Allgemeine Grundlagen

Allgemeine Grundlagen

Allgemeine Grundlagen


B. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Naturkunde, insbesondere im Bereich der Zell- und Gewebebiologie. Sie behandeln Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Geweben und Organen, einschließlich Blut, Leber und Bindegewebe. Die Karteikarten beleuchten auch Krankheiten wie Leukämie, Lymphome und andere hämatologische Störungen, sowie deren Symptome, Diagnostik und Therapie. Ideal für Studierende und Fachleute in der Medizin und Biologie, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie und Pathologie vertiefen möchten.
Flashcards
315
Students
1
Language
German
Category
Nature Studies
Level
Other
Created / Updated
09.03.2020 / 27.04.2020

Flashcards

Faktoren Erythropoese

Neben Epo wird benötigt:

  • Eisen: Häm
  • Vitamin B12: DNA-Synthese
  • Folsäure: DNA-Synthese
  • Vitamin B6: Globin des Häms

Thrombozytopoese Stimulus

Thrombopoetin (Hormon aus Leber), Interleukin 6

Milz

  • liegt intraperitoneal unter der Zwerchfellkuppel im linken Oberbauch hinter den Rippen 9–11
  • kann in aller Regel nicht getastet werden
  • Nachbarstrukturen: Magen, linke Niere, Pankreasschwanz, Dickdarm (linke Kolonflexur), einzelne Dünndarmschlingen
  • Größe, Gewicht: „4711“, 150–200 g; > 350 g = Splenomegalie
  • rote Pulpa (Anteil 80–90 %): Blutmauserung (Erythrozyten, Thrombozyten) aus dem offenen Milzkreislauf
  • weiße Pulpa (10–20 %): Lymphozytenscheide um Arterien und Arteriolen → Immunfunktion
  • weitere Funktion: Thrombozytenspeicher, aktivierbar nur durch den Sympathikus (Speicher für Notsituation: Kampf Flucht und drohende Blutverluste)
  • (extramedulläre) Blutbildung bei Ausfall des Knochenmarks

Trauma mit Milzruptur

  • einseitig oder zweiseitig (Kapsel zunächst noch stabil)
  • Schmerzen im linken Oberbauch und Hypovolämie (Blutdruckabfall)

Splenomegalie

Ursachen

  • Mehrarbeit (Immunfunktion, Blutmauserung)
  • Rückstau von Blut (Pfortaderhochdruck)
  • Beteiligung bei leukämischen Erkrankungen
  • Ablagerungen (Eiweiß bei der Amyloidose, Eisen bei der Hämochromatose)

Splenomegalie

Folgen

v.a. bei Pfortaderhochdruck Mehrfunktion (Hypersplenismus) mit

  • Thrombopenie
  • Granulozytopenie, evtl. Leukopenie
  • Anämie
  • reaktiver Hyperplasie des Knochenmarks

Splenektomie

nach Verletzungen, bei Tumoren, hämolytischer Anämie, Morbus Werlhof

Splenektomie

Folgen

  • Polyglobulie (nur im Anfangsstadium)
  • erhöhte Zahl an Zellen, die ihren physiologischen Ort verloren haben → Thrombozytose mit mäßig gesteigerter Thrombosegefahr (v.a. anfangs in Verbindung mit der Polyglobulie), Lymphozytose, Eosinophilie
  • mangelnde Abbaufunktion durch Leber und Knochenmark → fehlerhafte Erythrozyten mit Einschlüssen (Jolly-Körperchen, Eisengranula)
  • verminderte Leistungsfähigkeit des Immunsystems → wegen der Gefahr septischer Zustände v.a. durch Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae muss der Impfstatus überprüft werden

Was hemmt die Lipolyse

Insulin

Was steigert die Lipolyse?

Adrenalin

Wo kommt Histamin in erhöhter Konzentration vor?

  • Mastzellen → Degranulation
  • basophile Granulozyten
  • ECL Zellen der Magenschleimhaut

 

Was macht Histamin?

  • Erweitert die Arteriolen
  • Verengt die Venolen
  • Macht Kapillarwandung durchlässiger
  • reizt Schmerzrezeptoren
  • Bringt die glatte Muskulatur von Bronchien, Darmwand und Gebärmutter zur kontraktion
  • Wirkt chemotaktisch auf Leukozyten

Ursachen der Mastzelldegranulation

  1. C3 und C5 als aktivierende Faktoren des Komplementsystems (auch Anaphylatoxine genannt). Sie diffundieren nach der Degranulation zu der nächstgelegenen Mastzelle und führen dort zur Degranulation.
  2. IgE à Abwehr von Parasiten, Würmern,Protozoen (Fehlgesteuert Pollen et.). Sitzt auf Mastzelle
  3. Oberflächenantigene von Bakterien führen zur Degranulierung

Nekrose

Tod einer Zelle infolge mechanischer VErletzung, Kontakt mit Toxinen, Hypoxie, Hypothermie, Infektionen.

Es kommt zu Membrandefekte, die dazu führen, dass der Zellinhalt unkontrolliert in die Umgebung austritt.

→ Entzündungreaktion

Apoptose

Kontrollierter "selbstmord" der Zelle 

→ löst keine Entzündungsreaktion aus

Autophagie

Intrazellulärer Prozess bei dem zytosolisches MAterial wie fehlgefaltete Proteine oder beschädigte Zellorganellen abgebaut werden.

