Quantitative Datenanalyse
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Beschreibe in eigenen Worten was die Lineare Regressionsanalyse ist ? Für was sie geeignet ist ? Und wie sie eingesetzt wird ?
Die Regressionsanalyse ist ein ausserordentlich vielseitiges und flexibles Analyseverfahren, das sowohl für die Beschreibung und Erklärung von Zusammenhängen als auch für die Durchführung von Prognosen grosse Bedeutung besitzt. Sie ist damit sicherlich das wichtigste und am häufigsten angewendete multivariate Analyseverfahren. Insbesondere kommt sie in Fällen zur Anwendung, wenn Wirkungsbeziehungen zwischen einer abhängigen und einer oder mehreren unabhängigen Variablen untersucht werden sollen. Mit Hilfe der Regressionsanalyse können derartige Beziehungen quantifiziert und damit weitgehend exakt beschrieben werden. Ausserdem lassen sich mit ihrer Hilfe Hypothesen über Wirkungsbeziehungen prüfen und auch Prognosen erstellen. Die Regressionsanalyse ist prinzipiell anwendbar, wenn sowohl die abhängige als auch die unabhängigen Variablen metrisches Skalenniveau besitzen.
Was sind die 3 Typischen Anwendungsbereich einer linearen Regression ?
Ursachenanalysen Wie stark ist der Einfluss der unabhängigen Variablen auf die abhängige Variable? •
Wirkungsprognosen Wie verändert sich die abhängige Variable bei einer Änderung der unabhängigen Variablen? •
Zeitreihenanalysen Wie verändert sich die abhängige Variable im Zeitverlauf?
Mit welchen 2 faktoren kann eine Regressionsfunktion überprüft werden ?
R^2 und F-Test
Wie kann mit dem F-Test eine Regressionsfunktion überprüft werden ?
Nullhypothese definieren H0 : β1 = β2 = … = βJ = 0 (0 Hypo--> kein Einfluss der Faktoren)
• Empirischen F-Wert berechnen
• Signifikanzniveau festlegen
• Empirischen und theoretischen F-Wert vergleichen
• Nullhypothese annehmen oder ablehnen
Was ist vorannahme bei lineare regressionsanalysen ?
Das Modell ist richtig spezifiziert
• Zwischen den unabhängigen Variablen besteht keine lineare Abhängigkeit (Multikollinearität)
• Die Störgrössen haben den Erwartungswert Null
• Es besteht keine Korrelation zwischen den unabhängigen Variablen und der Störgrösse
• Die Störgrössen haben eine konstante Varianz (Homoskedastizität)
• Die Störgrössen sind nicht korreliert (Autokorrelation) • Die Störgrössen sind normalverteilt
Varablen: Nicht metrisch (geschlecht) und Metrisch (Absicht zum Nutzen)
1. Man Schaut ob die Varianzen sich Unterscheiden --> Signifikanz höher als 0.05 dann weiter auf gleicher Zeile
2. Mit Sig(2 Seitig) sieh man wie hoch die Irrtumswahrscheinlichkeit ist wenn man 0 H ablehnt.
3. Sicherheitswahrscheinlichkeit von 67% dass man H0 ablehnen kann
Aussage: Männer und Frauen unterscheiden sich nicht signifikant hinsichtlich ihrer Nutzungsabsicht.
Was ist der P-Wert und ab wann ist dieser Signigikant
- p < .10 = Irrtumswahrscheinlichkeit von 10%, marginal signifikant
- p < .05 = Irrtumswahrscheinlichkeit von 5%, signifikant
- p < .01 = Irrtumswahrscheinlichkeit von 1%, signifikant
- p < .001 = Irrtumswahrscheinlichkeit von 0.1%, hoch-signifikant
Wie können Realibilität ausgerechnet werden ? Was werden diese interpretiert ?
Analysieren, Skala, Reabilitätsskale
Bei Statistik kann noch ausgewählt werden um zu sehen was passieren würde wennn ein Item fehlt
Die sozio-demographischen Variablen im ersten Modell erklären lediglich 3% der Varianz in der Akzeptanz künstlicher Süssstoffe, während das Hinzufügen der psychologischen Variablen im zweiten Modell 45% der Varianz in der Akzeptanz künstlicher Süssstoffe erklären.
