Pharmazeutische Technologie 1

Fragenkatalog SS2020

Fragenkatalog SS2020


E. K.
Diese Lernkarten behandeln die pharmazeutische Technologie auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln, insbesondere auf die Verarbeitung von Granulaten, die Herstellung von Augentropfen und die Anwendung von Ophthalmika. Die Karteikarten decken auch die Sterilisation und Validierung von Sterilisationsverfahren, die Bestimmung des Trocknungsverlustes und die Prüfung von Phytopharmaka ab. Sie richten sich an Studierende und Fachleute in der Pharmazie, die ihr Wissen über die Herstellung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln vertiefen möchten.
Flashcards
42
Students
5
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
06.02.2020 / 29.10.2021

Flashcards

1) Biopharmazie

Lehre vom Zusammenhang zwischen

chem. und physik. Eigenschaften von AS und HS

-> biolog. Effektivität

 

Pharmakokinetik

Wissenschaft vom Verlauf der Konzentration eines AM im Organismus

Bioverfügbarkeit

pharmakologische Messgröße für den Anteil eines WS

-> bleibt unverändert im systematischem Kreislauf

Pharmakodynamik

Teilgebiet von Medizin und Pharmazie

-> spezif. Wirkung der AM und Gifte befasst

Letale Dosis

Toxikologie -> best. Dosis/Strahlung die zum Tod des Organismus führen

LD50-Wert

Menge eines Stoffes/Strahlung

-> bei der 50% einer Population best. Lebewesen sterben

ED50-Wert

die mittlere (Wirk-) Konzentration/Dosis (mathematisch errechnet)

-> bei der ein Stoff bei 50% der Versuchspopulation eine Wirkung entfaltet

Toleranzentwicklung

Toleranz = Gewöhnung

chronische Einnahme führt zur großen Tolernaz = kleinere Wirkung

Resorbtion von AM und WS

Durch: 

  1. Dünndarm
  2. Schleimhäute vom Magen
  3. Hautoberfläche
  4. Rektum
  5. Injektion
  6. Augenschleimhaut
  7. Vaginal

2) Suppositorium 

Zäpfchen:

  1. besteht aus: festtsubstanz und Gelatine / Wasser → Hartfett / Kakaobutter → beinhaltet Wirkstoffe
  2. Vorteile: lokale und systematische Wirkung + geringe MDT-Belastung
  3. Nachteil: langsame un teilweise unvollständige Resorption 

First-Past-Effekt

Metabolismus eines Medikaments in der Leber (nach Resorbtion im Magen-Darm-Trakt) MDT

Cremeschmelz-Methode

WS wird mit Grundlage auf dem Wassserbad erwärmt → breiartige Masse entsteht

Klareschmelze ist zu vermeiden

Wasserbadtemp: max. 40°C

→ breiartige Masse wird ausgegossen

Vorteile: hitzelabile WS werden schonender verarbeitet

Gießverfahren

WS und Hartfett oder Kakaobutter werden gemeinsam verschmolzen → in einer Metallgießform

Rektale Applikation

Mastdarm verfügt über 2 Gefäßsysteme:

  1. Unterer Teil des Rektums: AS gelangt in die untere Hohlvene ⇒ führt zum rechten Herzen
  2. Oberer Teil des Rektums: AS über Pfortader resorbiert

Zäpfchen sollten nicht zu weit eingeführt werden, damit sie gut resorbiert werden können

Fakten: Suppositorien

  1. WS liegen in einer Grundmasse gelöst oder dispergiert vor und werden freigesetzt ⇒ wenn es schmilzt oder mit Flüssigkeit in Kontakt kommt. 
  2. lokal wirksam für z.B. Abführmittel oder Behandlung von Hämorrhoiden
  3. Vorteile gg. Tabette oder Kapsel: Können auch bei Übelkeit, Schluckbeschwerden, bei Säuglingen und Kleinkindern angewandt werden

3) Phytopharmaka

Phytopharmaka sind Arzneimittel aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder Zubereitungen daraus, deren arzneilich wirksamer Bestandteil ein komplex zusammengesetztes Vielstoffgemisch ist.

