Wirtschaftsinformatik II

Wirtschaftsinformatik II

Wirtschaftsinformatik II


J. W.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Wirtschaftsinformatik ab und richten sich an Studierende im Universitätsbereich. Sie konzentrieren sich auf Prozessmanagement, Modellierung und Automatisierung, wobei Methoden wie Interviews, Dokumentenanalyse und Beobachtung im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten behandeln auch die Nutzung von Prozess-Engines, ERP-Systemen und die Optimierung von Geschäftsprozessen. Besonders hilfreich sind sie für Studierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein tieferes Verständnis der Prozessoptimierung und -modellierung erlangen möchten.
Karten
52
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.01.2020 / 08.01.2020

Lernkarten

OMG’s Business Process Maturity Model

Kontinuierliches Prozessmanagement vs. Business Process Reeingeneering

Inkrementelle Innovation

Kleine Verbesserungen bei existierenden Produkten oder Tätigkeiten

Architektonische Innovationen

Technologie- oder Prozessverbesserungen, die zu fundamentalen Änderungen einer Geschäftskomponente oder eines -elements führen

Unstetige Innovationen

Radikale Verbesserungen, welche die Basis des Wettbewerbs tiefgreifend ändern

Nenne die Ebenen einer Unternehmensarchitektur

Was ist Strategisches Prozessmanagement

Strategisches Prozessmanagement verankert das Prozessmanagement im Geschäftsmodell des Unternehmens. Hierzu ist ein Verständnis des grundlegenden Prozess-Management-Zyklus und der verschiedenen grundlegenden Vorgehensweisen des Prozessmanagements  (revolutionär vs. evolutionär) notwendig. 

Beschreibe die Ist-Modellierung

Die Modelle beruhen auf dem mitgeteilten Wissen über die Prozesse – Gerade Experten handeln aber zu einem grossen Teil auf der Grundlage von sog. stillem Wissen (tacit knowledge).

Beschreibe die Soll-Modellierung

Die Modelle sind blind für Interessenkonflikte – Organisationsfragen tangieren aber die Interessen der Beteiligten, insbesondere die Verteilung von Macht und Aufstiegsschancen.

Wie verhält sich der Detaillierungsgrad zwischen der Soll- und Ist-Modellierung?

Der Detaillierungsgrad der Soll-Modellierung unterscheidet sich je nach Zweck und Status von der Ist-Modellierung

Nenne vier Vorteile der Ist-Modellierung

Nenne die 4 Schritte zur Vorbereitung der Ist-Modellierung

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Nenne die vier Basisdaten / Merkmale, die bei der Grobaufnahme des Prozesses erhoben werden.

  • Name des Prozess
  • Ziel des Prozess
  • Prozessverantwortlicher
  • beteiligte Organisationseinheiten

Welche Zentralen Merkmale werden zu einem Prozess erhoben?

Nennne die vier Relevanzkriterien, zur Auwahl von Prozessen für die Ist-Modellierung

Beschreibe das generelle Vorgehen beim Modellieren (4 Punkte)

  • Zerlegung des Modellierungsprojekts in Modellierungskomplexe. Ein Modellierungskomplex kann einen Prozess oder mehrere fachlich verwandte Prozesse umfassen.
  • Zu jedem Modellierungskomplex gibt es ein Modellierungsteam, bestehend aus Fachexperten und Methodenexperten.
  • Modellierungssworkshops, Interviews, Dokumentenanalyse, Beobachtung in denen die Modelle erstellt werden
  • Konsolidierung der Ergebnisse

Nenne vier Erhebungstechniken zur Modellierung

  • Modellierungsworkshops
  • Interviews
  • Dokumentenanalyse
  • Beobachtung

Nenne vier Modellierungsmethoden

  • Rückwärtsstrukturierung
  • Sicht der Akteure einnehmen
  • Schrittweise verfeinern
  • Analyse von Prozessbeschreibungen

Was ist ein Modellierungsworkshop

In einem Workshop wird ausgehend von der Grobaufnahme eines Prozesses dieser schrittweise verfeinert, bis ein ausreichend detailliertes Ist-Modell als Hauptprodukt des Workshops vorliegt

Was sind Nebenprodukte eines Modellierungsworkshops

  • Glossar: Liste von Fachbegriffen, die in der Organisation bisher uneinheitlich verwendet, aber für die Beschreibung der Prozesse eindeutig definiert werden.
  • Mengen- und Zeitgerüst der Prozesse, sofern Erhebung mit akzeptablem Aufwand möglich.
  • Liste von Schwachstellen/Verbesserungspotenzialen, die schon bei der Ist-Modellierung bekannt werden.
  • Liste offener offener Punkte für nachfolgende Workshops

Was ist der Inhalt bei Interviews?

