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Patrick Holderegger
Lernen

Patrick Holderegger
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Abwasserbehandlung und Biologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Energie, Schlammbehandlung, Nitrifikation und Denitrifikation, sowie verschiedene Verfahren und ihre Vorteile. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich auf die Berufsprüfung vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Prozesse in der Abwasserreinigung erlangen möchten.
Karten
214
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
14.01.2020 / 02.07.2025

Lernkarten

Drehkolbengebläse

Druckbelüftung mittels zwei oder drei spezieller Drehkolben mit entgegengesetzter Drehrichtung.Einsatz bei 1 - 2 bar; Insel- oder KollektorlösungRegulierung mit Frequenzumformer via O2-SondeSymmetrische Luftverteilung besser als asymmetrisch

Drosselorgane

Einrichtungen zur DurchflussverminderungBeispiele: pneum. Schieber, AUMA-Schieber, Wirdbeldrosselungen

Druck

p = Kraft F [N] / Fläche A [m2]100'000 N/m2 = 100'000 Pa = 1'000 mbar = 1 bar1 cm Wassersäule = 98.1 Pa = 0.981 mbar

Druckbelüftung

System, welches Luft bzw. Sauerstoff in die biologische Reinigungsstufe einträgt.Bei Systemwahl zu beachten:- Betrieb: Zugang, Unterhalt, Reinigung, Service- Kleine Blasen = mehr Ober-/Kontaktfläche O2-H2O- Kleine Blasen = evtl. mehr Schlammablagerungen- Eintauchtiefe: je tiefer desto besser O2-Eintrag- Eintauchtiefe: je tiefer desto mehr Energie (Gebläse)- Grosse Eintauchtiefe ? Luftvolumen < Druck- Geringe Eintauchtiefe ? Luftvolumen > Druck- Geräuschemissionen, Investitionen, Gebläse,Ansaug (innen/aussen Temperaturen, Filter)Grobblasige BelüftungLuftaustrittsöffnungen: W = mehrere mmSauerstoffertrag: 0.8 - 1.0 kg O2/kWhZweck: Vorbelüftung (z.B. Sandfang), kaum VerstopfungFeinblasige BelüftungLuftaustrittsöffnungen: feinporigSauerstoffertrag: 1.9 - 2.5 kg O2/kWhZweck: BelebungsbeckenFlächenbelüftungenDombelüfter, Rohrmembranbelüfter, Gummi-/Tellermembranbelüfter, PlattenbelüfterHinweise:gleichmässige Luftverteilung, gleiche Drücke, Befestigungssystem, Entwässerung Druckleitung

Druckluft

Bestandteile: Verdichter (Kolben-/Schraubenkompressor), Nachkühler, Druckluftbehälter (Prüfpflicht: 3 > V ? Druck), Drucklufttrockner (3-5 °Cunter Umgebungstemperatur wegen Kondensat), LeitungsnetzWerkstoffe: in Sanitärtechnik übliche, je nach Druck+°C

Düker

Spezialbauwerk zur Unterquerung von Flüssen oder Verkehrsanlagen

Durchfluss

Massestrom eines Fluids durch einen definierten Querschnitt [m3/sec].Q [m3/sec] = V [m3] / t [sec]Q [m3/sec] = v [m/sec] * A [m2]

Durchflussmessung

deren Ergebnisse bilden wichtige Grundlagen für die Dimensionierung, Steuerung, Überwachung undOptimierung von ARA.Beispiele:Magnetisch induktive Durchflussmessung (MID)Durchflussmessung mit Ultraschall (Radarmessung)Durchflussmessung mit Staukörper (Niveaumessung, Venturi)

Durchlaufbecken

Regenüberlaufbecken; Abwasser fliesst imRegenfall durch das Becken und überfallt.

Ehgraben

Strassengraben zur Entsorgung von Abwasser/-fällen(bis 19. Jhd. in Zürich)

Eichkurve

Messreihe von bekannten Konzentration. Dient als Vergleich von Proben unbekannter Konzentrationen.