Mazertation

Aufweichung pflanzlicher Bestandteile bei längerem Kontakt mit Flüssigkeiten

Perforation

Diffusion → Frische Ladung kommt nach -> geringe Kontaktzeit

Prüfungen

ØSinnes-, Identitäts- und Reinheitsprüfung

Ø

ØBestimmung des Verdampfungsrückstands

Ø

ØBestimmung des Ethanolgehalts

Ø

ØEinstellen des Extrakts auf Wirkstoffgehalt und Aufbewahrung
 

•Sinnes, Identitäts- und Reinheitsprüfung:

Auf Farbe, Geruch und Geschmack 

exakte Wirkstoffbestimmung und Reinheitsprüfung: chromatographische Methode

•Bestimmung des Trocknungsverlustes

Zur Bestimmung des Trocknungsverlustes wird 1 g gepulverter Trockenextrakt in einem bei 105°C getrockneten, verschließbaren Wägegläschen gewogen und 2h bei 105°C getrocknet.

Abkühlung in einem Exsikator à Der Trocknungsverlust (Feuchtigkeitsgehalt) wird von den meisten Pharmakopöen auf 3-5% begrenzt.

Rotationsverdampfer

Verdampfen der Lösungsmittel

Bestandteile:

  1. einem Wasserbad zum Erwärmen der Lösung
  2. einem Tropfenfänger, der zwischen die rotierende Welle und den Kolben mit der Lösung eingebaut wird um zu verhindern, dass die zu isolierende Substanz in den Kühlkörper spritzen kann
  3. einer Vakuumpumpe zum vermindern des Druckes in der gesamten Apparatur
  4. einer rotierenden Welle, die den Kolben mit der Lösung in Rotation versetzt
  5. einem Kühlkörper in dem das verdampfte Lösungsmittel kondensiert. Dazu beinhaltet der Kühlkörper eine Wasserdurchflossene Glasspirale
  6. einem Auffangkolben in dem das kondensierte Lösungsmittel aufgefangen wird

Vorteile:

Feiner Film → Vergrößerung der Oberfläche + Vakuum

4) Homöopathie

Alternativ Medizin

Homöopathie arbeitet nicht gegen die Krankheit, sondern für die Heilung des ganzen Menschen

Heilverfahren, bei dem die Kranken mit solchen Mitteln in hoher Verdünnung behandelt werden, die in größerer Menge bei Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen

gleiches mit gleichem behandeln

5) Ophthalmikum

Ophthalmika sind Arzneimittel zur Behandlung von lokalen oder seltener systemischen Erkrankungen, die zur Anwendung am Auge bestimmt sind

Zubereitungen zur Anwendung am Auge sind sterile, flüssige, halbfeste oder feste Zubereitungen, die zur Verabreichung auf den Augapfel und/oder zur Anwendung an der Bindehaut oder zum Einbringen in den Bindehautsack bestimmt sind

 

Augentropfen pH-Wert

7,1 und 7,5

Herstellung von Augentrropfen in der Apothek

  1. Hygienische Arbeitsweise
  2. Verwenedete Utensilien bei Trockene Hitze 160°C für min. 2 Stunden sterilisiert werden
  3. Utensielien: Wasser, entkeimungs Filtrate (aseptische Abfüllung), Sterilbeutel (mit Augentropfbehälter), (10ml) Lösungsmittel
  4. Lösungsmittel wird mit Spritze aufgezogen und mit dem Filter in den Behälter gespritzt
  5. Filter wird geprüft auf Normen, indem von 10 ml Luft auf unter 2 ml Luft gepresst wird. Das wird innerhalb einer Flüssigkeit gemacht. Test erfolgreich, wenn erst unter 2ml kontinuierliche Luftblasen rauskommen

Überprüfung der Sterilisation mit Bioindikatoren 

  1. Es wird irgendwas abgefüllt
  2. Keime die hoch resisitent sind werden dazu gegeben
  3. Sterilisation
  4. Überprüfung der Sterilität durch Verscuh der jeweiligen Keimeunter optimal Bedingungen anzuzüchten
  5. Kein Gelingen bzw. unter der Norm -> Sterilisation erfolgreich  