Bei Mangel an Nährstoffen wird Autophagie induziert und läuft verstärkt ab. Von besonderer Bedeutung ist hierbei ein Mangel an Aminosäuren. Baut Strukturen ab. Auch intrazelluläre Reinigungsvorgänge werden in Gang gesetzt.

Plasmaprotein mit grösstem Anteil?

Albumin

Plasmaproteine

  • Albumin 60 %
  •  α1-Globuline 4 %  
  • α2-Globuline 8 % (davon Fibrinogen 4 %)
  • β-Globuline 12 %
  • γ-Globuline 16 %

Was geschieht bei zu wenig Albumin?

Es können Ödeme enstehen.

z.B. durch Albuminverlust oder Albuminmagel

wichtigste Gruppen der Blutgruppen

  • ABO System
  • Rhesus Faktor

Universalblutspender?

Blutruppe 0

Universalempfänger?

AB, Rhesus Positiv

Warum Abwehr gegen nicht eigene Blutgruppe

IgM Bildung ab der frühen Kindheit (wegen der ähnlichkeit zu bakteriellen Antigenen der Darmflora)

Rhesus System?

Eiweissstrukturen

Faktoren der Bltgerinnung?

Thrombozyten, Calcium, gelöste Plasmaproteine

Nutzen von Vitamin K bei Blutgerinnung?

Die Syntehese der Faktoren II (Prothrombin), VII (Prokonvertin), IX (Christmas Faktor) und X (Stuart Power Faktor) ist abhängig von Vitamin K

Blutgerinnungsfaktoren im Alltag? (Werte)

Präkallikrein, HMW- Kininogen, PF3, PAF, vWF

Primäre Hämostase?

Blutstillung:

  • Faktoren: Gefässwand, Thrombozyten, vWF
  • Vasokonstriktion (daraus resultiert Minderdurchblutung im BEreich der Verletzung)
  • Thrombozytenadhäsion an die verletzte Gefässwand (vWF)
  • Thrombozytenaktivierung durch Kollagen, Thromboxan, Serotonin, PAF
  • Aggregation zum weissen Thrombus (provisorische Abdichtung)
  • Dauer: 2-4 Minuten (Blutungszeit)

Sekundäre Hämostase?

Blutgerinnung:

  • Faktoren: Plasmaproteine, Calcium, Plasmaproteine (inaktive Form, meistens in Leber gebildet)
  • Vitamin K
  • Thrombinbildung; extrinsisch (Beginn im Gewebe), intrinsisch (intravasal), gemeinsame Endstrecke; dabei kaskadenartige Aktivierung der Gerinnungsfaktoren
  • Bildung des Fibrinnetzes
  • Entstehung des roten Thrombus

Hemmstoffe der Gerinnung

  • Antithrombin III
  • Prorein C und S
  • Heparin
  • Fibrinolyse
  • Antikoagulanzeintherapie

 

Hämostase?

Als Hämostase bezeichnet man die Summe der physiologischen Prozesse, die den Stillstand einer Blutung herbeiführen.

Symptome Störung primäre Hämostase

  • kleinfleckige Einblutungen (Purpura)
  • Mangel (Thrombopenie) oder Insuffizienz der Thrombozyten
  • Mangel am vWF (Willebrand-Jürgens-Syndrom) à Neigung zu blauen Flecken

Anzeichen Störung der sekundären Hämost

  • großflächige Einblutungen in Haut, Gelenke oder innere Organe
  • Hämophilie A (Mangel an Faktor VIII) und Hämophilie B (Mangel an Faktor IX); Vererbung X-chromosomal rezessiv, sodass fast nur Männer betroffen sind
  • erworbene Störungen u.a. bei Leberzirrhose, ausgeprägtem Vitamin-K-Mangeloder Marcumar®-Therapie bzw. modernen Alternativen

Was ist Thrombophilie?

Gesteigerte Neigung zur Bildung von Gerinnseln.

Ursachen Thrombophilie?

Virchow Trias:

  • Gefässwandschäden
  • Veränderungen der Blutzusammensetzung
  • Stase des Blutes

Gefässwandschäden (Thrombophilie)

  • Vaskulitis (Entzündung der Gefässwand)
  • Arteriosklerose

Zusammensetzung des Blutes (Thrombophilie)

  • Vermehrung der Gerinnungsfaktoren
    • hormonell (Schwangerschaft, Pille)
    • maligne Tumoren
    • systemische chronische Entzündungen
    • postoperativ
    • zu Beginn eines septischen Schocks
    • final bei jedem Schockzustand (zusätzlich wegen der Stase des Blutes)
  • Mangel an AT III und weiteren Faktoren (angeboren, beim nephrotischen Syndrom)
  • APC-Resistenz

Stase des Blutes (Thrombophilie)

  • Polyglobulie, Polyzythämie, Exsikkose
  • venöser Rückstau
    • Rechtsherzinsuffizienz
    • chronische venöse Insuffizienz (CVI)
    • Kompression der V. poplitea (Kniekehle): Flieger, Bus, häuslicher Großputz
  • Immobilisierung des ganzen Körpers oder einzelner Teile (Gipsverband)
  • im Verlauf eines jeden Schocks

Anämie

Die Folge ist eine zu geringe Transportkapazität für Sauerstoff.

Ursachen Anämie

Organstörung (Niere, Knochenmark), Mangelzustände, Blutverluste

Study