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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 27.12.2019 / 03.01.2020
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Vorteile des Utilitarismus

  • Der Utilitarismus ist als Theorie einfach (nur eine Norm).
  • Der Utilitarismus greift eine Form des praktischen Überlegens auf, die wir alle kennen und brauchen: Abwägen.
  • Weil der Nutzenbegriff auch in den Sozialwissenschaften vorkommt, ist der Utilitarismus an diese anbindbar.
  • Eine gewisse Logik führt zum Utilitarismus: siehe Argument (Begründung des Utilitarismus).
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Kritik am Utilitarismus

Form der Kritik (bezügl. Gegenbeispiele)

Nutzenbegriff

  • Die bisherigen Konkretisierungen von Nutzen sind unplausibel.
    • Lust: […], ist nicht immer wertvoll (z.B. Schadenfreude).
    • Präferenz: ist nicht immer wertvoll (antisoziale Präferenzen).
       
  • Unabhängig von den bisherigen Versuchen, den Nutzenbegriff zu konkretisieren, gilt: Was an sich wertvoll ist, lässt sich nicht so quantifizieren, wie vom Utilitarismus angenommen.

 

Form der Kritik:

P1: Aus dem Utilitarismus folgt, dass in Situation/Beispiel X Handeln H richtig ist.

P2: In Wirklichkeit ist aber ein Handeln H falsch/problematisch.
____________________________________________________________________

K: Daher ist der Utilitarismus falsch.

(Bemerkung: P2 spiegelt hier unsere moralischen Alltagsüberzeugungen oder unser moralisches Vorwissen wieder. Man spricht auch oft von moralischen Intuitionen.)

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Gegenbeispiele

«Gegenbeispiele»

  • Gegenbeispiel «Rechte»: Ein schwer verletzter Motorradfahrer wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Organe sind aber gesund, und er kann wieder vollständig geheilt werden. Im Krankenhaus befinden sich fünf weitere Patienten, die alle unbedingt auf unterschiedliche Spenderorgane angewiesen sind.
    • Handlungsoption 1. Die diensthabende Ärztin „opfert“ den Motorradfahrer; die Organe werden an die fünf Patienten weitergegeben.
    • Handlungsoption 2. Die Ärztin operiert den Motorradfahrer, die anderen Patienten bekommen keine Spenderorgane von ihm.
    • Utilitarismus: H1; intuitiv ist jedoch H2 richtig à Utilitarismus nimmt grundlegende moralische Rechte des Menschen (Lebensrecht) nicht ernst.
  • Gegenbeispiel «Gerechtigkeit»: Durch einen Tierversuch kann ein kosmetisches Präparat verbessert werden. Das gibt vielen Menschen etwas mehr Nutzen. Einige Tiere leiden wegen der Tierversuche stark.
    • H1: kein Tierversuch; H2: Tierversuch
    • Utilitarismus: H2 richtig à intuitiv erscheint das ungerecht à Utilitarismus hat keinen Platz für Gerechtigkeitserwägungen.