteils in virtuellen Teams weg, trotzdem möglichst fördern) und bilden eines Team-Mental-Modell (Mindmap).

Wie kann Motivationsmanagement in virtuellen Teams betrieben werden?

Motivationsmanagement in virtuellen Teams kann anhand Anreizsystemen betrieben werden. Dabei können es materielle (finanzielle) oder nicht-monetäre Anreize sein. In einem virtuellen Team sind  nicht-monetäre Anreize (bspw. persönlicher Kontakt oder Anerkennung) wichtiger. Es soll ein Anreiz sein, welcher das ganze Team (Teambasiert) betrifft und alle anspornt. So kann auch wieder Vertrauen gewonnen werden (posiitver Nebeneffekt).

Welche Schritte sind bei dem Motivationsmanagement in virtuellen Teams zu beachten?

Welche Probleme können dabei auftreten?

Strategie für Umsetzung der Anreizsysteme (Psychologische Sicht)

  1. Analyse der Bedingung (Status quo)
  2. Diagnose des Problems (Bewertung)
  3. Aktionsplan bzw. Gestaltung von Massnahmen
  4. Implementierung im Team (Einführung)

 

Problem

  • Bei der Anreizhöhe gibt es einen Plateaueffekt. Durch den Korrumpierungseffekt: extrinsische Motivation senkt den die intrinsische Motivation ab einem gewissen Punkt. Weniger ist manchmal mehr.

Wie kann man Informationsüberflutung reduzieren?

Technickbasierte Lösung (individueller Aspekt)
Bspw. Einrichtung von technischen Filtersystemen, E-Mail Regeln, ...

Psychologische Lösung (Management Massnahmen)
Intervention (Klärung): Mittels Online-Methode (STROTA) wird analysiert, was bei Mitarbeitende virtueller Teams zu einer Informationsüberflutung führt, damit diese reduziert werden kann. Dazu gibt es ein dreistufiges Vorgehen:

  1. Analyse (Bewusstwerden = Awareness): Individuelle Einschätzung der aktuellen Arbeitsprozesse per Fragebogen mit anschliessendem Online-Feedback.
  2. Bewertung (Erläuterung = Clarification): Moderierte Online-Reflexion von Gemeinsamkeiten und Differenzen der Einschätzungen.
  3. Gestaltung (Entwicklung = Development): Massnahmenformulierung für zukünftige Zusammenarbeit.

Ein Informationsausaustausch kann zudem mit einer Schulung der Medienkompetenz, Expertenwissen (Anonymität reduzieren und Vertrauen erzeugen), Partizipativer Führungsstil, ausreichend Zeit (Faktor 1:5 zu F2F) und guter Strukturierung unterstützt werden.

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