Allgemeine Grundlagen

Allgemeine Grundlagen

Allgemeine Grundlagen


B. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Naturkunde, insbesondere im Bereich der Zell- und Gewebebiologie. Sie behandeln Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Geweben und Organen, einschließlich Blut, Leber und Bindegewebe. Die Karteikarten beleuchten auch Krankheiten wie Leukämie, Lymphome und andere hämatologische Störungen, sowie deren Symptome, Diagnostik und Therapie. Ideal für Studierende und Fachleute in der Medizin und Biologie, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie und Pathologie vertiefen möchten.
Flashcards
315
Students
1
Language
German
Category
Nature Studies
Level
Other
Created / Updated
09.03.2020 / 27.04.2020

Flashcards

Erregung Muskekzellen

  • Skelettmuskelzelle: neurogen, motorische Endplatte
  • Herzmuskelzelle: myogen, durch erregungsbildendes und erregungsleitendes System
  • glatte Muskelzelle: .T. neurogen, z.T. durch äussere Reize, z:t: Schrittmacherzellen

Spezifische Zellen des Nervengewebes?

  • Nervenzellen (Neurone)
  • Gliazellen

 

Was ist Nervengewebe?

Hochspezialisiertes Epithelgewebe

Aufbau einer Nervenzelle?

  • Zellleib: Perikaryon: Some
  • zwei Arten von Fortsätzen:
    • Dendriten
    • Axon

somatodendritische Kompartiment?

Funktionelle Einheit aus Dendriten und Perikaryon : nimmt Erregungen (Informationen ) auf

Dendriten

  • signalaufnehmende Strukturen
  • kann an Oberfläche tausende Synapsen ausbilden

Axone?

  • rasche Weiterleitung von Erregung in Form von Aktionspotenzialen

Neurofilament?

Die Neurofilamente bilden das wesentliche strukturelle Gerüst der Axone, sie sind sowohl mit Mikrotubuli als auch Aktin verbunden

Wachstumskegel (Nerven)

Beim auswachsen von Axonen und Dendriten bildet sich an der Spitze Wachstumskegel

 

Verschaltung von Neuronen

  • Konvergenz: Mehrere Neurone projiezieren auf ein Neuron
  • Divergenz: Ein Neuron erreicht mehrere andere Neurone
  • Rekurrente Hemmung: Neuron erreichtein hemmendes GABAerges Neuron
  • Vorwärtshemmung: GABA Neuron hemmt nderes Neuron
  • Disinhibition: Doppelte Hemmung hebt sich auf

PEriphere Nerven

Periphere Nerven bestehen aus Bündeln markhaltiger und markloser Nervenzellfortsätze, die oft gemeinsam in einem Nerven vorkommen, und aus typischen Bindegewebehüllen

Bindegewebehüllen Periphere Nerven....

  • Endoneurium: feines retikuläres Bindegewebe das Axone und Marklose Fasern umspinnt, Matrixraum kommuniziert mit Subarachnoidalraum der Hüllen um das ZNS
  • Perineurium: umhült  von Endoneurium umsponnene Axone (ca. +0- 100+), dient der ehaltung eines konstanten Ionenmilieus, verhindert eindringen von Toxinen à Lokalanästhetika müssen diese Barriere überwinden.
  • Epineurium: äussere Hülle des Nervs.

Synapsen

Kontaktstelle für die Übertragung der Erregung von Nervenzellen

Neuromuskuläre Synapse (Motorische Endplatte)

  • Synapse zwischen einem α-Motoneuron und einer Skelettmuskelzelle.
  • Grösste Synapse im Körper.
  • Sie enthält Mitochondrien und zahlreiche rundliche synaptische Vesikel mit Acetylcholin.

Ursachen einer Entzündung

  • Fremdantigene: Bekterien, Viren etc.
  • Gewebedefekte: Verletzungen, Nekrosen, Toxine

Pathophysiologie der Entzündung

Führt zu Mehrdurchblutung des Gewebes, Durchlässig werden der Wandung von Kapillaren und direkt folgenden postkapilären Venolen.

Körpereigene Übermässige Freisetzung durch Histamin durch?

  • entzündlichen
  •  allergischen
  • toxische Prozesse
  • Koffein
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Bei disponierten Patienten
    • Hitze, Kälte
    • Berührung
    • Wasser

Krankhafte Reaktionen durch Histamin können zum Beispiel verursacht werden durch:

  • Erhöhte Freisetzung infolge Zinkmangels oder mangelnder Bindungsfähigkeit an Heparin
  • Die Einwirkung freier Radikale, thermischer oder mechanischer Einflüsse
  • Verminderten Histaminabbau durch einen Mangel an histaminabbauenden Enzymen (z.B. durch Alkohol oder Zigarettenrauch)
  • Eine erhöhte Histaminzufuhr durch stark histaminhaltige Nahrungsmittel
  • Medikamente (z.B. Opiate, Muskelrelaxantien)
  • Röntgenkontrastmittel
  • Nahrungsmittelzusatzstoffe, welche die Histaminausschütung anregen, wie beispielsweise Tartrazin (Farbstoff in Gummibärchen) oder Tyramin (in Käse, Hefe Schokolade)
  • Stress

