Stichwortverzeichnis


Patrick Holderegger
Diese Lernkarten decken universitäre Themen der Biologie ab und konzentrieren sich auf Stichworte von G bis Q. Sie behandeln Themen wie Abwasser, Wasser, Energie, Messungen und verschiedene chemische Verbindungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich auf Berufsprüfungen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der biologischen und chemischen Prozesse benötigen.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
14.01.2020 / 03.07.2025

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Hydrolyse

Chemie: Spaltung chemischer Verbindungen durch Wasser.Abwasser/Schlamm: 1. Stufe der Schlammfaulung. Durch Hydrolyse-Bakterien werden viele Biomoleküle (Proteine, Disaccharide, Polysaccharide oder Fette) in ihre Bausteine zerlegt, meist unter Katalyse durch ein Enzym (Hydrolase) ? Bausteine verfügbar für andere BakterienLangsamste Stufe der Faulung!

Hydrosphäre

Wasserhülle, Süsswasser/Salzwasser: 1.38 Mrd. km3 Wasser auf Erde, davon 2.6% Süsswasser (inkl. Gletscher 77%), davon 1% nutzbar (400'000 km3)

Hydrozyklon

Zentrifugalabscheider, u.a. gezielte Abtrennung von best. Korngrössen (einstellbar über Druck/Wasser-säule z.B. Schleifprozessen), Pumpen mit konstanterFörderleistung

Hygiene

ist im Wesentlichen vorbeugende Krankheitsbekämpfung bzw. Gesundheitsvorsorge.Entfernung von Bakterien/Keime aus Abwasser:- nach Mechanische Reinigung: 10-20%- nach Vorklärung: 25-75%- nach Nachklärung: 90-95%- nach Filter: >95%

Hygienisierung

Vorbeugen gegen Entstehung/Ausbreitung von krank machenden Einflüsse auf menschliche Lebensbereiche.War wichtig als Klärschlamm in Landwirtschaft ging (bis 2003, Ausnahmen bis 2008).Als hygienisiert gilt: ? 100 Darmbakterien/g Klärschlamm und keine ansteckungsfähigen WurmeierVerfahren: thermisch: Schlammtrockung, Schlammrotte (aerob-thermophil), Pasteurisierungchemisch: Kalk (CH), Ozon, Chlorgas, Hypochloritphysikalisch: Bestrahlung, Elektropasteurisation

Hypolimnion

Seetiefenwasser; ganzjährig kaltes Wasser

Immission

Einwirken von Luftvereinigungen, etc. auf Flora&Fauna

Infektion

direkte Übertragung: Tröpfcheninfektion, Biss, Stichindirekte Übertragung: via Abwasser, Nahrung, Schlamm; Entwicklung, Abwehrmechanismen,Schutzmassnahmen

Inhibitoren

Hemmstoffe; plötzlicher Anstieg von NH4 oder NO2 in Biologie ist Anzeichen von Gift im Abwasser (Ausfall MO-Gruppe); in Faulraum analog Ansteig von Propionsäure

intermittierend

bedeutet wiederkehrend oder mit Unterbrechungen erfolgend bzw. auftretend (A/I-Verfahren)

Interne Rezirkulation

führt NO3- nach der Nitrifikation zurück in die Denitrifikationszone ohne das NKB zu belasten.Förderung:- grosse Förderleistung bei geringer Förderhöhe- Förderung regelbar- schonend (Schlammflocken nicht zerstören)- hoher Wirkungsgrad, da dauernd in Betrieb- möglichst kein Sauerstoff einmischen (Denitrifikation)

Interstitial

Durchströmtes Substratlückensystem (Kies, Sand) im Fliessgewässer - relativ konstante Lebensbedingungen.Wichtig für die Selbstreinigung des Gewässers - funktioniert wie Festbettverfahren (Oberfläche). Anfällig auf Ablagerungen; verstopft die Räume (Kolmation)