6) Granulation

Sprühtrockung -> Produktschonend

Schirtte der Granulation

  1. Lösung oder Suspension wird erstellt
  2. MIt einer Pumpe befördert: 1) Gleitstrom- / Gegenstromverfahren
  3. Aus Tröpfchen -> wird Kristall
  4. Partikel werden mit einem Gasstrom ausgetragen (Unterdruck)
  5. Hutabschneider
  6. Gefiltert

Warum ist das so schonend?

Kühleffekt

7) Homogenisieren

Zwei nicht mischbare Flüssigkeiten werden gemischt und bilden eine Emulsion

 

Was gilt zu beachten?

  1. Korngröße
  2. ähnliche Partikelgröße
  3. Drehzahl

8) Siebanalyse

Prüfung: Partikelgröße bestimmen; WS-Verteilung; Hausner Faktor

Hausner Faktor

Der Hausner-Faktor ist eine dimensionslose physikalische Kennzahl zur Charakterisierung von Feststoffen

Restfeucht Analyse

den Gewichtsverlust: Dabei wird die Probe erhitzt, die Feuchte verdampft und der resultierende Gewichtsunterschied wird festgehalten. Zur Feuchtebestimmung werden häufig ein Moisture Analyzer und einen Trocknungsofen in Kombination mit einer Waage verwendet.

Fließfähigkeit: Faktoren für das Verhalten

Oberflächen

Zäpfchenprüfung

 

a) Gleichförmigkeit der Masse bzw. Gehalt

b) Erweichungszeit  von lipophilen Suppositorium

c) Druckfestigkeittester

d) Zerfallszeit von Suppositorium

  • Gerät in Behältnis mit min. 4L H2O in H20-Bad
  • mit 3 Formlingen bei 36-37 °C durchführen, dass Gerät alle 10 min im H2O um 180° gedreht werden ⇒ Suppositorium mit fetthaltiger Grundmasse 30 min Suppositorium wasserlöslich Grundmasse innerhalb 60 min desintegriert sind

Granulat 

- gute Fließeigenschaft ⇒ genaue Dosierung

- stauben wenig ⇒ wenige Verluste  Gefährdung 

- geringe elektrostatisch Aufladung

- gute Granulate ⇒ geringe Entmischungstendenz

- zeigen durch Partikelvergrößerung eine Oberfläche-Verkleinerung 

- können Überzogen werden um schlechteren Geschmack zu überdecken oder eine modifzierte Wirkstoff-Freisetzung zu erreichen

- wenig Lufteinschlüsse ⇒ hohe Schüttdichte 

- raue Oberfläche hilft bei Ausbildung der Festigkeit der Tablettten beim Verpressen

Isotonie ⇒ Parentalia / Infusion

- Hyperton: osmot. Druck der Lösung > als im Vergleichmedium

⇒ H2O aus Vergleichsmedium diffundiert zum Ausgleich es dem Vergleichsmedium

- schrumpfen ⇒ Plasmolyse

- Hyperton: osmot. Druck der Lösung < als im Vergleichsmedium

⇒ H2O diffundiert zum Ausgleich in Vergleichsmedium ⇒ Platzen = Hämolyse 

 

 

D(10)-Wert + Effektivität  F eines Sterilisationsverfahrens



 

= Dezimalreduktionswert / Destruktionswert

⇒ die Zeit / Dosis, die erforderlich ist, um Ausgangskeimzahl für bestimmte Mo(?) in einem best. Funktionszustand unter genau festgelegten Verfahrensbedingung um eine Zehnerotenz (10%) herabzusetzten

= diejenige Zeit / Dosis bei einer Strahlensterilisation, die erforderlich ist, um die Kontaminationsrate eines mit einem best. Keim kontaminierten Produktes unter die max. tolerierbare  Kontaminationsrate abzusenken 

F = n * D

n = Gesamtzahl 10er-Potenz für Keimzahlreduktion Differenz
 

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