Was dient zur Verminderung der Mastzellaktivierung

Vitamin D3

Zusammensetzung Eiter

  • entzündliches, fibröses Exsudat
  • nekrotischen Zellen
  • intakten und abgestorbenen Neutrophilen
  • Makrophagen
  • bakteriellen Überreste

Besondere Formen der Eiterbildung

  • Erysipel( in Oberhaut), Phlegmone (Organe): flächige Eiterbildung durch Streptokokken und weitere Bakterien
    • Steptokokken produzieren Enzyme wie Hyaloronidase mit dem sie die Grundsubstanz auflösen können.
  • Furunkel, Karbunkel, Schweissdrüsenabszess und Abszesse innerer Organe: meist durch Staphylokokken verursachte umschriebene, unter Gewebseinschmelzung entstehende, durch bindegewebige Umhüllungen isolierte Eiterhöhlen
  • Empyem: Eiterbildung durch Staphylokokken in präformierten Hohlräumen (Pleuraspalt, Gallenblase, Harnblase)
  • Nicht Bakteriell verursachte Eiterbildung v.a. durch Fremdkörper oder Pilze

Was ist ein Granulom

Granulome sind Gewebeknötchen und sind Teil der zellvermittelten Imunabwehr. Daran beteiligt sind Makrophagen, Epitheloidzellen, mehrkernige Riesenzellen, T-Lymphozyten.

Ein Granulom entsteht meist als Reaktion auf einen chronischen Entzündungsreiz, wenn die Makrophagen ein Antigen (z.B. Krankheitserreger, Fremdkörper oder Immunkomplexe) nicht abbauen können. Der Zweck des Granuloms besteht darin, das Antigen gegenüber dem umgebenden Gewebe zu isolieren. 

Spezifische Granulome kommen vor bei...

  • Tuberkulose : Tuberkulomen
  • Listeriose : etc.
  • Syphillis
  • Brucellose
  • Lepra
  • Typhus abdominalis
  • Morbus Crohn

Amyloidose

Amyloidosen sind Eiweiß-Ablagerungserkrankungen. Von „normalen“ Körpereiweißen unterscheidet sich Amyloid durch seine abnorme Struktur. Amyloid lagert sich als fadenförmige (fibrilläre) Struktur an und um die Körperzellen ab. Dabei können entweder örtliche Ablagerungen entstehen (lokale Amyloidose) oder mehrere Organe (systemische Amyloidose) betroffen sein

Amyloidose Merke

Amyloidosen sind in der zweiten Lebenshälfte relativ häufige Erkrankungen. Oftmals geht es v.a. darum, überhaupt an diese Möglichkeit zu denken. Besonders dringend wird dies bei ursächlich unklaren Erkrankungen von Herz und Niere, bei Magen-Darm-Störungen, Makroglossie und einem Karpaltunnelsyndrom bei älteren Menschen

Definition Tumor

Tumor ist ein Geschwulst bzw. Schwellung von Gewebe. Umschriebene, zusätzliche oder neu gebildete Ansammlung von Gewebe.

Es kann gutartig (Benigne), bösartig (maligne) oder halb Bösartig (semimaligne) sein.

Benigne Tumore bleiben oft unbemerkt. Ausser sie verdrängen oder Schädigen nervale Strukturen wie z.B. das Gehirn. Manche Tumore bilden Hormone oder biogene Amine die trotz Benignität systemische Wirkung entfalten können. Teilweise können benigne Tumore auch entarten und sich zu einem malignen entwickeln. à Dickdarmkarzinome

Benigne Neubildungen

  • Hypertrophie : vermehrte Beanspruchung
  • Hyperplasie : vermehrte Stimulation durch Wachstumsfaktoren z.B. Hormone, Leber Neubildung
  • Zuordnung gilt nicht ausnahmslos : Oberhaut reagiert mit Hyperplasie, Lymphozyten können grösser werden oder sich teilen

Atrophie

  • Rückbildung von Gewebe oder Organ : z.B. nicht beanspruchte Muskulatur
  • Wird aber auch ergänzt durch Hormone und Wachstumsfaktoren
  • Physiologische Atrophie:
    • Endliche Teilungsfähigkeit von Zellen
    • à Ablagerungen
    • Schlechtere Durchblutung
  • Pathologische Atrophie
    • Ischämie
    • Mangel an Nahrungsfaktoren
    • Druckatrophie
    • Nervale Versorgung