Ionenbindung

Positiv oder negativ geladene Teilchen

JAZ

Jahresarbeitszahl; Verhältnis von der abgegebenen Wärmemenge zur aufgenommenen elektrischen Energiemenge während einem Jahr.? Wärmepumpe

Joule

Einheit der Energie bzw. Arbeit [kg*m2/sec2]1 J = 1 Nm = 1 Ws = 0.00027 Wh = 2.7*10-7 kWh1 kWh = 3'600'000 J = 3'600 kJ = 3.6 MJ

Kaliumpermanganat

KMnO4; Verbrauchsmessung dienten lange Zeit um die organische Belastung zu messen [mg O2/l]. Da nur ein Teil der Stoffe gemessen werden kann, wird heute der CSB erhoben.

Kalkzugabe

Klärschlamm: Anheben pH-Wert nach Versäuerung (Achtung Ausfällungen), Desinfektion durch Erhöhung pH-Wert auf 12-13 werden Fäkalbakterien reduziert (pH-Schock).Faulschlamm: Gelöschter Kalk (Ca(OH)2), Faulschlamm, entwässert: Ungelöschter Kalk (CaO)

Kalorie

Benötigte Energie, um 1g Wasser um 1°C zu erwärmen1 cal = 4'186.8 J (1 cal ? 4 J)

Kaltwasserleitungen

Werkstoffe: Metallverbundrohre (PE-Alu-PE), Chrom-Nickel-Stahlrohre, Vernetzte Polyethylenrohre, verzinkte Stahlrohre, Kupfer (nicht auf ARA - NH3, Korrosion)Dämmung: Mech. Schutz, Schallschutz, Schwitzwasser

Kanalanschluss

früher wurde gespitzt (Schäden), heute wird gebohrtSchacht: nicht empfohlen; zur Kontrolle, VerschmutzungKanal: Anschluss über Energielinie

Kanalreinigung

regelmässige Reinigung verbessert die Betriebsbeding-ungen und verlängert die Lebensdauer der Anlagen.

Kanalspiegelung

heute: Kanal-TV

Kanalunterhalt

Vorgängig: Kanalreinigung, Kanal-TVEntscheidungsprozess: 13/1/22 (Ausschnitt aus QUIK)Sanierung: Massnahmen zur Wiederherstellung oder Verbesserung von vorhandenen Anlagen.Reparatur: Massnahmen zur Behebung von Schäden (Risse, undichte Muffen mit z.B. Roboter, Injektion, Quick-Loads mit Kunstharz).Lebensdauer: 20 JahreRenovierung: Massnahmen zur Verbesserung der aktuellen Funktionsfähigkeit mit ursprünglicher Substanz (manuell, Inliner).Lebensdauer: 50 JahreErneuerung: Herstellung neuer Anlagen mit gleicher Funktion.Lebensdauer: 80-100 Jahredanach: Dichtheitsprüfung

Kanal-TV

häufigstes Werkzeug zur Kontrolle der Kanalisation; vor Kanalunterhalt anzuwenden, Bilder sind fachlich zu prüfenfrüher: Kanalspiegelung

Kanalisation

Bemessung:Grösse Einzugsgebiet, Entwässerungssystem, Kanalisationsgefälle, Niederschlag (befest. Flächen, 10-jähriges Regenereignis) Schmutzwasser, Kanalisationsmaterial? Kanalunterhalt

Kanalisationsgefälle

Kanalisation: Gefälle so gewählt, dass der Trockwetteranfall mit mind. 0.6 m/sec fliessen und so die Feststoffe abschwemmen kann (bei Anfangstrecken 8 Promille [‰] nicht unterschreiten).Beispiel:Abstand zwischen zwei Kontrollschächten: 100 mHöhendifferenz: 0.8 mGefälle: 0.8 / 100 = 0.008 = 0.8% = 8‰Merke: 1 cm Höhe auf 1 m (100 cm) = 1% Gefälle

Kanalisationskataster

Situationsplan der Kanäle und Bauwerke mit Lage, Höhen, Dimensionen, Material, Baujahr

