VSA Berufsprüfung Stichworte A-F
Stichwortverzeichnis
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Lernkarten
Alternierend beschickte Belebungsbecken, die intermittierend belüftet/gerührt werden. Eine Nachbelüftungszone sorgt dafür, dass NH4+ in den Ablauf gelangt, da Beschickung meist ohne Belüftung. Selektorwirkung: Kontaktzone durch Trennwand beiEinlauf führt zu Konzentrationsaugleich zwischen Rücklaufschlamm und vorgeklärtem Abwasser .Steuerung1. Beschickung solange bis max. NH4+-Konzentration2. Belüften bis min. NH4+-KonzentrationVorteile:- grössere Leistung der Denitrifikation- deshalb auch mehr Zeit für Bio-P- flexible Nitrifikationszeit (Sommer/Winter, Tag/Nacht)Nachteile:- mehr Ausrüstung, insbesondere Belüftung- Steuerung aufwändiger- höhere Belüftungsleistung notwendig
Konstante, die angibt, welcher Anteil des Regens zum Abfluss gelangt. Dieser kann über der Oberflächen-beschaffenheit bewusst gesteuert werden (z.B. Versickerung via Chaussierung).? Regenwasserabfluss
Oberfläche muss zuerst benetzt, Mulden gefüllt, Wasserfilm gebildet werden, bevor Abflussbildung. Zudem wirkt Verdunstung und Versickerung dagegen.
Der in bewegung geratene Niederschlag sucht sich den Weg in die Kanalisation.
Emissionen ARA: Zulauf (industrie), mechanische Prozesse wie Verwirbelung (Absturzbauwerke, Rechen, Sandfang), anaerobe Prozesse (Behälter Schlammbehandlung, flache Kanäle, ungereinigte Regenbecken), chemische Prozesse (Rechen-/Sandfangut)Geruchsmessung: sensorisch (Olfaktometrie; Mensch), chemisch-physikalisch (Photometrie, Chromatographie)Geruchsverhinderung: betriebliche Massnahmen wie geeignete Belüftung, Schlammdepots und Überfallkanten vermeiden, Rechen-/Sandfanggut waschen, möglichstkeine offenen Schlammbehälter.Verfahren:- Absorption: Gaswäscher, mit chemischer Vorbehandlung- Behandlung mit ionisierenden Strahlen- Adsorption: Aktivkohle, Absorberharze, Kieselgel- thermisch: Verbrennung bei 750-1000°C, problematische Nebenprodukte aus N, S, P- biologisch (Mikroorganismen): Biofilter, Biowäscher, Abluft in Biologie
Abnutzung durch sandiges und kiesiges Material
Abscheideanlagen
Abtrennen von Heizöl, Diesel, Speiseöl aus Garagen, Industrie, Restaurants.
Verfahren: Schwerkraftabscheider, Lamellen-/Plattenabscheider
Wertverlust
partikelförmig, schwerer als Wasser
Trennung von Abwasser in (mechanisch) gereinigtes Abwasser, Bodenschlamm und Schwimmschlamm;Einlaufzone (Einlaufgestaltung), Absetzzone (Schlammräumung), Speicher-/Eindickzone (Trichter, Schlammabzug), Auslaufzone (Auslaufgestaltung)Beckenabmessung ist abhängig von Hydraulik (Abwasserinhaltsstoffe, evtl. mehrere Becken), Bautechnik (Baugrund, Schlammräumungsart), Wirtschaftlichkeiten ? Aufenthaltszeit und OberflächenbelastungRechteckbecken: Besser länger als breiter/tiefer (Absetzung)Beispiel: Rechteckbecken längsdurchströmt (AVM)Neigung (Höhe/Länge): ca. 1%Breite: 4-10 m, optimal (Kettenräumer): 6-8 mLänge max.: 50 m (Kettenbeanspruchung)Rundbecken:Beispiel: Rundbecken horizontal durchflossen, Rundbecken vertikal durchflossenNeigung (Höhe/Länge): ca. 6-7%Durchmesser min.: 15-20 m (Kurzschlussströmung)Durchmesser max.: 50 m (Wind)Zweistöckige Becken / TrichterbeckenBeispiel: Emscherbrunnen
Volumenanteil [ml/l], der der belebte Schlamm nach30min Absetzzeit einnimmt - gemessen im Imhoff-Trichter. Wert wird für Schlammvolumenindex benötigt.
Resultierender Vektor der Strömungsgeschwindigkeit und der Sinkgeschwindigkeit inkl. Partikelgrösse/-form, Dichte der Trägerflüssigkeit (je höher desto schlechter), Oberflächenbelastung
Aufnahme oder „Lösen“ eines Photons, Atoms, Moleküls oder eines Ions in einer anderen Phase (reversibel).Beispiel: Ölbinder
Sämtliche Wässer, die durch Gebrauch verändert und auf irgendeinem Wege aus dem Bereich der Siedlungen abgeleitet werden. Nicht verschmutztes Abwasser ist versickern oder in zweiter Priorität in oberirdische Gewässer einleiten zu lassen.
170 l/E*d oder 62 m3/E*a oder 325 l/EW*d oder 404 l/EW*d (inkl. Fremdwasser) Trockenwetteranfall1 g TS = 1.2 g CSBCSB: 120 g/E*dBSB5: 60 g/E*dTOC: 45 g/E*dNTotal: 11 g/E*dNH4-N: 8 g/E*dPTotal: 1.8 g/E*dZusammensetzung kommunales Abwasser:CSBTotal: 400 mg/lCSBgelöst: 90 mg/lBSB5: 200 mg/lGUS: 230 mg/lNTotal: 35 mg/lNH4: 23 mg/lNO3-: 1 mg/lPTotal: 6 mg/l? Schlammanfall
umgangssprachliche Bezeichnung für eine Lebens-gemeinschaft aus diversen Bakterien, die in verschmutzten (eutrophierten) Gewässern (Einleitstellen) wächst und dabei lange Fäden oder fellartige Überzüge bildet.Beispiel: Sphaerotilus
Ableiten, Weiterleiten und Speichern von Abwasser in den verschiedenen Elementen des Entwässerungssystems.