Eindickung

Schlammeindickung

Einlaufgestaltung

Zulauf Absetzbecken, Energie abbauen (100 cm/sec? 1 cm/sec), gleichmässig verteilen Schlitzwände/Beruhigungsgitter: Beruhigt und verteiltAbwasserstrom; aber verdreckt ständig ? häufige ReinigungWehrüberfall: gleichmässiger Überfall; aber Turbulenzen (Welle/Walze) ? muss mit Beckengrösse kompensierenRohreinläufe: Wasserzuleitung in oder entgegen der Fliessrichtung mit/ohne Wasserablenkung (Prallteller) ? zweckmässig, wartungsarmStengeleinlauf: Rohr in Becken mit PralltellerStuttgartereinlauf: Rohr gegen Prallteller in MauerGeigereinlauf: Rohr in Becken mit horizontalerVerzweigung - Wasser wird rechts/links abgelenktCliffordeinlauf: Wasserzulauf entgegen der Fliess-richtungDükereinlauf bei Rundbecken

Einwohner(gleich)wert

Einwohnerwerte (EW) = Einwohner (E) + Einwohnergleichwerte (EGW)EGW: 62 m3/a, 60 g BSB/E*d, 120 g CSB/E*d

Eisenkorrosion

Bakterien (Desulfovibrio), welche unter anaeroben Bedingungen und in Anwesenheit von Sulfat (wird reduziert) Eisen oxidieren können.

Eiweisse

Proteine

Elektrische Energie

Elektrische Ladung (Q = I * t) = Elektrizitätsmengeelektr. Energie: W [J] = U [V] * I [A] * t [s]elektr. Leistung: P [W] = W / t = (U * I * t) / t = U [V] * I [A]

Elektrokorrosion

Korrosion durch elektrochemische Reaktion zweier unterschiedlicher metallischer Werkstoffe. Voraussetzung ist eine unterschiedliche Korrosionsbeständigkeit dieser Werkstoffe, ihr unmittelbarer Kontakt und die gemeinsame Benetzung durch ein wässriges Korrosionsmedium. Dadurch entsteht ein galvanisches Korrosionselement.

Emission

Ausströmen Schadstoffen, Lärm, etc. in Aussenluft

Emscherbrunnen

Einsatz heute in KleinkläranlagenKombination von Absetzbecken und kalter (kryophil) Schlammfaulung - zweistöckiges BeckenAufenthaltszeit Schlamm 60-90 Tage

Endenergie

Energie, welche dem Konsumenten/Endverbraucher zur Verfügung steht (Transport=Energieverlust).Beispiel: Strom ab Steckdose, geliefertes Erdgas

Endogene Atmung

Abbau von eingelagerten Stoffen. Führt zu erhöhter Sauerstoffzerrung und Verfälschung von Analysen.

Energie

- ist die Fähigkeit Arbeit zu verrichten. - ist gespeicherte Arbeit. - Menge bleibt erhalten, nur Form ändert sich.Formen: mechanische, elektrische, Wärme-, chemische oder StrahlungsenergieEinheit: Joule(J), Wattsekunden(Ws), Kilowattstunde(kWh)1 J = 1 Nm = 1 Ws = 0.00027 Wh = 2.7*10-7 kWh1 kWh = 3'600'000 J = 3'600 kJ = 3.6 MJ1 kWh = 860 kcal = 0.860 cal1 J = 0.2388 cal = 0.0002388 kcal1 kcal = 4'186.8 J (1 cal ? 4 J) = 1.163 Wh

Energiekennwerte

standardisierte Vergleichswerte (Richt-/Idealwerte)

Energielinie

der Verlauf der Summe aus potentieller und kinetischer Energie entlang eines Fliessgewässers oder einer Rohrleitung.Energielinie um v2 / 2*g höher als Wasserspiegel.