Beide Modelle sind signifikant (Modell 1: F(2, 465) = 7.252, p = .001;
Modell 2: F(5, 462) = 76.836, p < .001)
Unabhängige Stichproben (unterschiedliche Personen) • Testen Sie, ob sich Frauen und Männer (Variable «Geschlecht») hinsichtlich ihrer Risikowahrnehmung (Variable «Risiko») signifikant unterscheiden. Beschreiben Sie in einem Satz ob und inwiefern Sie sich unterscheiden (Mittelwerte!)
Abhängige Stichproben (die gleichen Personen) • Testen Sie, ob die Teilnehmenden mehr Risiken oder mehr Nutzen wahrnehmen in Bezug auf künstliche Süssstoffe (Variablen «Risiko» und «Nutzen») Beschreiben Sie in einem Satz ob es Unterschiede gibt und wie diese aussehen (Mittelwerte!)
«Männer weisen eine signifikant niedrigere Risikowahrnehmung auf (M = 3.4, SD = 1.4) als Frauen (M = 4.0, SD = 1.4), t(456) = 4.4, p < .001.
«Die Teilnehmenden nahmen signifikant mehr Risiken (M = 3.7, SD = 1.4) als Nutzen wahr (M = 3.1, SD = 1.2), t(480) = 6.04, p < .001»
Lediglich eine der sozio-demographischen unabhängigen Variablen weist einen Zusammenhang mit der Akzeptanz künstlicher Süssstoffe auf: das Geschlecht der Teilnehmenden (β = .159, p = .001). Das heisst Männer (Kodierung 1) weisen eine höhere Akzeptanz auf als Frauen (Kodierung 0). Das Alter der Teilnehmenden war kein signifikanter Prädiktor der Akzeptanz (β = .051, p = .264). …
Das Geschlecht war kein signifikanter Prädiktor der Akzeptanz mehr im zweiten Modell (β = .040, p = .253). Dies könnte daran liegen, dass das Geschlecht mit einem der psychologischen Prädiktoren zusammenhängt. Der wahrgenommene Nutzen beeinflusst die Akzeptanz positiv (β = .245, p < .001), während die Risikowahrnehmung einen negativen Einfluss ausübt (β = -.521, p <.001). Der wichtigste Prädiktor der Akzeptanz ist die Risikowahrnehmung.
Was bedeutet kolinearitàt und multikolinearitàt ?
Kollinearität beschreibt den Zusammenhang zwischen zwei unabhängigen Variablen
− Mulitkollinearität beschreibt den Zusammenhang zwischen drei oder mehr unabhängigen Variablen
Erklàre die Multikolinearitàtstools ?
Tools: − Paarweise Korrelationen − Toleranz Wert − Variance Inflation Factor (VIF)
Toleranz Wert:
− Der Anteil der Varianz einer unabhängigen Variable, der nicht durch die anderen unabhängigen Variablen erklärt wird.
-Formel: Tj = 1 – R2 j
- Ein Toleranzwert von 0,25 würde bedeuten, dass nur 25% der Varianz einer Variable allein durch diese Variable erklärt werden. 75% lässt sich durch andere Variablen im Modell erklären. − Werte liegen zwischen 0 und
− VIF (Variance Inflation Factor): gibt an, wie stark die Varianz eines Regressionskoeffizienten durch Multikollinearität beeinträchtigt wird. − VIF = 0 → es gibt keine Korrelation zwischen den UVs − VIF = 1 → die unabhängigen Variablen korrelieren leicht miteinander − VIF > 10 hier liegen Probleme von Multikollinearität vor − VIF und Toleranzwert sind miteinander verbunden: VIF = 1/Toleranz
Wie sieht der Aufbau eines Ergebnissberichts für eine lineare Korrelationsmessung aus ?