Wärmeenergie aus Abwasser
Säuren reagieren sauer
Anpassung Mikroorganismen an neues Milieu. Faulung:30°C ? ca. 30 Tage40°C ? ca. 60 Tage55°C ? ca. 2 Jahre
Für Prozesse in Zellen wird Energie benötigt, um chem., osmotische oder mechanische Arbeit zu leisten. Die Energie wird über das Molekül Adenosintriphosphat (ATP) bereitgestellt. Werden diese Bindungen durch Enzyme hydrolytisch gespalten, entsteht das Adenosindiphosphat (ADP) und Phosphat.Als Energiequelle wird ATP für die grundlegenden energie-verbrauchenden Prozesse aller Lebewesen genutzt:- chemische Arbeit; wie Synthese organischer Moleküle, - osmotische Arbeit; wie aktiver Stofftransport durch Biomembranen,- mechanische Arbeit; wie zum Beispiel Bewegungen bei der Muskelkontraktion.
Anlagerung von gelösten Stoffen oder Gasen an der Oberfläche von festen Körpern.Beispiel: Aktivkohle
Aerobie bezeichnet Leben, für das elementarer Sauerstoff benötigt wird, also das Gegenteil von Anaerobie.
Abwassertauchmotoren mit nachgeschaltetem Injektor; dienen der Reinigung bei Entleerung von Regenbecken
10g Aktivkohle besitzt eine reaktive Oberfläche von einem Fussballfeld (70x100m).
Die Alkalinität definiert das Säurebindungsvermögen von Böden, Gesteinen und natürlichem Wasser (Pufferkapazität). Der Grad der Alkalinität hängt von der Menge der enthaltenen basisch wirkenden Ionen, hauptsächlich dem Gehalt an Carbonaten (Kalk) ab.
Laugen reagieren basisch
Sauerstoffzufuhrwert; ist ein Mass für die Abminderung bzw. den Unterschied zwischen Standardbedingungen und den Betriebsbedingungen bei Belüftungssystemen. Beeinflusst massgeblich den Sauerstoffeintrag und damit den Energieverbrauch. Verhältnis zwischen Betriebsbedingungen und Reinwasser:? = O2-Eintrag Belebtschlamm / O2-Eintrag ReinwasserAbhängig von:- Blasengrössen: hoher Gasdruck ? grosse Blasen- Beckengeometrie (Mischung, Grenzflächen (O2-H2O)- Abwasserinhaltsstoffe: Tenside wirken Blasengrösse- Org. Belastung:schwach belastete ARA: ?-Wert von 0.7 - 0.8stark belastete ARA: ?-Wert von 0.57 - 0.75- Regenwetter: ?-Wert von 0.9 - 1.0
bedeutet wechselnd oder abwechselnd (A/I-Verfahren)
Störung in Faulung / bei Faulturmbetrieb; Ammonium wird beim Eiweissabbau gebildet und kann alsNH3 zu Störungen führen (Hemmung >25-30 mg NH3/l).
NH3, gasförmig; Fischgift. Im Gleichgewicht mit Ammonium: bei ungünstigem pH oder Temperatur verschiebt sich das Gleichgewicht zugunsten des NH3.
NH4+; Entsteht bei anaeroben Gärungsprozessen bei Tierhaltung/Hofdünger, auch aus ARA (Faulung)Messung: Küvettentest (Reagenz für messbaren Stoff beigeben), potentiometrisch (Gleichgewicht Ammoniak-Ammonium)
Anabolismus bezeichnet bei Lebewesen den Aufbau von Stoffen. Katabolismus und Anabolismus sind Teile des Metabolismus.
Anaerobie bezeichnet Leben ohne Sauerstoff (elementar oder gebunden in z.B. Nitrat). Lebewesen, die für ihren Stoffwechsel keinen Sauerstoff verwenden oder sogar durch ihn gehemmt/abgetötet werden.
quantitativ: wie viel liegt vor (Gravimetrie)qualitativ: was liegt vorStrukturanalyse: wie liegt es vor
Anaerobic ammonium oxidation oder partielle Nitritation, anaerobe Ammoniumoxidation (PNAA)Prozess bei dem autotrophe Organismen Ammonium mitNitrit direkt zu elementarem Stickstoff umwandelt.NH4+ + NO2- ? N2 + 2 H2O1. Schritt: Nitritation (Ammonium zu Nitrit)Wichtig: Nitratation (Nitrit zu Nitrat) verhindern, O2 (gesteuerte Belüftung),2. Schritt: Anammox-Prozess (Nitrit zu Stickstoff)Wichtig: pH, NO2--NH4+-Verhältnis, Schlammalter (kontrollierter Schlammabzug) Bakterien wachsen langsam (10x < Nitrifikanten)Verfahren: DEMON® (beide Schritte in einem Behälter), SHARON® (in zwei Behälter)
Teil der Energie, welcher in ihrer Umgebung nicht mehr genutzt werden kann (Praxisbeispiel Ofen).
Freie Elektronen wandern von der Anode zur Kathode.
Sauerstoff liegt in einem anoxischen Milieu nur in gebundener Form vor, z.B. in Wasser als Kohlenstoffdioxid, Nitrat oder Sulfat.
können von Bakterien selbstständig entwickelt werden. Ursache ist der übermässige Einsatz in der Veterinär- und Humanmedizin.