Energiespeicherung

Elektrische Energie wird zur Speicherung in andere Energieformen umgewandelt.Beispiel: Batterie, Stausee, Gasspeicher

Entlastungen

Trennbauwerk; Zweckmässige Abtrennung von Mischwasser Vorfluter/ARA - hängt vorwiegend von der Belastbarkeit des Gewässers ab.Früher entlastete man eher (tiefliegende Wehrschwellen = turbulente Verhältnisse), heute möglichst wenig (hochgezogene Wehrschwellen = beruhigte Verhältnisse).Verfahren:Leaping Weir (Bodenöffnung), Streichwehre (Überfall, inkl. Drosselung), automatisch gesteuerter Überlauf (Schütz)Dimensionierung: Wassermenge, die zu Entlastung führtQkrit [l/s] = QTW [l/s] * Regenintensitätkrit [l/s*ha] * hared [ha]Regenintensitätkrit = 30 l/s*ha

Entschäumer

Heben die Wirkung von Tensiden (Waschmittel) auf und zerstören oder verhindern die Schaumbildung.Kein routinemässiger Einsatz, weil schwer abbaubar.

Entsorgung

vermeiden (Produktewahl), vermindern (Verpackung, Menge), verwerten (Recycling), entsorgen (fachgerecht)

Entspannungsflotation

Dient der Schlammeindickung indem Schlamm unter Druck gesetzt wird; Wasser sättigt sich mit Luft. Wird das Medium wieder entspannt, lösen sich feinstverteilte Luftbläschen. Diese haften an den Feststoffteilchen und steigen auf (Flotation).Eignung: Frisch-, ÜberschussschlammSchlammkonditionierung: Flockungsmittelerreichbare Trockensubstanz: 4-8% TS

Entwässerungskonzept

Bestandteil des GEP; definiert das Entwässerungssystem inkl. Entlastung und Rückhalt

Enzyme

(Bio-)Katalysator für Stoffwechsel; begünstigen spezifische Reaktion ohne selbst verbraucht/verändert zu werden.Reaktion abhängig von pH, Temperatur, Spurenstoffe(z.B. Kupfer, Zink); Hemmung durch Gifte (z.B. Quecksilber). Enzyme werden zum Teil gegen Geruchsbildung, Schaum, Überlastung und Schlammtreiben auf ARA eingesetzt. Nutzen jedoch nicht quantifizierbar.Exoenzyme: Von Bakterien produzierte Enzyme, die ausserhalb der Zelle ungelöste Stoffe in gelöste um-wandeln, die dann vom Bakterium aufgenommen werden.- Amylasen: spalten Stärke- Lipasen: spalten Fette- Proteasen: spalten EiweisseBeispiel:Faulraum (abgestorbene Mikroorganismen, Frischschlamm)

Epilimnion

Im Sommer warme Seeoberflächenschicht

EPS

extrazelluläre polymere Stoffe (Biofilm)

Erosion

Abtrag von lockerem Boden durch Wasser und Windheftiger Niederschlag: 50 t/haBodenaufbau: max. 1 t/ha*a

Erste Hilfe

144 bei allg. Notrufen, 145 bei Vergiftungen

Eukaryonten

(Mikro-)Organismen mit Zellkern und Zellorganellen (Nahrungs-/Vakuolen, Beispiele: Protozoen, Tiere, Pflanzen, Pilze

Eutrophierung

Überdüngung des jeweiligen Ökosystems ? Algen etc.Minimumstoff Phosphat: 1g = 1'000g Algenbiomasse, Abbau von 1'000g Algenbiomasse = 140g Sauerstoffeutroph: nährstoffreich; >30µg P/l,mesotroph: mässig nährstoffreich; ; 10-30µg P/l,,oligotroph: nährstoffarm; <10µg P/lsiehe auch: Seesanierung

Exergie

Teil der Energie, welcher in andere Energieformen uwandelbar ist (Praxisbeispiel Ofen).

Explosionsgrenze

Explosionsbereich bzgl. Mischung von brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben mit Luft bzw. Sauerstoff.Voraussetzung für Explosion: Zündquelle.Klärgas: Luft + 5-15% MethanStaub: Partikel < 0.5 mm? Explosionszone (Ex-Zone)

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