1. Was wurde untersucht
2. Was war die Stichprobengrésse und wie war diese verteilt im alter und geschlecht
3. Was für eine Analyse wurde gefahren was waren die Abhàngigen Variablen
» Eine multivariate, hierarchische Regressionsanalyse mit der Akzeptanz künstlicher Süssstoffe als abhängige Variable ergab zwei signifikante psychologische Prädiktoren.
4. Ergebnissdiskussion a) Zusammenhànge
5. Ergebnissdiskussion b) Varianzen
6. Ergebnissdiskussion c) Regressionskoeffizient (standartisiert)
Eine höhere Risikowahrnehmung ging einher mit einer niedrigeren Akzeptanz, während eine höhere Nutzenwahrnehmung mit einer höheren Akzeptanz zusammenhing. Das Wissen über die Regulation von künstlichen Süssstoffen, sowie das Alter waren keine signifikanten psychologischen Prädiktoren der Akzeptanz. Das Geschlecht wies zunächst einen signifikanten Zusammenhang mit der Akzeptanz auf, welcher jedoch verschwand nach Einschluss der psychologischen Variablen.
Während das Geschlecht lediglich 3% der Varianz in der abhängigen Variable “Akzeptanz” erklären konnten, erklärten die zwei psychologischen Variablen 45%. Die Risikowahrnehmung war der wichtigste Prädiktor mit einem standardisierten Regressionskoeffizienten von -.52
Wo sind einfoktorielle Varianzanalysen einzuordnen ?
«Werden die unabhängigen Variablen auf nominalem Skalenniveau gemessen und die abhängigen Variablen auf metrischem Skalenniveau, so findet die Varianzanalyse Anwendung. Dieses Verfahren besitzt besondere Bedeutung für die Analyse von Experimenten, wobei die nominalen unabhängigen Variablen die experimentellen Einwirkungen repräsentieren. So kann z.B. in einem Experiment untersucht werden, welche Wirkung alternative Verpackungen eines Produktes oder dessen Platzierung im Geschäft auf die Absatzmenge haben.»
Was sind die Typischen Anwendungsbereiche der Einfaktioriellen Anova ?
Welche Wirkung haben verschiedene Formen der Bekanntmachung eines Kinoprogramms (z.B. Internet, Plakate, Zeitungsinserate) auf die Besucherzahlen? Um dieses zu erfahren, wendet ein Kinobesitzer eine Zeit lang jeweils nur eine Form der Bekanntmachung an.
• Welche Wirkung haben zwei Marketinginstrumente jeweils isoliert und gemeinsam auf die Zielvariable? Ein Konfitürenhersteller geht z.B. von der Vermutung aus, dass der Markenname und der Absatzweg einen wichtigen Einfluss auf den Absatz haben. Deshalb testet er drei verschiedene Markennamen in zwei verschiedenen Absatzwegen.
• Welche Wirkung haben verschiedene Unterrichtsmethoden auf den Lernerfolg bei verschiedenen Schulklassen derselben Ausbildungsstufe?
Vorgehensweise bei einer Varianz Analyse
1. Man schaut sich in der Anova (test zwischensubjekte) den F-Test ,die Freiheitsgrade und die Signifikants an
2. Falls Sig < 0.05 checkt man den Levene Test nach Gruppenunterschiede in der Streuuung
3. Falls Sig < 0.05 = keine Varianzhomogenität --> Tamhane test, fall Sig > 0.05 = Varianzhomogenität --> Bonferonnitest
4. Man schaut sich die einzelnen Gruppenunterschiede an
Was ist der Unterschied zwischen der einfaktoriellen und 2 Faktoriellen Varianzanalyse
Einfaktorielle Varianzanalyse = 1 Abhängige + 1 Unabhängige (Bsp Segment mit Gruppen)
Zweifaktorielle Varianzanalyse= 1 Abhängige + 2 Unabhängige
Der Leiter einer Supermarktkette möchte seine Untersuchung erweitern und neben den drei Arten der Warenplatzierung («Normalregal», «Zweitplatzierung» und «Kühlregal») auch den Einfluss der Verpackung («Becher» und «Papier») auf die Absatzmenge von Margarine überprüfen.