Benigne Tumore

Tumore haben die Endung –om : Fibrom : Fibrozyten im Bidegewebe

Ursachen

Meist unklar

Tumor Merkmal Wachstum

  • Benigne: langsam
  • Maligne: meist langsam

Tumor Merkmal lokale Ausbreitung

  • Benigne: solide, scharf Begrenzt, Umgebung verdrängend
  • Maligne: unscharf Begrenzt, Umgebung infiltrierend

Vorstadien Maligner Tumor

  • Dysplasie: Im Zusammenhang mit Tumoren versteht man unter einer Dysplasie die atypische Zellproliferation in einem Gewebe. Sie hat noch nicht zu einer Tumorbildung im engeren Sinn geführt, stellt aber die Vorstufe eines malignen Tumors (Präkanzerose) dar
  • Metaplasie: Unter Metaplasie versteht man eine Umwandlung (Differenzierung) einer Zellart in eine andere. Es handelt sich dabei um eine qualitative Änderung von Körperzellen, die zunächst keine Veränderung der Zellzahl nach sich zieht. Durch die Metaplasie kommt es zu einer veränderten, meist minderwertigeren Zellleistung.

Maligne Tumore Ursachen + Risikofaktoren

  • radioaktive (ionisierende) Strahlung, UV-Strahlung
  • chemische Umweltgifte: u.a. Benzol, Tabakrauch, Asbest, Ruß
  • Umweltgifte: Aflatoxine, Nitrosamine
  • Hemmung der Zellteilung, z.B. durch Zytostatika
  • angeborene oder erworbene Schwächen des Immunsystems
  • familiäre Belastungen, z.B. durch sog. Onkogene („Krebsgene“)
  • angeborene Chromosomenanomalien, z.B. Trisomien
  • chronische Infektionen durch einzelne Viren, z.B. mit Epstein-Barr-Virus, Hepatitis-B-Viren und HPV-Viren
  • chronische Entzündungen und Reizzustände: Kolitis, Gastritis, Zöliakie, Hepatitis, Bronchitis
  • Ernährungsfaktoren: fettreich, Mangel an Obst, Gemüse und Ballaststoffen
  • Mangel an körperlicher Aktivität
  • Adipositas als Risikofaktor für die Karzinome von Darm, Mamma, Ovar und Prostata

Hämoglobin

  • Eiweissmolekül
  • Bei Kleinkindern kann das Hämoglobin besonders viel Sauerstoff binden.

Häm

  • Enthält zweiwertiges Eisen à Bindet in der Lunge aufgenommenen Sauerstoff
  • Livide Verfärbung signalisiert Sauerstoffmangel

Zellmembran

  • Besteht aus Phospholipiden, Cholesterin und eingelagerten Proteinen

Aufgaben Blut

Transportfunktion, Pufferung, Blutgerinnung, Wärmeverteilung

Monozyten (unspezifisch)

Schwimmen im Blut. Sobald sie an ihren Bestimmungsort gelangen werden sie zu Makrophagen. Sie sind Fresszellen die Fremdantigene oder Fehlerhafte Strukturen phagozytieren. Sie machen eine Fremdantigen präsentation für die Lymphozyten welche nur dann das Fremdantigen erkennen.

  • Grösster Leukozyt
  • Verbleiben im Strömenden Blut ca. 2-6 Tage bevor sie anhand der Diapedese[BS1]  ins Gewebe wandern und dort zu Makrophagen werden.
  • Können Form verändern und  mit amöboiden Bewegungen durch Gewebe wandern.
  • Wird nur im Gewebe aktiv
  • Produzieren Interleukine, Tumornekrose Faktor, Lysozym, Komplementfaktoren, Chemotaktische Stoffe.
  • IL-1 und TNF sind u.a. Pyrogene, welche im Hypothalamus Fieber erzeugen
  • Haben Bedeutung bei der Wundheilung
  • Antigenpräsentation von Überresten aus der phagozytose und helfen somit der spezifischen Imunabwehr

 

Wann eine Monozytopenie

  • Erhöhter Cortisolspiegel bei Stress, Formen der Leukämie, immunsuppressiver Therapie
  • Teiweise kommt es bei bakteriellen Infektionen in den ersten Tagen zu einer Monozytopenie

Wann Monozytose

  • Bei bakteriellen Infekten kommt es zwischen dem 4 + 7 Krankheitstag zu einer Monozytose
  • Eine anhaltende Monozytose als Folge gesteigerter Knochenmarksproduktion besteht bei granulomatösen Erkrankungen wie Tuberkulose, Bruccelose etc.

Albumin

Wird überwiegend in der Leber produziert wie die meisten Plasmaproteine. Überwiegend bestimmt es durch seine Durchmesser den onkotischen (kolloidosmotischen) Druck. Besitzt eine grosse Hydrathülle und bindet so grosse Mengen an Wassermolekülen.

Albumin dient im Blut als Transportprotein für viele kleinmolekulare Verbindungen, zum Beispiel:

Onkotischer Druck

Study