Kanalisationsmaterial

Ortsbetonkanäle (Betonierung vor Ort), Spezialbetonrohre (vorfabriziert), Steinzeugrohre (keramischer Ton; gut geeignet, teuer), Kunststoff (PVC, PE, PP; Steckmuffen, geschweisst;

Kanalisationsprofil

Kreis- (üblich), Ei- und Hauben- (günstige Fliessgeschwindigkeiten bei Trockenwetter) oder Haubenprofil

Katabolismus

Katabolismus bezeichnet den Abbau von Stoffwechselprodukten von komplexen zu einfachen Molekülen zur Entgiftung des Organismus und zur Energiegewinnung. Katabolismus und Anabolismus sind Teile des Metabolismus.

Katalysator

bezeichnet einen Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeit durch die Senkung der Aktivierungsenergie einer chemischen Reaktion erhöht, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

Kathode

Freie Elektronen wandern von der Anode zur Kathode.

Kavitation

Bildung und Auflösung von dampfgefüllten Hohlräumen (Dampfblasen) in Flüssigkeiten

Kehrichtverbrennungsanlage

Schlammverbrennung; Trockensubstanz: 15-90%;Verhältnis Schlamm/Kehricht: 1:10Vorteile: keine zusätzlich Verbrennung nötig, Durchsatzleistung KVA grösser, EnergienutzungNachteile: nicht perfekte Lösung (Verschleiss, Ausbrand, Rückstandsentsorgung, Korrosion)

Kiesfang

Stein- und Kiesrückhalt; schützt die nachfolgenden Verfahrenseinheiten; min.Grösse: 1-2 m3Vertiefong/Beruhigungskammer/Fangkorb, periodische Leerung mit Saugwagen/PumpeSteine: 60-200 mm, Kies: 2-60 mm, Sand: 0.06-2 mmBemessung: Partikelgrösse, Menge, Betrieb (Leerung)

Kinetische Energie

Bewegungsenergie, mechanische Energie

Kjeldahl

Umfasst den org. gebundenen Stickstoff (Eiweisse): Organischer Stickstoff + Ammonium (NH4/NH3)dh. Kjeldahl (TKN) = Norg + NH4+ + NH3oder TKN = Ntot - NO3- - NO2- [mg/l]Um messen zu können, werden die N-Verbindungen durch einen chemischen Aufschluss zu Ammoniak umgewandelt. Dies erfolgt mit Hilfe Titration.

Klärgas

entsteht bei Schlammstabilisierung bzw. Faulung? Klärgasbildung, Klärgasinstallationen, Klärgaspeicherung, Klärgasaufbereitung, KlärgasverwertungRichtwert Gasanfall:550 l Gas/kg CSBabgebaut ? 30 l Gas/E*dZusammensetzung: 68% CH4, 32% CO2 + N2, H2, H2SExplosionsgrenze: 5-16% MethanHeizwert: 1 m3 mit 60-70% CH4 = 6.3 kWh bzw. 23 MJHeizwert Erdgas: 1 m3 = 10 kWh bzw. 36 MJHeizwert Erdöl: 1 l = 9.96 kWh; 1 kg = 11.86 kWhHeizwert Klärschlamm, getrocknet: 8-14 MJ/kg

Klärgasanfall

Richtwert Klärgasanfall:550 l Klärgas/kg CSBabgebaut ? 30 l Klärgas/E*d1 m3 Abwasser = 0.06 m3 Klärgas

Klärgasaufbereitung

Aufbereitung abhängig von Verwendungszweck.Kiesfilter: Entwässerung, GrobreinigungKeramikfilter: Feinfilterung (Schutz vor Verkleben und verstopfen der GasmessungenEntschwefelung: Schwefelwasserstoff kann bei pH<7 in der Faulung toxisch und korrosiv wirken. BeiFällung keine Entschwefelung notwendig (Schwefel bindet Eisen), Trockenverfahren mit Eisenhydroxid, Nassverfahren mit katalytischer Waschflüssigkeit

Étudier