  • Kernaktivitäten (typische Aktivitäten des Stakeholders)
  • Sonderfälle (technisch, organisatorisch, fachlich, etc.)
  • Vor- und Nachteile bestehender IT-Unterstützung/Hilfsmittel
  • Effektive Nutzung der vorhanden IT
  • Zwischen(Ergebnisse) des Prozess
  • Optimierungspotentiale (wo könnte aus Sicht des Stakeholders optimiert werden?)

Was sind Techniken für Interviews?

  • Semi-strukturierte Interviews (Fragebogen mit offnen Fragen)
  • Keine Suggestivfragen ("Findest du es auch mühsam, dass ....")
  • Einstiegspunkt (Stakeholder nach seiner letzten durchgeführten Aktivität des Prozesses fragen)
  • Extremaussagen machen und Stakeholder korrigieren lassen.

Was ist der Inhalt bei der Dokumentenanalyse?

  • Erforderliche Informationen
  • Vorhandene Hilfsmittel
  • Zusammenhang der Informationen und Aktivitäten
  • Vorgaben
  • Metapher für User Interfaces

Was sind Techniken bei der Dokumentenanalyse?

  • Laufzettel
  • Stichwortsuche im Intranet oder Shared File Repository
  • Schulungen besuchen (um Hinweise auf Hilfsmittel zu bekommen)
  • Tabellarisch und systematisch erfassen 

Was ist der Inhalt bei der Beobachtung?

  • Tätigkeit (Ziel, Trigger, Methode, Womit, Ablauf)
  • Wie wurde das Hilfsmittel ausgewählt? (Gibt es Alternativen?)
  • Interaktion (Mit wem?)
  • Informationsorganisation (Welche Informationen werden benötigt? Wozu?)
  • Probleme/Fehler (Wie wurden sie verursacht?)
  • Exceptions/Sonderfälle

Was sind Techniken der Beobachtung?

  • Aktivitäten der Reihe nach notieren
  • Notizen zu einem Protokoll machen
  • Stiller Beobachter (grundsätzlich still, nur bei Unklarheiten mit Follow-Up Fragen kommen)
  • Lehrling-Meister-Prinzip (Einschulung)
  • Beobachtungen immer zu zweit!

Beschreibe die Methode der Rückwärtsstrukturierung

Beschreibe die Methode "Sicht der Akteure einnehmen"

Beschreibe die Methode "Schrittweise Verfeinern"

Beschreibe die Methode "Analyse von Prozessbeschreibungen"

Nenne Beispiele für ein Zielsystem

Nenne mögliche Optimierungen der Ablauforganisation

  • Weglassen (Kunde erfasst Bestellung selbst)
  • Parallelisierung
  • Schnittstellen reduzieren (intern & extern)
  • Reduktion der Komplexität (unnötige Vielfalt von Prozessen für ähnliche Aufgaben)
  • inadäquates Formularwesen

Nenne mögliche Optimierungen der IT-Unterstützung

  • Fehlende Features
  • Inadäquate Daten (Daten liegen nicht in richtiger Form vor)
  • unerwünschte Redundanz
  • Performance
  • Usability/Benutzbarkeit
  • Inkompatibilität zwischen IT-Systemen
  • Kein elektronischer Datenaustausch mit Geschäftspartnern

Nenne Möglichkeiten zur Optimierung bei der Aufbauorganisation

  • unklare Zuständigkeiten (intern)
  • unklare Zuständigkeiten (aus Sicht des Kunden)
  • Prozesse laufen über viele Hierarchieebenen
  • fehlende oder negative Anreizsysteme
  • Über / Unter-Forderung der MA

Wieso eignen sich Referenzmodelle als Vorbild nur bedingt?

Referenzmodelle sind nicht neutral. Sie orientieren sich wie jedes Modell an einem Zielsystem, das mit demjenigen des aktuellen Projekts nicht identisch sein muss.

Benachmarking: Nenne 3 genutzte Prozesskennzahlen

  • Durchlaufzeit
  • Störanfälligkeit (Fehlerrate)
  • Kosten einer Leistungseinheit

Was ist Voraussetzung für die Vorbereitung der Soll-Modellierung?

Zielsystem

Beschreibe den Top-Down Ansatz zur Soll-Modellierung

Beschreibe den Bottom-Up Ansatz zur Soll-Modellierung

Wie kann die Soll-Modellierung über mehrere Hierarchieebenen realisiert werden?

BPMN: zugeklappte Subprozesse

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